Hallo allerseits
ich habe ein Notebook (SuSE 9.1) mit wlan an ein vorhandenes Netzwerk angeschlossen. Jetzt brauchen alle Browser immer bis zu einer Minute um die Hostnames aufzulösen. Über ping geht das aber in normaler geschwindigkeit (praktisch sofort). Der DNS-Server (ein DSL-Modem) ist korrekt angegeben. Auf Windows oder mit anderen PC\'s habe ich das Problem nicht.
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Die DNS-Server werden in die /etc/resolv.conf - Datei eingetragen:
nameserver Adresse
z.B.: nameserver 152.34.5.67
Nicht das DSL Modem angeben, sondern die Adresse des Routers.
Du kannst auch mal die Routingtabelle des kernels überprüfen:
Befehl "route" auf der Kommandozeile eingeben.
Es könnte natürlich auch ein Softwareproblem sein. Ich hatte ein ähnliche Problem mit meiner Sarge Version von Debian.
Wenn ich den Router als Nameserver einstelle geht die Namesauflösung garnicht mehr. Sonst habe ich in Windows per DHCP immer das Modem als DNS-Server bekommen.
route gibt aus:
destination Gateway Genmask Flags Metric Ref Use
default 192.168.0.1 0.0.0.0 UG 0 0 0
Dann stimmt was mit der Konfiguration überhaupt nicht. Ein Router verbindet zwei Netzwerke miteinander, in diesem Fall dein LAN mit dem Internet. Der Router ist für jeden Client das Standardgateway und der DNS-Server. Die DNS-Server werden entweder dynamisch in die /etc/resolv.conf Datei bei der Einwahl mit einem Modem eingetragen oder die Adresse des Routers wird in die resolv.conf Datei eingetragen, wenn man ein LAN hat.
Der Router wählt sich normalerweise selbst in das Internet ein und nicht das DSL Modem, zumindest ist das bei meinem DSL-Router so.
Manche Router haben auch einen DHCP-Server eingebaut. Wenn du diesen DHCP-Server im Router deaktiviert hast , dann mußt du die Adresse des Router in die /etc/resolv.conf Datei eintragen.
Mit einem DHCP-Server braucht man das nicht, weil das dann automaisch vom DHCP-Client erledigt wird.
Normalerweisse braucht man keinen DHCP-Server, wenn sich immer die gleichen rechner im Netzwerk befinden. Man kann dann jedem rechner eine eindeutige Adresse geben und weiß gleich welche Adressen die jeweiligen Rechner haben.
Ich würde den DHCP-Server deaktiviren, der Netzwerkkarte eine eindeutige Adresse geben (192.168.1.2), dem Router eine eindeutige Adresse geben (192.168.1.1). Danach mußt du die Adresse des Routers in die /etc/resolv.conf Datei eintragen(nameserver 192.168.1.1) und als Standardgateway auch die Adresse des routers angeben. Dafür gibt es bei SUSE wohl ein menü in yast, bei debian bearbeite ist die Datei /etc/network/interfaces mit einem Editor.
Danke, das vereinfacht alles ein wenig. Des mit den festen ips hab ich auch gemacht, aber mein Problem lößt das irgendwie immer noch nicht...
In deiner Routingtabelle des Kernels fehlt die Netzwerkkarte. Mit deiner Konfiguration stimmt irgendwas nicht.
Hier ist ein beispiel von der Routingtabelle meines Linuxrechners.
Winkler:/home/karsten# route -n
Kernel IP Routentabelle
Ziel Router Genmask Flags Metric Ref Use Iface
192.168.1.0 0.0.0.0 255.255.255.0 U 0 0 0 eth0
0.0.0.0 192.168.1.1 0.0.0.0 UG 0 0 0 eth0
Winkler:/home/karsten# route
Kernel IP Routentabelle
Ziel Router Genmask Flags Metric Ref Use Iface
localnet * 255.255.255.0 U 0 0 0 eth0
default Winkler.local 0.0.0.0 UG 0 0 0 eth0
Hier ist meine /etc/resolv.conf - Datei
nameserver 192.168.1.1
search local
Meine /etc/network/interfaces (Netzwerkkarte)
# This file describes the network interfaces available on your system
# and how to activate them. For more information, see interfaces(5).
# The loopback network interface
auto lo
iface lo inet loopback
# The primary network interface
auto eth0
iface eth0 inet static
address 192.168.1.2
netmask 255.255.255.0
network 192.168.1.0
broadcast 192.168.1.255
gateway 192.168.1.1
# dns-* options are implemented by the resolvconf package, if installed
#dns-nameservers 192.168.1.1
#dns-search local
Vielleicht hilft ein Vergleich.
Gib als DNS mal den DNS Deines Providers an. Läufts dann besser?
Gruß
Rheinlaender
