hallo leutz, nachdem ich ubuntu installiert habe lies es sich nicht booten. mit eurer hilfe (siehe: http://www.nickles.de/static_cache/537943650.html )konnte ich das problem aus der welt schaffen. allerdings hab ich jetzt ein weiteres.
ubuntu möchte nämlich (nach abbruch des bootens)neu starten, in der kurzen zeit konnte ich noch folgendes aufschreiben:
1. ubuntu meint: /was not cleanly unmountet
und
2. die sektoren haben die und die anzahl müssten aber soundsoviele sein. dann wie gesagt neustart.
über hilfe wär ich dankbar
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Könnte sein das die root-Partition (/ - Wurzelverzeichnis , Laufwerk c: unter Windows) beschädigt ist und nun läuft ein Dateisystemtest der eine Fehlermeldung anzeigt, die besagt das das Dateisystem beschädigt ist. Im einfachsten Fall einfach neu installieren, obwohl bei einfachen Fehlern man auch mal eine Reparatur machen kann, da die neueren Dateisysteme ein Datenjournal führen, in dem bestimmte Dateisystemeigenschaften zwischengepuffert werden.
Aber nach Murphys Gesetzt hilft das leider nicht immer und man muß eine Neuinstallation durchführen.
Welches Dateisystem hast du denn benutzt für die root-Partition? Ich würde ext3 nehmen, da es schon relativ alt ist und damit nahezu fehlerfrei programmiert ist. Windowsprogramme wie Partition Magic können mit ext3 auch gut umgehen.
Du kannst ja mal eine Live-CD-starten und eventuell mal eine Reparatur versuchen. Du mußt dich dann aber mit den Dateisystem genau auskennen. Reparaturen an Dateisystemen dürfen nur an nicht !!! gemouteten Partitionen durchgeführt werden, damit der Betriebsystemkern nicht drauf schreibt während dem Test.
Hier ist eine "kleine" Auswahl von Live-CDs:
http://www.frozentech.com/content/livecd.php
PS: Man soll den Rechner nicht einfach ausschalten, da dann die Dateisysteme nicht syncronisiert werden. Das heißt das beim unmounten einer Festplattenpartition oder eines Datenträgers Daten vom RAM-Speicher auf den Datenspeicher geschrieben werden und damit eine Syncronisation erfolgt, um das Dateisystem nicht zu beschädigen.
Linux wird (wie Minix von Andrew Tanenbaum) mit dem Befehl:
"shutdown -h now" sauber heruntergefahren (oder mit "shutdown -r now" neu gestartet).
Ist bei Windows so ;-).
ich nehme immer "init -ziffer", ist das schlechter?
MB
Mit "init runlevel" kann man von einem Runlevel in den anderen wechseln und braucht nicht den ganzen Rechner neu zu booten (wenn zum Beispiel der Rechner zusätzlich als Server eingerichtet hat). Keine Ahnung ob "init -ziffer" schlechter ist. Es werden dann die Shellscripte abgearbeitet so wie sie in den jeweiligen Runlevel-Verzeichnissen stehen. Das muß eben alles erstmal richtig konfiguriert werden, so das dann beim Herunterfahren des Rechners auch alle Partitionen unmountet werden und auch die ganzen Dienste, die im Hintergrund laufen, müssen richtig beendet werden.
Bei Debian stehen im Verzeichnis /etc/rc0.d alle Links zu den Shellscripte die ausgeführt werden wenn der Rechner heruntergefahren wird und im Verzeichnis /etc/rc6.d sind alle Links für einen Neustart des Rechners. Da muß normalerweise nichts manuell konfiguriert werden.
Es reicht wenn man "shutdown -h now" auf der Konsole als root eingibt. Man kann auch einen Menüpunkt von gdm oder kdm nehmen.
PS: Entschuldige mein PC-Deutsch ;-).
PPS : Lies mal die Ausgabe von "man shutdown". Da sind genauere Erklärungen zum sauberen Herunterfahren des Rechners.
ob shutdown, halt/reboot oder init - es ist egal.
ich verwende immer halt oder reboot. das ist am schnellsten getippt :-)
ich verwende das dateisystem ext2, man hat mir gesagt es wäre bewährter als ext3.
das mit der live-cd (ich hab zwar eine) lass ich lieber, da es mir dazu an kenntnissen fehlt. also wäre wahrscheinlich der fall "neuinstallation" der beste oder?
ach ja noch was: nach der installation von ubuntu werde ich gefragt ob ich grub installieren möchte. angenommen ich drücke nein, wie kann ich ubuntu dann starten?
danke im vorraus
> ich verwende das dateisystem ext2, man hat mir gesagt es wäre bewährter als ext3.
das ist falsch. ext3 ist identisch zu ext2, es ist lediglich um ein journal erweitert. dies ist äusserst wertvoll, lassen sich doch nur damit nach einem crash sinnvoll die daten wiederherstellen. dass ext3 nur ein erweitertes ext2 ist, zeigt schon die tatsache, dass sich eine ext3-partition auch mit einem ext2-treiber einbinden lässt.
ext2 sollte nur auf sehr kleinen partitionen zum einsatz kommen, da das journal selbst schon ca 30mb belegt. d.h. kleine bootpartitionen oder usb-sticks.
ich würde ext3 oder reiserfs (3.6 - 4 ist noch nicht stabil und vermutlich nicht mal im ubuntu-kernel enthalten) verwenden. reiserfs ist in den meisten fällen leicht performanter als ext3. ext3 wird zwar als bewährter betrachtet, ich hatte jedoch weder mit dem einen noch mit dem anderen dateisystem probleme. nur ext2 hat bei mir ärger gemacht.
> nach der installation von ubuntu werde ich gefragt ob ich grub installieren möchte. angenommen ich drücke nein, wie kann ich ubuntu dann starten?
möglicherweise mit voodoo-zauber :-)
ohne bootloader geht's leider nicht.
ok, dann mache ich den ganzen spass halt nochmal.
was ich mit der möglichkeit zum booten meinte ist lediglich, ob ich nicht auch den ms-bootloader nehmen kann. (war n bissl undeutlich, sorry.
worüber auch noch unklarheit herrschte (bei dem der mich so treffend beraten hatte (ext2))
wie groß die bootpartition sein sollte. ich hab dann einfach 1 gb genommen. is das ok?
der ms-bootloader ist dumm und kann gar nichts. erst recht nicht ein non-microsoft-os zu booten. :-)
es gibt zwar die möglichkeit, mit dem ms-bootloader einen linux-bootloader zu laden. aber das ist ein unnötiges riesengefrickel. und spätestens, wenn du den linux-bootloader aktualisieren musst, hast du dann das vergnügen, den ganzen spass nochmals machen zu dürfen.
für /boot reichen ein paar wenige mb, 50mb ist in der regel genug. allerdings ist es mit den stabilen dateisystemen von heute nicht mehr zwingend nötig, /boot eine eigene partition zu spendieren. /home und allenfalls /var auf eine eigene partition ist für ein desktopsystem im normalfall ausreichend. für /var würde ich mindestens 1gb, besser 2gb nehmen. für /home halt soviel, wie du daten darin unterzubringen gedenkst.
danke
;~))
MB
