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Linux Router-Firewall (ipchains), Kernel, etc.

pirx1 / 3 Antworten / Baumansicht Nickles

ciao!

ich habe folgendes vor:


Linux Debian Router-Firewall (2 NICs: eth1: LAN mit 3 oder mehr Windows-rechner, eth0: cablecom-modem)

ich habe dieses schöne Firewall-Script gefunden und auf meine bedürfnisse hin abgeändert:

http://www.linux-fuer-alle.de/doc_show.php?docid=73&catid=11

aber anscheinend unterstützt mein Kernel ip_chains nicht.
\'uname -a\' liefert:
Linux 2.2.20-idepci #1 Sat Apr 20 12:45:19 EST 2002 i686 unknown

und das notwendige File \'/proc/net/ip_fwchains\' existiert nicht!

ich bin an einem punkt gelandet, wo ich nicht genau weiss, was ich machen soll, habe die ganze nacht foren und beiträge nach ipchains, iptables, Kernel-compilieren, etc. abgesucht und weiss jetzt nicht, was für mein fall das beste ist. wer weiss rat? soll einen neuen kernel draufhauen oder gibt\'s eine schönere version für meinen Kernel?
vielen dank für eure hilfe!

Rolf Anderegg

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KarstenW pirx1 „Linux Router-Firewall (ipchains), Kernel, etc.“
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Ich würde an deiner Stelle mal das KDE-Programmm Guarddog probieren. Guarddog erstellt Firewallscripte menügeführt. Diese Scrpte lassen sich im- und exportieren. Dadurch braucht man auf einem Linuxrouter keinen X-Server (Grafikkartentreiber) installieren.
Im Betriebsystemkern existiert eine Option für Router. Ich weiß nicht ob im installierten Standardkern diese Option schon vorhanden ist. Eventuell müßte man einen eigenen Kern kompilieren, ist aber nicht schwer.
IPchains sind bis zum Linuxkern 2.2.x aktuell gewesen. Ab dem Kern 2.4.x werden IPtables verwendet.

Hier ist der Link zum Programm Guarddog:

http://www.simonzone.com/software/guarddog/

Linux- und auch richtige Unixbetriebsystemkerne sind entweder monolitisch oder modular aufgebaut. Das bedeutet das Treiber für die Hardware, Netzwerkprotokolle, Treiber für Dateisysteme und noch mehr im Betriebsystemkern sind. So eine Kerneltechnologie ist schon sehr alt , hat sich aber im Serverbereich bewährt (kann vielleicht Linus Torwalds besser erklären:-). Dadurch das der Anwender einen eigenen Betriebsystemkern kompilieren kann, kann man den Betriebsystemkern besser an den jeweiligen Rechner anpassen (PCs sind sehr unterschiedlich in der Hardwareausstattung).
Einen eigenen Kern zu kompilieren (übersetzen) kann man so machen:

-Kompiler gcc installieren
-binutils installieren (enthält Linker und Assembler)
-make-Programm installieren
-nCurses-Bibliothek installieren (für Dialoge auf der Konsole)
(ich hoffe ich habe nichts vergessen)

1. in das verzeichniss /usr/src/kernelxxxx wechseln (cd /usr/src/kernelxxx)
2. Befehl "make menuconfig" eingeben
3. Betriebsystemekern konfigurieren (ist alles menügeführt, incl Onlinehilfe)

4 Kernel 2.6.x : Befehl "make bzImage" eingeben
Kernel 2.4 : Befehl "make dep" und danach "make bzImage" eingeben
(bei einer Rekompilierung vorher "make clean" eingeben)
5. Befehl "make modules" eingeben (erzeugt die Kernelmodule, falls gewünscht)
6. Befehl "make modules_install" eingeben (kopiert die Kernelmodule nach /lib/modules/kernelxxx)

Der Betriebsystemkern (Datei bzImage) muß danach nach /boot/grub/bzImage kopiert werden. Die Datei System.map kann auch nach /boot/grub/System.map kopiert werden und hat die Aufgabe , Adressen von Kernelfunktionen in Funktionsnamen umzuwandeln (zur besseren Fehlersuche für Kernelentwickler).
Der Bootmanger /grub muß angepasst werden. Den neunen Kern in die Datei /boot/grub/menu.lst (Bootmenü) eintragen.

Versuchs mal, ist vielleicht ein wenig viel für den Anfang :-).

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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KarstenW Nachtrag zu: „Ich würde an deiner Stelle mal das KDE-Programmm Guarddog probieren. Guarddog...“
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PS.: zu Debian gibt es sehr schönes Handbuch zu kaufen:
Hier ist ein Link zu Amazon:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3540432671/qid=1110451929/sr=8-3/ref=sr_8_xs_ap_i3_xgl/302-3262702-6440006

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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pirx1 KarstenW „PS.: zu Debian gibt es sehr schönes Handbuch zu kaufen: Hier ist ein Link zu...“
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Hallo Karsten!

danke für deine sehr ausführliche und interessante antwort!!

ich habe den kernel (hoffentlich korrekt) neu kompiliert auf 2.4 und ein anderes Firewall-skript mit iptables probiert. alles funktioniert!!!!!

firewall-skript:
http://members.optusnet.com.au/~nexus/rc.firewall123.txt

trotzdem 100000 dank! Guarddog werde ich mir auf jeden fall noch genauer anschauen!! und ein Debian-handbuch könnte man sich echt mal gönnen!!

gruss *rolf*

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