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Internet der Dinge auch für Endstufen ..

Xdata / 2 Antworten / Baumansicht Nickles

hi

War schon lange nicht mehr im  Nickles Forum,
HiFi bzw. High End hat mich bewogen mal wieder reinzuschauen:-)

Ohne nachzulesen was die Abkürzung meiner gerade erst erworbenen Endstufe
bedeutet hätte es wohl noch länger gedauert.

AudioVisualeXperience und InternetOfThings

Wahrscheinlich eher eine Anspielung auf  zukünftige sukzessive Verbindung von
Hifi,  High End .. und Internet oder Heimkino.

Der eigentliche Grund des Threads ist aber der Ärger über einige Behauptungen von
High End " Experten " die physikalisch nicht haltbar sind ..

Da bietet ein Versender mal eine wirklich bezahlbare Endstufe an die anderswo das 10 bis xfache kosten würde, ein Nachfolger von Nakamichi glaube ich, nur kleiner, auch mehrfach gut geteset ..

und dann heisst es:

Für mehr Geld gibt es auch mehr Auflösung,* mehr Raum .. usw.

Fast alles sehr viel teurere High End Endstufen, Vorverstärker,  Internetsreamer oder so.
Zum teil mit deutlich kleineren Transformatoren, winzig im Vergleich.

* Die Auflösung macht doch weitgehend der Hochtöner und die angeschlossenen Boxen,
die ja auch indirekt den "Raum" die Räumlichkeit der gesamten Anlage bestimmen.
Insbesondere hochwertige Komopnenten in der Frequenzweiche.

Der Verstärker spielt eine weitgehend untergeordnete Rolle.

Der Hammer sind einige High End Händler die doch allen ernstes behaupten:
"Die Lautsprecherkabel und die Chinchkabel müssen ein Drittel der Anlage kosten"
( .. als ob die Kabel eine eigene Hifi Anlage sind?)

Mehr noch, mindestens einer sagt .. 
"Um an einen Analogplattenspieler heranzukommen tut ein Wandler von 16000 Euro Not"
"Und ein vergleichbar teures CD oder SACD Laufwerk.

P.S:

Ich würde  mir heutzutage keinen Analogplattenspieler mehr kaufen

aber wenn dann keinen Kampfläufer der nur von der Trägheit profitiert
sondern einen SP10.

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EffEff Xdata

„Internet der Dinge auch für Endstufen ..“

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Moin und happy eggs... oder so...

Gut, mal wieder was von einem alten Nicklesianer zu lesen. Leider ist das hier eigentlich nicht das richtige Forum für High End, einigen hier reichen Schreibtischhupen zum Musik hören. Aber was soll's... ich fange mal hinten an:

Ich habe Masseläufer und Direkttriebler (auch den SP-10) in direktem Vergleich mit identischen Systemen gehört. Die Unterschiede waren marginal, messtechnisch nicht vorhanden. Zu Hause habe ich vor kurzem aus Faulheit meinen Linn gegen einen Denon DP-37F getauscht. Vollautomat halt... und mit dem hauseigenen DL-110 sind beide klanglich nicht zu unterscheiden. CD- und Analogplayer zu vergleichen ist sowieso sinnlos. Sieh und hör dir mal die Dreher von Jochen Räke an, ein stabiles Laufwerk ist hier wie da Pflicht.

Die Diskussion um "das richtige Kabel" ist doch schon über 40 Jahre alt. Ich habe an einem Blind-Hörtest teilgenommen, bei dem so ein selbsternannter Kabelpapst ein Paar Lautsprecher kritisierte, nach Umschalten auf ein "anderes Kabel" das aber über den grünen Klee lobte. Nachdem dann offenbart wurde, dass gar nicht umgeschaltet, sondern halt nur einen Moment stummgeschaltet wurde, habe ich die Veranstaltung dieser "Experten" verlassen und seit dem nie wieder an so etwas teilgenommen. Kabel sind schon wichtig, meine Braun-Boliden möchte wirklich nicht mit Klingeldraht betrieben werden, und das hört man auch. Aber bei 2,5 oder 4qmm ist dann auch Feierabend. Da höre ich keinen Unterschied mehr.

