Hallo zusammen!
Bei mir zuhause arbeite ich mit einem fast 6 Jahre alten Sony-17"-Röhrenmonitor, dem CPD200sx, in der Firma mit einem Videoseven-15"-TFT, beide mit 1024 x 768 Pixel. Bei letzterem macht es mir überhaupt nichts aus, acht Stunden täglich davor zu sitzen, während ich zuhause nach ein paar Stunden Ermüdungserscheinungen verspüre.
Frage: Liegt das nur daran, dass der eine Monitor ein TFT ist und der andere ein LCD, oder gibt es noch andere Aspekte, die eine Rolle spielen? Ich denke beispielsweise an
‘ Abstand zum Monitor (in beiden Fällen über 50 cm)
‘ Bildauflösung: mehr Pixel => kleinere Buchstaben
‘ Größe des Monitors: je größer, desto anstrengender?
‘ Gibt es augenfreundliches bzw. -feindliches Software-Design?
‘ Welche Rolle spielt die Qualität der Grafikkarte?
‘ Alter des Monitors: schleichender Qualitätsverlust - schlecht für die Augen?
So viel ich weiß, ist es für Bildschirm-Arbeitsplätze gesetzlich vorgeschrieben, innerhalb jeder Stunde eine fünfminütige Bildschirmpause einzulegen - nun, das sollte zu schaffen sein. Vielleicht nicht fünf Minuten am Stück, sondern einmal 2 plus einmal 3 Minuten in der Stunde, was genau so gut, wenn nicht besser ist.
Wie sind Eure Erfahrungen mit der der Ergonomie von Bildschirm-Arbeitsplätzen zuhause und im Beruf?
CU
Olaf
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Hi!
Ich sitze beruflich vor einem 14"-Display (Laptop) oder vor einem älteren 17"-CRT-Monitor (Siemens). Privat nutze ich einen etwa 7 Jahre alten 17"-Monitor von Hitachi.
Ich kann allerdings sagen, dass ich recht empfindlich bin, was die angezeigten Hz bei CRTs angeht. Bei 75Hz nehme ich immer noch ein Flimmern war (vor allen aus den Augenwinkeln, was recht unangenehm ist). Ab 85Hz, habe ich das Problem nicht mehr. (Bei TFTs spielt das keine Rolle, da die keinen zyklischen Bilddurchlauf besitzen).
Das mit dem Flimmern ist mir zuletzt aufgefallen, als ich dachte, dass mit nach ca. 2h die Augen aus dem Schädel fallen würden...
Ich nutze im Moment immer das Standard-Schema bei 1024x768 Punkten. Früher hatte ich immer das grosse eingestellt, aber seit einiger Zeit scheine ich mit dem normalen klar zu kommen. (Klingt merkwürdig, i know, allerdings hab' ich gerade nachgesehen und festgestellt, dass "nur" normal und nicht gross eingestellt ist...)
Nach 7-8h kann ich allerdings auch nicht mehr. Pausen sollten eigentlich immer nach spätestens 2h kommen (besser früher, sonst ist die Konzentration weg). Ein Fenster im Raum schadet auch nicht (der Blick in Ferne entspannt die Augen, da sie nicht fokkusieren müssen).
Bis denn
Andreas
hier mal was zum thema:
http://www.3sat.de/neues/sendungen/show/51409/index.html
Hallo Olaf,
ich hatte bis vor etwa 1 Jahr einen Targa 17 Zoll Monitor mit Black Trinitron Röhre, also schon etwas Gutes. Als das ehemals schweineteure Teil unerwartet seinen Geist aufgab, kaufte ich auf Empfehlung eines Bekannten einen Miro 15 Zoll TFT. Sieht man einmal vom besseren Kontrast des TFT ab, kann ich nur sagen, dass meine Augen nie wieder vor einem Röhrenmonitor sitzen mögen. Wenn ich gelegentlich mal bei einem Freund und dessen Sohn am Standardröhrenmonitor sitze, kann ich kaum glauben, es jemals so lange damit ausgehalten zu haben. Insofern kann ich Deine Aussage nur bekräftigen.
Bei der Fa. Reichelt ist am Tresen ein Plasma-Monitor aufgebaut, wo man von DVD Ice Age als Demo laufen lässt - ich sage Dir, DAS ist der absolute Hammer von Darstellungsqualität.
Wenn ich da an die Zeiten von Monochrom und Co. zurückdenke... Mann, was haben wir damit bloß unseren Augen angetan...
Meine nächste Anschaffung wird ein 18er oder 19er TFT werden, wenn es die Kasse zulässt. *grins* (Das Alter... *lach*)
Gruß
Fr@nky
Du meinst wohl den besseren Kontrast des Röhrenmonitors...
TFT ist eine Spezielle vorm LCD. Aldo sind TFT-Monitore auch LCD. Du meintest wohl "der eine TFT, der andere CRT", denn Röhrenmonitore nennt man auch CRT.
