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Universelles Schnäppchen-Mobilgerät für Reisen: Asus Fonepad 7

Michael Nickles / 0 Antworten / Baumansicht Nickles

Die Auswahl an mobilen Geräten ist gewaltig. Es geht bei kleinen Smartphones los die immer größer werden, zu "Phablets" mutieren und dann schließlich zu Tablets oder "Convertibles"/"Hybriden", Dinger die sowohl Tablet als auch Notebook sind. Ein mittelmäßiges Smartphone reicht längst fürs Grobe aus, wirklich ideal für alles ist das aber nicht.

Im Hinblick auf mehrere Auslandsreisen die ich plane, habe ich mir daher gründlich überlegt, welche mobilen Teile ich mitschleppe. Macht es überhaupt noch Sinn mehrere Geräte mitzunehmen oder reicht eins für alles aus? Wie bereits im Beitrag Optimale mobile Ausrüstung: ein Gerät für alles oder Mischmasch? andiskutiert, hab ich mir diverse Gedanken gemacht und seitdem ordenlich rumgesucht und rumprobiert.

Das Rennen hat schließlich das Ding hier gemacht, das gestern bei mir eingetroffen ist: ein Asus Fonepad, konkret das Modell Fonepad 7 FE375CXG, quasi das aktuell von Asus in Deutschland angebotene Modell.

Dieses Asus Fonepad 7 für 117,40 wird mich künftig auf Reisen als "All-In-One"-Gerät begleiten. (Foto: mn)

So ein Fonepad 7 kostet neu um 150 bis 175 Euro, wer ein bisschen rumsucht kann eventuell aber wie ich ein Schnäppchen machen, weil das Gerät anscheinend regelmäßig auch als "Vorfürmodell" rausgehauen wird. Ich fand meins bei PreiswertePC.de für 117,40 Euro.

Teils kriegt man für die Kohle auch schon ein größeres Fonepad mit 8 Zoll Display. Aber wie auf dem Bild zu erkennen, ist das Modell mit 7 Zoll generell schon der "Anschlag" - alles was noch größer ist, lässt sich nicht mehr sinnvoll mit einer Hand halten oder verstauen und dann kann man gleich ein 10 Zoll Tablet nehmen, mit dem man dann aber wohl kaum auch telefonieren können wird.

Das Fonepad 7 wurde von PreiswertePC.de als "Wie neu" beworben und sollte schlimmstenfalls erkennbare Fingerabdrücke haben. PreiswertePC.de hat das Teil ratzfatz geliefert und es kam in Originalverpackung. Hätte ich nicht gewusst, dass das Ding ein Vorführgerät war, dann hätte ich es für ein Neugerät gehalten. Es war praktisch perfekt original verpackt und es waren nicht die geringsten Gebrauchsspuren zu erkennen.

Das Vorführmodell war eigentlich identisch verpackt wie ein Neugerät und auch nicht von einem Neugerät zu unterscheiden. (Foto: mn)

In die Hosentasche passt so ein Monster-Smartphone mit 7 Zoll Display natürlich nicht mehr, in Jackentasche oder Rucksack geht es aber und das Fonepad ist mit knapp unter 300 Gramm auch relativ leicht im Hinblick auf die gebotene Ausstattung.

Klar: so was wie ein aktuelles Samsung Galaxy Note wäre natürlich technisch attraktiver gewesen - aber so ein Ding kostet halt locker 600 bis 800 Euro. Im Hinblick auf die Gesamtausstattung ist das Asus Fonepad 7 vergleichsweise schlichtweg ein Megaknüller.

Und wenn unterwegs ein "um die 100 Euro" Ding "runterfällt", verloren geht oder geklaut wird, dann ist das nicht ganz so tragisch.

Das Fonepad 7 FE375CXG hat Schwächen, die in Kauf genommen werden müssen, sich teils aber leicht ausbügeln lassen:

Festspeicher: 8 GByte sind recht knapp, zumal davon auch nur noch rund 3,8 GByte frei sind - den Rest fressen das System und die vorinstallierten Apps. Das Fonepad 7 CGX unterstützt allerdings bereits SDHX-Speicherkarten von 32 GByte bis 2 TB (so es die irgendwann mal in der Zukunft gibt). Eine sehr schnelle 64 GByte Karte gibt es aktuell bereits um 22 Euro.

