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TrueCrypt unter SUSE 10.3

heriL / 12 Antworten / Baumansicht Nickles

Hi, ich versuche truecrypt unter SUSE 10.3 zu installieren.
truecrypt.org bietet nur ein rpm für SUSE 10.2 - läuft unter 10.3 nicht.

In der Readme-Datei vom Source-Archive steht:
>>> Note that Linux kernel headers, located in the 'include' directory, are
not sufficient for compilation of the TrueCrypt kernel module. Fields of
'dm_dev' structure must be accessed by TrueCrypt but they are defined only in
an internal kernel header 'drivers/md/dm.h'. No appropriate accessor function
is available. The complete source code of the Linux kernel is required for
compilation of the kernel module.

Also note that the Linux kernel lacks a stable external programming interface
and, therefore, new kernel releases may break compatibility with external
kernel modules. The TrueCrypt kernel module may fail to build, depending on
the changes made to the Linux kernel by the kernel developers.
daß hört sich nicht so an, als könnte ich das Programm erfolgreich compilieren.
SUSE 10.3 hat übrigens die Kernel Version 2.6.22

daher meine Frage:
kennt jemand eine andere Möglichkeit, heute truecrypt unter SUSE 10.3 zu installieren ? oder muß ich warten, bis truecrypt.org eine entsprechende rpm anbietet ?

Gruß, heriL

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the_mic heriL „TrueCrypt unter SUSE 10.3“
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Du musst Kernel Sourcen, Kernel Header und entsprechende Build-Tools installieren, damit du für Truecrypt ein angepasstes Kernelmodul erstellen kannst.

oder muß ich warten, bis truecrypt.org eine entsprechende rpm anbietet ?
Das dürfte am Einfachsten sein.

cat /dev/brain > /dev/null
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KarstenW the_mic „Du musst Kernel Sourcen, Kernel Header und entsprechende Build-Tools...“
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Hier steht doch das die Installation der Kernelheader nicht ausreicht für eine Kompilation dieses Kernelmodules:

">>> Note that Linux kernel headers, located in the 'include' directory, are
not sufficient for compilation of the TrueCrypt kernel module. Fields of....."

PS: Da mein English etwas lausig ist, nutze ich immer gern dieses Online Wörterbuch:

http://www.ponsline.de/cgi-bin/wb/w.pl

suf·fi·cient

Adjektiv
genügend, aus-, hinreichend, genug
be sufficient genügen, ausreichen, genug sein

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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the_mic KarstenW „Hier steht doch das die Installation der Kernelheader nicht ausreicht für eine...“
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Drum sag ich ja: Sourcen mitinstallieren.

cat /dev/brain > /dev/null
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KarstenW heriL „TrueCrypt unter SUSE 10.3“
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"The complete source code of the Linux kernel is required for
compilation of the kernel module."

Die Kernelheaders sind ein Teil des Programmcodes vom Betriebsystemkern. Wenn man einen fertig kompilierten Betriebsystemkern von der jeweiligen Distribution nutzt, dann reicht es normalerweise aus nur die Kernelheaders , passend zur Kernelversion, zu installieren.
Ich will es mal einfach erklären, Headerdateien mit der Endung .h sind Deklarationsdateien in denen Fuktionen, globale Variablen, Makros und Strukturen deklariert oder bekanntgemacht werden. Diese Headerdateien werden vom Präprozessor mit einer include... Anweisung in den Programmtext (Definitionsdatei mit Endung .c) vor der eigentlichen Kompilierung kopiert.
In diesem Fall mußt du aber wie hier steht den kompletten Programmcode des Linuxkernels installieren.
Du mußt auf die passende Version achten.
Wenn du Kernelversion 2.6.22 nutzt, dann mußt du auch Linux-source 2.6.22 installieren.
Ich übersetze mir immer einen eigenen Betriebsystemkern (ist gar nicht so schwierig, du mußt dazu auch kein Programmierer sein) und dadurch sind immer die passenden Headerdateien schon mit installiert (als Teil von Linux-source...).

Wenn du möchtest kannst du ja auch mal einen eigenen Kern übersetzen.

Bei gentoo habe ich ein sehr schöne Erklärung gefunden:

http://de.gentoo-wiki.com/Kernel_manuell_kompilieren#Kernel-Optionen

http://de.gentoo-wiki.com/Kernel_manuell_kompilieren


Bei gentoo werden die Pakete mit dem Programm emerge installiert, SUSE nutzt dafür rpm.

