Hi Leute!
Mein PC hat 512 MB RAM und trotzdem zeigt "top" unter Mandrake 9.2 häufig an, dass der Speicher fast voll ist. Gibt es Möglichkeiten, Linux so einzustellen, dass es weniger RAM frisst (außer natürlich eine Auslagerungsdatei auf Festplatte)?
Danke für alle Antworten!
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Das ist normal. Der Speicher der da ist, wird auch genutzt. So bleibt z.B. OpenOffice beim ersten mal im Speicher und kann dann beim zweiten mal schneller geladen werden.
Wenn wirklich Speicher benötigt wird, wird versucht die alten Klamotten rauszunehmen.
Es ist halt etwas anders, als unter Windows. Dort herrscht das Paradigma vor, dass es gut ist, wenn möglichst viel Speicher frei ist.
Dazu etwas Theorie:
http://www.linux-magazin.de/Service/Books/Buecher/HW-Treiber/mem.html
Mein aktueller Speicherverbrauch:
Mem: 514892k total, 509900k used, 4992k free, 172184k buffers
Absolut in Ordnung. Dazu noch dieser Thread:
https://www.linux-community.de/Members/Stories/story?storyid=10953
wieder einmal mehr gilt: linux is not windows
;-)
Also das Prinzip "Nur Speicher der genutzt wird, ist guter Speicher" unter Linux hört sich für mich wesentlich intelligenter an, als das von Windows.
Ist dem so?
Wenn ich alles wieder schließen würde an Applikationen, dann hätte ich von meinen 512 MB immer noch 4xx MB belegt oder sowas. Die Swap wird eigentlich so gut wie gar nicht benutzt, außer ich gehe wirklich ans Eingemachte. Man merkt wohl, dass die Anwendungen nach dem ersten Start recht flink laden.
Bei Windows kann ich mich aber auch nicht über zu lange Ladezeiten beschweren.
... Wenn RAM da ist, wird es auch genutzt. Ein gut konfiguriertes Linuxsystem hat fast immer den Speicher voll ... RAM, der gerade nicht für Anwendungen genutzt wird, wird als Festplattencache genutzt - und das steigert die Performance deines Systems! Wozu brauchst du leeren Speicher?
Hallo...
Ich hätte dazu noch eine Frage. Ich war zuerst auch mal verunsichert, da fast der gesamte
Speicher belegt war (an sich okay). Hab hier aber nur 128 MB (P III, 550 MHz) zur Verfügung. Aber wenn ich zum Bsp Mozilla Thunderbird starte, dann friert das System nach einer Zeit nahezu ein. Auf der Konsole, so fern ich diese noch starten kann, erhalte ich mit dmesg eine Meldung "out of memory (thunderbird-bin)" (oder so ähnlich). Heißt das nun, dass die 128MB für Linux fast zu knapp sind, unter Windows läuft thunderbird eigentlich tadellos... ;-(
Ich verwende debian sid / kernel 2.6.5 / KDE 3.2.2
Vielleicht hat jemand eine Idee/Anregung...
LG,
Rene
Die 128 MB sind für Linux nicht knapp, aber für den KDE sicher nicht zuviel. Das ist allerdings trotzdem keine Erklärung für das "Einfrieren". Ich habe mir spaßeshalber auf einem 90 MHz PI mit 128 MB EDO den kompletten KDE (3.2.1) installiert und Mozilla gestartet - eine echte Speichersau. War natürlich extrem lahmarschig, aber es ist definitiv nichts eingefroren. Kein Desktop für Choleriker allerdings.
Du scheinst ein Freund von "bleeding edge" zu sein, vielleicht liegt da ein Grund......
Hallo rmf,
hm, ich hab mich vorhin verschrieben, sorry. Ich meinte beim Start von Mozilla Firefox greift er nach einer Zeit massiv auf die HDD zu und das System friert nahezu ein. Nebenbei hab ich Mozilla Thunderbird (der eMail Client) geöffnet, vielleicht ist das dann doch zu viel. Die Meldung (mit dmesg) out of memory sagt eigentlich alles, wollte aber es noch von jemand anderen bestätigt bekommen, dass es knapp werden kann. Falls nicht, muss ich nach laufenden cron jobs suchen, die vielleicht nach einer Zeit die HDD irgendwie beschäftigen... mal sehn.
Das mit dem bleeding edge ist richtig, ich hatte eine Zeit lang Freude mit debian woody und den aktuellen backports, aber musste mein System wegen eines HDD Defektes neu aufsetzen. Ich bin mit sid derweil sehr zufrieden, läuft recht gut.
Danke für die Hilfe/Anregungen...
LG,
Rene
Rein interessehalber: wieviel swap hast Du eingerichtet? Ich habe immerhin eine fette SuSE 9.0 auf einem 350 PII mit 192 MB laufen und die tut ganz gut, auch mit Mozilla.
Hallo...
Ich hab nur ca. 100 MB als Swap eingerichtet, da ich eine recht alte, kleine HDD verwende (3,2 GB). Ich hab hier noch eine 30GB HDD von IBM in Verwendung, die aber auf der Linux Partition defekte Sektoren aufwies. Windows läuft derzeit noch ohne Fehler, werde mir aber irgendwann eine neue zulegen. Vielleicht sollte ich testweise mal eine Partition auf der IBM Platte einrichten (mit mehr Platz).
Mal probieren...
LG,
Rene
Hallo rmf!
Danke für deinen Tipp! Ist recht interessant. Ich hab leider etwas Peinliches herausgefunden, ich hab mir mit "top" nochmals die Auslastung angesehn und siehe da, swap war nicht aktiviert. Warum ich das vorher nicht gesehn habe, ist mir schleierhaft. Firefox läuft nun eigentlich recht flott, swap wird zur Hälfte benötigt. Wieder mal eine Bestätigung, dass ich mich leider immer noch als Newbie einstufen muss, naja... wird schon noch.
Ich habe auch diese Tage erst mal DMA aktiviert, auch erst durch diverse Foren mal erfahren, dass Linux standardmäßig DMA nicht aktiviert usw...
Der Lerneffekt ist riesig und macht Spaß, man lernt das System somit genauer kennen ;-)
Danke für die Hilfe,
LG,
Rene
M.E. aktiviert SuSE, Mandrake etc. schon den DMA Modus, nur bei Debian muss man das eben "per Hand" erledigen.
Spätestens beim Start von OpenOffice oder NeverwinterNights zocken wurde mir aber recht schnell klar, das der DMA nicht eingeschaltet sein kann. ;)
Danke für eure Antworten!
Das klingt alles irgendwie logisch. Vor allem folgendes hat mich überzeugt:
"Nur Speicher der genutzt wird, ist guter Speicher"
Aber es hat schon erstmal für gewisse Unruhe gesorgt, dass fast kein Speicher mehr frei war...
Nochmals danke!