Die "Räumlichkeit" bestimmt zum großen Teil der Raum, das ist so und steckt ja schon im Begriff selbst. Die erzielte Raumabbildung hängt von der ganzen Kette ab, und nicht von einem Teil. Wenn allerdings ein Teil nichts taugt, dann kann der Rest  es auch nicht rausreißen. Ich habe kleine, englische Vollverstärker in einem 20 qm Zimmer gehört, an denen schuhkartongroße Boxen hingen, die eine phantastisch Bühne aufspannten, sowohl mit digitalen, als auch analogen Quellen. Und ich habe kühlschrankgroße HiFi-Monster gehört, die nur irgendwie lustlos vor sich hin dudelten, Alles eine Frage der Zusammenstellung. Und des Geschmacks... Ein Hochtöner macht keine Räumlichkeit, der soll hohe Frequenzen wiedergeben. Punkt. Die Gesamtabstimmung der Box macht die Raumdarstellung aus. Und dazu braucht es noch nicht einmal einen Hochtöner, oder warum klingen diverse Breitbänder so gut?

Die Verstärkertechnik hat sich natürlich in den letzten Jahren weiter entwickelt. Ein sauber aufgebautes und konzeptioniertes Schaltnetzteil ist m.E. völlig in Ordnung. Da brauch es dann keine riesigen Trafos mehr. Und es gibt Digitalverstärker, die (auch m.E.) hervorragend klingen. Alles Geschmackssache. Ein Verstärker, der vor 40 Jahren gut war, ist (nach einer eventuellen Revision) aber auch heute noch gut. Gleiches gilt auch für andere Komponenten. Was allerdings das Internet in einem reinen Verstärker zu suchen haben soll, erschließt sich mir nicht. Bei einem AV-Center oder Streamer ist es natürlich Voraussetzung. Meine diversen Endstufen laufen auch ohne Internet. Hihi...

Ok, soviel dazu, meine Gattin ist auch aus dem Bett gekrabbelt, jetzt gibbet Frühstück und anlassgemäß hart gekochte Hühnerprodukte... bis denne dann.

Gruß

F.

"Twitter ist eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool." - gefunden auf german-bash.org
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Xdata EffEff

„Moin und happy eggs... oder so... Gut, mal wieder was von einem alten Nicklesianer zu lesen. Leider ist das hier eigentlich ...“

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Danke für die ausführliche Antwort :-)

Es ist ja auch ein schönes Hobby.

So der Hochtöner keine Räumlichkeit macht ist richtig, sondern die ganzheitliche
Interaktion der gesamten  Lautsprecher mit dem Raum.
Deshalb stehen meine Boxen immer  parallel mit genug abstand zur Rückwand

Gemeint war die Auflösung,  also nicht die Raumabbildung.

Der Hochtöner ist aber das Einzige Objekt der hifi Anlage
welches als schnell betrachtet werden könnte.
Nur der Hochtöner bildet die erste ansteigende Flanke.
Schnelle Bässe, wie in der Werbung gibt es nicht.
Aufgeweichter Tiefton hat auch nichtst mit (zu) schweren Membranen zu tun
bzw. hat immer andere Gründe als eine hohe Masse der Treiber.

Habe mal einen riesigen 30cm Tiefton in einem Versuchsaufbau für ein paar Tage
mit einem Magnetostaten betrieben.
Der war ganz sicher nicht zu langsam um dem Hochtöner zu folgen,
wie anderswo gelegentlich behauprt wird.

Deine Aussage zu Verstärkern mit Schalnetzteil folge ich ganz.
Bei den Profis werden die sogar gegenüber Trafos beforzugt, FunkLAP etwa.

Sind nur nicht so schön wie ein RingTransformator :-)

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