"Datei konnte nicht erstellt oder ersetzt werden. Der Parameter stimmt nicht."
Das ist die Meldung, die mir mein Dateimanager macht, wenn ich Dateien größer als etwa 2GB auf meine neue Festplatte kopieren möchte.
Mein OS ist Win98SE mit FAT32 (also bis 4GB möglich). Nutze "Idoswin" als Dateimanager (Windows Explorer macht allerdings die gleiche Meldung). Die alte Festplatte ist eine Samsung 80GB und die neue eine Samsung 200GB. Alle anderen Dateien (unter 2GB) konnte ich problemlos auf die neue HD kopieren.
Warum geht das nicht und wie kann ich das ändern ? Auf der alten Platte (gleiches Dateisystem) sind die Dateien doch auf drauf...
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Zur Not kannst du ja die Dateien splitten, übertragen und danach wieder mergen...
Hallo,
das Problem kenne ich - und Microsoft kennt es auch:
Klick!
(leider etwas kauderwelschige Übersetzung)
Also unter DOS sollte es funktionieren.
Ich habe es damals auch mit "Idoswin" versucht, aber das Programm ist anscheinend auch auf die fehlerhafte Systemdatei angewiesen.
Du kannst es auch mal mit anderen Dateimanagern versuchen. Ich habe mich damals mit meiner alten 3.1er-Version des Bildbetrachters ACDSee beholfen. Durch Zufall habe ich entdeckt, dass man mit dem Explorer von ACDSee diese Dateien problemlos kopieren/verschieben kann.
In der DOS-Box funktioniert es natürlich auch, allerdings ist das etwas umständlich und wenn du Pech hast, werden die Dateien nach der 1. nur noch langsam kopiert (Erfahrungswerte => ggf. einzeln kopieren). Du kannst auch mal nach anderen Dateimanagern suchen.
PS: Das 48-Bit-Problem ist dir bekannt und 100% unter Kontrolle?
>>PS: Das 48-Bit-Problem ist dir bekannt und 100% unter Kontrolle?
Kann man dieses Problem bei 98 überhaupt lösen? Oder geht das nur mit 2000 oder neuer bzw. nur mit der NT-Linie?
MfG Dalai
für das 48-Bit-Problem bei W9x gibt es Lösungen:
- kostenpflichtiger Patch
- IAA bei wenigen Intel-Chipsätzen bis 848
- große Platten (bzw. alle wg. Bootproblemen) an eine RAID-Controllerkarte hängen (onboard-RAID geht meist auch); USB-Platten sollten auch funktionieren, da ebenfalls eigener Treiber
Übrigens tritt das Problem auch bei W2k und XP im original auf und wird erst durch Service-Packs bzw. Reg-Patch behoben.
Alternative bei Mulitiboot-Systemen: ab 125 GB nur noch NTFS- bzw. Linux-Partitionen verwenden (da darf W9x aber selbst per Treiber nicht mehr zugreifen).
> IAA bei wenigen Intel-Chipsätzen bis 848
Hi Nemesis, der Intel Application Accelerator ist prinzipiell keine schlechte Sache; meine Erfahrungen sind allerdings nicht ganz so gut.
Mein Chipsatz ist der i845D für Intel-PIV in Verbindung mit DDR-RAM. Ich hatte irgendwann von Version 2.2.2 auf Version 2.3 upgedatet, woraufhin der IAA nicht nur die Video-Wiedergabe mit Power DVD ruckeln ließ, sondern sogar die Soundkarte komplett lahm legte - und das, obwohl diese in keinem Zusammenhang mit den IDE-Bussen steht. Sehr merkwürdig! Mit Version 2.2.2 war dann wieder alles in Ordnung.
Es hat mich viel Zeit und Nerven gekostet den Fehler zu finden - zu der Zeit hatte ich gerade das ganze System neu gemacht; es hätte daher alles Mögliche als Ursache in Frage kommen können. Also: Wenn der IAA läuft, ist alles gut - wenn nicht, evtl. eine ältere oder neuere Version probieren - wenn es auch dann nicht besser wird, muss man leider darauf verzichten.
Meine Erfahrungen beziehen sich zwar ausschließlich auf Windows XP, aber ich nehme stark an, dass mit Win98 solche Dinge auch passieren können.
CU
Olaf
Danke erstmal für die Hilfe. In der Eingabeaufforderung habe ich es schon ausprobiert und bekam die Meldung "zu viele Parameter". Das 48-Bit-Problem scheint ja schon ein bekannter Begriff zu sein. Mein Dateimanager zeigt jedoch die vollen 186GB an, das sollten doch bei Bestehen des 48-Bit-Problems lediglich 137GB sein, oder ?
Habe das Problem jetzt vorerst anders gelöst: Da es Archive waren, habe ich diese einfach entpackt, sodaß ich viele "verschiebbare" kleine Dateien bekam. Das ist natürlich nicht des Problems Lösung, und ich stelle fest, daß ich diese großen Dateien auch auf der alten 80GB Platte nicht mehr bewegen kann (gleiche Meldung: Datei konnte nicht erstellt oder ersetzt werden. Der Parameter stimmt nicht) . Das habe ich jedoch vor etwa 3 Wochen noch problemlos gekonnt !
