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Mac OS 10.5 "Leopard" auf dem PC

Olaf19 / 16 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo zusammen!

Mac OS X auf dem PC ist zwar prinzipiell keine Neuigkeit, gab's auch schon lange vor Leopard, aber jetzt ist wesentlich einfacher geworden:

http://www.zdnet.de/news/software/0,39023144,39159921,00.htm?h

Anscheinend muss man jetzt selbst kein Hacker mehr sein, um es auf Standard-PCs zu installieren... nun ja, wenn es der Verbreitung von Mac OS dient, soll es mir recht sein, legal, illegal, ganz egal *g*.

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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Strohwittwer Olaf19 „Mac OS 10.5 "Leopard" auf dem PC“
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illegal, ganz egal

Hi Olaf,

ich kenne den Spruch etwas anders:

illegal, scheissegal, Ikea-Regal!

Für den PC gibts doch schon Linux?

Gruss, der Strohwittwer.


Think
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Olaf19 Strohwittwer „ Hi Olaf, ich kenne den Spruch etwas anders: illegal, scheissegal, Ikea-Regal!...“
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> Für den PC gibts doch schon Linux?

Linux ist Linux, und Mac OS ist Mac OS... das hat gar nicht so viel miteinander zu tun, wie man gemeinhin glaubt. Ja, beide haben einen Unix-Kern, aber das dürfte den Desktop-Anwender in der Praxis wenig jucken.

CU
Olaf
Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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espressostand1 Olaf19 „ Für den PC gibts doch schon Linux? Linux ist Linux, und Mac OS ist Mac OS......“
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Hallo Olaf,
interessanter Beitrag!

Auf meinem PC habe ich schon XP und UBUNTU 7.10
Könnte ich dann auch MAC OS X als drittes System zur Auswahl haben?
Reicht dafür eine Extrapartition auf dem PC, oder benötigt OS X 'den ganzne PC' ?
Wieviel GB müßte denn OS X bekommen, um lauffähig zu sein?

Zum Testen würde es mich schon mal interessieren.

Gruß
Chris

Dank Computer haben wir jetzt alle viel mehr Zeeeiiit.. ;-)
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Olaf19 espressostand1 „Hallo Olaf, interessanter Beitrag! Auf meinem PC habe ich schon XP und UBUNTU...“
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Hi Chris, lange nicht mehr gelesen...

Deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten, da ich keinen PC mehr hier stehen habe (die Linux-Kiste steht inzwischen bei meinem Vater als Schreibmaschine und - hoffentlich! - demnächst auch fürs Internet). Es wundert mich auch etwas, dass diese Frage nicht im Artikel beantwortet wird, denn sie ist sehr naheliegend. Wobei, wenn ich das hier so lese:

Zum Start des Macs nutzt Apple kein BIOS, wie es auf den meisten Standard-PCs zum Einsatz kommt, sondern die Weiterentwicklung EFI. Der OS-Kernel wird mit Hilfe von EFI gestartet. Bisher musste der Kernel modifiziert werden, wenn er auf normalen PCs gestartet werden sollte.

Das klingt mir schon so, als müsse Mac OS X eine Festplatte für sich allein haben - oder zumindest ganz vorne auf der ersten Partition installiert sein, so wie alte Windowssysteme auch (das war's dann aber schon mit den Gemeinsamkeiten ;-)).

Aber wenn du weiter nach unten scrollst, findest du noch weitere Links zum Thema, evtl. wird es da genauer erklärt.

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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TimmintoR 2°°4 espressostand1 „Hallo Olaf, interessanter Beitrag! Auf meinem PC habe ich schon XP und UBUNTU...“
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Also zu allererstmal ist die Installation von Mac OS X auf einem Standart-PC nicht legal, wurde ja auch schon gesagt. Wenn der Original-Kernel läuft muss die CPU wohl wahrscheinlich den SSE3 Befehlssatz beherrschen, was aber alle modernen Prozessoren beherrschen sollten. Bei der Tiger Version auf PCs ergaben sich angeblich immer Probleme beim Systemupdate, sodass das gesamte System wohl kaum stabil und produktiv war.
Wen es interessiert, hier ist ein Link zur Projekseite von OSx86, da wird ausführlich über den Einsatz von OS X auf PCs berichtet: KLICK


Gruß

TimmintoR 2°°4

Linux.DOS.Windows - The Good.The Bad.The Ugly
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Strohwittwer TimmintoR 2°°4 „Also zu allererstmal ist die Installation von Mac OS X auf einem Standart-PC...“
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Hi TimmintoR 2°°4,

es gibt einen interessanten Beitrag zu dem Thema bei Heise-Online:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/101139

In der virtuellen Maschine wird EFI einfach nachgebaut. Aber du hast wohl recht, das Ganze ist offenbar nicht legal. Apple verhält sich da im Gegensatz zu anderen Herstellern sehr restriktiv, IBM OS/2 läuft ebenso wie WinXP in einer virtuellen Maschine. Ob es sinnvoll ist, ist eine weitere Frage.

