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Betrugsmaschen bei Privatverkäufen

Olaf19 / 9 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo zusammen, grad gelesen auf einer Mailingliste:

https://www.watchlist-internet.at/news/vorsicht-bei-privatverkauf-betrug-mit-speditionen-boomt/

Viele von euch kennen das vielleicht schon; ich habe mich länger nicht mehr mit Privat(ver-)käufen auf ebay & Co. beschäftigt, ich kannte diese Masche noch nicht.

Falls von euch jemand Ähnliches erlebt hat bzw. jemanden kennt, der etc., dann gern her damit. Deswegen habe ich die Überschrift zu diesem Thread vorsichtshalber gleich in die Mehrzahl gesetzt (...maschen).

CU
Olaf

"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
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Alpha13 Olaf19

„Betrugsmaschen bei Privatverkäufen“

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https://de.wikipedia.org/wiki/Vorschussbetrug#Betrug_beim_Gebrauchtfahrzeugverkauf

Ist "nur" ne Variante vom uraltem Vorschussbetrug und auch schon viele Jahre in der Welt.

Auto "Schnäppchen" aus England z.B. wurden so schon vor etlichen Jahren "verkauft" und das läuft natürlich auch anders rum, da natürlich vor allem mit teuren Kisten, die der Verkäufer zu dem Preis niemals verkauft bekommt.

Da bekommt der Verkäufer nen Scheck (den er in aller Regel bei der Bank zuerst einmal auch einlösen kann) und soll zeitgleich die Speditionskosten an die "Spedition" überweisen...

Bei der anderen Variante soll der Käufer nach Erhalt des Schecks den gesamten Betrag an die "Spedition" überweisen.

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hatterchen1 Alpha13

„https://de.wikipedia.org/wiki/Vorschussbetrug Betrug_beim_Gebrauchtfahrzeugverkauf Ist nur ne Variante vom uraltem ...“

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Da bekommt der Verkäufer nen Scheck (den er in aller Regel bei der Bank zuerst einmal auch einlösen kann)

Einreichen! Eingelöst wird der nie!

Wer das nicht weiß...Lachend, weiß auch vieles Andere nicht.

Gestottertes Wissen ist besser als eloquente Dummheit. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v.Chr.Rom) Staatsmann und Philosoph
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Alpha13 hatterchen1

„Einreichen! Eingelöst wird der nie! Wer das nicht weiß..., weiß auch vieles Andere nicht.“

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Das Geld steht schon immer! etliche Tage bis eher Wochen virtuell auf dem Konto (wird da natürlich nicht als virtuell oder vorläufig eindeutig für jeden gekennzeichnet!) und kann in aller Regel (hängt natürlich von der Bonität ab) auch abgehoben werden!

Der Ärger kommt dann erst mit der Rückbuchung...

Das du das nicht weißt wundert absolut niemanden!

P.S.

"Der Verkäufer erhält einen Scheck, der letztlich ohne Wert ist. Nach Gutschrift bei seiner Bank taucht auf dem Kontoauszug das Kürzel Ev auf (auch beim Online-Banking). Dies bedeutet, dass die Gutschrift unter Vorbehalt steht und der Scheck innerhalb von 180 Tagen vom Aussteller zurückgebucht werden kann"

https://www.polizei.bayern.de/content/5/6/9/7/5/ib_vorauszahlungsbetrug_2011-10_1_.pdf

Ev übersieht quasi jeder, der nix im Vornherein von den 180 Tagen weiß!

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Alpha13

Nachtrag zu: „Das Geld steht schon immer! etliche Tage bis eher Wochen virtuell auf dem Konto wird da natürlich nicht als virtuell oder ...“

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"Die Gutschrift von Schecks erfolgt unter dem Vorbehalt E.v. (Eingang vorbehalten): die Gutschrift ist deswegen stornierbar. Erst mit Eingang des Gegenwertes entsteht die Verpflichtung der Bank dem Einreicher gegenüber, den Scheckbetrag verfügbar zu machen. Eine Sperrfrist soll sicherstellen, dass erst dann über den Scheckgegenwert verfügt werden kann, wenn sicher ist, dass der Scheck von der Bank des Ausstellers auch tatsächlich eingelöst wurde.

Die Sparkasse Allgäu hat mit einer Sperrfrist von fünf Tagen ein Mittelmaß im Einsatz. Für „Inlandsschecks“ wären bis zu 10 Tage und für Auslandsschecks sogar bis zu 20 Tage möglich."

https://blog.sparkasse-allgaeu.de/tipps-und-tricks/12-03-2018-ich-habe-einen-verrechnungsscheck-bekommen-fristen-und-mehr

https://www.rundschau-online.de/news/wirtschaft/einloesen-warnung-vor-scheck-betrug-3250806

Wobei die Sperrfrist janz jenau von Bank und Bonität abhängt!

