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Externe Festplatte: Welche maximale Größe empfehlenswert ?

Gamma11 / 8 Antworten / Baumansicht Nickles

Weil meine Daten meine bisherigen Festplatten bald sprengen, möchte ich mir nun gleich eine rel. große externe Festplatte zulegen.

Dazu hätte ich folgende Fragen:
1.) Bis zu welcher GB-Größe ist das (technisch) sinnvoll ? Sind Festplatten über 500 oder 600 GB langsamer oder anderweitig problematisch ?
2.) Welche Fabrikate sind zu empfehlen - und welche (insbes. hinsichtlich der "Haltbarkeit") aus Eurer Sicht kritisch ?

Danke !!!!

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rill Gamma11 „Externe Festplatte: Welche maximale Größe empfehlenswert ?“
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Wenn Du nur einen PC hast und es wird der HD-Platz zu klein, würde ich immer und zuerst intern aufrüsten, also interne Festplatten vergrößern bzw. intern (sofern Einbaumöglichkeit und Schnittstellen vorhanden) eine oder mehrere HDs zusätzlich einbauen.

Eine externe HD hat eigentlich nur als Datensicherung (Kopie) für die internen HDs seine Berechtigung oder als Transportmedium von einem PC zum anderen. Bei Vorhandensein von mehreren PCs zu Hause (Netzwerk) wäre es sinnvoll, auf einer externen HD (Netzwerkfestplatte, NAS) zentral die Daten vorzuhalten.

Festplattengröße ist natürlich vom Datenaufkommen abhängig und auch ein Kostenproblem. Extrem große Festplatten sind insofern problematisch, da bei einem HD-Defekt u. U. sehr große Datenbestände gefährdet sind. Auch Datensicherung, Viren-Scan usw. ist bei sehr großen HDs sehr zeitintensiv. Nach meiner Meinung ist es sinnvoller, Daten auf mehrere HDs aufzuteilen. Sehr wichtige persönliche Daten sollten auf einer kleineren HD liegen, Daten können so auch öfter und schneller gesichert werden.

Zu HD-Herstellern gibt es unterschiedliche Meinungen und auch persönliche Vorlieben ... man kann im Prinzip jeden Hersteller außer ExelStor nehmen, Samsung war in letzter Zeit scheinbar desöfteren mit Defekten auffällig. Ein Argument für einen Hersteller könnten Garatie-/Gewährleistungslaufzeiten sein - Seagate und Maxtor MaXLine-Serie 5 Jahre, andere Hersteller/Marken nur 3 Jahre.

Ich persönlich habe etwas gegen externe HDs mit USB-Schnittstelle (weil ich generell etwas gegen USB habe). Durch alle Foren geistern reichlich Problemschilderungen mit USB-Festplatten bzw. bezüglich USB allgemein.


rill

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Gamma11 rill „Meine Meinung ...“
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Danke, Rill !

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gelöscht_84526 Gamma11 „Externe Festplatte: Welche maximale Größe empfehlenswert ?“
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Eine externe USB-Festplatte als Speicher für wichtige Sachen würde ich nicht empfehlen. Da passiert zu schnell irgendwas, und du kannst die Daten abschreiben. Einmal falsch abgemeldet, schon kann es zu Problemen kommen, und beim nächsten Start stehst du da und die Platte meldet dir, dass kein Dateisystem vorhanden ist oder sonstige "Scherzkekse".

Besser ist es auf jeden Fall, wenn du so handelst, wie "rill" schreibt: Entweder die Platte in dein PC-Gehäuse einbauen, oder - als zweite Möglichkeit - eine Netzwerkplatte - NAS - zu nehmen. Bei der zweiten Möglichkeit geht der Dateitransfer allerdings etwas langsamer, als über die USB-Schnittstelle. Dafür sind die Daten auf einer solchen Platte aber umso sicherer aufgehoben, weil die Platte an sich nicht so anfällig für Fehler ist, die man als Anwender machen kann. Meine NAS-Platte ist mir jedenfalls noch nie wegen eines solchen "dummen" Fehlers buchstäblich verreckt, bei meiner ersten USB-Platte ist mir das anfangs des öfteren passiert - gut, das das damals noch eine Testphase war, wo ich auf dieser USB-Platte keine wichtigen Sachen hatte, oder zumindest hatte ich die Daten, welche ich auf diese Platte kopiert hatte, noch auf anderen Medien gesichert.

Gru

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gelöscht_35042 gelöscht_84526 „Eine externe USB-Festplatte als Speicher für wichtige Sachen würde ich nicht...“
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Ich würde folgendes machen:

Eine externe 3,5" ICY-Box und dort eine 350-500er Platte eingebaut. Dann eine Boot-CD von TrueImage organisiert, mit dieser booten und deine alte Platte im PC auf die neue350- 500er klonen.

Dann die 350- 500er wieder aus dem Gehäuse raus, auf "Master" jumpern, und in deinem PC die Platten tauschen. Ferddich....

Arbeitsaufwand inkl. tausch der Platten je nach Geschick 60-80 Minuten mit dem kompl. System auf der neuen Platte.

Gruß
luttyy

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gelöscht_84526 gelöscht_35042 „Ich würde folgendes machen: Eine externe 3,5 ICY-Box und dort eine 350-500er...“
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Wobei sich die Frage stellt, ob man sich für einmal klonen extra ein externes Gehäuse kaufen muss/soll. Wenn es wirklich nur eine einmalige Aktion ist, dann kann man die neue Platte auch mal als Slave-Platte in den Rechner hängen, dann klonen und anschließend die Platten "tauschen".