Den Standardkernel läßt du installiert, für alle Fälle.





Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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heriL KarstenW „ The complete source code of the Linux kernel is required for compilation of the...“
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Hallo,
danke für die Rückmeldungen; ich werde es wohl erstmal mit dem ersten Tip von the_mic halten und warten und hoffen.
die oben zitierten Hinweise aus dem Source Archiv und weitere lassen mich fürchten, daß ein Kompilieren mich "in den Wald führt" ;-)

schade, mit Truecrypt konnte ich Dateien auf einem USB-Stick speichern und lesen, und zwar sowohl von meinem Linux-Rechner als auch vom Win-Büro-Rechner.

Kennt Ihr eine andere Lösung für diese Aufgabe, die nicht so tief in den Kernel eingreift ? Ich hatte vorher eine gpg-Lösung, aber die war umständlich und unsicherer als truecrypt, weil ich zum Lesen die verschlüsselte Datei zuest irgendwohin speichern mußte.

Naja, vielleicht habe ich ja Glück und es gibt bald eine SUSE 10.3 rpm-Datei
Gruß, heriL

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the_mic heriL „Hallo, danke für die Rückmeldungen ich werde es wohl erstmal mit dem ersten...“
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Wenn du ganze Festplatten verschlüsseln willst, kannst du dir mal dmcrypt mit cryptsetup-luks anschauen. Das ist allerdings erstens auch kernelbasiert (dafür ist aber alles benötigte im Standardkernel enthalten), und zweitens nur für Linux verfügbar.

cat /dev/brain > /dev/null
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heriL the_mic „Wenn du ganze Festplatten verschlüsseln willst, kannst du dir mal dmcrypt mit...“
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nein, ich suche eine Methode, Dateien verschlüsselt zwischen PC's (mit Linux & Win Betriebssystemen) zu transportieren
also, ich will auf einem Speicherstick eine Datei (besser noch ein Datei-Verzeichnis) daß ich von beiden BS lesen und beschreiben kann.

Das Thema müßte bei der technischen Entwicklung zu immer kleineren Speichern mit immer mehr Speichervolumen doch eigentlich an Bedeutung gewinnen.
Ich (und viele andere sicher auch) transportiere mir vertrauliche Daten auf solchen Datenträgern, wie leicht können die in falsche Hände geraten !
Es wird viel von Datenschutz geredet (und z.B. in meiner Firma auch viel Aufwand dafür betrieben), aber daß vertrauliche Daten gerne über Speichersticks transportiert werden und dann entweder garnicht gelöscht oder rekonstruierbar auf dem Stick erhalten bleiben, scheint niemanden zu interessieren.
Und die Lösungen dazu sind entweder kompliziert zu handhaben oder beschränken sich auf ein System oder mache Probleme beim Upgraden, wie hier bei truecrypt - oder habe die vorhandenen Lösungen noch nicht richtig verstanden ? also doch zu kompliziert ;-)

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KarstenW heriL „nein, ich suche eine Methode, Dateien verschlüsselt zwischen PC s mit Linux Win...“
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Das Problem ist wahrscheinlich das Linux sich bei der Entwicklung an Unix orientiert (teilweise posixkompatibler Betriebsystemkern) und Windows wurde von Microsoft überhaupt nicht Unix-ähnlich programmiert.
Der POSIX Standard bei echtem Unix (HP Unix. AIX Unix und Solaris 10) wurde für eine portable Programmierung entwickelt uum eine gewisse Kompatibilität zwischen den Unixderivaten zu garantieren.
Das bedeutet das man den Programmcode einer Serveranwendung wie Apache oder Postfix oder ein Shellscript oder auch nur ein einfaches Programm für die Textkonsole von einem Unix auf das andere kopiert und eventuell im Idealfall nur noch mal kompilieren braucht. Das spart eine Mege an Programmierzeit ein.

Das Problem ist nur das beim POSIX Standard wichtige Bibliotheken fehlen auf die Desktopanwendungen angewiesen sind.
Deshalb funktioniert die portable Programmierung bei Unix und seinen Derivaten nur bei Serveranwendungen und Programmen die in der Konsole laufen.

Und jetzt kommt Linux und hat den POSIX Standard von Unix weiterentwickelt und diesen POSIX Standard um fehlende Bibliotheken für Desktopanwendungen erweitert.
Die Linux Standard Base ist deshalb entwickelt worden um die Kompatibilität zwischen den Linuxdistributionen zu gewährleisten, damit ein Anwender auch mal ein Programm installieren kann, welches unter einer anderen Distribution programmiert worden ist.

