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Gibt es "technisch notwendige" Cookies?

mawe2 / 19 Antworten / Baumansicht Nickles

In einem anderen Thread ist eine Diskussion darüber entstanden, ob es "technisch notwendige" (bzw. sog. "essentielle") Cookies gibt oder nicht.

Dass es grundsätzlich möglich ist, eine WebSite zu etablieren, die vollständig ohne Cookies auskommt, ist unstrittig. Allerdings sind die Möglichkeiten bei einer solchen WebSite (insbesondere die Interaktionen des Benutzers) doch sehr eingeschränkt.

Ich bin der Meinung, dass für bestimmte Vorgänge (z.B. ein Login bei einem Online-Shop) Cookies zwingend erforderlich sind und dass man solche Cookies auch als "technisch notwendig" bezeichnen kann.

Andere sind der Meinung, Cookies sind niemals "technisch notwendig" bzw. das Konstrukt "technisch notwendiges Cookie" ist eine Phantasieschöpfung bestimmter Anbieter, um ihre Kunden hinters Licht zu führen.

Daher stelle ich hier die Frage: Gibt es technisch notwendige Cookies oder ist das nur eine Schutzbehauptung bestimmter Anbieter, um Cookies zu setzen, die der Benutzer nicht abwählen kann?

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hatterchen1 mawe2 „Gibt es "technisch notwendige" Cookies?“
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Anbieter genau so wie Kunde brauchen ein Wiedererkennungsmerkmal. Wie man das dann nennt, ist unerheblich.
Wer also etwas gegen "Kekse" hat, sollte dort einkaufen wo er/sie/es keine Kekse benötigt. Häufig wird man dort aber mit seinem Namen angesprochen...

Wo ich allerdings keine "Bindung" anstrebe, will ich auch keine Kekse. Ich hasse es, wenn ich irgendwo nur eine kurze Auskunft/Information erwarte, mit Keksen zugeschüttet zu werden. In aller Regel breche ich die Verbindung an dieser Stelle ab.

Gestottertes Wissen ist besser als eloquente Dummheit. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v.Chr.Rom) Staatsmann und Philosoph
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Borlander mawe2 „Gibt es "technisch notwendige" Cookies?“
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Login wurde bereits als Beispiel genannt. Das kann man noch ein bisschen ausweiten und zwar in der Form, dass dies alle Fälle betrifft in denen sitzungsbezogene Informationen vorgehalten werden müssen, z.B. ein Warenkorb, Auswahl von Objekten zum Vergleich, oder z.B. auch Konfiguration für Bedienhilfen.

Einiges könnte man auch mit Session-IDs in der URL realisieren, aber das ist unter Sicherheitsaspekten problematisch (Session-Hijacking) und scheitert z.B. auch wenn entsprechende Daten ein Verlassen der Seite überstehen sollen.

Die Konfiguration der erlaubten Cookies benötigt übrigens auch einen Cookie (alternativ ggf. auch Webstorage, muss man aber sowieso gemeinsam betrachten). Sonst müsste die Frage nach technisch notwendigen Cookies auf jeder Seite erscheinen.

Spannender wird die Thematik ggf. bei der Betrachtung wenn Cookies genutzt werden um das dynamische Laden von Inhalten auf ansonsten statisch ausgelieferten Seiten zu steuern (habe leider kein Beispiel zur Hand) und ohne Cookies eine signifikant höhere Server-Leistung erforderlich würde. Sind die nun "notwendig", wenn eine 10-fache oder 100-fach höhere Serverleistung vorgehalten werden müsste um die selbe Nutzeranzahl zu bedienen? (Und wo könnte man da eine Grenze ziehen?)

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mawe2 Borlander „Login wurde bereits als Beispiel genannt. Das kann man noch ein bisschen ausweiten und zwar in der Form, dass dies alle ...“
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Danke für die Ergänzung weiterer Beispiele für technisch notwendige Cookies, die ich so auch noch nicht kannte.

Die Konfiguration der erlaubten Cookies benötigt übrigens auch einen Cookie (alternativ ggf. auch Webstorage, muss man aber sowieso gemeinsam betrachten). Sonst müsste die Frage nach technisch notwendigen Cookies auf jeder Seite erscheinen.

