Hat jemand Ahnung, wie man bei Linux den FileCache begrenzen kann ?
FileCache ist ja eine tolle und wichtige Sache, aber bei Computern mit 64 MB
kontraproduktiv, ja eine Bremse. Bei Windows mache ich einen Eintrag in
der System.ini [vcache] MaxFileCache=16384 und schon ist der FileCache auf 16 MB begrenzt und für die eigentlichen Programme steht mehr RAM zur Verfügung. Wenn das bei Windows so easy geht, dann doch erst recht
mit Linux, oder ??? Bitte nicht als Antwort : "Kauf Dir RAM !"
Linux 15.068 Themen, 107.492 Beiträge
"Wenn das bei Windows so easy geht, dann doch erst recht
mit Linux, oder ???"
Na klar, Linux empfiehlt sich geradezu als DAU-OS. Sogar die Suchmaschinen lassen sich supereinfach bedienen.
http://www.google.com/search?q=Linux%2BFileCache&hl=de&lr=
Nein Linux ist nicht "einfacher" als Windows, aber da "offen" doch
"leichter" einzugreifen, weniger begrenzt.
Und Windows 95/98, wo jeder ständig alt root werkelt (Dateisystem,Rechte...)
wo es kaum Einschränkungen gibt, das soll für DAUs sein ?
Win2000 gut, aber Win95/98 ?
(Nichts gegen Microsoft - hab nix gegen die)
Sorry...leider keine direkte Antwort auf Deine Frage. (Ich hab keine
Ahnung wie man den Filecache begrenzt)
Warum sollte man den Filecache begrenzen ? Damit immer ein Teil des
teuer erkauften RAMs frei bleibt ? Linux versucht die vorhandene
Hardware immer maximal auszunutzen. Wenn also noch Speicher frei ist,
wird dieser auch verwendet. Wenn keine Applikation ihn brauch, wird
er eben als Dateicache eingesetzt. Wo ist das Problem ?
Zum Veranschaulichen empfehle ich das Programm "xosview": Es
zeigt die momentane Speicherbelegung mit unterschiedlichen Farben
an.
Macht man nun ein "find / | grep abc", sieht man, wie langsam der
gesammte freie Speicher zu "cache" wird. Startet man nun eine große
Applikation (gimp/netscape oder andere Speicherfreisser) kann man
gut beobachten, wie der Cache nun sofort wieder freigegeben wird.
mfg. j.
@jay
Das Linux mit den neuen Kernel den ganzen RAM ausnutzen und nichts ungenutzt lassen will ist klasse und gut für die Performance. Aber probiere mal
folgendes: Starte mit 64MB und starte danach z.B. StarOffice. Beende StarOffice.
Danach starte irgend ein anderes Programm. Du wirst merken, das Linux den
Speicher NICHT (ganz) freigibt, sondern das der Swap anwächst. Das neue Programm bekommt kaum Speicher, fast alles läuft über Swap, selbst wenn es ein winziger Editor ist. Die Kiste hört gar nicht mehr auf zu swappen, weil
StarOffice immer noch im RAM/Swap ist. Ein PC mit 64MB hat keinen RAM für
Spielereien übrig. Linux probiert die ganzen ollen Kamellen zu speichern, denn
vielleicht wird das Programm nochmal aufgerufen denn dann wären die Daten
sofort da. Nur auf älteren Computern mit z.B. 200 MHz bringt das wenig, denn
die CPU ist schon beim Programmstart von StarOffice per HDD ausgelastet...
Die meisten PCs haben doch noch 64MB und nicht jeder hat Geld um ständig
was in die Kiste reinzustecken. Und für EMail/Briefchen/Tabellen sollten die
doch allemal gut genug - leider nicht mit dem meiner Meinung nach zu massiven
Speicherverbrauch der aktuellen Einstellungen. FileCache ja, wenn RAM nicht von dem aktuell laufenden Programm gebraucht wird. Das aktuell laufende
Programm ist für mich wichtig, nicht das Programm, was ich vor einer Stunde mal
benutzt hatte. Der RAM schleppt viel zu viel "Altlasten" mit sich rum.
Zumindest bei 64MB will ich eine FileCache-Grenze.
Hallo 213.174.79.14
Gemacht...(wenn auch nicht mit Staroffice - das kommt mir nicht auf
den Rechner - sondern mit KOffice)
Beobachtung: "cache" und die "buffer" werden sofort freigegeben.
