Hallo, für mein kleines Haus-Serversystem, das 24h läuft, soll eine neue Platte her. Da bereits die 2. IDE innerhalb der letzten 12 Monate abgekackt ist, soll nun eine andere her.
SCSI ist mir definitiv zu teuer, daher würde vielleicht die Raptor eine interessante Alternative darstellen. Mit knapp 80GB wäre die große Variante eigentlich als Systemplatte ausreichend. Als Caching Platte könnte die kleine Raptor dienen.
Frage aber ist, ob einer in der Praxis damit erfahrung hat? Ist das Teil wirklich so schnell (Praxismässig meine ich) und ist es tatsächlich so, dass das Teil länger hält als normale IDE Platten?
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wenn der Server nur geringe Datenbank Arbeiten haben sollte dann sollte eine normale IDE Platte diesen Betrieb durchhalten wenn man sie gut kühlt!
Joa die Raptoren sind schneller als normale Platten und sind von dem standpunkt aus zu empfehlen.Du könntest aber auch nach SCSI Platten und nem controller bei Ebay gucken.
Da sollten die sachen nicht zu teuer sein da ich mir das selbst als Schüler leisten konnte.
Ja, also SCSI kommt aus diversen anderen Gründen auch nicht in Frage.
Die Raptoren sehen gut aus. Frage ist nur, welche Kühlung die brauchen - Reicht da eine normale Unterbodenkühlung?
Nagut war nur ein vorschlag.
generell gilt jedenfalls das man eine festplatte gut kühlen sollte.Das heißt einen Luftzug rund um die festplatte zu erzeugen.Dazu reicht es einen Lüfter direkt vor der Platte laufen zu haben.
ich wiederhole deshalb das du wahrscheinlich auch mit einer günstigen IDE Platte hinkommst (oder SATA jedenfalls nur 7,2K)
Ich habe noch einen Lüfter, den man unten ranschraubt, würde der auch reichen? Der wird am Festplattenboden angeschraubt.
Naja reicht prinzipiell auch.Ist doch son Festplatztenlüfter oder?
Aber ich würde dir trotzdem empfehlen nen kleinen lüfter (80mm oder mehr) zusätzlich zu kaufen fürn paar Euro.Den hängste vor die Platte und das sollte am besten helfen.
Hi,
ja die raptor ist definitiv schnell. aber auch mindestens so laut.
in einem heim-netzwerk-server hat sowas jedoch meiner meinung nach nix verloren.
Dir sind schon 2 platten kaputtgegangen - kann zwar auch ein blöder zufall sein - aber speziell im dauerlauf sollte sowas nicht vorkommen. Betreibst du diese nicht in idealer umgebung (temperatur!) oder belastest du sie so immens !?
mfG
Horzt
in einem heim-netzwerk-server hat sowas jedoch meiner meinung nach nix verloren.
Wo denn sonst???
Hallo,
jedesmal wenn ich solche Meldungen höre, dass man IDE Platten als Dauerrenner gebraucht, bekomme ich richtig Wasser auf die Mühle weil mir das wie im nachfolgenden Text niemand glauben will.
IDE Platten sind aufgrund ihrer physikalischen Billigstbauweise keine Dauerrenner und werden das auch niemals werden.
SCSI Platten sind für den harten Dauerbetrieb ausgelegt, weil .....
Das ist eine havarierte SCSI Platte von mir. Jeder der die gesehen hatte, dufte den Plattenstapel drehen. Deshalb die Fingerabdrücke.
Die Spindel der Plattenstapel sind bei IDE Platten wenn überhaupt nur mit "einem" Kugellager gelagert. In der Fachsprache unter Maschinenbauern spricht man dann von einer fliegenden Lagerung, ähnlich einer Waschtommel in einer Waschmaschine. In manchen Fällen verzichtet man auf Kugellager und baut da Gleitlager ein. Sollte Aufgrund der mangelnden Gleitlagerschmierung der Schmierfilm abreißen, kann es vorkommen, dass die Spindel aufgrund von Reibung einfach stehen bleibt. Oder falls das nicht passiert könnten die Lager zu viel Spiel bekommen. Das macht sich bemerkbar, indem die Platte laut wird und sehr viel Reibung erzeugt, was wiederum dafür sorgt, dass die Platte heiss wird. Solange die Platte in Betrieb ist, wird daran wohl kaum etwas passieren, da aufgrund der Zentrifugalkraft der Plattenstapel immer gerade gehalten wird.