Für technisch notwendige Cookies trifft das nicht zu: Technisch notwendige Cookies können ohne Zustimmung gesetzt werden, es ist auch keine explizite Information darüber auf jeder Seite erforderlich (sondern nur allgemein in der Datenschutzerklärung).

https://www.it-recht-kanzlei.de/notwendige-nicht-notwendige-cookies.html#abschnitt_8

Für die technisch nicht notwendigen Cookies trifft Dein Beispiel allerdings zu: Setzt man kein Cookie über Zustimmung oder Ablehnung müsste immer wieder nach Zustimmung oder Ablehnung gefragt werden.

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Borlander mawe2 „Danke für die Ergänzung weiterer Beispiele für technisch notwendige Cookies, die ich so auch noch nicht kannte. Für ...“
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Der letzte Satz war etwas unglücklich formuliert.

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Olaf19 mawe2 „Gibt es "technisch notwendige" Cookies?“
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Moin mawe,

Gute Idee, daraus einen separaten Thread zu machen. Ich war es, der die Diskussion in einem Seitenzweig von Winnys Thread kürzlich losgetreten hatte.

Es bedarf sicherlich keiner weiteren Erklärung, dass, wenn ich Kunde eines Internetshops, etwa Versandhauses oder einer Auktionsplattform werde, ein Login benötigt wird, das mit dem Setzen eines Cookies verbunden ist. Daran hängt nicht nur meine Identifikation als Kunde, sondern auch mein Warenkorb und die ganze Bestellabwicklung.

Wenn eine (nicht-kommerzielle) Website mir erlaubt, etwa die Hintergrundfarbe nach meinem Geschmack einzustellen oder Deutsch als Standardsprache vorzugeben und ich darüber hinaus Wert darauf lege, dass derartig "ge-customizte" Einstellungen beim nächsten Aufruf der Website wieder aktiv werden, dann ist auch das ohne Cookie nicht machbar.

Ganz plastisch gesagt, ich rufe die Website beim nächsten Mal auf, sie schaut auf meinem Rechner nach, ob dort ein Cookie abgelegt ist – ja, da ist eins, und das sagt, ich hätte gern den Hintergrund in Ochsenblutrot und die Sprache Norwegisch. Et voilà, die Seite sieht wieder aus wie beim letzten Besuch.

Nun gibt es aber viele Websites, z.B. Nachrichtenseiten, die weder über ein Login verfügen noch die Möglichkeit bieten, irgendwelche Voreinstellungen vorzunehmen und zu speichern. Trotzdem haben auch diese Seiten die Eigenart, angeblich "essentielle" Cookies zu setzen, die als technisch notwendig deklariert werden. Schon oft erlebt.

Und das ist der Punkt, den ich nicht verstehen kann. Es geht mir beileibe nicht um die rechtliche Situation – ich bin mir sicher, dass z.B. Verlagshäuser sich gut abgesichert haben, was sie ihren Kunden als essentiell und somit nicht zustimmungspflichtig zumuten dürfen und was nicht – ich kann nur aus technischer Sicht nicht nachvollziehen, warum es nicht möglich sein soll, eine Seite mit einem farbigen Hintergrund und bunten Bildern, Schriften in verschiedenen Größen, Farben und Typen, eingebetteten Videos und Verlinkungen auf andere Seiten zu gestalten, ohne dass über das Laden der Seite als solcher hinaus auf meiner SSD herumgekritzelt werden muss.

CU
Olaf

"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
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mawe2 Olaf19 „Moin mawe, Gute Idee, daraus einen separaten Thread zu machen. Ich war es, der die Diskussion in einem Seitenzweig von ...“
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ich kann nur aus technischer Sicht nicht nachvollziehen, warum es nicht möglich sein soll, eine Seite mit einem farbigen Hintergrund und bunten Bildern, Schriften in verschiedenen Größen, Farben und Typen, eingebetteten Videos und Verlinkungen auf andere Seiten zu gestalten, ohne dass über das Laden der Seite als solcher hinaus auf meiner SSD herumgekritzelt werden muss.

Borlander hat im letzten Absatz seines Posts so ein Beispiel genannt ("das dynamische Laden von Inhalten auf ansonsten statisch ausgelieferten Seiten"). Es wird sicher noch andere Gründe geben, die mir und Dir momentan vielleicht noch unbekannt sind.