Für mich ist Linux das bessere Unix , vor allem im Desktopbereich.

Leider haben die Manager von Microsoft den Sinn hinter dem POSIX Standard nicht begriffen und auch Windows Vista wieder nicht posixkompatibel programmiert.
Deshalb kann man Linux-Unixprograme nur sehr schwer nach Windows portieren (oder überhaupt nicht).

Die Firma Trolltech aus Norwegen hat dieses Problem erkannt und bietet mit QT eine plattformunabhängige Entwicklungsumgebung an.
QT gibt es für Windows, Linux, Mac OS, Solaris (Sun Microsystems) und ich glaube auch für AIX Unix (IBM).

Wenn Windows posixkompatibel wäre, dann wäre es einfacher dieses Krytografieprogramm für Windows und Linux zu programieren.

PS: Ich halte die Windowprogrammierer nicht für blöd oder so was. Für mich sind die Schuldigen die Manager, die Chefs. Wahrscheinlich bekommen die Windowsprogrammierer ihre Anweisung wie sie Windows zu programmieren haben.
Wenn die Windowsprogrammierer ihr eigenes Betriebsystem programmieren könnten, dann würden sie wahrscheinlich auch mehr ein Unix programmieren als ein Windows.
Tja und bei Linux entscheiden die Anwender (zugleich auch die Programmierer ) wie ihr eigens Betriebsystem Linux funktionieren soll.
















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heriL KarstenW „Das Problem ist wahrscheinlich das Linux sich bei der Entwicklung an Unix...“
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ich will doch "nur" eine verschlüsselte Datei (bzw. Datencontainer), der von Programmen auf den verschiedenen Betriebssystemen gelesen und neu beschrieben werden kann. Die dafür notwendigen Programm unter Windows & Linux können natürlich unterschiedlich sein, solange sie die Datei nach gleichen Regeln bearbeiten. Das muß doch möglich sein, oder ??
Oder meinst du, daß man aus Kostengründen ein Programm in der Regel erstmal für ein Betriebssystem schreibt und die erforderlichen Anpassungen für das Kompilieren unter einem anderen Betriebssystem meidet, wenn der Aufwand zu groß wird ?

Das mit der platformunabhängigen Entwicklungsumgebung ist interessant, ich dachte auch schon an Sprachen, die fürs Internet verwendet werden (java, ...), die laufen doch auch auf verschiedenen Betriebssystemen :-) ich habe aber auch hier noch nicht die richtige Anwendung gefunden.

Wenn Linux sich weiter verbreitet (auch bei Leuten wie ich, die über die Anfänge des Programmierens nicht hinausgekommen sind) dann wird es früher oder später auch für mein Problemchen eine Lösung geben müssen. ;-)

Gruß, heriL

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KarstenW heriL „ich will doch nur eine verschlüsselte Datei bzw. Datencontainer , der von...“
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Ich mußte mir wieder mal den Frust über Windows und Microsoft los werden.
Die Informatiker die damals den POSIX Standard entwickelt haben, haben sich wirklich mal Gedanken darüber gemacht wie man einem einfachen Programmierer eine einfache Programmierschnittstelle anbieten kann.
Und Microsoft interessiert dieser POSIX Standard einfach nicht.
Es wäre besser wenn Windows mehr wie ein Unix funktioniert, ohne die ganzen Nachteile von Unix (Kosten, Inkompatibiltät der Unixderivate untereinander)

Die ganzen Unixprogramme und GNU Programme von Linux könnte man relativ einfach nach Windows portieren, ohne so viele Programmzeilen zu verändern.
Windows bekäme endlich mal eine gute Shell wie die BASH und diese Eingabeaufforderung wäre überflüssig.
Und die anderen Programme von Linux würden auch unter Windows laufen.




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TimmintoR 2°°4 heriL „nein, ich suche eine Methode, Dateien verschlüsselt zwischen PC s mit Linux Win...“
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Du kannst den IronKey mal im Auge behalten. Momentan läuft er nur unter Windows, aber auf meine Frage nach Linux-Treiber erklärten mir die Leute, dass man eine Unterstützung für Ende diesen Jahres plane.


Gruß

TimmintoR 2°°4

Linux.DOS.Windows - The Good.The Bad.The Ugly
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heriL TimmintoR 2°°4 „Du kannst den IronKey mal im Auge behalten. Momentan läuft er nur unter...“
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danke für den Tip,
werde ich beobachten
Gruß, heriL

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