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Wie vertragen sich Magnetfelder und Rechner?

soema / 7 Antworten / Baumansicht Nickles

Ich wohne direkt an einem Bahnhof, so das die Magnetfelder der Leitungen meinen Monitor manchmal ganz schön zum "Schwanken" bringen. Vor allem wenn ein Zug vorbeifährt, zittert das Bild richtig. Nun habe ich gehört, dass davon das Mainboard kaput gehen kann, oder die Grafikkarte. Und es soll irgendwelche Programme geben, die das verhinder können. Weiß einer von euch vielleicht etwas darüber?

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Dr. Hook soema

„Wie vertragen sich Magnetfelder und Rechner?“

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Hi,
es ist schwer zu glauben, daß das Vorbeifahren eines Zuges, - selbst in unmittelbarer Nähe -, Bildstörungen in einem Monitor verursachen soll. Um Magnetfelder kann es sich m.E. nicht handeln, da dann auch andere Geräte -, wie z.B. Fernsehgeräte -, Störungen zeigen müßten. Außerdem würde auf diese Enfernung selbst der Magnet eines Schrottplatzkranes keine Auswirkungen mehr haben. Direkte Störungen ins Stromnetz durch den Zugbetrieb sind ausgeschlossen, da die Bahn ein vollkommen separates, und zudem anders geartetes Leitungsnetz (16 2/3 Hz) hat. - Wenn überhaupt, dann könnte es sich höchstens um Störstrahlungen durch die Funkenbildung an den Stromabnehmern handeln. Sollte dies die Ursache sein, dann ist die Schadensvorbeugung mittels Software natürlich purer Nonsens!! Hier könnte höchstens ein Netztentstörfilter in einer Steckerleiste oder in der Hausstromversorgung Abhilfe schaffen. Falls das nichts nützt, wäre die nächstteurere Maßnahme der Einsatz einer Online-USV.
Darüberhinaus bestünde die Möglichkeit, durch einen Entstörungstrupp der Bundesbahn oder/und des zuständigen Energieversorgungsunternehmens die genaue Natur der Störungen analysieren zu lassen.

mfg

Dr. Hook

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Anne Radtke Dr. Hook

„Hi, es ist schwer zu glauben, daß das Vorbeifahren eines Zuges, - selbst in...“

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Werter Dr. Hook,
zufällig war ich dieser Tage auch bei einer Behörde, die direkt an der Bahnlinie angesiedelt ist. Und auch dort scheint es diese Probleme geben, die bis zum Rechner-Absturz führen wenn da ein Zug vorbei fährt. Mit Magnetfeldern hat das aber wohl nichts zu tun, eher mit Spannungsschwankungen im Netz, und kaputt gehen kann davon die Grafik-Karte oder der Computer auch nicht. Jedenfalls haben die nun echt alles mit USV ausstatten müssen um ungestörten Betrieb mit den Computern zu ermöglichen.

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Anne Radtke

Nachtrag zu: „Werter Dr. Hook, zufällig war ich dieser Tage auch bei einer Behörde, die...“

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P.S. kleine Berichtigung: Da der Zug da mit voller Fahrt vorbei donnert und nicht bremst treten da wohl Störungen durch evtl. Magnetfelder nicht auf.

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Dr. Hook Anne Radtke

„Werter Dr. Hook, zufällig war ich dieser Tage auch bei einer Behörde, die...“

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Hi,
wie Du der Diskussion über dieses Thema unschwer entnehmen konntest, ist die Ursache für das dargestellte Problem nicht so einfach zu ergründen. Es kommen mehrere Möglichkeiten in Frage, die es zu diskutieren gilt. Im Vordergrund standen zunächst elektromagnetische Felder, für die sich auch '515515' ausgesprochen hat. Nicht auszuschließen sind aber auch Störungen in der Stromzufuhr. Das habe ich bereits ausgeführt und der Schwerpunkt Deiner Vermutungen liegt auch auf diesem Teil der angesprochenen Fehlermöglichkeiten.
Aus Erfahrung kann ich aber folgendes sagen: Ein Monitor bleibt auch bei Unterspannung bis zu einer gewissen Grenze bedingt funktionsfähig. Zwar wird der dargestellte Bildausschnitt allmählich kleiner und auch dunkler, - aber er läuft. Solltest Du über einen Regeltrenntransformator verfügen, dann kannst Du Dich davon überzeugen. Die Untergrenze dürfte bei etwa 160-170 Volt Versorgungsspannung liegen. D.h., um das Monitorbild zu derartigen "Tänzen", wie vom Threadstarter beschrieben, zu bewegen, müßten sich Spannungsschwankungen in dieser Größenordnung abspielen. Es dürfte klar sein, daß der Rechner schon viel früher aussteigt. Von Systemabstürzen wurde aber nichts vermeldet. - Für mich bedeutet dies, daß der Fall durchaus anders gelagert sein könnte, als bei der Dir bekannten Behörde. - Trotzdem habe ich in meinen Ausführungen beiden Eventualitäten Rechnung getragen.