Display: 1.280 x 800 Bildpunkte. Wer im 4K-Rausch lebt, der kann bei dieser Auflösung nur lachen, für ein 7 Zoll Display reicht das aber dicke aus und bringt generell eigentlich eher Vorteile (geringerer Rechenaufwand bei der Grafik). Extrem wichtig: im "Quermodus" hat man 1.280 Bildpunkte Breite - das reicht auch für die meisten Webseiten in Normal-Darstellung (also keine abgespeckte Mobil-Darstellung) dicke aus, wie hier ausgiebig analysiert: REPORT: Tablet-Displays und Ergonomie - unterschätzte Faktoren.

Leider gibt es immer noch recht viele günstige Tablets mit 7 Zoll, die nur die unbrauchbare Auflösung 1.024 x 600 haben. Weiter hat das Fonepad-Display auch das sehr angenehme 16:10 Format. Das hat mehr Praxiswert als Full-HD Auflösung mit 16:9.

Kamera: Die verbauten Kameras mit 0,3 Megapixel vorne und 2 Megapixel hinten sind beim Modell "CGX" prinzipiell ein Witz - ältere Fonepad-Modelle hatten da schon 5 Megapixel. Die Kameras können also nur als Notlösungen betrachtet werden.

3G-Modem: Das Fonepad 7 CGX hat nur ein 3G-Modem, also maximal HSPA+ Geschwindigkeit, das moderne und schnelle LTE gibt es nicht. Ein echter Nachteil ist das aber nicht, da bereits HSPA aktuell noch genug Leistung bietet. Konkret packt HSPA+ Geschwindigkeiten bis zu 42 MBit/s. Das reicht also nicht nur für "Videokonferenzen" sondern sogar für Full HD Videostreams aus.

Zum Zeitpunkt dieses Berichts war noch ein "Wie neu"-Fonepad 7 für rund 130 Euro im Angebot.

Diesen "Nachteilen" stehen immense Vorteile gegenüber. Der erste ist natürlich das fantastische Preis-/Leistungsverhältnis. Meine ersten Eindrücke: hervorragendes leuchtstarkes Display, sehr flotte Bedienung/Reaktionszeit, sehr schickes Gerät, liegt gut in der Hand und auch das Display fühlt sich beim "Vollschmieren" wirklich glatt und angenehm an.

Weiter hat dieses spottbillige Tablet wie gesagt ein 3G-Modem für mobiles Internet und taugt als Telefon, hat sogar Dual-SIM. Andere Hersteller lassen sich dieses Extra bei Tablet sündhaft teuer bezahlen.

Der (leider fest verbaute Akku) hat rund 4.000 mAh und das reicht laut Asus (und auch nach meinen ersten Tests) locker für 10 bis 11 Stunden "Hardcore-Betrieb" aus. Ganz besonders erfreulich: das Fonepad 7 wird zwar mit Android 4.4 geliefert, die Update-Funktion bietet aber sofort den Aufstieg zum aktuellen Android 5 an.

Nach den ersten sehr erfreulichen Tests werde ich das Fonepad 7 nun auf Android 5 updaten und es dann erstmal rooten. Eine 64 GByte SD-Speicherkarte für 22 Euro hab ich schon besorgt, ein weißes Ledercover (rund 10 Euro) ist bestellt und auch eine Miniatur-Blutooth-Tastatur für rund 15 Euro. Praktisches Zubehör wie ein USB-OTG-Adapter ist auch unterwegs. Denn: ich habe mit dem Fonepad 7 einiges vor! Ausführlicher Praxisbericht mit vielen Tipps folgt.

Wer grad ein "mobiles Dingsbums" sucht, Interesse an einem Fonepad hat und mitmachen will, kann sich also schon mal auf Schnäppchenjagd begeben. Natürlich kann hier auch über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Fonepad-Modelle diskutiert werden. Ich empfehle explizit nach dem Modell Fonepad 7 FE375CXG zu suchen.

Vor Ort in Märkten ist das Ding aktuell kaum noch verfügbar, also vermutlich ein Auslaufmodell und daher erklärt sich auch der aktuell durchaus günstige Preis. Also im Internet suchen. Auf Ebay scheint das Teil als Neuware gerade so um 137 Euro rüberzugehen - auch das ist ein sehr guter Preis.

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