Hallo,
kann mir jemand Tips geben?
Mein Epson Photodrucker 870 zieht verschiedene Papiersorten nur sehr schlecht oder garnicht ein. Da er ja auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, denke ich das ich die Gummi-Transportwalze und diesen Exzenter der das Papier heranführt reinigen und eventuell den Gummi etwas auffrischen müßte.
Kann mir jemand sagen wie und mit welchen Mitteln?
Hat eventuell jemand schon Erfahrung damit gesammelt?
Ich habe gehört das man zum Gummi auffrischen Petroleum nehmen sollte, stimmt das?
Ich wäre Euch sehr dankbar wenn mir jemand ein paar Tips hierzu geben könnte,
Tschüß, sirokko54
Drucker, Scanner, Kombis 11.505 Themen, 46.880 Beiträge
feines Schleifpapier.
Feines Schleifpapier, oder aber versuchen den Gummi auf der Exenterrolle eine halbe Umdrehung weiter zu drehen, damit dann der noch unbenutzte Gummi in Eingriff kommt....
Von Spiritus wurde mir hier abgeraten.
Auch beliebt, sofern überhaupt möglich (kommt auf die jeweilige Konstruktion der Einzugsrolle an) ist der Trick, das eigentliche Einzugsgummi abzuziehen und mit der ehemaligen Innenseite nach außen gestülpt wieder aufzuziehen.
Logischerweise geht das nur mit Einzugsgummis, die nicht wesentlich dicker als vielleicht 1 mm sind.
Da ich das Modell, um das es hier geht, überhaupt nicht kenne, kann's auch gut sein, daß der Tip in der Praxis nichts taugt.
Spiritus würde ich auch nicht nehmen, das härtet über kurz oder lang das Gummi nur noch mehr aus.
Gruß
Jürgen
Bei Anwendungsfällen, in denen es ausschließlich auf die elastischen Eigenschaften oder den Reibungskoeffizienten von Kautschuk-Gummi ankommt, ist eine Erneuerung des verhärteten Gummis möglich. D. h. dort wo die Eigenschaften einer Knete verlangt werden, kann Essigsäure zur Regeneration dienen. Essigsäure zertrennt die Kautschuk-Gummi-Molekülnetze; kurzes Benetzen mit einer Lösung aus je 1/2 Essigsäuressenz (38%-ig) und Spiritus regeneriert die Elastizität des Gummis (zulasten der Festigkeit) und reinigt zugleich die Oberfläche. In Abhängigkeit von der Einwirkungsdauer quillt das Gummi auf; es quillt auf bis zum völligen Verlust jeglicher Festigkeit. Mögliche Anwendungssfälle sind etwa Probleme mit dem Papiertransport (Papierstau / Transportstau) bei einem alten Drucker / ADF Scanner / Kopierer, unbrauchbare (rote) Kautschuk-Radiergummis an Bleistiften oder undichte Fahrradventile. Materialabtragende Verfahren (Sandpapier) verändern die Oberflächenbeschaffenheit. Dieses Verfahren regeneriert lediglich die Elastizität; es basiert auf molekularen statt makroskopischen Effekten. Da die Tinktur keine gesundheitsgefährdenden vernetzungsbehindernden Einlagerungsmoleküle enthält, wirkt sie nur für zirka ein Jahr. Keinesfalls (!) ist Essigsäure bei mechanisch belasteten Komponenten (Gummiringen, Dichtgummiringen) oder sicherheitskritischen Bauteilen (Reifen, Luftfedern, Hydraulikschläuchen) anzuwenden. Verhärtetes Gummi lässt sich oft auch durch Behandlung mit kochendem Wasser wieder erweichen, wobei ähnliche Einschränkungen wie bei Essigsäure gelten.
Mechanisch beanspruchte Gummi-Bauteile können nicht regeneriert werden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gummi
Das habe ich mal probiert. Der Erfolg war... Na ja, welcher Erfolg?
Auch im Fachhandel erhältlicher Walzenreiniger ist doch eher was für Anwedungsfälle, wo man vorübergehend noch mal ein Gerät zum laufen bringen muß, bis man mit richtigen Ersatzteilen eine ordentliche Reparatur vornehmen kann.
Eine Lösung, die überspitzt formuliert, von Zwölf bis Mittag reicht. Oder wenn's funktioniert, dann waren die Rollen so verdreckt, daß auch ein wenig Wasser mit Spülmittel gereicht hätte.
Gummirollen austauschen (die Ideallösung), ein Stück weiterdrehen (bei Rollen, die ähnlich wie ein "D" augebaut sind), umdrehen (Außenseite nach Innen), den Außendurchmesser mit etwas Klebeband zwischen dem Rollenkorpus und dem Einzugsgummi erhöhen, das wären, je nach Anwendungsfall und Aufbau, meine Tips zum "professionellen pfuschen" (den ersten Punkt mal ausgeklammert).
Gruß
Jürgen