Ich verfüge nicht über die Möglichkeiten, jedes beliebige Cookie dahingehend zu bewerten, ob es die strengen Kriterien für technisch notwendige Cookies erfüllt oder nicht.

Wenn Du ein konkretes Beispiel kennst, wo ein offensichtlich technisch nicht notwendiges Cookie unter Vortäuschung einer technischen Notwendigkeit (und somit ohne Zustimmung des Nutzers) gesetzt wird, lass es uns gerne wissen!

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Olaf19 mawe2 „Borlander hat im letzten Absatz seines Posts so ein Beispiel genannt das dynamische Laden von Inhalten auf ansonsten ...“
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("das dynamische Laden von Inhalten auf ansonsten statisch ausgelieferten Seiten"). Es wird sicher noch andere Gründe geben, die mir und Dir momentan vielleicht noch unbekannt sind.

Wobei die Frage ist, ob ich als Anwender auf das "dynamische" Laden nicht auch verzichten könnte und die Entscheidung darüber mir überlassen bleiben sollte – im Prinzip das Gleiche wie bei JavaScript, manche schalten das bewusst aus und nehmen damit billigend in Kauf, dass nicht alles so aussieht wie mit JavaScript.

Wenn Du ein konkretes Beispiel kennst, wo ein offensichtlich technisch nicht notwendiges Cookie unter Vortäuschung einer technischen Notwendigkeit (und somit ohne Zustimmung des Nutzers) gesetzt wird, lass es uns gerne wissen!

Das würde ich zu gerne, nur dafür würde ich den Vergleich benötigen: wie sähe die Seite ganz ohne Cookies aus? Und genau der wird mir ja versagt, weil ich keine Chance habe, das vermeintlich essentielle Cookie zu verhindern. Das ist ungefähr so wie, siehe oben, als wenn eine Website, die JavaScript zu benötigen vorgibt, mich dazu zwingen könnte JS einzuschalten bzw. dies selber täte (was sie glücklicherweise noch nicht kann).

CU
Olaf

"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
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fakiauso Olaf19 „Wobei die Frage ist, ob ich als Anwender auf das dynamische Laden nicht auch verzichten könnte und die Entscheidung ...“
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Das würde ich zu gerne, nur dafür würde ich den Vergleich benötigen: wie sähe die Seite ganz ohne Cookies aus? Und genau der wird mir ja versagt, weil ich keine Chance habe, das vermeintlich essentielle Cookie zu verhindern. Das ist ungefähr so wie, siehe oben, als wenn eine Website, die JavaScript zu benötigen vorgibt, mich dazu zwingen könnte JS einzuschalten bzw. dies selber täte (was sie glücklicherweise noch nicht kann).


Vermutlich genauso wie die Seite mit völlig blockiertem JS. Denn solange das nicht aktiv ist, kommt bei vielen Seiten dann auch die Abfrage nicht, die Einstellungen werden nicht übernommen oder lassen sich nicht aufrufen.

Rein technisch bräuchte es überhaupt keine Cookies, denn in einer längst vergangenen Zeit gab es die Dinger noch nicht. Allerdings waren da so Sachen wie Onlineshopping und Blinkiblinki auch noch nicht so verbreitet. Ebenfalls rein technisch ließe sich das sicher anders lösen, das Problem des Wiedererkennens und Trackens bliebe dabei weiter bestehen.

Insofern sind da Cookies vermutlich das sprichwörtlich geringste Übel im Vergleich zu einem Wust an Code, der auch wieder anfällig ist. Lästig sind die Dinger ja erst geworden, als die Werber und andere Neugierige das Zeug massenhaft aus den o.g. Gründen an die Backe genagelt haben ohne Wissen des Nutzers.

Genauso ist es für mich der Hass, wenn ich sehe, wie inzwischen Paypal verwanzt ist, wenn ich trotz 2FA mittels Authy noch Captchas und damit den ganzen Google-Dreck zulassen muss, um darüber eine Transaktion zu tätigen. Ganz ähnlich ist es in der Bucht, wo neben dem Google- oder FB-Login permanent Nudging zum Angeben zusätzlicher Telefonnummern usw. betrieben wird. Es ist einfach nur noch widerlich.

Inzwischen versuche ich das weitestgehend zu vermeiden, nutze immer weniger diese Portale oder bezahle mit Vorkasse. Das dauert auch kaum länger.

