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Drucker unter Kanotix

gelöscht_137978 / 6 Antworten / Baumansicht Nickles

Hi

Ich habe auf dem Notebook (Multiboot) Kanotix (Debian) und W2k installiert.
Geräte laufen im Netzwerk unter W2k einwandfrei, was Hardwarefehler ausschließt.
Folgende 2 Probleme, mit denen ich gerade kämpfe.

Erstes Problem unter Kanotix:
Ich nutze im Lan einen Printserver (Printsir 3Port) daran angeschlossen 2 Drucker.
Nun, ich bekomme die angeschlossenen Drucker (u.a. mangels Wissen) nicht zum laufen.
Nach mehrstündiger Suche im Net hab ich keine Anleitung gefunden, die mir sagt, wie ich einen Drucker am Printserver unter Cups zum laufen kriege.

Zweites Problem unter Kanotix:
Surfen im Net geht. Download geht auch. Apt-get bla bla geht auch. Jedoch kann ich bestimmte Seiten nicht ansurfen.
Bei Firefox 1.5.0.7 schummelt er nach GO ein www in den Link.
Also der Versuch http://test.org wird nach dem bestätigen
zu http://www.test.org gewandelt und bringt natürlich in dem Fall "keine Seite gefunden".
Unter Konqueror wandelt er nicht und zeigt jedoch ebenfalls "Keine Seite gefunden". Das Anpingen funktioniert. Die Seite läßt sich am anderen Rechner korrekt anwählen.
In den Optionen von Firefox und Konqueror hab ich alles durchsucht, jedoch keine Optionen gefunden, die einen solchen Fehler erkennen läßt.

Kennt jemand die Antwort auf diese Fragen?

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KarstenW gelöscht_137978 „Drucker unter Kanotix“
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Ich habe einen Printserver von CNET CNP430. Da wird als backend lpd von cups genutzt.
Du kannst eventuell mal bei der Hotline anfragen, welches backend cups für diesen Printserver nutzen soll.
Es stehen folgende Backends zur Verfügung:

lpinfo -v

network socket
network beh
network http
network ipp
network lpd
direct parallel:/dev/lp0

Wobei ein Backend für samba und mehrere Backends für usb bei dieser Ausgabe des befehls lpinfo -v fehlen.

Printserver von HP (Jetdirect) benutzen in der Regel ipp als backend.

Du mußt aber zuerst herausfinden, ob für deinen Drucker ein Treiber verfügbar ist. Die Ideallösung unter Unix/linux sind diese teuren Postscriptdrucker. Alle Linuxprogramme erzeugen ihre Druckdaten im Potscriptformat. Wenn du keinen Postscriptdrucker hast, braucht Ghostscript diese Treiber oder Filter um die Druckdaten für deine Drucker umzuwandeln.

Schau mal hier:

http://hplip.sourceforge.net/

http://www.linuxprinting.org/

Du kannst aber auch mit dem befehl "lpinfo -m | less" oder "lpinfo -m" überprüfen , welche Drucker momentan schon von cups unterstützt werden

Wenn dein Drucker unterstützt wird, kannst du mit dem Webinterface von cups den Drucker konfigurieren:

"localhost:631" im Adressfeld des Browsers eingeben.

Auf der Konsole wird lpadmin genutzt.


Mein Firefox macht das gleiche. Normalerweise fangen die Internetadressen mit www an.
Für die Auflösung der Internetadressen muß dieDatei /etc/resolv.conf
konfiguriert werden.
Da muß der richtige nameserver vom Provider oder die Adresse vom Router drinnstehen:

cat /etc/resolv.conf

search local
nameserver 192.168.0.1


Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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gelöscht_137978 KarstenW „Ich habe einen Printserver von CNET CNP430. Da wird als backend lpd von cups...“
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hi Karsten

besten Dank für deine Tips.
Das Surfproblem hat sich erstmal erledigt. War offensichtlich ein DNS Problem.
Bei der Installation war, wie ich sah, ein zweiter DNS Server eingetragen, den ich beibehielt.
Bei der einrichtung des Netzwerkes gebe ich immer das DSL Modem an, wobei ich nicht damit gerechnet hatte, das der zweite eintrag mir dazwischen funkte.
Als ich heute morgen das Notebook eingeschaltet hatte, war essig mit booten. Irgendwie (was mich nicht sonderlich interresiert) hatte ich mir das Kanotix abgeschossen. Bei der Neuinstallation hab ich den DNS Server dann rausgelöscht und nur das Modem angegeben und nu gehts ;) .
Das andere Problem hab ich allerdings noch.
Der relevante Drucker HP 6P funktioniert unter Linux auf jeden Fall (hatte vor längerer Zeit schon mal unter Linux funktioniert).
Als Backend wird seitens Printserver LPD angeboten, als Protokoll TCP/IP.

