Da hier desöfteren über Probleme dieser Art berichtet und achgefragt wurde und auch ich schon Ärger mit externen HDD hatte, habe ich mich mal in der Praxis damit rumgeschlagen und folgendes zusammengetragen:
Die ext. HDD wurden über USB angeschlossen. Hierbei machte es keinen Unterschied, ob es sich um "fertige" Platten handelte oder sie mittels IDE-USB-Converter angeschlossen wurden. Immer wieder gab es das Phänomen, daß Platten gar nicht erst erkannt wurden, obwohl sie über Wechselrahmenbetrieb keine Probleme machten.
Letztendlich kam ich zu der Erkenntnis, daß es wohl damit
zusammenhängen dürfte, daß die Platten einen gehörigen
Strom beim Anlaufen ziehen, der oftmals die Spezifikationen von USB deutlich überschreitet. Letzteres wurde auch schon mal bei einem Test ext. 2,5"- HDD im PC-Magazin angemerkt. Statt der eigentlich zulässigen max. 500mA wurden dort Werte bis zu 2A festgestellt. Daß da Platten wegen Unterversorgung nicht anlaufen, ist dann noch das positivere Übel. Manche Boards bzw. deren USB-Ports kann es auch zerbröseln.
Anscheinend haben die Hersteller aber gelernt, denn mit neue(ste)n Platten gab es weniger Grund zur Verzweiflung. Die liefen durch die Bank sofort an. Aber je kleiner (und damit älter) häuften sich die Probleme. Viele Leute nutzen gerade ihre älteren HDD aber noch, weil die sich für backups/images geradezu anbieten. Zur Verdeutlichung:
10GB Maxtor(7200U/2MB,DMA100) über Converter direkt an USB-Port = nicht erkannt
gleiche Platte über Converter mit passivem Hub = nicht erkannt
gleiche Platte mit akt. Hub (USB 2) = nicht erkannt
mit akt. HUB USB1 = erkannt, aber natürlich grottenschlechter Durchsatz
20GB WD (sonst wie die Max) genau, wie die 10GB,
aber auch mit akt. HUB(USB2) erkannt
40GB WD (7200/8MB,DMA100)= über Converter an USB-Port = nicht erkannt
gleiche Platte über Converter mit akt. Hub(USB2) = erkannt
80GB Samsung(7200U/8MB/DMA133) über Converter direkt an USB-Port = sofort erkannt
gleiches gilt für eine 250GB Samsung.
Also ich glaube zwei Erkenntnisse für mich gefunden zu haben:
1.) Neuere Platten brauchen wohl weniger Strom zum Anlaufen und werden deshalb meist sofort erkannt.
2.) Akt. Hub ist nicht gleich akt. Hub. Auch da gibts wohl Streuungen, es stehen meist nur unzureichende Eckdaten dabei und ob man diesen Glauben darf, sei dahingestellt. Meist werden nur die 500mA angegeben. Aber wie man sieht, reicht das oft bei weitem nicht.
Ich habe dies nur mal aufgelistet in der Hoffnung, daß es dem helfen möge, wen es interessiert. Grundsatzdisk., daß Firewire etc eh besser ist und USB grds. Sch** möchte ich gar nicht anleiern.
Aber da hier oft zu lesen ist, daß Leute ihre ext.USB-HDD nicht ans Laufen bekommen, gibt es vielleicht ein wenig Hilfe.
btw: Kennt jemand einen aktiven USB2-Hub, der offiz. mehr, als 500mA je Port garantiert ?
Datenträger - Festplatten, SSDs, Speichersticks und -Karten, CD/ 19.611 Themen, 110.810 Beiträge
Sowas sollte es nicht geben. Die USB Spezifikation sieht maximal 500 mA je Port vor. Wenn ein Gerät mehr Strom zieht muss der Controller den Port abschalten. Hubs die mehr geben dürften nicht unter dem USB-Logo verkauft werden da sie gegen die Spezifikation verstoßen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Serial_Bus
Am besten ist bei einem Gerät mit zu viel Verbrauch ein Y-Kabel, dann kriegt man eben 1A.
Gruß CPUQuäler
Hallo
und das alles trifft nur für 2,5 Zoll Festplatten ohne eigene Stromversorgung zu. Bei HDs mit Netzteil tritt eher ein anderes Phänomen auf. Die Signalspannung erreicht nur 3,8 bis 4,3 Volt peak to peak, eigentlich sollte die Spannung bis 4,8 Volt gehen, manche USB to IDE Bridges können damit nichts mehr anfangen. Wir haten das mal bei diversen Chipsätzen am Mainboard.
mfg
Hmmm, jein.
Der Ansicht war ich eigentlich vorher auch. Aber es zeigte sich tats., daß da trotz
Netzteilversorgung bei 3,5-Platten irgendein Zusammenhang mit dem USB-Port bestehen
muß. Ich vergleiche das mal der Einfachheit halber mit stromhungrigen Grafikkarten. Die haben
auch eine (nicht mehr ausreichende Stromversorgung) durch den AGP-Slot und zusätzl. durch einen
Stecker. Die erwähnten HDD werden ja auch doppelt versorgt durch NT und USB. Afaik wird USB-Strom
ja nicht abgeschaltet, wenn ein NT an der Platte hängt.