Ich wünsche Dir ein gutes, schönes Neues Jahr,

Der Strohwittwer!

Think
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Strohwittwer Olaf19 „ Für den PC gibts doch schon Linux? Linux ist Linux, und Mac OS ist Mac OS......“
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Hallo Olaf,

erstmal alles Gute für das Neue Jahr!

Ich muss dir widersprechen. Linux ist Linux und hat keinen Unix-Kern (Kernel), der Linux-Kernel wurde nachprogrammiert, basierend auf Minix (von Prof. Thannenbaum). Mac OS X 10.5 Leopard ist ein Unix, mit Microkernel. (Das haben die Leute von Debian - GNU-Linux bis heute nicht geschafft, einen Microkernel zu bauen - Stichwort HURD). Dennoch ist Linux kein schlechtes OS, aber man muss sich mit dem System beschäftigen und es lieben, will man damit zufrieden zu sein.

Ich wünsche Dir alles Gute,

viele Grüsse,

Der Strohwittwer!

Think
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TimmintoR 2°°4 Strohwittwer „Hallo Olaf, erstmal alles Gute für das Neue Jahr! Ich muss dir widersprechen....“
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Erstmal frohes Neues euch allen :-) !!

Mac OS X 10.5 Leopard ist ein Unix
Ohne Zweifel, aber mir erschließt sich der Sinn dieser Argumentation nicht ganz: entweder will ich ein "echtes" Unix, dann nehme ich ein BSD-Derivat oder Solaris, oder ich lasse mich auf Mac OS ein und akzeptiere es wie es ist (Vorteile sind unbestreitbar die sehr einfache und ansprechende, aber auch GUI-lastige Bedienung). Die Userlandtools, die Mac OS verwendet basieren auf BSD-Code, sind aber angeblich nicht mehr so ganz kompatibel damit, sodass man doch keine Unixanwendungen ohne Anpassung laufen lassen kann, korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege.

Zum Mach-Kernel: Ich kenn mich damit nicht gut genug aus um eine wirklich qualifizierte Aussage machen zu können, aber laut Wikipedia hat so ein Teil nicht nur Vorteile... Außerdem ist auch der Mach-Kernel keine Erfindung von Apple (bzw. NEXT) sondern basiert auf dem Sourcecode einer Universität (KLICK).

Ich persönlich kann Apple nicht so ganz leiden weil die sich sehr bei anderen bedienen und nur recht wenig (okay, Darwin) zurückgeben. Dann ködern sie aber andererseits die Leute mit Sprüchen wie "Wir haben ein unixoides System und fördern OpenSource". Wie gesagt just MHO.


Gruß

TimmintoR 2°°4

Linux.DOS.Windows - The Good.The Bad.The Ugly
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Olaf19 TimmintoR 2°°4 „Erstmal frohes Neues euch allen :- !! Ohne Zweifel, aber mir erschließt sich...“
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> Ich persönlich kann Apple nicht so ganz leiden weil die sich sehr bei anderen bedienen

Wenn du damit auf den "unixoiden" FreeBSD-Unterbau anspielst - okay. Ansonsten steht Mac OS X vom Handling her, und das ist das, was der User bei der täglichen Arbeit vorrangig mitbekommt, voll und ganz in der Tradition von Mac OS 9 und älteren. Da hat man sich also eher bei sich selbst bedient - und viele andere bei Apple, egal ob Windows oder Linux!

Allen ein schwungvolles, abwechslungsreiches und angenehmes 2008!

CU
Olaf

P.S. @Strohwittwer, du hast recht - "Unix-Kern" ist falsch, "unixoid" oder "unix-basiert" trifft es besser. Aber ich wollte eigentlich auf etwas ganz anderes hinaus ;-)
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TimmintoR 2°°4 Olaf19 „ Ich persönlich kann Apple nicht so ganz leiden weil die sich sehr bei anderen...“
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Natürlich ist Mac OS X ein super System, aber ich finde man sollte es so betrachten wie es ist und nicht als ein "Unix mit schicker Oberfläche". Wer ein richtiges Unix will findet ja weiß Gott genug Alternativen :-)
Man kann ja auch nicht direkt sagen, dass Apple den Code "geklaut" hat, und Darwin ist an und für sich ja nicht schlecht, aber insgesamt ist Apple nicht sehr OpenSource freundlich.