Netter Artikel dazu noch, wenn auch schon etwas älter...

"Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an idiot (or an economist)" - Hellsongs
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mawe2 fakiauso „Vermutlich genauso wie die Seite mit völlig blockiertem JS. Denn solange das nicht aktiv ist, kommt bei vielen Seiten ...“
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Rein technisch bräuchte es überhaupt keine Cookies, denn in einer längst vergangenen Zeit gab es die Dinger noch nicht.

Das stimmt natürlich.

Wenn wir das Web komplett wieder abschaffen, hat sich auch das Problem der Browser-Cookies mit einem Schlag erledigt.

(Zum Glück kann das ja jeder für sich selbst völlig frei entscheiden!)

Ebenfalls rein technisch ließe sich das sicher anders lösen

Natürlich. Aber ganz sicher nicht so, dass die Leute, die schon mit den jetzigen Cookies Probleme haben, mit den anderen Methoden weniger Probleme hätten.

Bereits jetzt wird mit Browser-Fingerprinting gearbeitet und dies entzieht sich noch viel mehr der Kontrolle des Users als die paar völlig harmlosen Cookies.

Lästig sind die Dinger ja erst geworden, als die Werber und andere Neugierige das Zeug massenhaft aus den o.g. Gründen an die Backe genagelt haben ohne Wissen des Nutzers.

Und diese Zeiten sind ja nun vorbei.

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fakiauso mawe2 „Das stimmt natürlich. Wenn wir das Web komplett wieder abschaffen, hat sich auch das Problem der Browser-Cookies mit ...“
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Wenn wir das Web komplett wieder abschaffen, hat sich auch das Problem der Browser-Cookies mit einem Schlag erledigt.

 
Das wäre natürlich die Lösung;-)

Zu dem Rest habe ich ja geschrieben, dass so etwas gewissermaßen vom Regen in die Traufe ist.

So richtig gelöst sehe ich das letzten Endes zwar noch nicht, weil die Abfragerei trotzdem noch nervt. Eine wirkliche Sache wäre das Nutzen von nur noch notwendigen Keksen, dann kann die Abfrage nämlich wieder in die Tonne. Ob man die DInger dann beim beenden plättet, Immerhin will ausgerechnet Google ja im Chrome plötzlich auch die Drittanbieter blockieren und das will etwas heißen.

Das Fingerprinting wird m.E. auch schon mittelewig genutzt und die ganzen Methoden mit verknüpften Accounts usw. sind da auch noch nicht enthalten. So wirklich raus aus der Nummer kommen wir also nicht mehr, sondern es kann nur jeder versuchen, dass soweit wie möglich zu minimieren.

"Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an idiot (or an economist)" - Hellsongs
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hatterchen1 fakiauso „Das wäre natürlich die Lösung - Zu dem Rest habe ich ja geschrieben, dass so etwas gewissermaßen vom Regen in die ...“
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es kann nur jeder versuchen, dass soweit wie möglich zu minimieren.

Jeder? Wer ist das?
Das ist wieder ein typisches Altherren Thema bei Nickles.
Es gab die alljährlichen Geburtstagsfeiern mit jungen- bis mittelaltem Gemüse, wo ich schon mal nachstochere, wie die es mit der vermeintlichen Sicherheit beim Handy halten.
Natürlich kann ich da nicht direkt fragen, sondern muss meine Fragen zumindest etwas naiv erscheinen lassen, oder verklausulieren.

Da ernte ich immer seltsame Blicke und man versucht mir zu erklären, dass das Internet so nicht funktioniert. Also langer Rede kurzer Sinn, wer will schon Porsche mit angezogener Handbremse fahren. In der von mir angesprochenen Bevölkerungsgruppe ist vom Teenager bis zum Spätvierziger alles vertreten was ein Handy halten kann und diese Leute machen mit ihren Handys alles. Einen echten PC oder einen Laptop hat kaum noch jemand. 
Die buchen Urlaub, die bestellen Kinokarten und Klamotten bei Amazon, die Buchen Flüge und Fähren, oder mieten Autos und Häuser.

Kommst du denen mit so einem Cookie Gesülze, stehst du schnell alleine da.

