Hallo, kann mir jemand weiterhelfen ?
ich versuche SUSE 8.2 oder SUSE 9 auf einem alten Rechner zu installieren, aber YAST2 hängt sich regelmäßig beim Überprüfen der Partitionierung komplett auf: es geht nur noch die Resettaste.
Der Rechner ist ein Pentium Pro-200 von Dell. Früher war Win98 drauf, jetzt habe ich Linux6.3 installiert, das ich problemlos installieren konnte. Das Fehlerbild war immer dasselbe, egal Windows oder Linux installiert war.
wäre super, wenn ihr mir einen Tip geben könntet,
danke und Gruß
heriL
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Hi,
versuche folgendes: bei der Installation wähle die beiden großen Desktopmanager (GNOME, KDE) ab. Suche dir einen Windows-Manager wie ICE-WM oder/und Flux-, Blackbox, WM usw. raus, kannst dir ohne Bedenken 2-3 einrichten.
So sollte es gehen........
Sowohl bei 8.2 wie 9.0 bekommst du einen Vorschlag für die zu installierende SW und genau da klickst du auf "SW erweitert einrichten" und änderst sie s.o.
viel Erfolg
cu
NANÜ
P.S. mit SuSE 6.3 hinkst du aber
in jeder Beziehung hinterher,
da wirst du wenig Spass haben.
Also teste 8.2 bzw. 9.0 ruhig an!
Hallo,
ich werd's heute abend nochmal probieren, aber nach meiner festen Erinnerung habe ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Möglichkeit SW auszuwählen. Nachdem YAST erkannt hat, daß bereits ein Linux installiert ist, kann ich mich entscheiden zwischen Neuinstallation, Update, etc. Dann wird die HW überprüft, z.B. FP-Controller und Partitionierung und dabei hängt er sich dann auf. Ich kann mich auch vorher auf einer anderen Konsole einloggen, aber wenn YAST nicht angehalten wird (z.B. auf eine Eingabe wartet) sondern weiterläuft, geht auch bald auf der 2. Konsole nichts mehr. Sogar die Tastatur ist tot.
Mit deiner Anmerkung zum SUSE 6.3 magst du recht haben, war auch nur ein Notnagel, nachdem es mit SUSE 9 und SUSE 8.2 nicht ging.
Gruß
heriL
Das könnte ein Treiberproblem sein. Bei der automatischen Installation werden mehrere Treiber automatisch nachgeladen. Ich hatte ein ähnliches Problem mit meinem K7-Rechner. Du kannst eventuell auch die ACPI- und den DMA-Modus deaktivieren. Das steht bei SUSE LINUX 9.0 zur Auswahl. Vielleicht unterstützt dein BOARD die ACPI Funktion nicht oder sie ist schlecht implementiert. Der DMA-Modus macht eventuell Probleme , beim Zusammenspiel zwischen Treiber und Controller. Du kannst den DMA-Modus hinterher immer noch aktivieren. Wenn es nicht funktioniert, dann sieht man entsprechende Fehlermeldungen in der /var/log/message und /var/log/boot* -Datei. Vielleicht liegt es auch an einem Fehler im BIOS. Ich weiß nicht wie alt dein Rechner ist, aber früher hatten die BIOSe einen Fehler: Wenn auf dem Board mehr als 64MByte Speicher installiert waren, dann lieferte das BIOS einen falschen Wert zurück. Die Folge war das die Speicherverwaltung und -erkennung bei der Installation nicht funktioniert hat und der Rechner sich aufgehangen hat.(ist mir selbst schon bei meinem Pentium 1 passiert) Vielleicht mal die Meldungen der Harwareerkennung bei der manuellen Installation überprüfen.
Die neuen Windowmanager brauchen viel Speicher. Aber wenn du mindestens 128 MByte auf deinem Board hast, dann müßste es eigentlich funktionieren. 64MByte ist für heutige Verhältnisse wirklich zu wenig. Dann wird die Auslagerungspartition zu oft benützt und das System wird zu langsam.
Gruß K
Das könnte aber auch ein Problem mit der Partitionstabelle sein. Vielleicht 'mal mit Partition Magic prüfen lassen oder mit dem Tool e2fsck von Linux. es ist bei SUSE LINUX 9.0 im Administration-Handbuch auf Seite 585 beschrieben. Vorausgestzt du hast als Dateisystem ext2 oder ext3 installiert.