Gruß

TimmintoR 2°°4

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Olaf19 TimmintoR 2°°4 „Natürlich ist Mac OS X ein super System, aber ich finde man sollte es so...“
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Hi Tim,

das ist schön zu lesen, dann sind wir nämlich doch einer Meinung. Ich möchte Apple nämlich auch keinesfalls durch die rosa Brille betrachten, auch wenn ich mit meinem G5 nach wie vor sehr zufrieden bin und längerfristig beim Mac-System bleiben werde.

Ich sehe Mac OS X auch keineswegs als Unix mit schicker Oberfläche, sondern als stark verbesserten Nachfolger von Mac OS 7, 8, 9 mit von Grund auf neu konzipiertem Unterbau - genau so wie Microsoft bei Windows 2000 ebenfalls den Schnitt gemacht und den MS-DOS-Unterbau durch einen NT-Kernel ersetzt hat. Da ich in den Neunzigern schon einen Mac hatte, sehe ich bei allen Veränderungen und Weiterentwicklungen immer noch eine starke Kontinuität - Apple ist insgesamt sich selbst treu geblieben.

Eine stärkere Hinwendung zu OpenSource im Allgemeinen, evtl. zur Linux-Community im besonderen, wäre sicherlich image-fördernd. Dass man auf einem Mac bspw. auch Linux installieren kann - was ich mir fürs Neue Jahr vorgenommen habe! - ist zwar bekannt bei allen, die es interessiert, wird von Apple aber nicht sonderlich propagiert. Könnte aber nicht schaden - der Softwarepool für Linux ist mittlerweile gigantisch, wäre eine starke Ergänzung zur Software unter Mac OS X.

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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Olaf19 Nachtrag zu: „Mac OS 10.5 "Leopard" auf dem PC“
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...und diese Lösung scheint noch einfacher zu sein, wenn ich den Artikel richtig interpretiere: http://www.golem.de/0712/56736.html

Da kommt man als Käufer eines - seinerzeit nicht ganz billigen - G5-Mac schon etwas ins Grübeln...

CU
Olaf

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TimmintoR 2°°4 Olaf19 „Noch ein neuer Ansatz - diesmal als VirtualMachine“
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Ja, das klingt interessant. Es gab vor einiger Zeit auch mal eine Pressemitteilung von VMware, in der sie klarstellten, dass einem Einsatz von Mac OS in einer VM rein technisch nichts im Wege stünde, aber man aus Rücksicht aus Apple kein konkretes Programm implementieren werde.
Bemerkenswert ist aber doch, dass ein recht großes Unternehmen wie VMware sich nach den Wünschen von Apple richtet. Wird wohl allerdings nicht zu ihrem Nachteil geschehen, denn wenn erstmal OpenSource-Lösungen für die Virtualisierung von Mac OS verfügbar sind kauft wohl kaum noch jemand die VMware Workstation.


Gruß

TimmintoR 2°°4

Linux.DOS.Windows - The Good.The Bad.The Ugly
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Olaf19 TimmintoR 2°°4 „Ja, das klingt interessant. Es gab vor einiger Zeit auch mal eine...“
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> ...aber man aus Rücksicht aus Apple kein konkretes Programm implementieren werde.

Dass es so etwas in unserer kalten Welt noch gibt *g*...

Sind denn schon OpenSource-Lösungen für die Virtualisierung von Mac OS X geplant, und wenn ja, auch unter Linux? Und wäre das lizenzrechtlich problematisch?

CU
Olaf
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TimmintoR 2°°4 Olaf19 „Vorsicht - Rücksicht - Nachsicht :-)“
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Da hat sich doch ein Tipfehler eingeschlichen: Wird wohl allerdings nicht zu ihrem Vorteil geschehen, denn wenn erstmal OpenSource-Lösungen für die Virtualisierung von Mac OS verfügbar sind kauft wohl kaum noch jemand die VMware Workstation.

Im Link von Strohwittwer findest du einen Bericht bei Heise über einen Vortrag vom 24c3. Dort hat jemand einen Qemu-Emulator so modifiziert, dass dieser einen unmodifizierten Mac-Kernel in einer virtuellen Maschine ausführen kann. Genaueres im Artikel.


Gruß

TimmintoR 2°°4

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Olaf19 TimmintoR 2°°4 „Da hat sich doch ein Tipfehler eingeschlichen: Wird wohl allerdings nicht zu...“
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...das hatte ich geflissentlich überlesen. Der Artikel ist wirklich lesenswert: http://www.heise.de/newsticker/meldung/101139

Besonders nachdenkenswert finde ich diese Betrachtung am Schluss: "Bei einer virtuellen Maschine fehle ... immer der richtige Hardware-Zugriff. Während Apple-Käufer nicht abgeschreckt würden, könnten andererseits Open-Source-Entwickler Programme einfacher auf Mac OS X portieren. Die Kalifornier könnten letztlich also "nur gewinnen" (als Antwort auf die Vorwürfe Apples, man würde gegen den DMCA verstoßen).

CU
Olaf

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