Hallo,
vor einiger Zeit habe ich mir "SUSE Linux 10.0" als ein zweites Betriebssystem auf mein altes Laptop installiert. Und seit drei Wochen bemühe ich mich ins Internet zu kommen, aber "SUSE 10" will da nicht mitmachen. Ich habe mir die Konfiguration des Modems unter die Lupe genommen, aber es scheint, daß die Einstellungen in Ordnung sind.
Leider bin ich da ein völliger Anfänger und deshalb habe ich mir vorher ein Buch von Gunter Wielage - "Einstieg in SUSE 10" besorgt. Jedoch der Autor des Buches hat keine Konfigurationsbeispiele eingeführt, sodaß ich kein großes Nutzen von dem Buch habe. Und jetzt woanders nach Unterstützung suchen muß. Ich wäre euch also dankbar für alle mich vorwärts bringende Hinweise.
Was müsste ich noch konfigurieren um mit einem analogen Modem surfen zu gehen?
Gruß
Arek
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Vermutlich wird es sich um ein Softmodem handeln. Dann hast du wohl Pech gehabt, denn dafür liefern die Hersteller leider weder Linuxtreiber noch Hardwarespezifikationen.
Mit etwas Glück geht es aber doch und du findest du eine Anleitung für dein Notebookmodell auf einer der folgenden Seiten:
http://tuxmobil.de/
http://www.linux-laptop.net/
Wenn du uns den Typ Modem in deinem Laptop verrätst, können wir vielleicht auch etwas mehr tun. Modems sind üblicherweise per PCI eingebunden, demnach kannst du die Hardwareinformationen mit dem Befehl
lspci
(einzugeben in einer Konsole) auslesen. Poste hier bitte die für das Modem relevante Zeile.
Hallo Mic
Es handelt sich um das Lucent Win Modem -Anschluß (COM 3)
Produkt Nr. LT V.92 Data+Fax Modem Version 8.28
Mein Laptop wurde von der Firma Gericom hergestellt und es ist schon 8 Jahre alt, ob sie die geeigneten Treiber noch haben werden, das ist eher fraglich.
Bis dann
sagt eigentlich schon alles, siehe Posting von Mic:
Vermutlich wird es sich um ein Softmodem handeln. Dann hast du wohl Pech gehabt, denn dafür liefern die Hersteller leider weder Linuxtreiber noch Hardwarespezifikationen.
So wird es sein. Ich hatte auch ein Notebook mit einem sogenannten Win-Modem. Keine Chance, das mit Linux zum Laufen zu bringen.
Falls es ein analoges Modem sein muß, besorg dir ein Acer 56K (extern), die haben damals bei mir klaglos unter Linux funktioniert und sind sicher für´n Appel und ´n Ei zu kriegen.
Hi Schnaffke, Nemesis, Karsten, Mic,
danke für eure Hinweise. Was das neue Modem betrifft, da möchte ich kein Geld mehr in meinen alten Rechner investieren. Ich trage mich schon seit längerer Zeit mit dem Gedanke mir ein neues Laptop zu besorgen. Aber weil ich noch kein so wirklich günstiges und auch interessates Angebot gesehen habe, bemühe ich mich noch mit meiner alten Maschine zu arbeiten.
Es ist mir irgendwie nach der vielen Installationsversuche gelungen die "Suse Linux" drauf zu kriegen, also dachte ich mir, ich könnte ausprobieren, ob ich mit dem Betriebssystem zurechtkomme. Jedoch meine unzählige Experimenten mit der Internet-Verbindungsherstellung sind fehlgeschlagen, deshalb habe ich mich an euch gewendet. Jedoch es scheint, daß ich mich an "Suse Linux" nicht erfreuen werde. Sodaß ich nur viel von meiner kostbaren Zeit vergeudet habe und am Ende gehe ich mit den leeren Händen aus. So ist es eben!
Hast du mal die beiden von mir geposteten Links angeschaut?