Aber ich will das Ganze auch nicht zu hoch hängen und hier keine wissenschaftl. Abhandlung vorgaukeln.
Bin kein Elektroniker, sondern nur ambitionierter PC-User. Also unsere "Pseudo"-Wissenschaftler können ganz ruhig bleiben ;-)
Es fiel mir halt nur auf und könnte ja ggf. Leuten mit gleichen Schwierigkeiten den Anschub geben, es auch mal
mit dem Zwischenschalten eines aktiven HUB zu probieren (obwohl das nirgends vorgegeben wird).
In einer der letzten c'ts stand u. a. daß KEINE EINZIGE (der je getestenen) 2,5" USB-Platten (ohne Netzteil) beim Anlaufstrom je UNTER 500 mA geblieben ist. Auch wenn viele problemlos laufen, verstoßen doch alle gegen die Spezifiaktion.
Bei Y-Kabel ist die Lastverteilung auch nicht gleichmäßig - das funktioniert ist der Praxis sicher recht gut, ist aber ebenfalls nicht ganz korrekt.
Daß neuere Platten weniger Anlaufstrom ziehen, ist wenig verwunderlich, da an diesem Punkt gearbeitet wurde (separat anlaufende Platter). Das ist auch bei 3,5" Platten so, allerdings ist die Spin-Up-Time auch ziemlich hoch (gegenüber älteren Platten).
Die Boardhersteller hatten ihre Hausaufgaben auch gemacht und die USB-Ports teilweise für deutlich mehr (700-1000 mA) ausgelegt. Natürlich entspricht aus das nicht der sehr knapp gefaßten Spezifikation - aber es hilft.
Wer es "ganz genau" nehmen wollte, dürfte nur klassische 1,8" Platten oder neue SSDs am USB-Port (ohne Netzteil) betreiben.
Verrate mir mal bitte wie das funktionieren soll? Die Platter sitzen alle auf einer gemeinsamen Achse und werden von einem gemeinsamen Motor angetrieben...
Was man dagegen beobachten kann ist die Tendenz weniger Platter zu verbauen, mehr als 2 sind inzwischen selten geworden, ein einziger absolut nichts außergewöhnliches mehr. Die Reduzierte Masse wirkt sich natürlich positiv auf das Startverhalten aus.
Gruß
Borlander
Standard 3,5 Zoll PATA- oder SATA-Platten benötigen ca. 3 Ampere Anlaufstrom. Spezialserien für Videorecoder ev. weniger, aber diese Platten sind nicht im PC einsetzbar, jedenfalls z.Z. nicht.
@Borlander
Die Idee stammt natürlich nicht von mir, wo es genau zu lesen war, weiß ich leider nicht mehr (glaube Tecchannel, über irgendwelche Links, die in der letzten Zeit hier gepostet wurden, ca. halbes Jahr her, sicher von T.N.).
Wie es funktionieren soll? Die Platter sind dann eben nicht mehr fest auf einer Stange sondern jeder hat seinen eigenen Motor. Gewundert hat es mich natürlich genau so wie dich, vor allem da der Motor eine ganz andere Form haben müßte.
Beim Trend zu weniger Scheiben + Köpfen heißt es: Jein. Klar werden Platten so (schon lange) billiger in der Herstellung, die kommende 1 Terabyte-Platte von Hitachi soll aber 5 Platter haben und die hohe 2,5" (12 mm) mit 200 GB (Fujitsu) hat drei Platter. Die 400er von Samsung haben ebenfalls drei Scheiben.
Ist die Anlaufzeit von > 5-7 s (neue Samsungs, 160/250 GB) jetzt einfach "in", wenn ältere Platten da deutlich niedrigere Werte haben?
Vorweg: Spar dir in Zukunft das unnötige @-Zeichen und häng das Posting einfach an der richtigen Stelle des Threadbaums aus - dann ist das ganze viel deutlicher...
Zur Motorgeschichte: Das laß sich oben aber eher so als wäre das mittlerweile schon in freier Wildbahn zu bebobachten (da an diesem Punkt gearbeitet wurde). Nachdenken kann man über viele Ideen, umgesetzt in die Praxis werden aber nur wenige. Mehrere Motoren zu verbauen würde wohl schon aus Kostengründen ausscheiden wenn man Platten weiterhin preiswert bauen will. Zumal sowas die Ausfallwahrscheinlichkeit deutlich erhöhen würde...
die kommende 1 Terabyte-Platte von Hitachi soll aber 5 Platter [...] die hohe 2,5" (12 mm) mit 200 GB (Fujitsu) hat drei
Klar, bei den größten Platten wird sich das auf absehbare Zeit auch nicht verändern, an die gibt es allerdings auch nur einen Anspruch: Die sollen so groß wie möglich sein und zwar sofort. Nicht erst dann wenn man das ganze auf einem Platter unterbringen könnte...
Ist die Anlaufzeit von > 5-7 s (neue Samsungs, 160/250 GB) jetzt einfach "in", wenn ältere Platten da deutlich niedrigere Werte haben?
Das scheint mir aber extrem lange. Da drehen doch selbst 15K SCSI-Platten schneller hoch...
Gruß
Borlander
War nicht von mir, die Info. Das wird doch für den Mainstream sicherlich zu teuer. Vielleicht für Server?