Meine Erfahrungen:
� Abstand zum Monitor (in beiden Fällen über 50 cm)
Weniger sollte es nicht sein.
� Bildauflösung: mehr Pixel => kleinere Buchstaben
Ich komme recht gut mit großen Auflösungen, also kleinen Buchstaben klar. Da ich (noch) recht gute Augen hab, ziehe ich die bessere Übersicht bei großen Auflösungen vor. Und da ich jetzt nen 17" TFT hab, ist sowieso 1280x1024 fest eingestellt.
� Größe des Monitors: je größer, desto anstrengender?
Empfinde ich eher andersherum...
� Gibt es augenfreundliches bzw. -feindliches Software-Design?
Ich hab mich gestern mal auf www.mediamarkt.de umgeschaut... Knallroter Hintergrund ! Da schmerzen die Augen...
Und nur ein weißer Hintergrund (wie bei nickles) ist mir auf die Dauer auch zu grell !
� Welche Rolle spielt die Qualität der Grafikkarte?
Einer der Gründe warum ich aktuell nur ATI Karten kaufen würde. Ich hatte mal ne Ti4200 von MSI, da ging die Quali noch in Ordnung. Aber an meine Radeon 8500 kam sie bei weitem nicht ran. Und dann hatte ich mal ne Ti4600 von Albatron... so ein verwaschenes besoffenes Bild hatte ich noch nie ! Die Karte war der letzte Dreck !
� Alter des Monitors: schleichender Qualitätsverlust - schlecht für die Augen?
Jo.
@asdfghjkl:
*lol* hast recht, blöde Formulierung.
Meiner Meinung nach ist der TFT zweifelsohne besser für die Augen. U. a. wegen dem besseren Kontrast - das macht sich als erstes bemerkbar. Ok, ein minimales Nachleuchten gibt es beim TFT, aber das stört nicht wirklich. Wüsste aus dem Stehgreif nicht, was ich am Black-Trinitron besser finden sollte.
Nach meiner Erfahrung haben CRTs einen besseren Kontrast. Das hat vorallem einen Grund: TFTs können kein Schwarz darstellen, da es bei TFTs einen maximalen Unterschied zwischen dem hellsetn und dem dunkelsten Pixel gib (meistens 300:1). Jeder, der schon command.com auf einem PC mit TFT-Monitor im Vollbildmodus ausgeführt hat, sollte das wissen. 300:1 hört sich zwar nach viel an, ist aber für das mencschliche Auge nicht so viel, weil es helligkeiten logaritmisch und nicht linear wahrnimmt. Jeder, der mal auf einem Foto in der Sonne auch etwas im Schatten erkennen wolte, weiß das: Der Teil des Bildes, der in der Sonne ist ist ziehmlich hell, trotzdem läßt sich im Schatten kaum was erkennnen. Für das menschliche Auge ist das kein Problem. Ein anderes Beispiel ist, das das menschliche Auge sowohl bei Mondlicht als auch bei grellem Sonnenlicht etwas erkennen kann. Das kann man nicht nur durch die unterschiedliche Öffnung der Augenpupille erklären.
Hmmm, da hast Du wahrscheinlich recht, trotzdem kommt für mein Empfinden das Bild eines TFT schärfer rüber, als das meines BT-Monitor. Wenn ich diesen schwarzen Text auf weißen Hintergrund betrachte - da gibt´s nix zu mäkeln, astreine, gestochen scharfe Darstellung. Wie es damit in command.com aussieht habe ich noch nicht bewusst ausprobiert, bzw. darauf geachtet, werde das bei Gelgenheit aber mal machen.
Kontrast =! Schärfe: Schärfe bezieht sich auf die Schärfe der einzelnen Pixel, hat aber nichts mit dem Kontrast zu tun. Bei der Schärfe sind TFT Monitore besser. Kontrast ist der Unterschied zwischen hellen und dunklen Pixel. Der ist bei CRT-Monitoren viel größer: Schwarze Flächen sind wirklich schwarz und außerdem ist die Helligkeit eines CRT größer als die eines TFT.
Mich stört die Unschärfe meines CRT bei 1600x1200 übrigens nicht: da erspar ich mir Anti Aliasing.
Gerade bei älteren CRT-Geräten kommt mit der Bildröhrenkrümmung noch ein wichtiger Aspekt hinzu. Auch wenn man es nach einiger Zeit nicht mehr richig wahrnimmt, gibt es dort immer Spiegelungen. Das ist zwar auch bei TFTs der Fall, hier wird das Auge aber aufgrund der planen Bildfläche weniger irritiert.
Man sollte bei der Arbeit mit einem CRT-Monitor auf jeden Fall auf geringstmögliche Spiegelungen achten!
