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Es wird Zeit für ein wenig (N)ostalgie...

fakiauso / 11 Antworten / Baumansicht Nickles

...am besten wie immer mit ein paar Bildchen, die meine Leidenschaft für Alteisen wiedergeben:

Turbo-Fahrrad


Nicht ganz Werners satte Literschüssel, aber die Kiste war im Alltag anscheinend etwas lahm und deshalb mussten da 4 Töppe mit immer knapp 500 cm³ drunter;-)
Schau mir in die Augen - Kleines


Hoffentlich war diese Funzel dem Turbo-Fahrrad auch gewachsen, denn diese Illuminationsquelle hing an einem anderen Oldie.

Werkstattatmosphaere


Geschraubt wurde dann in solchen Räumen - der Benzin- und Ölduft lässt sich förmlich erahnen.

Jetzt noch ein harter Sprung in fast moderne Zeiten, denn auch die Kiste auf dem folgenden Bild war eine MZ. Gebaut wurde die für Brasilien und Teile dieser Kisten kamen dann auch hierzulande in die Serie. Diese Kisten wären vermutlich auch hier weggegangen wie warme Semmeln.
Kleiner Gag am Rande: Bei einem Vergleichstest sind 3 von 3 dieser Motorräder samt Fahrer unbeschadet durch Brasilien gefahren, während die restlichen daran beteiligten und auch namhaften Hersteller grosser Marken alle Ausfälle zu beklagen hatten;-)

MZ ETZ 250 RS
Wenn die Welt gerettet wurde, wird es durch Frauen geschehen sein...
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andy11 fakiauso

„Es wird Zeit für ein wenig (N)ostalgie...“

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Die Augustusburg besucht?

Den Roller in der Werkstatt da kenn ich noch vom Straßenverkehr.

Die Modelle "Troll" oder "Berlin" hießen die Nachfolger. (Wenn ich

mich recht erinnere.)

Ich freu mich immer wenn ich mal wieder ne "Böhmerland" sehe. Wer

das Motorrad kennt, weiß warum. Andy

Fleisch macht stark, Fisch macht jung, Scharf macht dich schlank aber Zucker macht dumm. v.m.
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torsten40 fakiauso

„Es wird Zeit für ein wenig (N)ostalgie...“

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Mit dem Mopedrad würde ich auch mal fahren wollen, wobei ich denke, dass die Zahl der tödlichen Unfälle mit dem Teil drastisch erhöht haben, damals.  Hat irgendwie was von einem frisierten Maria-Hilf-Rad.

Meine Puch Maxi (knappe 25 Jahre in meinen Besitz) habe ich jetzt auf auf ein Podest im Schuppen gestellt.

Freigeist
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Alpha13 fakiauso

„Es wird Zeit für ein wenig (N)ostalgie...“

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Die Kardanwelle ist da was absolut außergewöhnliches und nicht der Motor.

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tornado11 fakiauso

„Es wird Zeit für ein wenig (N)ostalgie...“

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Weil gerade das Sachsenring-Rennen bevorsteht und es gut zu Nostalgie paßt - 1961 hätte MZ beinahe die Weltmeisterschaft in der 125ccm-Klasse gewonnen:

https://www.mdr.de/echt/video-180364_zc-de5d1a32_zs-4dd3afd7.html

Die Konkurrenz war stark. Honda trat mit Vierzylinder-Viertaktmaschinen an, die einen Sound enwickelten so ähnlich wie diese:

https://www.youtube.com/watch?v=qLYo8io6fBA

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fakiauso

Nachtrag zu: „Es wird Zeit für ein wenig (N)ostalgie...“

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@andy11

Die Augustusburg besucht?


Und Schloss Wildeck in Zschopau, dort befinden sich noch eine weitere Ausstellung. Die "Böhmerland" ist aus meiner Sicht ähnlich wie andere Teile aus der Zeit eigentlich unfahrbar, aber genauso ähnlich wie die 350er oder 500er von DKW natürlich Hammerteile, sowohl was das Aussehen als auch den Sound betrifft;-)

Der Berliner Roller war ein Nachfolger und dann der Troll, ein paar schicke AWO und solcher Kram steht da auch noch herum. Die jetzige Ausstellung ist mit der mir bekannten praktisch nicht mehr zu vergleichen, ist aber gut gemacht.

@torsten40

Mit dem Mopedrad würde ich auch mal fahren wollen, wobei ich denke, dass die Zahl der tödlichen Unfälle mit dem Teil drastisch erhöht haben, damals.


Eine gewisse Leidensfähigkeit setzen solche Dinger immer voraus, wobei die Kiste m.E. mit ca. 40 km/h nicht so schnell war und der Verkehr wie heute herrschte da auch noch nicht, dafür ohne Regeln. Gab´s halt hin und wieder Ente - frisch überfahren in der Kneipe.