Die Idee ist allerdings nicht schlecht, ich mache es auch immer so und habe noch nie irgendwelche Probleme gehabt. Und wenn der Threadstarter sich ohnehin ein externes Gehäuse kaufen will, dann steht dieser Methode natürlich nichts im Wege.... :-))

Gruß

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Gamma11 Nachtrag zu: „Externe Festplatte: Welche maximale Größe empfehlenswert ?“
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Danke vorerst für die bisherigen Antworten (aber ganz schlau werde ich drauß leider noch nicht).
JETZT NOCH EINE ZUSATZFRAGE:
Ich las soeben im Internet Berichte, wo Leute klagen, dass sie eine größere externe Festplatte - z.B. Seagate mit 750 GB - auf ihrem (nicht mehr ganz topmodernen PC) nicht so einfach zum Laufen bringen.

Mein PC (Packard Bell/NEC LEGEND 9407) ist jetzt drei Jahre alt.
Könnte es da auch Probleme mit großen Festplatten geben; wißt Ihr, worauf es dabei konkret ankommt ???
=> meine jetzige hat 300 GB, und das funktioniert klaglos.

Danke !
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haegar the horrible Gamma11 „Externe Festplatte: Welche maximale Größe empfehlenswert ?“
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1. Eine Obergrenze gibt nur der monetäre Anschaffungswiderstand der Platte vor. Die Geschwindigkeit ist durch die verwendete Hardware festgelegt, d.h. MoBo bzw. Steckkarte, Qualität der Kabel, wieviele und welche Geräte hängen sonst noch am selben USB-Strang, ob sie an einem Hub hängt (mit und mit ohne eigenem Netzteil) oder direkt am MoBo.

Folgendes ist bei externen HDs insbesondere zu beachten:
1. Wenn man ext. Gehäuse und HD separat kauft, um sie selber dort einzubauen, sollte man sich UNBEDINGT bestätigen lassen, daß DIESE HD in DIESEM Gehäuse läuft - insbes. wenn die HD >= 300GB hat. Man darf nicht blind davon ausgehen, daß der IDE-USB-Konverter jedes Gehäuses mit HDs jeder Größe umgehen könnte, gerade bei sehr großen HDs und bei preiswerten Gehäusen. Es ist seit kurzem zu beobachten, daß fertige externe Festplatten nur marginal bis sogar preiswerter sind als Gehäuse + HD einzeln gekauft. Zudem hat man fertigen Externen mit großen HDs die Gewähr, daß die HD-Kapazität in vollem Umfang nutzbar ist.

2. Keine externen HDs mit WD-Platten nehmen! Leider steht nur ganz selten außen auf der Verpackung drauf, von welcher Firma die HD drinnen ist.

3. Hitze! Daß die ext. Gehäuse i.d.R. ohne Lüfter im Gehäuse auskommen müssen, muß davon ausgegangen werden, daß das metallische(!!!) Gehäuse verflixt heiß werden kann, d.h. es könnte ein Wärmeabfuhr- und damit ein Überhitzungsproblem entstehen. Ggf. müßte man sich überlegen, wie man einen Lüfter anbringen kann, der über die Gehäuseoberfläche pustet.

4. Strom: alle mir bisher untergekommenen ext. Gehäuse (zumindest die für 3,5"-Platten) haben auch ein externes Netzteil. Da der "Netzschalter" aber am Gehäuse angebracht ist (vorne oder hinten - wenn überhaupt eines vorhanden ist...). steht das Netzteil ständig unter Spannung - da können locker mal 5 bis über 10 Watt standog anfallen. Das kostet den Gegenwert mehrerer 25er Spindeln im Jahr... Außerdem könnte sich ein Gewust an Verteilersteckdosen ergeben, weil jede ext. HD ein eigenes Netzteil haben muß.

5. Wer schon viele HDs, intern & extern, hat und auch freigegebene Netzwerk-Laufwerke in erklecklicher Anzahl vorhalt, kommt leicht mal in Schwulitäten mit Laufwerkbuchstaben. Es geht ja nur bis Z: ... Man könnte dann auch die - im Prinzip gute - Idee kommen, neue Laufwerke nicht unter einem Buchstaben, sondern als Unterverzeichnis einzubinden. Das funktioniert im Prinzip prima, aber man sollte Backups NUR auf Laufwerke anfertigen, die ganz normal unter einem Lw-Buchstaben angesprochen werden. Laufwerke, die als Unterverzeichnis eingebunden werden, können sich dem Auslesen ganz fies und fix mal entziehen. Umso nachhaltiger, umso wichtiger es ist, ein Backup von so einer Platte einzulesen... :-(((

6. Manche große ext. Platten funktionieren nur dann, wenn sie direkt am MoBo angeschlossen werden, nicht an einem Hub (egal, ob aktiv oder passiv), schon gar nicht an einem Hub, der an einem Hub hängt.

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Gamma11 haegar the horrible „1. Eine Obergrenze gibt nur der monetäre Anschaffungswiderstand der Platte vor....“
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Vielen Dank, Haegar !!!
War sehr lehrreich für mich.
Fazit daraus also: Unter normalen Umständen müßte also auch eine 750-er (geplant: Seagate) bei mir funzen oder ?

PS: Was ist denn bei Western Digital so übel ?

lg Gamma

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