Hallo, mein Vater hat ein kleines Schulungsunternehmen. Was wir eigentlich nicht vorhatten, da es nicht direkt unsere Klientel ist, machen wir jetzt aufgrund der finanziellen und wirtschaftlichen Lage doch: \n\n Wir geben Einsteigerkurse in Sachen PC auch für Kinder. \n\n Wir haben 20 PCs, alle haben exakt die gleiche Ausstattung, wenn mal was ist, brauchen wir uns nicht an 1000 verschiedene Hersteller zu wenden - nunja, ich mache ihm dort hin und wieder die Hardwaresachen - habe von jedem PC ein Image bzw. da exakt alle gleich verbaut sind, reicht ein Image des Systems. Das läuft mit Wechselrahmen in externer Platte. \n\n Da die besagten Kinder etwas anders mit PCs umgehen als man das von erwachsenen gewohnt ist, kommt es schon öfter mal vor, dass ein System verkonfiguriert ist und nicht mehr läuft. Keine Sache, in 5 min ist das Image nach der Schulung aufgespielt, da ich das bisher nur max. 5 mal im Monat an verschiedenen PCs machen musste, war das kein Problem, doch mittlerweile muss ich das nach den Kinderschulungen fast bei allen PCs machen. \n\n Das ist soweit auch kein Ding, nur weiss ich nicht, ob das schädlich für die HDD ist - denn früher hiess es ja immer, man solle die Festplatte nicht dauernd formatieren. \n\n ich arbeite mit Acronis true Image und spiele das Image auf, nachdem ich die Platte kurz über Acronise TI neu partitioniert habe. \n\n Frage also - geht die Platte flöten, wenn ich sie 3 mal die Woche mit TI neu aufsetze?
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Hi Klaus,
dass das regelmäßige Formatieren bei heutigen Festplatten immer noch schlädlich sein soll, halte ich ehrlich gesagt für ein Gerücht. Mit dem Formatieren wird ja lediglich der Inhalt einer Partition komplett gelöscht und das Dateisystem neu bzw. wiederhergestellt. Ich sehe nicht so ganz ein, warum das die Festplatte mehr stressen sollte, als andere Schreib- und Lesevorgänge auch.
Aber etwas anderes: Warum partitioniert ihr die Platte denn jedes Mal vor dem Einspielen des Images neu? Das ist eigentlich unnötig, denn wenn du ein Images zurücksicherst, wird - zumindest bei Acronis - die Partition vorher einmal komplett gelöscht, also so, als hätte man sie frisch formatiert. Eine neue Partitionierung wäre nur dann sinnvoll, wenn man die Partitionsgrößen ändern wollte, ansonsten sähe ich keinen Grund dafür.
CU
Olaf
"...halte ich ehrlich gesagt für ein Gerücht. ..."
besser: eine legende
eine festplatte nutzt sich ab - aber nicht mehr odfer weniger durch formatieren/partitionieren.
;-)
Auf der HD wird nur die Magnetstruktur verändert. Eine zusätzliche mechanische Abnutzung kann es also nicht geben. Und drehen tut sie sich so oder so und wofür sich die Lese-/Schreibeinheit bewegt, ist ihr egal.
Nein, schadet nicht, da werden auch nur Sektoren geschrieben, genau wie im normalen Betrieb auch - Image benutzten ist nichts anderes (auf unterster Ebene betrachtet).
Schädlich für die Platte ist, wenn sie "rödelt". Wird z. B. eine große Datei von einer Partition zur anderen der selben Platte kopiert, dauert das lange, ist laut und streßt die Platte. Kopierst du die gleiche Datei von einer Platte auf die andere, geht das schnell, ist leise und schonend.
Image mittels Wechselplatte ist damit sogar schonend.
Genau - das merke ich immer wieder, wenn ich mal ein Image einspielen will und vergessen habe, meine 2. Platte mit den ganzen Backups anzuschließen. Dann habe ich keine Lust, alles nochmal auszuschalten und umzubauen, dann ziehe ich mir das Image von einer Datenpartition meiner 1. Platte - und das dauert in der Tat spürbar länger und ist wesentlich lauter.
Da man - Images hin oder her - sowieso immer mal irgendwas verschieben oder kopieren muss, kann man in Ergänzung zu den Antworten auf Klaus Frage noch erwähnen, dass die Anschaffung einer 2. Platte effektiv dabei hilft, die Lebensdauer der 1. zu verlängern.
CU
Olaf
"Schädlich für die Platte ist, wenn sie "rödelt". Wird z. B. eine große Datei von einer Partition zur anderen der selben Platte kopiert, dauert das lange, ist laut und streßt die Platte. Kopierst du die gleiche Datei von einer Platte auf die andere, geht das schnell, ist leise und schonend."