Ein Auszug des Gerätes:

Device name PSB026DE
Alias name PS1
Model 3P/8E-9.5.32A
Ethernet ID 00:00:B4:B0:26:DE
Frame type ETHERNET_II
Protocols support IPX/SPX & TCP/IP & SNMP & NetBEUI
NetBEUI Inactive
Applications LPD/POP3/PTPP Printing
Network speed 10/100 Mbps
Diagnostic printout Disable

LPT1 Printer status Off-line
LPT2 Printer status Ready
LPT3 Printer status Off-line
LPT1 Printer info. No bidirectional information or printer busy
LPT2 Printer info. MANUFACTURER:Hewlett-Packard
COMMAND SET:PJL,MLC,PCLXL,PCL
MODEL:HP LaserJet 6P
CLASS:PRINTER
DESCRIPTION:Hewlett-Packard LaserJet 6P Printer
LPT3 Printer info. No bidirectional information or printer busy

Ich habe mal nachgesehen.
Also Treiber bietet er mehrere für den HP6 an. Postscript kann er soweit ich weis auch.
Wie müßte ich Cups jetzt (vieleicht Schritt für Schritt) einrichten, damit er an Port 2 unter 192.168.1.30 druckt?
Irgendwie durchschaue ich das nicht.

besten Dank ;)

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KarstenW gelöscht_137978 „hi Karsten besten Dank für deine Tips. Das Surfproblem hat sich erstmal...“
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Da dieser Drucker Postscript als Druckersprache kann, brauchst du keine Druckerfilter oder Treiber unter linux.
Wie schon gesagt erzeugen alle Unix/Linuxprogramme ihre Druckdaten im Potscriptformat. Du mußt dir nur die entsprechende ppd-Datei aus dem Internet herunterladen und gibst sie bei der konfiguration mit lpadmin an.

*
HP LaserJet Printers - Finding PPD Files for Linux Users

ISSUE:

What are PPD files and where can I find them for Linux?

SOLUTION:

PPD (PostScript® Printer Description) files are developed for Linux, and made available for HP printer products. They will be posted at hp.sourceforge.net.

A PPD describes features that the printer supports and contains the commands necessary to implement them. The PPD files are in simple ASCII format. Typically the printer manufacturer creates a PPD for each printer and each supported operating system.

NOTE: Click here to get HP PPD information from hp.sourceforge.net. (This site is no longer actively maintained but does contain a number of useful links.) The primary source of communication for the Linux community is via sourceforge.net. Click here to go the sourceforge.net. . Additional Linux printing information is available at www.linuxprinting.org . "

http://h20000.www2.hp.com/bizsupport/TechSupport/Document.jsp?lang=de&cc=de&taskId=115&prodSeriesId=25477&prodTypeId=18972&prodSeriesId=25477&objectID=bpl70481


HP hat ein Druckertreiberprojekt hpijs:

Wenn du von

http://hplip.sourceforge.net/

alle HP Treiber herunterlädst und kompilierst, dann wird auch beim Befehl "lpinfo -m | less" (mit Cursortasetn hoch - und runterscrollen) dein Laserjet 6P mit angezeigt, dann müßte die entsprechende ppd Datei mit dabei sein. Du brauchst eben nur die ppd Datei und nicht die Druckertreiber.

lpinfo -m | grep 6P
foomatic-rip/linuxprinting.org-gs-builtin/HP/HP-LaserJet_6P-lj4dith.ppd.gz HP LaserJet 6P Foomatic/lj4dith
foomatic-rip/linuxprinting.org-gs-builtin/HP/HP-LaserJet_6P-ljet4.ppd.gz HP LaserJet 6P Foomatic/ljet4
hplip/HP-LaserJet_6P-hpijs.ppd HP LaserJet 6P Foomatic/hpijs (recommended)
hplip/HP_LaserJet_6MP.ppd HP LaserJet 6P/6MP - PostScript Postscript (recommended)

Ich würde Postscript bevorzugen:

lpadmin -pLaserjet -E -v lpd://192.168.1.30/lp2 -m hplip/HP_LaserJet_6MP.ppd

lp2 ist bei meinem Printserver die zweite parallele Schnittstelle. Die Bezeichnung lp2 mußt du mit der richtigen Schnttstellenbezeichnung von deinem Printserver ersetzen.

