Hallo zusammen!
Ziemlich harsche Kritik, die IMHO gleichzeitig etwas über den Charakter grafischer Oberflächen im Allgemeinen aussagt: http://www.golem.de/0702/50611.html (lesens- und nachdenkenswert).
FYI
Olaf
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
mit Gnome steht LINUS ja schon länger auf Kriegsfuß
ich kann mich allerdings weder für Gnome noch für KDE erwärmen
mfg
chris
Deswegen gibt es ja noch einen lachenden Dritten: den XFCE-Desktop! Vor allem gilt der als Geheimfavorit für ältere und schwächere Rechner weil er schonend mit den Systemressourcen umgeht.
KDE kann ich übrigens auch nicht leiden, wobei ich dir nicht genau sagen kann warum... sieht irgendwie aus wie WinXP für Arme.
CU
Olaf
Linux hätte echt Potenzial zum Windows Konkurent
wenn die entwickler mal an einem Strang ziehen würden
das installieren von Programmen vereinfachen zb per drag&drop (weg mit diesen blödsinnigen konflikten)
ne einheitliche ansprechende Benutzeroberfläche
ansonsten hat sich ja seit meiner ersten Linux Distribution (1998) schon einiges verbessert
mfg
chris
@chrissv2
"das installieren von Programmen vereinfachen zb per drag&drop (weg mit diesen blödsinnigen konflikten) "
Das sind keine blödsinnigen Konflikte, sondern Abhängigkeiten die ein Paketmanager wie apt bei Debian /Ubuntu automatisch auflösen soll.
Programme sind in der Regel dynamisch gelinkt. Das bedeutet das ein Teil des Programmes in solchen Shared Librarys ist, also in diesen Bibliotheksdateien lib???.so.
Welche Distribution verwendest du ?
SUSE hat momentan keinen Paketmanager wie apt, der solche Abhängigkeiten automatisch auflöst. Ich wüßte zumindest nichts davon.
Ich nutze originales Debian mit apt als Paketmanager.
Du kannst aber auch für den Anfang Ubuntu/KUbuntu versuchen. Das sind Debian testing Versionen, die etwas automatischer bei der Installation im Desktopbereich sind.
och alle möglichen, was sich halt so auf den DVDs diverser Linuxmagazine findet
Suse, Mandriva, Fedora, Debian, Ubuntu wird halt alles mal getestet
Das sind keine blödsinnigen Konflikte,
jaaaa *g* hab das ja nur so gesagt
bei MacOS ist es zb so das du das zu installierende Program von der CD in den Aplications Folder bzw "Programme" ziehst und es dann von dort aus startest oder es ins Dock (vergleichbar mit der Schnellstartleiste) ziehst was dann sowas wie ne Verknüpfung ist
afaik sollte sowas auch mal für Linux entwickelt werden
praktisch ein Archiv in dem das Programm und alle benötigten Dateien enthalten sind
Click Dateisystem????!!!???
mfg
chris
"afaik sollte sowas auch mal für Linux entwickelt werden
praktisch ein Archiv in dem das Programm und alle benötigten Dateien enthalten sind"
So funktioniert das apt Paketmanagment.
Man läßt unter Debian/Ubuntu alle CDs/DVDs automatisch in die Datei /etc/apt/sources.lst eintragen und dazu noch alle Internetserver.
apt ist ein Kommandozeilentool. Nun ja, das ist Geschacksache. Ich bin kein Freund von grafischen Installationsroutinen. Wenn der XServer und der Desktop schon laufen, dann kannst du auch synaptic für die Programminstallation nutzen.
Sobald ein Programm nicht auf den CDs vorhanden ist, wird es automatisch vom Internetserver geholt und installiert.
apt verfügt eine Paketdatenbank, die mit "apt-get update" aktualisiert wird. In dieser Datenbank stehen dann alle Programm die installiert werden können und auch alle Programme die schon installiert sind.
Sobald ein Programm ein anderes Programm benötigt (oder auch eine spezielle Bibliothek), wird diese Datei automatisch mit installiert.
In den deb-Paketen stehen dafür die notwendigen Informationen.
Fremde deb Pakete werden mit "dpkg -i Paket.deb" installiert und anschließend prüft man mit "apt-get check" ob auch alle Abhängigkeiten schon aufgelöst sind. Wenn dabei eine Abhängigkeit nicht aufgelöst ist, kann man sie mit "apt-get install -f" automatisch auflösen lassen.
Debian unterstützt die Linux StandardBase, aber meist eine ältere version. Momentan ist Version LSB 3.1 aktuell. Ich würde daher Debian testing empfehlen.
Man kann deshalb auch fremde Programme installieren, die unter Red Hat oder SUSE programmiert wurden.
rpm Pakete werden mit "alien -i -k Paket.rpm" installiert. Staroffice 8 gibt es nur mit rpm Paketen.
deb Paket sind zu bevorzugen, da alien manchmal Probleme hat die rpm Pakete in deb Pakete umzuwandeln.