Gruß K
.........apropos Partitionstabelle, gerade heute erst wurde ein Update über YOU (= YaST Online Update) zur Verfügung gestellt.
cu
NANÜ
Hallo,
nach einigen stunden mit probieren will ich maleinen Zwischenbericht abgeben. du hast ja ein ganzes Bündel an Ideen - super. Das meiste davon konnte ich inzwischen ausschließen: SUSE 9 unterstützt alle Pentium-Prozessoren. Die Partitiontabelle habe ich mit e2fsck -f gecheckt - ohne Wirkung. Zusätzlich habe ich SUSE 6 nochmal installiert und dabei die Platte neu partitioniert.
Was bleibt sind Kernelmeldungen wie:
> 128MB LOWMEM available (Bios sollte also ok sein) und
> hda: task_no_data_intr:status=0x51 (DriveReady SeekCompleteError)
> hda: task_no_data_intr:status=0x04 (DriveStatusError)
> kmpd: failed to exec /sbin/modprobe -s -k scsi_hostadapter errno=2
(dma, apm und acpi abgeschaltet, daher keine Fehlermeldungen; was das mit scsi soll weiß ich nicht; ich kann im Rechner und auch in der recht umfabgreichen Doku von Dell keinen Hinweis auf SCSI finden.)
hast du eine Idee, was ich mit solchen Meldungen anfangen kann ?
deinen Tip mit dem YAST-Update habe ich erst jetzt gelesen, aber was bringt mir in Update, wenn ich schon ganz am Anfang der Installation hängen bleibe ?
Gruß
HeriL
Hi,
2 der Fehlermeldungen betr. hda + drive sind eindeutig HW-Fehler, stell mal dein BIOS um, also aktiviere L2 Cashe ECC Checking, des weiteren gibt es Probs mit der SCSI-Erkennung.(hast du AWARD-Bios, ansonsten google mal nach den BIOS-Kompendium!)
Bin allerdings relativ ratlos, sind meine letzen Tipps...........versuche es einfach mal.
cu
NANÜ
Da fällt mir noch was ein: Die neuen Distributionen habe auch neuere Standardbetriebsystemkernel .Ist da noch ein Betriebsystemkern für einen Pentium 1 -Prozessor dabei? Wenn du einen Standardbetriebsystemkern installiert, dann mußt herausfinden ob der auch noch für einen Pentium 1 oder Pentium Pro-Prozessor geeignet ist. Mein Standardbetriebsystemkern ist für einen AMD-K7. Die Befehle vom K7 kennt der Pentium 1 teilweise nicht. Der Betriebsystemkern vom K7 würde dadurch gar nicht auf einem Pentium 1 laufen (Stichwort Befehlssatz des Prozessors).
Gruß K
Hi,
ja, zumindestens noch in dieser (Kernel)-Version und SuSE will auch dabei bleiben.
Das neue Mandrake soll diese Chipsätze schon nicht mehr unterstützen, obwohl ich es mir nicht so ganz erklären kann. Wenn ein Kernel abwärtskompatible ist, sollte es die SW auch sein, nur MD behauptet, daß ihr neue 10 Distibution keine PI mehr unterstützen wird...........
cu
NANÜ
Die Prozessoren sind abwärtskompatibel. Das heißt das der gesamte Befehlssatz von einem Pentium 2-Prozessor auch in einem Pentium 3-Prozessor drinnen ist. Der Pentium 3-Prozessor hat dann aber noch neue Befehle die der Pentium 2-Prozessor nicht hat. Wenn diese neuen Befehle vom Betriebsystemkern genutzt werden, dann läuft dieser Betriebsystemkern nicht mehr mit dem Pentium 2-Prozessor.
Zwischen Intel- und AMD-Prozessoren gibt es dann noch weitere Unterschiede bei den Befehlssätzen. Deswegen muß man dem Compiler als Option mitteilen, für welchen Prozessor der Betriebsystemkern übersetzt werden soll.
Ich bin leider kein Systemprogrammierer und kann es nur allgemein erklären.
Gruß K
Hallo,
BIOS habe ich versucht - es ist ein altes Phoenix-Bios V1.0, das möglicherweise von Dell angepaßt wurde. Nachfolger ist offenbar AWARD, aber einen Support in Richutng Update habe ich nicht gefunden.
ich werde jetzt erstmal etwas Abstand gewinnen, sonst wird der Frust zu groß. Dann habe ich entweder neue Ideen oder ich schlachte die Kiste aus und werfe den Rest weg.
trotzdem, vielen Dank für eure Tips.
Gruß, heriL
Hi,
deine Beiträge gehören mit zu den Besten hier auf dem Brett, sehr gute und vor allem verständliche Postings, dazu - fehlt sonst fast immer - erklärtes Hintergrundwissen, oft mit Schritt-für-Schritt Anleitungen a la EASY-Linux!
Das nur mal so am Rande........
cu
NANÜ