Meine Puch Maxi (knappe 25 Jahre in meinen Besitz) habe ich jetzt auf auf ein Podest im Schuppen gestellt.


Dann halte sie mal schön in Ehren...


@Alpha13

Die Kardanwelle ist da was absolut außergewöhnliches und nicht der Motor.


Also einen Reihenvierzylinder im Fahrradrahmen halte ich bei den Ein- oder Zweitöpfen dieser Zeit schon für selten, dass die meisten dann einen Keilriemen hatten und Kette statt Kardan, lag sicher an der Einbauform der Motoren. Der Längseinbau dürfte hier den Kardan eindeutig als sinnvollere Lösung erklären.

Wo wir schon bei Kardan sind - interessant auch, dass es Versuchsmodelle gab, die BK 350 in ein Vollschwingenfahrwerk zu verfrachten. Die Serienmaschine hatte schon vorher eine viel alltagstauglicher Telegabel. Mir waren die Schwingenkisten wie die ES immer zu unhandlich und behäbig, womöglich noch mit dem Tieflenker. Solange das Ding nur geradeaus führ, war die Strassenlage gerade zu DDR-Zeiten super, aber Kurven hatten teilweise interessante Erlebnisse zur Folge. Da war mir jede TS oder ETZ lieber.

Bildsche:

Testfahrzeug BK 350 Schwinge

@tornado11

Die Geschichte um Ernst Degner ist schon eine spezielle. Persönlich hat er aber nach dem Wechsel in die BRD und dem wahrscheinlichen Verkauf des damaligen MZ-Zweitaktwissens an Suzuki wenig davon gehabt. Beachtlich ist es natürlich trotzdem mit einer 50cm³-Zwiebacksäge auf der TT einen 120er Schnitt hinzulegen.

Trotz aller Euphorie und selbst dem jetzigen und m.E. nach wie vor vorhandenen Potential des Zweitakters sehe ich dessen Zeit als vorbei an. Die Zukunft ist nicht mehr der herkömmliche Verbrennungsmotor, egal welcher Antriebsform...
Wenn die Welt gerettet wurde, wird es durch Frauen geschehen sein...
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schimi3 fakiauso

„Es wird Zeit für ein wenig (N)ostalgie...“

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Da haben Sie aber Glück gehabt, dass kein Pilot einer Megola an dem Vergleichstest teilnahm, es geht nichts über einen Sternmotor im Vorderrad!

 https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6f/MHV_Megola_01.jpg

Alle meine Angaben sind ohne Gewehr. Aktualisierung: mein Foto im Profil ist nicht mehr aktuell, ich wurde (noch) schöner. ;-)
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fakiauso schimi3

„Da haben Sie aber Glück gehabt, dass kein Pilot einer Megola an dem Vergleichstest teilnahm, es geht nichts über einen ...“

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es geht nichts über einen Sternmotor im Vorderrad!


Vor allem beim Bremsen;-)

Wenn die Welt gerettet wurde, wird es durch Frauen geschehen sein...
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schimi3 fakiauso

„Vor allem beim Bremsen -“

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Bei Rennen braucht man nicht viel bremsen und da war die Megola sogar recht erfolgreich! Aber ein wirklich umfassender und interessanter Bericht samt zeitgenössischem Material und Details der ungewöhnlichen Technik findet sich hier:

http://www.cockerell.de/05%20Megola.htm

…Auf der Rennstrecke war die Megola aber in ihrem Element: Toni Bauhofer verwies 1924 die BMW-Werksmannschaft auf die Plätze und gewann auf der Megola den Titel in der Klasse über 500 cm³ der erstmals ausgetragenen Deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaft...

Lachend

Alle meine Angaben sind ohne Gewehr. Aktualisierung: mein Foto im Profil ist nicht mehr aktuell, ich wurde (noch) schöner. ;-)
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schimi3

Nachtrag zu: „Bei Rennen braucht man nicht viel bremsen und da war die Megola sogar recht erfolgreich! Aber ein wirklich umfassender und ...“

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Nachtrag: etwa eine Handvoll der Exemplare gibt es noch und die stehen zu unglaublichen Preisen in Museen. Im unteren Viertel des links ist auch ein Video ein gebettet, sehr interessant ist etwa der Start des Motors und eine Fahrt, durchmischt mit Sternmotorszenen der Flugzeuge (BMW).