Mmh, hast du evtl ein anderes Betriebssystem zur Hand? Ich denke da entweder an Windows 2000 oder XP bzw. ein Linux (dort in dem Fall vorzugsweise Knoppix). Ich würde dort mal versuchen, die Dateien zu bewegen, bevor man am bestehenden OS etwas ändert (würde ja wieder mehr Arbeit bedeuten).
>>Mein Dateimanager zeigt jedoch die vollen 186GB an, das sollten doch bei Bestehen des 48-Bit-Problems lediglich 137GB sein, oder ?
Korrekt. Wenn die volle Größe erkannt wird, dann besteht das Problem IMO nicht, der IDE-Controller kann also wohl auch die 48 Bit.
MfG Dalai
1. In der DOS-Box klappt es möglicherweise mit den langen Dateinamen nicht richtig, dann müssen die gekürzten Varianten mit "~1", ... eingegeben werden(8.3 Format). Hilfreich ist es, sich die Dateinanmen zuvor mit "dir" (bzw. dir/p für seitenweise) anzeigen zu lassen.
... deshalb hieß es umständlich
2. bei Linux hatte ich auch schlechte Erfahrungen mit dem Kopieren von Dateien >2 GB auf FAT32 Partitonen => ab 2 GB wurde nicht mehr kopiert, also nicht wundern, wenn auch das nicht richtig will
3. Werden unter Windows/Dateimanager etc. MEHR als 127 (137 ...) GB angezeigt, besteht definitiv das 48-Bit-Problem, denn der IDE-Controller kann dann schon 48 Bit. Nur, wenn dort 127 (137) GB (alle Partitionen zusammen!) angezeigt werden, besteht das Problem nicht (der Controller kann dann nur 28 Bit und ignoriert den Rest).
Wenn die Platte (z. B. 200 GB) spätestens zu 130 GB voll ist bzw. du auf eine kleine Partition am Ende schreibst, hast du den Daten-GAU! (Datenrettung hat sehr wenig Aussicht auf Erfolg)
Da W9x alles von Anfang an vollschreibt, merkst man das erst relativ spät. (Hier sei nebenbei angemerkt, daß es eine Kopie von der FAT im hinteren Teil gibt und so allein von dieser Unheil droht ...).
Stimmt natürlich... hatte ich gar nicht dran gedacht mit den langen Dateinamen unter DOS. Und es funktioniert jetzt auch !!!
Aber nochmal zum 48-Bit-Problem: Welche Version ist denn jetzt korrekt ? Was ist der Indikator für das Problem - wenn exakt 137 GB, oder wenn mehr als 137 GB angezeigt werden ? Also mit anderen Worten: Ist es ein Problem wenn der Controller 48-Bit beherrscht, oder wenn er lediglich 24-Bit unterstützt ?
Das letztere ist der Fall... bei großen Festplatten muss die 48-Bit-Adressierung unterstützt werden, siehe auch LBA (Logical Block Adressing).
CU
Olaf
Die eigentliche Frage ist, ob es unter Win98SE überhaupt grundsätzliche Probleme gibt.
Es gibt auch andere Aussagen:
Klick!
Gut, bei Verwendung eines 28-Bit-Controllers wird HDD-Kapazität verschenkt.
Wenn nur 127 (137) GB angezeigt würden (alter 28 Bit-Controller), würde kein Problem bestehen aber das ist hier ja nicht der Fall, denn es wurden 186 GB angezeigt => Gefahr.
W98SE hat hier generell ein Problem, ebenso wie die FE und ME, wenn der originale Treiber für den Standard-IDE-Controller verwendet wird. (deshalb Abhilfe mit Patch, IAA, RAID-C. oder USB)
Der Link ist KEINE gegenteilige Meinung! Dort heißt es: "An einem 48-Bit-fähigen Controller lässt sich die DiamondMax D540X ohne Probleme betreiben." Das ist ein RAID-Controller (bzw. ähnliche Karte), auch wenn es nicht direkt da steht => eigener Treiber => kein Problem (bzw. auch kein Problem ohne Treiber, da dann wie unter DOS und im abgesicherten Modus auch das BIOS zur Adr. benutzt wird).
Der weiter genannte Onboard-Controller mit 28 Bit macht in dem Beispiel keine Probleme, da nur 127 (137) GB genutzt und angezeigt werden. Das war aber auch ein altes Board.
Wer es trotzdem nicht glaubt, kann es ausprobieren, ist ganz einfach:
- Partition an den Anfang der Platte, ein paar Daten drauf
- kleine Partition z. B. 1 GB FAT32 an das Ende der Platte und ebenfalls ein paar Daten drauf
- Neustart und schauen, ob die Daten auf der hinteren und vorderen Partition noch vollständig lesbar sind
Nun kann es gut sein, daß killmbr, ein Zero-Fill-Tool oder auch fdisk + ASCII-Codetabelle gute Dienste leisten, fallst MBR, EPBR oder Bootsektoren zugemüllt wurden. Ansonsten hilft einfaches Neupartitionieren/Formatieren.
Eigentlich ist das Thema aber schon alt und wurde bereits ausdiskutiert - man muß nur immer dran denken.