Und natürlich ist da noch die Bildwiederholfreqeuenz - erst ab 85hz kann man richtig arbeiten. Beim DOS-Prompt oder ähnlich grob aufgelösten Sachen macht eine niedrige Frequenz nicht so viel aus, wenn man aber mit Windows und somit mit hohen Auflösungen arbeitet, geht alles unter 85hz ziemlich auf die ... tja, bei mir geht es sogar auf den Magen, als ich mal längere Zeit mit 75hz gearbeitet habe, wurde mir richtig schlecht.
Man ist eben besseres gewöhnt ;-)
Allerdings glaube ich nicht, dass du wirklich mit 75hz arbeitest - sowas tut man sich doch nicht an, zumindest nicht bewusst...
Dann noch zu den anderen Punkten (diesmal meine Erfahrungen und Kenntnisse)
Der Abstand: 50cm sind ausreichend, darüber sollte man sich keine Gedanken machen.
Die Bildauflösung: Naja, wenn man sich bei kleineren Buchstaben schonmal zum Monitor hinbeugen muss, um alles zu erkennen, dann läuft was falsch - in diese Falle muss man wohl die Bildauflösung herabsetzen. Sehr kleien Schriftzeichen bekommt man übrigens dadurch hin, dass man im IE den Schriftgrad auf "Sehr klein" stellt.
Die Größe: Größere Monitore führen durchaus zu Ermüdungserscheinungen, da man dort die Augen mehr bewegen muss, um den kompletten Bildinhalt zu erfassen. Einschränken lässt sich dies natürlich durch einen größeren Abstand vom Monitor.
Das Software-Desigen: Mist, Website ist down ... Aber es gibt, wie schon gesagt, auf jeden Fall schlecht designete Software.
Die Grafikkarte: Bei einer miesen Ausgangsqualität werden die Schriftzeichen auf dem Monitor unscharf - ergo muss sich das menschliche Auge beim Lesen mehr anstrengen, was zu Ermüdungserscheinungen führt.
Der Qualitätsverlust: Der schleichende Qualitätsverlust bei CRT-Monitoren ist nicht sooo schlimm - meiner Erfahrung nach wirkt sich das vor allem auf Farbbrillianz, Heligkeit und Kontrast aus, was aber nicht wirklich bei der Arbeit stört. Bei schlechten Monioren kann sich das Alter aber sicher auch auf Schärfe und Konvergenz auswirken, weshalb man auch hier einen Ermüdungsfaktor sehen kann.
Das problem ist bei TFT Monitoren allerdings, das sie nur eine die maxiomale Auflösung und die Hälfte der maximaqlen Auflösung richtig darstellen können. Das kommt daher, das TFT-Monitore eigentlich nur eine Auflösung darstellen können. Alles andere muß umgerechnet werden, was zu unschönen Effekten, insbesondere bei der Scrift führen kann. Nur die halbe Auflösung geht daher, weil dann werden jedem Pixel genau 2x2 Pixel dargestellt. Das ist allerdings nur bei Monitoren mit 1600x1200 eine vernünftige Option (800x600), bei kleineren Auflösungen ist die halbe Auflösung maximal 640x512 (bei 1280x1024), was sich in Windows nicht einstellen läßt oder kleiner als 640x480, was in Windows auch nicht geht.
...für die rege Beteiligung und die z.T. sehr ausführlichen Posts. Hat mich gefreut!
@asdfghjkl
Du hast völlig recht - ich meinte CRT kontra TFT, nicht LCD kontra TFT. Das wäre in der Tat ein Schildbürgerstreich :-)
@Fr@nky
wenn es die Kasse zulässt. *grins* (Das Alter... *lach*)
Ja - schrecklich, wenn man in die Jahre kommt... öhm - wie alt bist Du? *g*
@Andreas und Thomas
Mein Monitor kann nur bis 75 Hz - mehr ist nicht drin, jedenfalls dann nicht, wenn ich den für WinXP digital signierten GraKa-Treiber nehme. Mit einem anderen Treiber konnte ich zwar die 85-Hz-Auflösung auswählen, habe aber keinen Unterschied verspüren können. Außerdem wurde das Bild dadurch kleiner - s. auch diesen Thread.
@Low Rider
In den meisten Punkten hast Du meine Vermutungen bestätigt. Ich habe privat inzwischen auf 1152 x 864 Pixel umgestellt - die Schrift kann ich ohne große Umgewöhnung immer noch prima lesen, und die größere Übersicht empfinde ich als äußerst angenehm. Zur Grafikarte: Es wird immer behauptet, bei den aktuellen Karten wären keine Unterschiede mehr zwischen ATI und NVidia... nun, wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Ich bleibe bei meiner Matrox Millennium G-550 :-)
@Hellspawn
Die Seite ist wirklich nicht schlecht - führt zwar etwas ab vom Thema, aber das macht nichts. Einige gute Tipps dabei; vieles davon kennt man schon, kann aber nicht schaden, das einmal nachzulesen. Danke auch Dir!
CU all
Olaf
