Hallo zusammen.
Wenn ich den GraKa-Treiber meiner Matrox G-550 installiert habe, ist die Bildschirm-Aktualisierungsrate auf 60 Hz eingestellt, was zu einem leichten, auf Dauer ermüdenden Flimmern führt, insbesondere bei weißen Bildhintergründen. Stelle ich sie auf 75 Hz, ist das Bild gut.
Nun habe ich aber noch die Möglichkeit, die Rate auf 85 Hz zu stellen. Ich habe das einmal ausprobiert, um festzustellen, ob eine weitere Verbesserung der Bildqualität damit möglich ist. Doch bei 85 Hz wird das Bild verzerrt und verkleinert dargestellt. Die Proportionen stimmen nicht mehr; das Bild ist zu breit und hat einen dicken schwarzen Rand an allen vier Seiten.
Mit Hilfe der Justierungsfunktionen meines Sony CPD 200sx konnte ich zwar wieder die richtigen Größenverhältnisse einstellen, aber ich frage mich, ob 85 Hz meinem Monitor nicht schaden könnten. Hinzu kommt, dass ich mit bloßem Auge keine weitere Verbesserung der Bildqualität feststellen kann. Das Handbuch sagt zu diesem Thema:
Horizontal Sync: 30 - 70 kHz
Vertical Sync. : 50 - 150 kHz
Was meint Ihr dazu? Danke im voraus für Eure Einschätzungen.
CU
Olaf
Grafikkarten und Monitore 26.173 Themen, 116.041 Beiträge
70 KHz Horitontal ist heute so die unterste Grenze bei 17" Monitoren. Wenn du eine höhere Auflösung als 1024X768 einstellst, und dann auch noch die Bildwiederholfrequenz raufschraubst, kann das deinen Minitor sogar beschädigen. Experimentieren, wie weit man gehen kann, ist prinzipiell ja nicht schlecht, aber die 85 Hz Wiederholfrequenz sind wohl zu viel für deinen Monitor. Ich kenn den Monitor ja nicht, aber 30 - 70 Khz scheint ja schon älter zu sein. 30 bzw 31 KHz ist die Standard VGA Auflösung (640 X 480, 16 Farben, 60Hz Wiederholfrequenz). Bei 70 Khz sollten 1024 X 768 möglich sein mit 75 Hz. Wenn du einen der beiden Parameter hochschraubst, mußt du den anderen runterschrauben, die beiden zusammen hängen von der horizontalen Frequenz ab (bei dir max. 70Khz).
Also nimm die 75Hz Wiederholfrequenz, das ist praktisch flimmerfrei. Und wenn dein Monitor bei weiteren Experimenten irgendwann nur noch einen schmalen Strich produziert und sehr unangenehme, pfeifende Geräusche von sich gibt, dann sofort ausschalten, Windows abgesichert hochfahren, und die Einstellungen wieder zurückschrauben.
Gruß Schnaffke
Hi Schnaffke!
Inzwischen bin ich wieder zur 75-Hz-Rate zurückgekehrt; die 10 Hz mehr konnten meine Augen nicht in ein besseres Bild umsetzen. Weitere Experimente sind auch nicht machbar, bei 85 Hz ist eh Schluß. Der Monitor ist übrigens fünf Jahre alt und läuft mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixeln. Zukünfig möchte ich mich aber auf 1152 x 864 Pixel umgewöhnen, man bekommt einfach mehr auf den Schirm.
Bei der Vertical Sync. ist mir natürlich ein Fehler unterlaufen: Es waren Hertz gemeint, nicht Kilohertz :-)
Was mich noch etwas irritiert: Diese Von-Bis-Werte bei Horizontal und Vertical Sync. kann ich nirgendwo eingeben (bei Linux geht das!), sondern nur die Aktualisierungsrate. Kann man das eine irgendwie aus dem anderen errechnen, wo besteht da der genaue Zusammenhang? Oder sind das immer nur Schätz- und Erfahrungswerte, z.B. wie Du sagtest:
Bei 70 Khz sollten 1024 X 768 möglich sein mit 75 Hz
Danke auf jeden Fall für Deine ausführliche Info - unter Linux werde ich das alles gut gebrauchen können, da muß ich nämlich wesentlich mehr manuell einstellen (jedenfalls in Red Hat 8.0).
CU
Olaf
Um die Zeilenfrequenz zu ermitteln muss man die Anzahl der Bildzeilen (vertikal) mit der Bildwiderholfrequenz multiplizieren. Das Ganze multipliziert man dann noch mit einem Korrekturfaktor, um dem Rücklauf des Elektronenstrahls Rechnug zu tragen. für 1024x768 in 85Hz ergibt sich damit:
768*85*1,05=68544 Hz => 68,544 KHz => dein Monitor schafft das locker.
Bei 1154 ist allerdings schon bei 75 Hz finito, aber damit lässt sich's auch noch ganz angenehm arbeiten.
> 768*85*1,05=68544 Hz => 68,544 KHz => dein Monitor schafft das locker.
Nun, locker vielleicht nicht, da die max. erlaubte horizontale Sync-Frequenz von 70 kHz damit weitgehend ausgeschöpft ist. Aber auf jeden Fall vielen Dank - nun weiß ich, woran ich bin.
CU
Olaf