Da aber ab und zu ein Server zu Wartungszwecken herunter gefahren wird, wird aufgrund der abnehmenden Plattendrehzal die Zentrifulgalkraft weniger. Kurz vor dem Stillstand der Platten, wird sich der Plattenstapel schief stellen und die Plattenoberflächen werden eine Reibung an den Köpfen verursachen.
Das nennt man dann einen klassischen Headcrash.
So etwas ähnliches spielt sich auch bei der Drehachse der Köpfe ab. Wobei hier noch hinzu kommt, falls da Kugellager verbaut sind, dass den Kugeln die Möglichkeit gegeben werden, sich etwas mehr als 360° drehen können. Können die das nicht, werden sie sich im Laufe der Zeit zu Eiern verformen. Dann tritt das ein, was ich schon weiter oben beschrieben habe.
All diese negativen Eigenschaften die es bei einer IDE Platte gibt, gibt es bei einer SCSI Platte nicht.
Ich selbst habe auch einen Server in Betrieb der 24 Stunden rennt. Allerdings mit 3 SCSI Platten in einem Raid 5 Verband. Ganz am Anfang ist mir mal daran eine Platte gestorben. Nach dem Austausch der Platte rennt der jetzt schon fast 4 Jahre rund um die Uhr. Seitherhabe ich damit keine Probleme mehr.
Das zum Thema SCSI kontra IDE.
Was WD-Raptoren können weiss ich nicht.
MfG. Hexagon
Also um es nochmal klar zu sagen, SCSI ist schön, mir aber zu teuer. Ebay ist für mich nicht - meinen Account habe ich aufgrund schlechter Erfahrungen abgemeldet und so wird das auch bleiben.
Kaufe ich mir einen SCSI Controller, kann ich gleich 5x soviel ausgeben. Da WD keine SCSI Reihe hat, kann ich mir vorstellen, dass sie ihre SCSI Bauweise eben in die Raptor integriert haben, die ja schliesslich eine andere Laufzeit haben soll, als alle anderen Platten
Noch was,
die allgemeine Aussage, dass die Köpfe permanent mit 0,1µ (Das ist ein zehn-millionstel Millimeter) ist auch nicht ganz richtig. Wenn sich der Spindelmotor einer Platte nicht dreht, liegen die Köpfe auf der Plattenoberfläche. Um Kratzer zu vermeiden, eilen den Köpfen gegenüber dem Eisenkern der Spulen in einem gewissen Maß ein Kunststoff voraus. Die Köpfe liegen demnach in einem Bereich, indem sich keine Daten befinden.
Beim Einschalten schleift zuerst der Kopf auf der Plattenoberfläche bis dass der Plattenstapel eine gewisse Drehezahl ereicht hat. Dadurch entsteht aufgrund der Zentrifugalkraft ein Luftstrom vom inneren Bereich zum äußeren Bereich des Plattenstapels wirkt. Der genannte Luftstrom sorgt dafür, dass sich der Kopf von der Plattenoberfläche abhebt und ähnich wie ein Flugzeug über die Plattenoberfläche "fliegt".
MfG. Hexagon
Es gibt mittlerweile IDE/S-ATA-Plattenserien die explizit für den Dauereinsatz spezifiziert sind - die kosten natürlich etwas mehr als "normale" Platten. Qualität ist nicht umbedingt eine Frage der Schnittstelle...
Gruß
Borlander
Hi Borlander.
Sehe ich eigentlich auch so. Bzw. aufmerksam darauf wurde ich, da WD bei der Raptor eine besonders hohe Anzahl an Laufzeitstunden angibt.