Hi Mic,
ich habe mir deine Links so oberflächlich angesehen, dennoch es ist mir nichts besonderes aufgefallen, was mich mit meinem Problem weiter bringen könnte. Auf jeden Fall danke für deinen Verweis.
"KInternet" oder was auch immer hast du sicher schon gesehen und eingestellt, denn dort kommen die Providerdaten rein (Benutzername, Passwort, Einwahlnummer). Theoretisch sollte es das (fast) gewesen sein ... .
Es könnte sein, daß Linux dein Modem nicht richtig erkennt/installiert (pauschal => dev/modem - aber falsch).
Ein paar mehr Infos zum System und Modem (Anschlußart) wäre sehr hilfreich gewesen. Bei mir mußte ich auch erst mit gewissem Aufwand einen funktionierenden Treiber für mein USB-Modem installieren (dieser mußte dann jedesmal manuell gestartet werden ...).
Linux ist aber (noch) nicht so mein Ding, mal sehen, was die Profis sagen.
Für diverse Soft-Modems von SMLink gab es aber Linux-Treiber (AMR, PCI, USB).
Hi Mic.
Die Geschichte mit dem "KInternet" habe ich schon vorher gemacht, aber es kommt trotzdem keine Verbindung zustande. Abar das habe ich mit Hilfe des "Yast-Kontrollzentrum" erledigt und später beim KInternet auch alle Anbieter die eingetragen habe vergefunden. Ich weiß es nicht genau welche Art von Infos behilflich sein könnten, deshalb schreibe ich allgemein:
Prozessor: Pentium III-E(B), 801.8 MHz (32-Bit)
Mainboard: TWINHEAD International Corp.
Chipsatz:Intel 440BX/ZX/MX (82443BX/ZX/MX+82371AB PCI-ISA Bridge)PCI Chipset
Speicher: 192MB SDRAM
Mainbios: AMI 686-HiFlex-Bios V14.00
Bios-Datum: 23.08.2001
Festplatte:40 GB Samsung MP0402H Rev.UC10
Video Adapter: S3 Graphics Inc. SavageIX (DAC: S3 SDAC)
Modem: internes Modem - Lucent Win Modem, das mit dem Port COM3 verbunden ist
Netz-Adapter: Karte Intel 8255x-based PCI Ethernet Adapter (10/100)
Netz-Adapter: Direkte Kabel-Verbindung
Netz-Adapter: asynchronische Karte RAS
Netz-Adapter: Netzkarte 1394
Ich hoffe, daß das hilfreich sein kann.
Wenn LAN funktioniert, kann ich dir dieses LAN Modem empfehlen:
http://www.devolo.de/de_DE/produkte/analog/ml56kfunlan.html
Wenn USB funktioniert, dann ist dieses Modem eventuell das richtige Modem:
http://www.devolo.de/de_DE/produkte/analog/ml56kfunusb.html
Bei Debian waren die passenden Treiber für dieses USB Modem dabei und haben auch funktioniert:
Paket sl-modem-source:
SmartLink software modem driver - module building source
This package contains source code for the low-level drivers for the
software modems produced by Smart Link Ltd. It supports PCI and USB models.
In addition to this package, you will need the package sl-modem-daemon
which implements the application part of the driver.
Module packages can be built for the custom kernel package either by hand or
using the module-assistant tool.
Vielleicht ist auch bei SUSE dieses Paket dabei.