Gestottertes Wissen ist besser als eloquente Dummheit. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v.Chr.Rom) Staatsmann und Philosoph
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hjb hatterchen1 „Jeder? Wer ist das? Das ist wieder ein typisches Altherren Thema bei Nickles. Es gab die alljährlichen Geburtstagsfeiern ...“
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Moin Norbert,

du redest (schreibst) mir aus der Seele. Dieses ganze Gesülze geht mir auch so allmählich auf die Eier: Du musst dieses abschalten, du darfst das nicht installieren, du darfst auf diese oder jene Seite nicht "gehen", du musst nach jeder Sitzung die Cookies löschen oder diese erst gar nicht zulassen, du darfst auf gar keinen Fall Google für deine Suchen und Recherchen benutzen, weil die dich ausspionieren wollen bla bla bla. Und wenn du diese Ratschläge nicht beachtest, dann wirst du irgendwann erschossen! :-)

Freilich habe ich auf dem Rechner NoScript und einen Werbeblocker laufen, aber ansonsten nehme ich alles so, wie es ist. Meine Cookieliste habe ich schon lange nicht nachgeschaut, keine Ahnung, wieviele Seiten da was abgelegt haben - interessiert mich auch nicht. Eigentlich mache ich mit dem Handy (um darauf zurückzukommen) mittlerweile auch fast alles. Beim Banking bin ich da allerdings etwas vorsichtig, da rufe ich eigentlich nur hin und wieder die Kontostände ab, alles, was sonst noch so anliegt, wird von zu Hause aus am Rechner gemacht. Da bin ich noch altmodisch.

Auf deine rhetorische Frage, wer schon einen Porsche mit angezogener Handbremse fahren will, kann ich dir also klipp und klar sagen: Ich nicht! :-) Da geht es mir vermutlich genau so, wie dir.

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Borlander fakiauso „Das wäre natürlich die Lösung - Zu dem Rest habe ich ja geschrieben, dass so etwas gewissermaßen vom Regen in die ...“
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Immerhin will ausgerechnet Google ja im Chrome plötzlich auch die Drittanbieter blockieren und das will etwas heißen.

Die haben Ihren Browser um an die Informationen zu kommen. Das wird tendenziell zuverlässiger funktionieren und dann sind Sie die einzige, die die Informationen verknüpfen können.

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Olaf19 fakiauso „Vermutlich genauso wie die Seite mit völlig blockiertem JS. Denn solange das nicht aktiv ist, kommt bei vielen Seiten ...“
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Rein technisch bräuchte es überhaupt keine Cookies, denn in einer längst vergangenen Zeit gab es die Dinger noch nicht.

Das war so ziemlich genau mein Ansatz im anderen Thread, worauf allerdings mawe, ebenfalls nachvollziehbar, darauf hinwies, dass die Welt sich eben weiterdreht und Webtechnologien sowie deren Einsatz sich mit der Zeit eben ändern.

"Blinki-Blink" war aber schon Ende der 90er ein (Reiz-)Thema ;)

Insofern sind da Cookies vermutlich das sprichwörtlich geringste Übel im Vergleich zu einem Wust an Code, der auch wieder anfällig ist.

Damit könntest du wiederum recht haben.

wenn ich trotz 2FA mittels Authy noch Captchas und damit den ganzen Google-Dreck zulassen muss,

Das finde ich auch sehr übertrieben. "Klicken Sie alle Bilder an wo Fahrräder drauf sind", nächstes Captcha mit LKWs, übernächstes mit Schiffen und nach ca. 5 Minuten bist du dann endlich erfolgreich eingeloggt. Das ist schon Wahnsinn.

CU
Olaf

"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
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hjb Olaf19 „Das war so ziemlich genau mein Ansatz im anderen Thread, worauf allerdings mawe, ebenfalls nachvollziehbar, darauf ...“
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"Klicken Sie alle Bilder an wo Fahrräder drauf sind", nächstes Captcha mit LKWs, übernächstes mit Schiffen und nach ca. 5 Minuten bist du dann endlich erfolgreich eingeloggt.

Dafür gibt es doch ein Addon: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/buster-captcha-solver/

In den meisten Fällen funktioniert das....

Meiner Meinung nach genau so hilfreich, wie das Addon "I don't care about cookies".