ROFL...
Übrigens, ich habe gehört, daß Festplatten beim Einschalten besonders belastet werden.
Den PC nicht einschalten, ist somit sogar schonend!
Wenn du von einer Partition auf die andere kopierst, werden die Schreib- und Leseköpfe doch unweigerlich mehr beansprucht, als wenn du von einer Platte auf eine andere schreibst - da sprechen schon die Laufgeräusche eine deutliche Sprache... und das soll alles egal für die Platten sein?
CU
Olaf
Nun, das ganze ist so schädlich wie das Defragmentieren einer Festplatte...
Wenn man aber vom Standpunkt der Nutzung ausgeht, ist natürlich jede Nutzung Verschleiß. Dann müßte man aber jede Technik abschalten, damit sie nicht zusätzlich zur natürlichen Materialermüdung noch belastet wird.
Wenn man von einer HD-Haltbarkeit von 3 Jahren ausgeht (danach ist sie zumindest technisch veraltet und wertlos), ist es einer HD egal, was du darauf 8h täglich treibst. Und da ATA-HDs sogar massenhaft im Dauerbetrieb genutzt werden, kann man sogar von einer noch höheren Haltbarkeit ausgehen.
Die Köpfe werden übrigens überhaupt nicht mechanisch belastet, da sie über den Plattern nur schweben, jede Berührung wäre der Tod der Festplatte. Das einzige, was sich bewegt, ist das Armgelenk. -Ich weiß gar nicht, ob es Platten mit mehr als einem Arm gibt.-
Hauptgrund für den frühzeitigen Ausfall von Festplatten dürfte zu hohe Temperatur sein. Von einem Plattenausfall durch Überbelastung des Armgelenks habe ich noch nie gehört, noch gelesen, naja, außer in diesem Thread. ;-o
Wer aber eine zweite HD nutzen will, um den Imagevorgang zu beschleunigen kann und sollte dies tun.
...dass dank des Schmieröls jetzt alle Platten wieder wie geschmiert laufen :-D
Spaß beiseite: Ich hab darüber nochmal in Ruhe nachgedacht und bin über einen kleinen Widerspruch in meiner "Patenlösung" mit den 2 Festplatten gestoßen. Klar, wenn ich von Platte A lese und auf A schreibe, dann ist der Verschleiß doppelt so groß, als wenn ich von A lese und auf B schreibe - aber dafür muss ich eben auch 2 Platten kaufen, sprich: doppelt so viel Geld ausgeben. Insofern relativiert sich das Ganze.
CU
Olaf
das jetzt ist etwas leicht ot, aber als tipp:
wieso machst du das über eine externe festplatte? wärs nicht einfacher, das image auf einem server abzulegen und dann das image übers netzwerk zu installieren? acronis ist ja netzwerkfähig, von dem her ist das gar kein problem. dann kann man auch mehrere pcs gleichzeitig installieren ;-)
oder sind die kisten einfach nicht vernetzt?
Ob es schädlich für die Festplatte ist, hängt davon ab, ob das Kopierprogramm ein echtes Image-Programm ist. Wenn die Daten zwar Imagedaten sind, aber irgendwie auf die Festplatte geschrieben werden, dann arbeitet der Festplattenarm ständig. In der Regel kann man das Hören oder Fühlen. Ein echtes Imageprogramm wie das alte DriveImage unter DOS oder die Kopierfunktion von PartitionMagic8 schreibt die Daten kontinuierlich hardwarenahe. Allerdings ist bei NTFS jetzt eine Überprüfung hinzugekommen, die die Festplatte doch etwas stresst. - Das Hauptproblem dabei ist, dass dieses Kopieren unter DOS erfolgt (bei PartitionMagic 8 weiß ich nicht so genau). DOS ist kein Multitaskingsystem und hat keinen UDMA-Treiber, die Kopiergeschwindigkeit liegt bei 180 MB/Minute. Mit einem speziellen Mainboard - siehe meine Visitenkarte - habe ich einen UDMA-Treiber im Bios. Damit gehen unter DOS 1 GB/Minute. DOS kennt keine Fehlerkorrektur bei der Datenübertragung. Mit Wechselrahmen und UDMA5 (100 MB/Sekunde aus dem Plattencache, real niedriger) läuft es so gerade bei meinem Mainboard. Trotzdem muss man eine Sicherung des MBR mit Partitionstabelle haben. Wenn die Platten häufig wechseln, ist es am besten mit dem PartitionMagic Unterprogramm PTEdit eine Tabelle der Partitionstabelle auszudrucken.