Winmodems von Lucent werden in der Regel von Suse unterstützt. Nur wenn es ein Lucent ARM Modem ist, dann hast Du wohl verloren. Vielleicht liegt es einfach daran, das Du die OSS-Version von Suse 10.0 verwendest, in der die sogenannten proprietären Treibermodule nicht im Kernel enthalten sind. Vielleicht kommst Du ja an ein halbwegs aktuelles Exemplar der Zeitschrift "EasyLinux", auf der sich die Update-DVD für u.a. Suse 10.0 befindet, auf der sind dann auch die Kernelupdates für den nicht Open-Source-Teil enthalten, die Du dann über YAST einspielst. Dann sollte auch ein Winmodem gehen. Denn ein Onlineupdate ohne Modem geht ja schlecht ,-)
Hallo Fakiauso,
was verstehst du es unter "ARM Modem" ? Ich finde auch die Bezeichnung "OSS-Version" auf dem Orginal-CD von SUSE 10 nicht. Gott sei dank, bald kommt das Wochenende, sodaß ich vielleicht einbißchen Zeit finde um nach dem Update zu schauen. Danke für deine Hinweise.
Ich habe einfach mal gegooglet und diese Seite gefunden:
http://www.physcip.uni-stuttgart.de/heby/ltmodem/
Wenn bei SUSE die Treiber nicht dabei sind, bedeutet das nicht das es keine gibt.
Die Treiberinstallation ist aber nicht wie bei Windows. Die Treiber müssen erst noch kompiliert werden. Dabei wird einen Kernelschnittselle gegen die Headerdateien des Kernels kompiliert. Das bedeutet , du mußt auch den Sourcecode des Kernels oder zumindest die passenden Headerdateien des laufenden Kernels installieren.
"SuSE Linux includes the ltmodem driver (9.0 and later). Please install the driver that comes with your distribution because it's guaranteed to match with your kernel.
Older binary drivers can be downloaded from Germany or Canada"
Hier steht das schon passende , fertig kompilierte Treiber bei SUSE dabei sein sollen.
Ich benutze Debian.
Ob diese auch bei OpenSuSE dabei sind, steht da nicht ...
Ich benutze Debian.
Das wissen wir alle und das sit im Kontext dieser Frage völlig uninteressant ...
HTH, Z.
Hi Karsten,
es ist nett, daß du dich an dieser Unterstützung beteiligst, aber es scheint mir, du hast schon vergessen, daß ich lediglich ein interessierter Anfänger bin. Und du schlägst mir breits als Tipp zur Lösung meines Problems die Treiberkompilirung vor.
Für den Anfang würde ich sagen, fühle ich mich einbißchen überfordert!!!
Außerdem ich bin mit dem Win XP unterwegs, d.h. ich kann auch keine Treiber holen. Sodaß ich mit deinem wohlgemeinten Hinweis nichts wirklich anfangen kann.
Jedoch trotzdem vielen Dank für deine Engagement.
Das hört sich komplizierter an als es ist. Du brauchst deswegen doch keine Programmiersprache zu erlernen.
Denkst du ernsthaft das wir alle hier Kernelentwickler und Informatiker sind , die einen Betriebsystemkern programmieren können ?
Das ist so gemacht, das auch ein normaler Anwender ohne Programmierkenntnisse die Installation eines Treibers in den Griff bekommt.
Wahrscheinlich wirst du mit ein paar Fehlermeldungen nichts anfangen können.
Ich hatte früher SUSE 4.4 als erste Linuxdistribution. Da wurde ganz genau erklärt wie man einen eigenen Betriebsystemkern kompiliert.
Später bekam man keinen Support mehr, wenn man einen eigenen Kern kompiliert hatte. Ich bin dann zu Debian gewechselt.
PS: Wenn dich mal eine richtige Programmiersprache wie C interessiert, dann kann ich dir so ein Anfängerbuch empfehlen. Das gab es auch mal im Buchhandel:
http://wwwuser.gwdg.de/~kboehm/ebook/inhalt.html
C ist wie ein Baukastensystem, alle Funktionen schon fertig vorprogrammiert und in Bibliotheken verfügbar.
Ich dachte mir nichts dabei, außer daß ihr die Kenntnisse habt um solche Leute wie mich die mit Linux Schwierigkeiten kriegen zu beraten.