Die Seite ist absolut toll für Zweiradfreaks! Zwinkernd

Alle meine Angaben sind ohne Gewehr. Aktualisierung: mein Foto im Profil ist nicht mehr aktuell, ich wurde (noch) schöner. ;-)
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fakiauso

Nachtrag zu: „Es wird Zeit für ein wenig (N)ostalgie...“

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Haute waren wir auf dem Dach Sachsens bei schönem Wetter:

Schwebebahn_Bergstation

Nun zur Rubrik "Lost Places"

Im Ort selber findet sich mit dem ehemaligen Sport-Hotel ein sehr einladendes Plätzchen. Das ehemalige Sport-Hotel war einst das erste Haus am Platze, da direkt am Skihang gelegen, inzwischen haben etwa 30 Jahre Verfall seit der Wende ihr Werk getan.

Es tut schon weh, die Stätten seiner Kindheit so vergammeln zu sehen, ähnlich wie von meiner ersten Arbeitsstätte nur noch ein Biotop übrig ist.

Eingangsbereich

Hier wird man mit einem freundlichen "Glück auf" empfangen:

Eingang Neubau

Irgendwo in dieser gepflegten Grünanlage versteckt sich die Terrasse als Dach des Schwimmbads:

Terrasse

Natürlich wurde auch an andere Sportaktivitäten gedacht:

Skibob

Hier noch die dezent abgeschattete Fensterseite des Bettenhauses, denn etwas Kühlung ist bekanntermassen nie verkehrt:

Neubau Bettentrakt

Im Altbau wurde das Problem über Fensteröffnungen mit Aussengardinen gelöst:

Altbau Balkon

Sogar an die Westantenne wurde gedacht, man möchte ja schliesslich etwas bieten:

Funk und Fernsehen

Und etwas Werbung hat noch nie geschadet - zum Glück hat man von der Strasse aus nur Sicht auf die Reklame und nicht auf das Umfeld:

Ironie?

Hier noch ein Video über das berauschende Innenleben.
Wenn die Welt gerettet wurde, wird es durch Frauen geschehen sein...
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schimi3 fakiauso

„Haute waren wir auf dem Dach Sachsens bei schönem Wetter: Schwebebahn_Bergstation Nun zur Rubrik Lost Places Im Ort selber ...“

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Die Flora ist ja wirklich bemerkenswert, da ist die Luft sicher gut. 

Das Video konnte ich mir nicht zur Gänze vergönnen, da bekommt man ja schier Brechreiz, wenn der reine Baugrund schon mehr zählt als unwiederbringlich verlorene Bauwerke, welche man bewusst verrotten ließ. Wir haben in Ösiland (bin Ösi) auch unzählige solcher Beispiele.

Dabei wäre solch ein Hotel, wenn es behutsam instand gehalten worden wäre, sicher ein Gewinn für die Gegend bei entsprechender Vermarktung. Der Urlauber will ja keine genormten Hotels á la McDonalds mit einheitlichem standardisiertem Angebot.

Dabei ist die Restaurierung eines solchen Objektes im Frühstadium kein finanzielles Harakiri bei guter Grundsubstanz, die früher übliche Bauweise kommt dem sogar zu Gute, etwa bei der Klimatisierung, welche bei manchen unpersönlichen Beton-Glas-Prachtbeuten ohne Charme immense Summen beim Bau und im Betrieb verschlingt. Doch die Architekten und Investoren (Spekulanten ohne Gefühl für Ästhetik der Baukunst) haben daran ja gar kein Interesse.

Ich nehme als vergleichendes Beispiel Dresden, wo ich im Rahmen eines Urlaubes in Berlin bei der Rückfahrt einen Abstecher/Zwischenstopp ein legte: unzählige Baustellen auf den Dächern der Gebäude, welche mal zerbombt waren. Jedes Haus in der Reihe um den Platz der Kirche hatte eine andere Gestaltung des Daches  und dieser optische ehemalige Zustand wurde wiederhergestellt, wie die Neuerrichtung der Kirche mit den originalen Steinen, welche zuordenbar waren. Allerhöchsten Respekt aus Ösi, die erläuternde Tafel, eingebettet in steinernem Fundament, habe ich gelesen, fotografiert und begriffen. Immerhin hatte ich ja vorher in Berlin nicht nur Babelsberg besucht, sondern auch etliche Museen und Ausstellungen bezüglich des WK2 und war erschüttert über das Leid der Zivilbevölkerung, aber das gehört nun nicht mehr hierher.

Doch zurück zum Grundthema: ein Fahrrad mit einem 4-Zylinder-Hilfsmotor mit Kardanantrieb parallel zum Tretantrieb ist ein Unikum erster Klasse, ich hoffe nicht, dass das keine Fotomontage ist, das wäre echt schade.

Alle meine Angaben sind ohne Gewehr. Aktualisierung: mein Foto im Profil ist nicht mehr aktuell, ich wurde (noch) schöner. ;-)
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