Debian ist wie Unix und wird hauptsächlich auf der Komandozeile konfiguriert. Das ist für die Flexibilität sehr gut. Debian kann man gleichzeitig als Internetserver oder Desktoprechner einsetzen.
Vesuche einfach mal Ubuntu oder KUbuntu. Du brauchst aber DSL, weil die meisten Programme von den Internetservern nachinstalliert werden.
Mit analogem Modem wird das zu teuer.
Alles nix gegen den http://www.windowmaker.info/
SCNR
Gruß
TimmintoR 2°°4
Vermutlich ein Schein-Problem.
Wenn ich statt eines Desktops, mal das Beispiel einer normalen Programmoberfläche heranziehe, dann ist AutoGK ein anschaulicher Fall. Super-simple Bedienoberfläche...und wenn man mehr einstellen will, installiert man gleich das Hidden Menü dazu und tippt nach der Dateiwahl Strg + F9.
(Achtung das ursprüngliche Hidden Menü...und nur das scheint mir brauchbar, heißt jetzt Assistent, den Begriff Hidden Menü hat sich eine neue Lösung gekapert.)
Ich bin allerdings auch der Meinung, dass sich komplizierte/überladene Lösungen auf dem Desktop im breiten Markt nicht durchsetzen werden. Was sich noch weniger durchsetzt, sind Lösungen bei denen man vergeblich nach Einstellmöglichkeiten sucht. Allerdings, Aufblähung ist ein Selbstläufer, da hilft nur eine jakobinische Einstellung gegen. So einen Streit würde ich nicht überbewerten, er ist fast unvermeidlich. Und wie soll man kooperieren, wenn es der Hauptjob ist, den Deckel zuzuhalten?
Also , ich kann nichtmal genau sagen was mich an Gnome stört.
Wenn man oft mit KDE oder sogar mit Windowsoberflächen arbeitet, kommt einem Gnome sehr statisch und
eingeschränkt vor.
Es hat nichteinmal mit Spartanischen Oberflächen zu tun , selbst XFCE gefällt mir oft besser.
Wenn man die Icons von Gnome als altväterlich bezeichnet ist es oft noch geschmeichelt.
Gnome mit den modernen 3d Schwabbeltechniken zu betreiben ist fast schon ein Anachronismus.
Die flache Optik stört mich aber weniger als die statische Usability.
Vielleicht finden es einige sogar umgekehrt. KDE ist meiner Meinung nach nicht so überladen wie oft behauptet wird.
Je nach Distribution ist KDE auch auf recht schwachen Rechnern akzeptabel schnell.
Absolut störend an KDE ist die Entfernung des echten löschens von Daten bei Standardeinstellung.
Zum Glück hat man bei Linux die Auswahl zwischen verschiedenen Desktops.
Ich kann mich an Windows erinnern, als es keine verschiedenen Desktops zur Auswahl gab.
Und bei Windows kann ich beispielsweise meine dreitastige Logitec Maus nicht selber mit Tasten-Funktionen belegen.
Der Windowsdesktop ist viel schlimmer als Gnome.
Wenn man Open Source hat, dann sollten die Gnome Entwickler auch diesen Vorteil nutzen und die Wünsche der Anwender berücksichtigen.
Eventuell kann man ja Programmvorschläge der Anwender berücksichtigen.
Ich glaube Microsoft würde nicht mit sich diskutieren lassen , wie man den Windowsdesktop verbessern könnte.
Die Verbesserung des Windows-Destkops ist ganz einfach:
1) Klassische Ansicht.
2) Eigene Farben generieren.
3) Das meiste über einen Dateimanager erledigen. Top of the Pops ist da VCOM PowerDesk Pro.
Ein paar Einstellmöglichkeiten hat man auch unter Windows, aber es geht darum das die Windows-Anwender nicht bei der Gestaltung von Windows und dem Desktop mitreden dürfen.
Der Vorteil von Open Source ist ja gerade , ein Betriebsystem zu entwickeln wie es die Anwender wollen.
Man kann sich beispielsweise bei Debian bewerben und hat entsprechend seinem Wissen und Können auch Mitspracherechte.
Auch normale Anwender können sich am Entwicklungsprozess von Debian beteiligen.
Natürlich können nur entsprechend qualifizierte Anwender da überhaupt mitreden.
Diese Möglichkeiten bietet Windows überhaupt nicht. Ich muß Windows so nehmen wie es Microsoft mir vorsetzt.
Ein Bisschen arrogant, aber ganz unrecht hat er nicht. Manche Dinge dürften gerne auch über eine einfache Schaltfläche irgendwo in den Einstellungen zu verändern sein statt in diesem Windows-Registry-ähnlichen Geschwür namens gconf-editor.