Und weil ich eben diese Kenntnisse nicht habe, fällt es mir schwer mich sofort auf die Treiberkompilation zu störzen, obwohl ich bis jetzt kaum ein einfaches Programm starten kann, die ich selbst installiert habe. Die Anwendung ist installiert worden und ich sehe das eben in Yast-Kontrollzentrum, aber ich bin leider nicht in der Lage die Software auszuführen.
Würde die Kompilation so leicht gemacht sein, wie du das schreibst, dann hätte ich nicht so riesige Schwierigkeiten mit dem B.system gehabt. Jedoch ich wollte lediglich dadurch sagen, daß ich für dieserart von Aufgabe noch nicht reif bin.
Programme werden immer durch die Eingabe des Dateinamens in der Konsole (Terminalfenster) gestartet. Natürlich werden auch Icons installiert, auf die man mit der Maus klicken kann. Wenn mal kein Icon installiert ist, dann kannst du das jeweilige Program auch durch Eingabe des Dateinamens in einem Terminalfenster (ist etwa mit der DOS Eingabeaufforderung unter Windows vergleichnbar) starten.
Linux verwendet eine sehr funktionelle Verzeichnisstruktur. Alle Programmdateien werden in /bin- Verzeichnisse gespeichert. Die Umgebungsvariable $PATH bestimmt, in welchen Verzeichnissen gesucht wird, um die Datei auszuführen:
Kannst du dir so anzeigen lassen:
echo $PATH
/usr/local/bin:/usr/bin:/bin:/usr/bin/X11:/usr/games
PS: Verwende möglichst häufig die TAB Taste. Damit werden Befehle , Verzeichnisse und Dateinamen automatisch erweitert ;-).
Hallo noch einmal. Ein ARM-Modem ist mit einem speziellen Chipsatz ausgestattet, für den es halt unter Linux keine Softwareemulation gibt im Gegensatz zu den anderen. Die OSS-Version ist die Open-Source-Version der Suse 10.0, die aber keine proprietäre Software (die eben nicht unter Open-Source vertrieben wird, weil der Quellcode nicht frei ist usw. ) enthält. Darunter fallen z.B. Treiber von AVM (Fritzcard, WLAN-Karten etc), Nvidia oder ATi. Die im Handel erhältliche Kaufversion enthält für den Kaufpreis eben diese Kernelmodule mit, da eben u.a. auch Lizenzgebühren von Novell (SuseLinux) abgeführt werden müssen. Dies ist natürlich nur eine oberflächliche Umschreibung von Open Source, die zur Folge hat, das in der OSS-Suse-Community nur "freie" Treiber enthalten sind.
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung, ich kann die Abkürzungen jetzt besser verdauen.
Ich habe mich an Nickles-Forum gewendet, weil ich dachte, die Einstellungen die bei der Installation automatisch vorgenommen wurden, die halt nicht stimmen würden. Und ich hoffte, daß ihr mir da irgendwelche konkreten Tipps geben könntet, wo ich nachschauen und gegebenenfalls korriegiren könnte. Ich habe eben angenommen, es ist lediglich ein Konfigurationsproblem.
Jetzt sehe ich, daß ihr alle geneigt sei zu wissen, das Problem liegt an dem Treiber selbst. Ich habe mir also eure Hinweise verinnerlicht und versuche mit dem neuen Wissen im Gepäck das mir mögliche zu tun, um das Betriebssystem irgendwie zum Laufen zu bringen. Dennoch ich merke, meine Möglichkeiten sind ziemlich eingeschränkt, weil ich z.B. mit "SUSE LINUX" nicht ins Internet kann, um die notwendige Treiber zu holen. Jedoch das ist schon meine Sorge.
Vielen Dank für alles
Gruß Arek
Vielleicht kannst Du ja bei einem Bekannten mit DSL Dein Notebook über Deinen Netzwerkanschluß ins Internet bringen und Dir erstmal die Updates ziehen, und dann noch einmal versuchen, das Modem zum Laufen zu bringen ?
