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Warum sind Schriften unter Linux so gräßlich unscharf?

Julian Florian / 10 Antworten / Baumansicht Nickles

Woran liegt es eigentlich, dass unter Linux alle (!) Schriften so hässlich aussehen. Ich meine damit die Darstellung (nicht die Schriften selbst). Egal was ich einstelle, in keinem Fall ist die Darstellung so scharf wie unter Windows - und so gesehen keinen Deut besser als beim Mac. Schade, denn dadurch wurden meine bisher zahllosen Versuche, mich mit Linux anzufreunden, immer wieder vergällt.


Zweiter und vielleicht letzter aber wichtiger Grund, Linux noch immer zu meiden: Ich habe noch keinen Linux-Dateimanager gesehen, der ähnlich komfortabel ist wie der Windows (bzw. heute Total) Commander. Die ganze Dateimanagement-Philosophie ist echt zum Erbrechen - alle Programme funktionieren ähnlich steinzeitlich wie der Windows Explorer bzw. - noch schlimmer - beim Mac). Ich weiß nicht, wie man im 21. Jahrhundert noch mit einer Bedienung zurecht kommt, bei der man ständig zur Maus greifen muss. Dass es zwischen Mausfetischisten und Kommandozeilen-Virtuosen noch etwas anderes gibt, zeigt mir - seit Jahren - der Windows Commander.Gegenargumente erwünscht!

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Plazebo Julian Florian „Warum sind Schriften unter Linux so gräßlich unscharf?“
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Keine Ahnung wie du dass genau meinst (gibts davon ein Screenshot oder so?). Ich empfinde die Darstellung vom Windowmanager Gnome auch als unscharf, KDE und Ice (also meine präferierten WMs) sind dagegen scharf.

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Julian Florian Plazebo „Keine Ahnung wie du dass genau meinst gibts davon ein Screenshot oder so? . Ich...“
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Danke für die Meldung. Siehe meine Antworten zu den anderen beiden Threads.
Julian

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REPI Julian Florian „Warum sind Schriften unter Linux so gräßlich unscharf?“
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Was machst Du nur mit Deinem Rechner, daß Du laufend im Dateisystem hin und her springen musst ??

Wenn ich mal im Dateisystem sehr schnell und Komfortabel was machen will, benutze ich den mc und das sogar ganz ohne Maus und die Kommandozeile brauche ich nur um das Teil zu starten (ginge aber auch mit der Maus)

Mein KDE sieht nicht unschärfer aus als z.B mein Win XP !

Was micht z.B. unter Windows anko... ist das Handling von CD-RW im UDF Format.
Wenn man so ein Teil einlegt, Verfällt das System in einen Kältestarre, bis der UDF Treiber die CD indentifiziert und gelesen hat.

Das nervt mich zum Beispiel,und unter Linux passiert das nicht !

Hast Du unter Windows schon mal probiert MP3 zu encodieren, gleichzeitig eine MP3 Datei abzuspielen(ohne Hänger) , eine CD zu brennen, im Internet zu sein und mit dem System noch arbeiten zu können ?

Mit Linux geht das und das finde ich nun wieder tool, da ist ein super Fenstermanager von untergeordneter Bedeutung !

Linuxgruß



repi

Es empfiehlt sich immer, etwas Linux im Hause zu haben.
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Julian Florian REPI „Was machst Du nur mit Deinem Rechner, daß Du laufend im Dateisystem hin und her...“
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Ich hätte wissen sollen, worauf ich mich mit meiner Frage einlasse - bin aber an Grundsatzdiskussionen nicht interessiert. Meine Frage zielte nicht darauf ab, Linux und seine Anwender zu provozieren - ich weiss selbst, dass es ein klasse Betriebssystem ist - sondern, warum diese beiden Probleme (für mich wenigstens sind sie es) sich nicht lösen lassen (vielleicht aber doch).

> Das nervt mich zum Beispiel,und unter Linux /g/120.htm> passiert das nicht !
Würde mich auch nerven, wenn ich CD-RWs im UDF-Format brennen müsste. Mach ich aber nicht, habe ich mir abgewöhnt - eben deshalb.

> Hast Du unter Windows schon mal probiert MP3 /g/156.htm> zu encodieren, gleichzeitig eine MP3 Datei abzuspielen(ohne > Hänger) , eine CD zu brennen, im Internet zu sein und mit dem System noch arbeiten zu können ?
Du scheinst ein Musterbeispiel von User zu sein, die alles gleich persönlich nehmen und ihren Frust gleich generalisieren.

Punkt 1: Ich habe keine allgemeine Kritik an Linux geübt, also brauchst du nicht zurückzuschießen.