Belegter Swap Bereich allerdings nicht. (Klar, wenn der Rechner
schon mal den Auffwand betrieben hat, unbenutzte Teile auszulagern,
braucht er sich nicht erneuten Aufwand machen, sie wieder einzulagern.)
Das von Dir beschriebene Verhalten hat also nix mit dem "file cache"
zu tun, sondern mit dem VM Management. Das läßt sich über das proc
Interface allerdings recht weitreichend steuern. (Siehe
/usr/src/linux/Documentation/sysctl/vm.txt)
mfg. j.
@jay
KOffice ist doch klein, da ist der Effekt nicht so gross. Aber wenn Du irgendein
Programm mehrmals startest und schliesst (typisch bei MultiUserSystem)
gräbt sich jedes Programm ins RAM, das Du es nicht mehr los wirst. Eigentlich
eine richtige Entscheidung vom VM: "Was oft gebraucht wird, das behalte ich da,
wo es schnell verfügbar ist..." Nur ist dann bei 64MB kein Platz für ein anderes
Programm - und die swapperei geht los.
Also meine Kiste ist nach StarOffice nicht mehr benutzbar. Ein kompletter Neustart ist die einzige mir bekannte Möglichkeit, StarOffice aus dem Speicher zu bekommen. Mit meinem ersten Linux-Kernel (2.0.36) konnte man mit 64MB
gut arbeiten, aber irgendwann ab 2.2.? wurde die swapperei immer schlimmer.
Und das mit dem selben WM und den selben Programmen(glaub ich...).
vm.txt gab es auf meinem Comp nicht, danke.
Hatte schon vorher in /proc/sys/vm rumgewirbelt, leider ist z.B. freepages
für root tabu - wird wohl seinen Grund haben ;-).
Bin ja mit Linux zufrieden, ausser mit dieser Verschlechterung für Leute mit
wenig RAM/Geld (und dem X-Eingefriere). Das man irgendwann etwas neues
kaufen muss, ist klar... aber noch vor 1 Jahr war 64MB Standard (!).
Danke dir...
Ich würde nicht an den Linux-Einstellungen rumfummeln! Du kannst, wenn Du wahnsinnig genug bist, den Kernel soweit patchen, daß nur eine maximale RAM-Menge für Files belegt wird. Davon würde ich aber abraten, denn die Stärke von Linux ist ja gerade die Speicherverwaltung, die wirklich recht intelligent ist.
Fakt ist: 64MB ist für eine graphische Oberfläche nach heutigen Maßstäben viel zu wenig. Wenn Du also dein System optimieren willst, dann überlege Dir u.U. einen schlankeren Windowmanager (XFCE, Windowmaker) oder ein schlankeres Textverabeitungssystem zu benutzen. StarOffice ist ein Monster, der nicht freigegebene Speicher kann auch ein Speicherleck im Programm sein, würde mich jedenfalls nicht wundern.
Mein Tipp für dich wäre die Kombination von: Windowmaker, LyX, FileRunner (als Dateimanager) und Gnumeric als Spreadsheet.
Bei 64MB ist die MS Variante SmartDrive (=FileCache) wohl
effektiver, da sparsamer. Was willst Du bei 64MB "intelligent" verwalten ?
Wenn ein alter 120MHz/32MB/W95 schneller/gleich ist
wie ein 400MHz/64MB/Linux...
Begrenzt auf z.B. 16MB, da ist dann noch genug Platz für die
eigentlichen Programme. Für Server mit 1GB RAM mag das VM-Setup
goldrichtig sein, bei 64MB ist sparsamer Umgang mit RAM angebrachter.
Braucht ein Formel 1 Bolide nicht ein anderes Setup wie
ein sparsamer Diesel-PKW ?
Linux(VM) ist doch Server-optimiert, das MS W95-ME Setup ist auf den
normalen User/Computer ausgerichtet.
Mein Nachbar (266MHz/64MB) hat mich wegen Linux
angesprochen, aber ausser antesten kann ich ihm nicht
dazu raten...schade
Wenn die Speicherpreise nicht innerhalb von ein paar Monaten
um bis zu 95% gefallen wären, was würdest Du dann sagen ?
Kauf Dir für 200DM weitere 64MB (Juni/2000)? Wäre interessant zu
wissen, wie dann die Leutchen mit dem Problem umgehen würden,
anstatt das Problem mit dem
Geldbeutel zu lösen (mich eingeschlossen).
Wenn ich mir so die Probleme/Problemchen mit Computern
ansehe wundert es mich nicht das eine Menge Leute mit
Computern nix zu tun haben wollen.