mfg

Dr. Hook

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515515 soema

„Wie vertragen sich Magnetfelder und Rechner?“

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@Dr. Hook
Hallo
Es ist wie "soema" schreibt Magnetfelder. Ich habe es in meinen Bekanntenkreis selber. Sie wohnt an der Bahnlinie. Es handelt sich so wie sie herausgefunden hat hauptsächlich um IC-E Züge. Kurz bevor die Züge ankommen verzieht sich das Bild. Keine R G B Konvergez Probleme an sich. Du hast teilweise richtige Laufzeitähnliche Probleme (Geisterbild). Aus der Differenz der einzelnen Bilder zu einander kannst Du ja erechnen (reflektiertes Signal zum direkten Signal)welches Objekt in Deiner Nähe der Übeltäter ist.Bringt uns aber in dem Fall nicht weiter. Was ich schon probiert habe. Einen spitzenmäsigen alten Netzfilter (viel Spule und Kondensator). PC+ Monitor abgeschimt mit Drahtgeflecht. Resultat eine Verbesserung aber auch nicht so toll. Es ist wirklich zum verzweifeln. Was warscheinlich etwas bringen würde Monitor und PC in MU Metall einpacken. Ich könnte mir vorstellen das die Zug Elektronik nur beim sanften abbremsen stört das solsche Phänomäne auftreten. Da arbeiten die Motoren so wie ich weis als Generatoren. Da habe ich bis heute auch keine Lösung gefunden. ~200-300 Meter weg von der Bahninie weiter existieren die Probleme nicht.Allein vom schauen wird man schon ganz blöde im Kopf.
MfG
René

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Dr. Hook 515515

„@Dr. Hook Hallo Es ist wie soema schreibt Magnetfelder. Ich habe es in meinen...“

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@515515
Hi,
auf dem "News, Aktuell" Brett ist das (Cross-) Posting nochmal gesetzt. Dort haben sich auch bereits 3 Leute damit beschäftigt. Es wurde dort ein Faradayscher Käfig diskutiert. Tatsache ist aber, daß ein solcher in erster Linie elektrostatische Felder abschirmt. Um elektromagnetische Felder abzuschirmen bräuchte man, - wie Du sehr richtig bemerkt hast -, am besten eine Vollverkleidung aus MU-Metall.
Ich wundere mich etwas darüber, daß Du da Bescheid weißt! Das ist nämlich nicht unbedingt selbstverständlich. MU-Metall ist allerdings schweinisch teuer. Damit werden, - wie Du sicher ebenfalls weißt -, u.a. Oszillographenröhren abgeschirmt. Ein kegelförmiges Gebilde aus Blech von ein paar Quadratdezimetern Fläche für diesen Zweck kostet um die 100 Euro. Doch das nur am Rande. "soema" könnte mal ganz einfach mittels eines Kompasses feststellen, ob im Moment des Vorbeifahrens eines Zuges die Magnetnadel eine Änderung anzeigt. Um einen Monitor so massiv wie beschrieben zu beeinflussen, müßte die Stärke des Magnetfeldes ein Mehrfaches des Erdmagnetfeldes betragen.

Wenn bei Deinem Fall der Einsatz eines Netzfilters eine kleine Verbesserung gebracht hat, dann sollte man mal den Monitor vollkommen netzunabhängig betreiben. Per USV oder einer (Auto-)Batterie mit Wechselrichter. Denkbar wäre auch, daß in die Stromzuführung des Hauses, - wenn es sich um eine Freilandleitung handelt -, eine Störspannung induziert wird. Deshalb habe ich ja auch empfohlen einen (kostenlosen) Meßtrupp auf das Problem anzusetzen. Denn die verfügen über die entsprechenden (EMV-)Meßmittel, die normalen Leuten kaum zur Verfügung stehen.

cu

Dr. Hook

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515515 soema

„Wie vertragen sich Magnetfelder und Rechner?“

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@Dr. Hook
Hallo
Die Idee mit dem Kompass ist echt gut. Da sollte man doch was bemerken können. Die Geschichte mit MU Metall kann man ja eigentlich in der Pfeife rauchen. Bei dem Aufwand und Kosten.... Einer machte den Vorschlag mit Flachbildschirm. Das könnte gehen. Würde ich aber erst testen. Was die EMV angeht glaube ich aber nicht das es in unserer Dinstleistungsgesellschft (nur gegen Bares) jmand gibt der das umsonst macht. Im übrigen brachte nur die Kombination merkbar etwas. Also keine super Verbesserung. Ich wohne in einer Stadt mit 200.000 Einwohnern. Aber die induktiongeschichte gibt da auch noch ein par Möglichkeiten. Ich denke da speziell eher an das Monitorkabel was auch schön merkbar auf Störeinflüsse reagiert. Ich besitze 2 Messgeräteparks. Einen neueren selber gekauft und den alten von meinen dahmaligen Chef der leider gestorben ist. Die wollten dann die ganzen Sachen weg werfen. Da ich mit der Materie bald verheiratet bin konnte ich das natürlich nicht zulassen. Jetzt dümpelt der eine halt im Keller. Ich glaube das die einfachste Lösung der Flat ist.
MfG
René

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