Punkt 2: Ich finde Linux klasse - bin aber auch mit Windows XP glücklich. Und nicht jeder Windows-Nutzer ist ein DAU oder Micro$oft-Sklave. Ich bin mit DOS 3.0 groß geworden und kann auch heute mit der Kommandozeile arbeiten.

Punkt 3: Wenn ich eine CD brenne, dann mach ich das, wenn ich gerade nicht am Rechner sitze. (Weil ich genügend andere Dinge zu tun habe)

> Mit Linux geht das und das finde ich nun wieder tool, da ist ein super Fenstermanager von untergeordneter Bedeutung !

Nichts gegen einzuwenden, aber wenn ich 8-10 Stunden am Rechner sitze, dann tue ich das, um zu arbeiten. Da ist das CD-brennende und MP3-hörende Surfen im Netz für mich von untergeordneter Bedeutung.

Weißt du eigentlich, wieviel Zeit den Leuten in den Büros verloren geht, nur weil sie mit einäugigen WMs (Explorer, Finder etc.) durch die Verzeichnisse schleichen müssen - und dann wieder zurück? Erstens, weil sie es nicht besser wissen, und zweitens, weil sie es - meist - auch gar nicht besser wollen. Ich wette, du hangelst dich auch kilometerweise von einem Verzeichnis bzw. einem Laufwerk zum nächsten, von einem Ordner in den darunterliegenden, von dort in den nächsten Unterordner, aber halt, das ist ja der falsche; also mausklickenderweise zurück, Stufe für Stufe, Unterordner für Unterordner, bis du oben wieder das Tageslicht siehst. - Wenn du solche Aktionen regelmäßig machen MUSST (weil dein Job es verlangt), dann ist ein guter Dateimanager - bei dem das jeweils mit EINEM Mausklick bzw. Shortcut geht - von höchst übergeordneter Bedeutung.

Und noch ein letztes Beispiel, was DIR jetzt vielleicht extrem vorkommen mag: ich habe 12 virtuelle CD-Laufwerke und in jedem steckt eine (virtuelle) CD - alle möglichen Wörterbucher, Enzyklopädien etc. - mehr als 100 000 Seiten im (fast) Sofortzugriff - , weil ich das Zeug halt zum Arbeiten brauche - und so etwas kann mir Linux auch noch nicht bieten. Das allerdings liegt natürlich NICHT am Betriebssystem, sondern an den Herstellern, die diese Werke noch nicht portiert haben.
Also sei's drum.

Viva Linux!
und
Windows-Gruß zurück.

Julian

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REPI Julian Florian „Ich hätte wissen sollen, worauf ich mich mit meiner Frage einlasse - bin aber...“
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Wieso bietet Dir Linux keine virtuellen Laufwerke !
Du kannst von jeder CD ein Image erstellen , welches dann unter Linux gemounted werden kann und welches dann ebenso benutzt werden kann wie die original CD! Wo ist da das Problem ?

Es empfiehlt sich immer, etwas Linux im Hause zu haben.
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Julian Florian REPI „Wieso bietet Dir Linux keine virtuellen Laufwerke ! Du kannst von jeder CD ein...“
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Ich rede nicht von Musik-CDs! Es nützt mir nichts, die CDs zu mounten, wenn die Software, die auf den CDs ist, nur unter Windows läuft. Oder meinst du, ich sollte die alle als Winprogs unter Linux emulieren lassen? Da liegt das Problem (bzw. nur, wenn man es so sieht).
Gruß Julian

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REPI Julian Florian „Ich rede nicht von Musik-CDs! Es nützt mir nichts, die CDs zu mounten, wenn die...“
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Ich rede auch nicht von Musik-CD's sonder auch von Daten CD's !
Es ist nun aber mal kein Linux Problem, wenn Du CD's mit Windows Software benutzt !

Wobei man manches sicherlich mühseelig emulieren könnte, wobei ich Dir da Recht gebe, es meist nur eine halbe Sache.

Nur versuche mal unter Windows von Linux was zum Laufen zu bekommen auch wenn Du dort 20 virtuelle LW hättest, es geht eben nicht !


Gruß



repi



Es empfiehlt sich immer, etwas Linux im Hause zu haben.
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Julian Florian REPI „Ich rede auch nicht von Musik-CD s sonder auch von Daten CD s ! Es ist nun aber...“
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Lieber Repi,
ich zitiere mich hier nochmal selbst:
> Das allerdings liegt natürlich NICHT am Betriebssystem, sondern an den Herstellern, die diese Werke noch nicht portiert haben.