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winnigorny1 fakiauso „Vermutlich genauso wie die Seite mit völlig blockiertem JS. Denn solange das nicht aktiv ist, kommt bei vielen Seiten ...“
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Ganz ähnlich ist es in der Bucht, wo neben dem Google- oder FB-Login

.... das unterbindet der PrivacyBadger zuverlässig... Eines der wenigen Addons, die wirklch Spaß machen und ohne bemerkbare Last völlig smart im Hintergrund solche Dinge eindampfen....

Grüße aus Hamburg, Winni - https://www.das-bumerang-projekt.de
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mawe2 Olaf19 „Wobei die Frage ist, ob ich als Anwender auf das dynamische Laden nicht auch verzichten könnte und die Entscheidung ...“
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Das würde ich zu gerne, nur dafür würde ich den Vergleich benötigen: wie sähe die Seite ganz ohne Cookies aus? Und genau der wird mir ja versagt, weil ich keine Chance habe, das vermeintlich essentielle Cookie zu verhindern.

Du kannst doch die verdächtige Seite ganz einfach im Browser aufrufen, wobei Du in den Browsereinstellungen vorher das Setzen von Cookies (vorübergehend) komplett untersagst. Dann siehst Du, wie die Seite ohne Cookies aussieht.

Danach erlaubst Du wieder das Setzen von Cookies und lädtst die Seite erneut. Nun werden mindestens die vom Anbieter als essentiell betrachteten Cookies geladen. Die kannst Du Dir anzeigen lassen.

Ob man durch bloßes "Betrachten" wirklich erfährt, was man durch das ursprüngliche Fehlen der Cookies verpasst hatte, bleibt zu bezweifeln.

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mawe2 Olaf19 „Wobei die Frage ist, ob ich als Anwender auf das dynamische Laden nicht auch verzichten könnte und die Entscheidung ...“
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Wobei die Frage ist, ob ich als Anwender auf das "dynamische" Laden nicht auch verzichten könnte und die Entscheidung darüber mir überlassen bleiben sollte

Wenn Du bei ebay z.B. gegen Ende einer Auktion die Entwicklung der Gebote sehen willst, weil Du u.U. noch eingreifen möchtest, macht es keinen Sinn, auf das dynamische Laden zu verzichten.

Klar kann man sich streiten, ob man diese Entscheidung nicht vielleicht dem Nutzer überlassen sollte.

Ich kann aber auch ebay verstehen, wenn die sagen "das soll so und so funktionieren und wir wollen kein Risiko eingehen, dass es bei bestimmten Leuten nicht funktioniert".

Ein anderes Beispiel wären z.B. WebSites mit aktuellen Wetterdaten. Wenn ich da auf die Dynamik verzichte, zeigen die mir mittags immer noch die Temperaturen von Mitternacht an.

Das ist wenig hilfreich. Sollte man hier dem Nutzer die Möglichkeit einräumen, völlig sinnlose Daten sehen zu dürfen? Oder sollte die Entscheidung des Anbieters hier nicht vielleicht doch Priorität haben?

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Borlander Olaf19 „Wobei die Frage ist, ob ich als Anwender auf das dynamische Laden nicht auch verzichten könnte und die Entscheidung ...“
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Wobei die Frage ist, ob ich als Anwender auf das "dynamische" Laden nicht auch verzichten könnte und die Entscheidung darüber mir überlassen bleiben sollte – im Prinzip das Gleiche wie bei JavaScript, manche schalten das bewusst aus und nehmen damit billigend in Kauf, dass nicht alles so aussieht wie mit JavaScript.

Es gibt durchaus Umgebungen die vorsehen, dass Seiten statisch ausgeliefert werden und "nur" die Inhalte auf diesem Wege nachgeladen werden. Wenn die sich nur minimal Unterscheiden, dann müsstest Du im klassischen Fall für jeden User (!) einmal die komplette Seite serverseitig rendern (statt eine bereits fertig gerenderte Seite abzurufen und dort dann Inhalte einzufügen, die teilweise sogar schon lokal beim User im Cache liegen (oder sonst ebenfalls nur einmal auf dem Server gerendert werden müssen).

Vielleicht ganz interessant als Beispiel ist conrad.de: Die setzen einen Cookie in dem die Liste der zuletzt aufgerufenen Produkt-Ids enthält. Diese Information wird dann auf dem Client genutzt um die passenden Inhalts-Teile in die Seite einzubinden. Das ist ein Ansatz, der wesentlich besser skaliert als das serverseitig zu machen.

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