Hi Leute!
Ich habe vor, Linux auf einem nicht mehr ganz so frischem System (P120, 48 MB) zu installieren. Auf dem System soll vor allem Office und Internet benutzt werden (natürlich mit grafischer Benutzeroberfläche). Reicht das System, um die genannten Anwendungen unter X mit entsprechenden WM auszuführen? Welche WMs sind bei dieser Minimalst Konfiguration zu empfehlen? Kommt ein schnelleres System raus, wenn ich stattdessen Windows 95/98 installiere? Gebt einfach mal ein paar Erfahrungsberichte!
Danke für alle Antworten!
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Auf meinem alten Pentium 1 166Mhz hatte ich auch bloß 48 MByte Speicher. Damals habe ich keinen KDE Windowmanager verwendet, sondern den alten FVWM2. Der müßte ausreichen, aber man muß die Konfigurationsdatei .fvwm2rc manuell bearbeiten. Man kann sich von der systemweiten Konfigurationsdatei eine Kopie machen lassen und bearbeitet die persöhnliche .fvwm2rc dann manuell mit einem Editor. Die Syntax ist eigentlich nicht schwer. KDE wird nicht laufen, weil der Speicher zu wenig ist. Officeanwendungen sind mittlerweile auch anspruchsvoll geworden. Vielleicht läuft ein altes Staroffice.
Windows 95/98 ist nicht schneller als Linux, es stellt aber nicht ganz so hohe Ansprüche an die Timingdaten des RAM. Wenn du billigen Taiwan-Speicher hast , kann es immer wieder 'mal vokommen das ein Signal 11 ,oder ein anderes Signal, vom Betriebsystemkern alle Prozesse abschaltet. Linux ist schon immer ein 32bit Betriebsystem gewesen und adressiert den RAM schneller als Windows 95/98. Da müssen die Timingdaten des RAM besser stimmen. Ist mir selbst schon mit meinem alten P1 166 Mhz passiert :-(.
Gruß K
Danke für deine Antwort!
Das mit den Timings vom RAM ist ja interessant! Noch was zu FVWM2: Wie sieht es bei dem Teil mit der Kompatiblität aus? Laufen alle Programme, oder gibt es Einschränkungen? Was muss in diese Konfigurationsdatei so alles eingetragen werden?
Danke!
Die meisten Programme sind dynamisch gelinkt. Das bedeutet das ein Teil des Programmcodes sich in sogenannten Bibliotheken befindet. Die KDE-Programme benutzen die QT-Bibliothek. Wenn du diese QT-Bibliothek mit installierst, ohne den KDE-Manager, dann müßten diese Programme auch unter FVMW2 laufen. Diese KDE - Programme laufen dann aber mit einer gewissen Einschränkung, weil der KDE spezielle Funktionen bietet welche die alten Windowmanager nicht haben, also zum Beispiel Drag & Drop wie man es von Windows her kennt. Bei anderen Bibliotheken , wie zum Beispiel GTK+ gibt es keine Einschränkung. Es gab früher einmal mehrere Versionen von Programmen. Manche waren speziell für den KDE mit dieser QT-Bibliothek programmiert und dasselbe Programm gab es als "normale" Version mit eine anderen Bibliothek. Das ist aber glaub ich nicht mehr der Fall bei den neuen Distribuionen.
Was die Konfiguration des FVWM2 angeht da mußt du mal in die systemweite Konfigurationsdatei (fvwm2rc) reinschauen. Diese Konfigurationsdatei wird automatisch erzeugt und braucht nicht angepasst zu werden. Nur wenn man eine persöhnliche Konfigurationsdatei in seinem Home-Verzeichnis hat, kann man mit einem Editor diese Datei noch ein wenig anpassen.Also immer wenn du irgendwelche Programme nach installierst, kannst du dir die Menüs manuell anpassen um die Programm mit einem Mausklick zu starten. Du kannst aber auch alle Programme in einem Terminalfenster, wie zum Beispiel XTerm, von der Kommandozeile aus starten. Jeder Benutzer kann seinen Desktop einrichten wie er möchte, wenn er eine persöhnliche Konfigurationsdatei (.fvwm2rc)in seinem Home-Verzeichnis hat. Die Synatx zu erklären würde den Rahmen hier sprengen. Das sieht man schon wie die einzelnen Menüs und Untermenüs erzeugt werden. Der Lernaufwand ist ein wenig hoch.
Gruß K
OK, danke für deine Antwort!