Und auch nach Ablauf der Sperrfrist kann die Bank das Geld natürlich und definitiv zurück buchen!!!

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hatterchen1 Alpha13

„Die Gutschrift von Schecks erfolgt unter dem Vorbehalt E.v. Eingang vorbehalten : die Gutschrift ist deswegen stornierbar. ...“

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Alles bekannte Fakten die absolut nichts an meiner Aussage ändern :" Man kann Checks einreichen, aber nicht einlösen".
Einlösen kann sie nur die bezogene Bank.

Wenn Du den Unterschied verstehst.Zwinkernd

Und zu Deiner Info, Auslandschecks können bis zu 90 Tage zurückgebucht werden!

Gestottertes Wissen ist besser als eloquente Dummheit. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v.Chr.Rom) Staatsmann und Philosoph
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Olaf19 hatterchen1

„Alles bekannte Fakten die absolut nichts an meiner Aussage ändern : Man kann Checks einreichen, aber nicht einlösen . ...“

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Man kann Checks einreichen, aber nicht einlösen". Einlösen kann sie nur die bezogene Bank.

OK – aber wenn ich die Masche richtig verstehe, tut die bezogene Bank dies auch, so dass sich der Käufer zunächst in Sicherheit wähnt, nach einem knappen halben Jahr aber, dank des "Ev"-Vermerks, das böse Erwachen in Form einer Rückbuchung kommt?

Auslandschecks können bis zu 90 Tage zurückgebucht werden!

Das gilt für alle Auslandschecks, so dass dieser ominöse "Ev"-Vermerk dort sogar entfallen kann? (...sofern den Betrügern die 90 Tage Frist ausreicht...)

CU
Olaf

"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
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hatterchen1 Olaf19

„OK aber wenn ich die Masche richtig verstehe, tut die bezogene Bank dies auch, so dass sich der Käufer zunächst in ...“

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nach einem knappen halben Jahr aber, dank des "Ev"-Vermerks, das böse Erwachen in Form einer Rückbuchung kommt?

Nach max. 90 Tagen kann ich über das Geld verfügen, vorausgesetzt, die bezogene Bank hat die Zahlung angewiesen. Wenn die bezogene Bank die Zahlung angewiesen hat, ist eine Rückbuchung nicht mehr möglich.

dieser ominöse "Ev"-Vermerk

Ob ein Scheck ein ev trägt, oder doppelt gestrichen ist, spielt keine Rolle. Eine sofortige Barauszahlung erfolgt in aller Regel nicht.

Die Betrüger werden das Geld niemals anweisen, die schicken dir ja nur ein Fake...

Gruß

h1

Gestottertes Wissen ist besser als eloquente Dummheit. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v.Chr.Rom) Staatsmann und Philosoph
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Raecher_der_Erwerbslosen1 Olaf19

„Betrugsmaschen bei Privatverkäufen“

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Da muss man schon ganz schön vertrauensselig sein, wenn man aufgrund eines eingescannten  Kontoauszuges, der als Beleg für eine getätigte Überweisung dienen soll, sofort 500 Euronen an "irgendjemanden", den man gar nicht kennt, überweist. Warum soll man denn nicht abwarten, bis das Geld auf dem eigenen Konto eingegangen ist?

Wer darauf reinfällt, der kann nicht ganz auf der Höhe sein!

Wer nach allen Seiten offen ist, der kann nicht ganz dicht sein.
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Olaf19 Raecher_der_Erwerbslosen1

„Da muss man schon ganz schön vertrauensselig sein, wenn man aufgrund eines eingescannten Kontoauszuges, der als Beleg für ...“

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wenn man aufgrund eines eingescannten Kontoauszuges, der als Beleg für eine getätigte Überweisung dienen soll, sofort 500 Euronen an "irgendjemanden" überweist

An der Stelle wurden mir übrigens "die Schuhe ein wenig zu eng", weil es mich ein wenig an meine eigenen Geschäftspraktiken als ebayer erinnert hat! Zum Glück nur rein äußerlich :)

Ich hatte ganz früher auch die Angewohnheit, nach Bezahlung eines gekauften ebay-Artikels einen Screenshot von der Überweisung zu schicken, habe mir das aber nach kurzer Zeit wieder abgewöhnt. Normalerweise sind die Transaktionszeiten derart kurz, dass sich solche Sperenzien nicht lohnen, in jedem Fall wirkt das etwas "übereifrig-wichtig".

In keinem Fall hätte ich deswegen aber vom Verkäufer erwartet, dass er nur deswegen die Ware schon losschickt; ich wollte ihm lediglich "ein gutes Gefühl geben", dass das Geld unterwegs ist.

CU
Olaf

"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
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