Ich habe eine IBM DTLA 307030 Festplatte auf der ~4000 KB in fehlerhaften Sektoren gemeldet werden. Ich habe W2k Datenträgerprüfung laufen lassen. Trotzdem bleibt der Fehler. Gibt es ein Tool mit dem defekte Sektoren eliminiert werden? Mir ist ist klar dass der entsprechende Plattenplatz dann nicht mehr benutzt werden kann.
fbe
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Bitte Bitte, kauf dir eine neue Platte! DTLA, das verheisst nichts Gutes.
IBM hat nicht umsonst seine ganze Festplattendivision verkauft...
fbe
Wenn Du keine wertvollen Daten hast und so gerne neu installierst, kannst Du der Platte ein Low-Level-Format spendieren (ist heut zu Tage nur Nullen-schreiben). Danach die Platte als Ganzes als eine NTFS-Partition formatieren, aber winzige 7,8 MB am Plattenende frei lassen. Dann chkdsk drüber laufen lassen. Partition löschen und WinXP installieren, erst mal nur so eine Partition von vielleicht 7 GB einrichten. Weitere Partitionen können erfolgen, wenn WinXP fertig eingerichtet ist; geht über die Datenträgerverwaltung.
Tja, Du solltest alle Hardwaretreiber und Programme und SP2 und Updates bereit liegen haben und Dich auf Urlaub abmelden.
Katastrophenserie mit hoher Ausfallrate. Fehlerhafte Sektoren höchst alarmierend! Die Daten sind dann weg! Du brauchst eine neue Platte und musst die Installation und die Daten "imagen" (z.B. mit Acronis).
WinXP auf NTFS wird auf der neuen Platte nicht starten, wegen der Festplattenverwaltung über Festplatten-GUID im MBR und der entsprechenden Registry-Einträge. Wenn der GUID gelöscht wird, macht es Windows allerdings wieder passend, dauert 5 Minuten, in denen sich oft nichts zu tun scheint. Zur Einleitung: Win98-Startdiskette, bis zum Prompt starten, fdisk /mbr eingeben, Neustart ohne Diskette.
Für Festplatten über 120 GB geht nicht jedes DOS, wegen 48-Bit-LBA-Adressierung der Festplatte, aber Win98-Startdiskette ist ok. Auch DOS von WinXP (fixmbr) geht nicht.
Wenn man mit Acronis die Festplatte als ganzes spiegelt, wird die GUID-Geschichte allerdings mit erledigt.
Manchmal muss man auch die boot.ini mit der Reparaturkonsole von Windows-CD startend neu machen lassen (bootcfg /rebuild).
Es ist ja so dass Festplatten freien Platz vorhalten, zum Ersatz für defekte Sektoren. Ich denke mal chkdsk kriegt das nicht mehr repariert, wenn die Freisektoren aufgebraucht sind. Schätze die Platte hat einen katastrophalen SMART-Status.
http://de.wikipedia.org/wiki/S.M.A.R.T.
Diese Freisektoren werden von der platte automatisch verwendet und haben mit der arbeit von chkdsk nichts zu tun. Was dort geschieht, ist eine markierung von unbrauchbaren stellen auf die art, wie dateien markiert werden. Diese speziellen "todes-dateien" werden aber nicht öffentlich geführt, lassen sich nicht einfach löschen und werden ansonsten auch nicht angefasst (z.b. beim defragmentieren). Theoretisch könnte auf diese weise fast die ganze platte als (angeblich oder tatsächlich) defekt markiert und trotzdem einsetzbar sein. Nur eben nicht sehr sinnvoll.
mr.escape
Mit dieser albernen spielerei sparst du eindeutig am falschen ende. Deine zeit und deine daten dürften höchstens eine winzigkeit wert sein, wenn sich das auch nur im entferntesten lohnen soll.
Solltest du aber sportliche ambitionen haben, dann kannst du ja immer noch die anderen tipps befolgen, wobei chkdsk mit der option /r aufgerufen werden soll, war eine weile dauern kann.
mr.escape
Bei so einer Katastrophenserie ist eine Neue anzuraten.
Ansonsten können Festplatten mit markierten fehlerhaften Sektoren jahrelang halten und die
eine oder andere neue Festplatte überleben. Wichtig ist das es nicht mehr werden , dann liegt
ein dauerhafter mechanischer Fehler vor.
Dies bezieht sich auf eher alte Platten , bei neueren hochgetunten Festplatten kann es anders aussehen.
Im Unternehmenseinsatz ist ein Betrieb einer solchen Festplatte nicht akzeptabel.
Im Hobbybereich mit entbehrlichen Daten oder Backups schon eher.
1.
Wenn Du weisst, wo die defekten Sektoren sind, kannst Du den Platz durch geschickte Partitionierung - "ausblenden".
Die Partition wird dann so gelegt, dass der defekte Teil nie benutzt wird, das geht am besten, wenn er
am Anfang oder Ende der Platte liegt.
2.