Unterm Strich bleiben also die Empfehlungen:
1) Echtes Imageprogramm. Partitionen auf beiden Platten gleich groß machen.
2) Schnelle Hardware, ev. eine startfähige PCI-UDMA-Karte zu kaufen.
3) Überlegen, ob FAT32 hinreicht.
4) Partitionstabelle sichern und im Bios nicht mehr als UDMA5 einstellen.
Das normale Formatieren macht der Platte gar nichts. Schädlich für die Festplatten sind Hitze und Vibrationen, ev. Vibrationen von der zweiten Festplatte.
IDE-Platten sind für häufiges Ein- und Ausschalten gebaut, ganz im Gegensatz zu SCSI-Platten. Letztere vertragen dies nicht so gut. SCSI-Platten vertragen dagegen die schnellen und häufigen Bewegungen der Leseköpfe (die sind ja nur auf dem Aktuator bzw dessen Armende fest) besser und das im Dauerbtrieb. Aus diesem Grund werden (wenn halbwegs Geld da ist) SCSI-Platten in Servern eingesetzt. IDE-Platten vertragen das nicht so gut (Ausnahme IDE-Platten für Server/Dauerbetrieb).
Klar geht die Platte nicht so schnell kaputt, dennoch wird sie stärker belastet und auf Dauer altert sie so schneller. Außerdem wird die Platte heißer, wenn sie lange rödelt, da die Leistungsaufnahme deutlich steigt (können > + 100 % sein).
Das mit den 5 Jahren Lebensdauer und 3 Jahren Haltbarkeit galt auch eher früher mal oder zumindest noch bei den teureren Modellen. IDE-Platten im Dauerbetrieb zeigen eine deutlich höhere Ausfallquote. So gut sind sie eben doch nicht (und wurden auch nicht dafür geschaffen) - nur billig. Nachgesteckt ist eben billiger als gleich etwas "passendes" gekauft. RAID 1 (5) ist dann aber Pflicht.
"Von einem Plattenausfall durch Überbelastung des Armgelenks habe ich noch nie gehört, noch gelesen"
Ich schon öfters, habe aber moentan keine Links parat (muß mir ja nicht alles merken).
Defraggen halte ich persönlich für Stromverschwendung, sinnvoll partitioniert ist es weniger erforderlich und wenn doch geht die Kopier- und Löschaktion zwischen zwei Platten schneller.
Es muß Platten mit 8 Armen geben, da es ja Platten mit bis zu vier Scheiben gibt. Wenn du nur einen Arm hast (jeder kostet Geld), hast du das kleinste Modell der Serie.
>IDE-Platten sind für häufiges Ein- und Ausschalten gebaut
nee, sind sie nicht. Genauso wie die MTBF (statistisch) Lebenssstunden vorgibt, d.h. (statistisch) jede Bertiebsstunde die Restlaufzeit verkürzt, ist es auch mit den Zugriffs- und Schaltvorgängen. Irgendwo (ich glaube, bei Seagate), ist auch hierfür die Spezifikation publiziert.
Jeder Schaltvorgang ist, in mehrfacher Hinsicht, eine zusätzliche Belastung (thermisch, Stromstoß etc) und deshalb im Interesse der Lebensdauer möglichst zu unterlassen.
[Diese Nachricht wurde nachträglich bearbeitet.]
Nichts für ungut, aber das meiste scheint mir zusammengedichtet zu sein.
Das mit den Armen dürfte zum Teil stimmen, ich bin bisher von einer starren Kammstruktur ausgegangen, die Arme bewegen sich wohl aber einzeln.
Ich denke, die Qualität des Brettes könnte steigen, wenn man mehr Wissen einbringt und weniger spekuliert. Ich schließe mich da nicht aus.
Im Kaufberatungsbrett las ich eben wieder einen Thread, der eigentlich auf dieses Brett gehörte.
Ich knall die URL einfach mal hier hin:
http://www.nickles.de/thread_cache/537845113.html
Sage mir mal bitteschön, was hier zusammengedicht war?
Die Arme dürften sich auch jetzt noch als "Kamm" bewegen - die billigste Platte hat eben nur einen Arm.
Demnächst laufen aber auch die Scheiben einzeln an (ok, das ist noch keine kaufbare Realität).
AFAIK sind IDE-Platten so für ca. 40000 Ein-Ausschaltvorgänge ausgelegt - das schafft man wohl nur selten. Radikales Powermanagement dürfte diese Werte allerdings kraß in die Höhe treiben.
Sichelich wird die Platte durch häufiges Ein- und Ausschalten auch nicht besser.
In dem Artikel stand einiges davon, der Rest im hinteren Teil oder woanders. Leider habe ich nicht so wahnsinnig viel Phantasie.