Ich denke das ist dann die richtige ppd Datei. Ich selbst nutze einen alten Laserjet 6L und einen Deskjet 5652. Da beide nur PCL als Druckersprache können, muß Ghostscript die Postscriptdruckdaten erst noch in PCL umwandeln. Das kostet bei meinem alten K6 500 MHz immer etwas Rechenzeit von der CPU ;-).




Die Feineinstellung nehme ich dann immer mit dem Webinterface von cups vor:

"localhost:631" im Adressfeld des www-Browsers eingeben.
Da müßte dann schon ein Drucker erscheinen, denn du noch konfigurieren kannst.

Mit dem Befehl "lpr -PLaserjet Datei.ps" kannst du dann eine Potscriptdatei ausdrucken lassen.
Wie schon gesagt, da dieser Drucker Postscript kann, brauchst du unter Linux auch keine Druckertreiber.
Der Postscriptinterpreter Ghostscript sollte aber trotzdem installiert sein.

PS:
Bei meinem Debian testing und Debian stable ist schon einfertig kompiliertes hpijs Paket dabei.
Das kann man dann mit "apt get install xxxxx" installieren.
Installiere doch mal Debian testing. Debian ist im Desktopbereich nicht kompliziert. Du mußt ja nicht mit Apache einen Internetserver aufbauen.

apt-cache search hpijs

foomatic-db - linuxprinting.org printer support - database
foomatic-db-engine - linuxprinting.org printer support - programs
foomatic-db-hpijs - linuxprinting.org printer support - database for HPIJS driver
hpijs - HP Linux Printing and Imaging - gs IJS driver (hpijs)
hpijs-ppds - HP Linux Printing and Imaging - HPIJS PPD files
hplip - HP Linux Printing and Imaging System (HPLIP)
hplip-dbg - HP Linux Printing and Imaging - debugging information
hplip-doc - HP Linux Printing and Imaging - documentation
hpoj - HP OfficeJet Linux driver (hpoj)
libijs-0.35 - IJS raster image transport protocol: shared library
libijs-dev - IJS raster image transport protocol: development files
hplip-ppds - HP Linux Printing and Imaging - PPD files






Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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gelöscht_137978 KarstenW „Da dieser Drucker Postscript als Druckersprache kann, brauchst du keine...“
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Hi Karsten

du wirst es nicht glauben, aber nach über 5 stunden lesen und mehren Flensburgern druckt der Drucker (mächtig breit grins).
Muß aber dazusagen, das ich mich auf einer Messe gestern 2 Stunden mit nem Linux Guru (der in Karlsruhe auf dem Linuxtag einige Vorträge hielt)
unterhalten hatte, über meine Problemchen.War richtig nett :D .
Um das jetzt wieder nachvollziehen zu können, werd ich am Mittwoch (iss ja Feiertag) Debian installieren. Da kann ich ja üben.
Bücher hab ich auch eingekauft, also für Lesestoff ist gesorgt.
Wär doch gelacht, wenn ich nicht aus dem 2-3 Jahre antesten nicht mal rauskomme, oder?

Also, soweit besten Dank für die zur Verfügungstellung deines Hirnschmalzes und deiner Geduld.

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gelöscht_137978 KarstenW „Da dieser Drucker Postscript als Druckersprache kann, brauchst du keine...“
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ach, Nachtrag:
Iss eigentlich klar, warum das Notebook nicht mehr bootete am morgen.
Wie ich gesehen hab, hat Kanotix einen Bug der bei dem Versuch apt-get dist upgrade zuschlägt.
Scheint mittlerweile bekannt zu sein.
Also nicht meine Dummheit....löl

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KarstenW gelöscht_137978 „ach, Nachtrag: Iss eigentlich klar, warum das Notebook nicht mehr bootete am...“
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Ich bin auch erst vor über einem Jahr auch Debian umgestiegen und hatte vorher SUSE.
Wenn dich Debian wirklich interessiert kann ich dir das Buch "Das Debian System" von Martin F.Kraft empfehlen.
Das ist für Administratoren und ambitionierte Anwender geschrieben.
Bei Debian gabe es bis jetzt noch kein richtiges Handbuch, außer den Ganten vom Springer Verlag.

http://debiansystem.info/news/german-release

http://debiananwenderhandbuch.de/

Nimm am besten die etch (testing) Version. Etch wird im Winter stable und dann ist auch nicht mehr so viel an Updates herunterzuladen und zu konfigurieren.


Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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