IBM hat mal ein Firmwareupdate herausgebracht, dass die Platten "haltbarer" machen sollte.
Der Plattenkopf wird öfters mal bewegt, weil man herausfand, dass sich einen Schutzschicht löst, wenn
der Kopf lange auf einer Position verharrt. Vielleicht gibt es diese Firmware ja noch irgendwo im Netz (Hitatchi?).
Gruss
ChrE
Es handelt sich bei der Kiste um ein "Übungsgerät" Datenverlust spielt also keine Rolle. Wenn die Platte nichts mehr macht dann erst wird ne neue (alte)eingebaut. Mich interessiert inwieweit man solche Fehler beheben kann. Tilo Nachdenklich hat vorgeschlagen ein Low Lewel Format zu machen. Ich hab mir gerade die DFT Utility von Hitachi heruntergeladen. Kann ich die auch für die IBM 307030 benutzen?
fbe
Ja!
Ja!
Aber wirklich wichtig ist es, DANACH die Platte als Ganzes NTFS zu formatieren (minus die winzigen 7,8 Megabytes am Ende) und ein chkdsk - ich denke von der Windows-CD gestartet oder bei der Installation ausführlich (weiß nicht mehr so genau wie es geht) - zu machen. Ich selber habe das Problem so nicht und kann es nicht so genau sagen. Bei mir stecken alle Platten im Wechselrahmen und ich starte dann mein Backup-Windows und mache chkdsk aus diesem Windows heraus auf die zweite Platte zielend. Erst dann die Platte endgültig einrichten.
Eine startunwillige DTLA startet manchmal noch (Daten runterholen), wenn man den MBR neu aufschreibt. Dazu muss man ihn vorher sichern. Das geht mit einer Diskette mit dem winzigen Programm ped.exe (auch PED genannt). Man nimmt z.B. eine Win98-Startdiskette, soviel Platz ist da noch. Ped.exe sichert den MBR aller angeschlossenen Festplatten und schreibt auch so zurück. Die angeschlossnen Festplatten müssen also "stimmen" und auch die Partitionierung der Primären Partitionen darf nicht verändert worden sein, bzw. die Diskette muss aktualisiert sein.
WARNUNG:
Viele DOS-Tools bezeichnen die erste Festplatte als Null (0), die zweite Festplatte als eins. Beim "Nullen" beachten!
Für Deine DTLA sollte es ein Firmware-Update geben, dass das Verkleben der Köpfe mit dem Oberflächenschmierstoff verhindert. Ja die blanke Schicht auf dem Platter - bei IBM vermutlich schon Glas - ist ein Fett. Gelegentlich setzen die Köpfe nämlich auf, das ist noch kein Headcrash und die Schicht glättet sich von selber.
http://www.computerbase.de/forum/printthread.php?threadid=13641
(Gummihammer??? - ist ja heftig!)
http://www.geocities.com/dtla_update/
http://www.allround-pc.com/index.php?reports/02071/bericht.htm
(Auch die Folgeseite beachten. Ich habe meine DTLA immer nur mit UDMA4 betrieben, ansonsten gab es Ärger.)
Interessant ist auch der Au-ja-Link in diesem Bericht:
http://www.au-ja.org/artikel-ibmdft.phtml
Das ist doch wohl ein prachtexemplar von "henne-ei", oder?
Aber wirklich wichtig ist es, DANACH die Platte als Ganzes NTFS zu formatieren (minus die winzigen 7,8 Megabytes am Ende) und ein chkdsk [...] zu machen.
Für die platten-interne fehlerbehandlung sind FS/partitionsgröße irrelevant, es müssen lediglich alle (betroffenen) sektoren angesprochen werden, damit sie reloziert werden. Für die ausblendung auf FS ebene ist nur das ziel-FS in der finalen partition maßgebend, weil beim ändern der plattenaufteilung/formatierung diese informationen verloren gehen.
mr.escape
Das Verfahren hat vielfach funktioniert, frage mich nicht warum. Möglicher Weise kennst Du auch nicht alle internen Funktionsweisen. Du machst so allerlei sehr allgemeine Aussagen, aber z.B. auf großen Festplatten (48 Bit LBA-Adressierung) navigieren Windows und Linux höchst unterschiedlich und das von der Spur Null aus.
Mag sein, dass das mit Kanonen auf Spatzen schießen ist, aber man weiß ja nicht was wirklich los ist. Vielleicht wurde der MBR ja nur nicht korrekt abgeschlossen.
Ich hab den DFT laufen lassen.
1. Aktion Platte prüfen dabei wurde ein fehlerhafter Sektor gemeldet.
2. Aktion fehlerhaften Sektor reparieren (ausblenden)
3. Aktion MBR löschen
4. Aktion Disk über DFT low level formatieren (hat ca. 4h gedauert)
5. Aktion W2k neu installiert auf NTFS formatierte Platte
Jetzt bin ich mal gespannt wie lange es dauert bis die Platte wieder ausfällt.
fbe