Aber weg von der leidigen Betriebssystem-Diskussion. Hast du nicht einen Tipp, wie man die Schriften im Writer (oder eines Editors) unter Linux schärfer darstellen kann. Das war ja mein Ausgangsproblem. Wie gesagt, nicht die Schriften der Menüs oder des Desktop - die sind völlig OK.
Ich schreibe vorrangig mit dem OpenOffice Writer und kann daher direkt vergleichen. Unter Windows ist die Schrift scharf, unter Linux verschwommen. Dieses Problem kenne ich auch vom Mac, an dem ich über ein Jahr lang arbeiten MUSSTE. Dort liegt es irgendwie an der Art, wir der Mac (über Postscript) die Fonts auf dem Bildschirm berechnen muss (kann ich nicht präzisieren).
Also, sei mal kreativ und gib mir einen Tipp :-)
Vielleicht wechsele ich ja dann auch irgendwann richtig 'rüber.
Gruß Julian

Gruß Julian

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Tilo Nachdenklich Julian Florian „Warum sind Schriften unter Linux so gräßlich unscharf?“
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Hallo Julian Florian,
benutzt Du einen Flachbildschirm? Da muss man ev. beim Übergang von Windows auf Linux Auto-Adjust bemühen.

Die Schriften etwa bei KDE2 werden z.B. bei der SuSE-Hilfe im Konqueror nur in bestimmten Größen scharf angezeigt. Manchmal muss mann 1-2 Größen kleiner oder größer einstellen.

Viel schlimmer finde ich, dass die Dateimanager nicht zuverlässig arbeiten und Ergebnisse von Kopieraktionen erst verzögert anzeigen oder erst nach Schließen und Neustart des Dateimanagers.

Ich finde, dass wir DAUs bei Linux immer noch gnadenlos verarscht werden.

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Julian Florian Tilo Nachdenklich „Hallo Julian Florian, benutzt Du einen Flachbildschirm? Da muss man ev. beim...“
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Nein, ein normaler 19-Zöller. Aber ich hätte mich präziser ausdrücken sollen: Gemeint war die Unschärfe der Schriften INNERHALB aller Editoren bzw. Starwriter (bzw. Open Office Writer). Gegen die Darstellung der Desktop-Schriften habe ich eigentlich nichts einzuwenden.

> Die Schriften etwa bei KDE2 werden z.B. bei der SuSE-Hilfe im Konqueror nur in bestimmten Größen scharf angezeigt.
> Manchmal muss mann 1-2 Größen kleiner oder größer einstellen.
Habe ich probiert, brachte aber nichts - aber wie gesagt, bezogen auf die Schrift innerhalb einer Software.

> Viel schlimmer finde ich, dass die Dateimanager nicht zuverlässig arbeiten und Ergebnisse von Kopieraktionen erst verzögert
> anzeigen oder erst nach Schließen und Neustart des Dateimanagers.
Na sag ich doch - noch etwas, was mich mächtig stören würde.

> Ich finde, dass wir DAUs /g/577.htm> bei Linux immer noch gnadenlos verarscht werden.

Kann ich - noch nicht - nachvollziehen, weil ich bisher unter Windows XP noch recht glücklich bin und daher auch keine weiteren Enttäuschungen unter Linux erlebt habe.

Meine Zufriedenheit (tut mir leid, das HIER schreiben zu müssen) mit Windows liegt aber daran, dass ich kaum mit den üblichen Programmen arbeite (sonst wäre ich schon längst ganz hinübergewechselt) und dass zweitens (! gleich kommt wieder Gegenkritik ;-)) ich alle Software habe, die mir Linux (noch) nicht bieten kann. Und alles, was ich an der UNIX-Welt für mich für wertvoll bis lebenswichtig finde, habe ich auch unter Windows:
- Perl,
- Opera,
- einige Super-Editoren wie Kedit, Ultraedit, Notetab Pro (besser als EMACS und VI - wenn man KEIN Programmierer ist und NICHT mit diesen Programmen aufgewachsen ist - Achtung, bitte nicht darauf einsteigen - ich kenne diese erhitzten Diskussionen)
- Open Office und zahllose kleine Helferlein, die es sicherlich auch bei Linux in ähnlicher Form gibt

UND: Programme, die mir Linux bisher NICHT bieten kann:
askSam, dtSearch, Windows Commander ...

Und da ich mit XP auch keine Abstürze mehr hatte (kann mich nicht mehr daran erinnern) - tut mir leid, Gemeinde, seitdem hält sich mein Bedürfnis zu wechseln, in Grenzen. ABER - Das kann sich durchaus auch ändern.
Gruß, Julian

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