Hallo zusammen!
Eine solche Mehrfachsteckdose habe ich heute bei M\'Markt gesehen. Der Hersteller wirbt mit einer Produkthaftpflichtversicherung bis 5 Mio. € Ersatz für Personen- und Sachschäden - Features, die man sonst nur von superteuren USVs her kennt.
Leider stand kein Preis dabei, ein Verkäufer war auch gerade nicht greifbar und ich hatte nicht viel Zeit. Insofern kann ich euch jetzt nicht fragen, ob das Teil ein Schnäppchen oder viel zu teuer ist. Aber ich stelle die Frage mal andersrum: Wie viel würdet ihr für so ein Teil ausgeben?
Der Hersteller hört übrigens auf den kruden Namen "Brennenstuhl". Danke im voraus für alle Antworten!
CU
Olaf
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Die Steckdosenleiste sollte um die 35 Euro kosten.
Solche Geräte gibts aber schon ab 10 Euro (mit wenig Ampere Überstromschutz) und auch für 100 Euro
Im TV war mal ein Test von solchen Geräten, die Firma ist da wohl gut angesehen, auch wenn der Name selber nicht unbedingt vertrauenswürdig erscheint ;-)
Das wollte ich auch klarstellen: A und Strom sowie V und Spannung gehören zusammen ...
Hier ist das ausführlicher vom Hersteller kommentiert ... damit ist in erster Linie Blitzschutz gemeint.
rill
Wobei Blitze doch wohl eher doch hohe Spannung glänzen und weniger durch Strom.
Sehe ich das verkehrt? Im anderen Fall wären es ja Niedervoltblitze.
Das passt schon zusammen ... diese extrem hohen Spannungsspitzen werden durch bestimmte Bauelemente (Varistoren, Gasableiter) durch Kurzschlußströme abgeleitet. Letztendlich wird alles in Wärme umgewandelt und dadurch "vernichtet". Das alles funktioniert nur, weil es sich in einer extrem kurzen Zeitspanne abspielt.
rill
Es sind sowohl gigantische Spannungen als auch ebenso gewaltige Ströme bei einem Blitz vorhanden.
Werte von 100.000 Ampere und 100 Millionen Volt sind in der Literatur durchaus zu finden.
... macht 10.000 Terrawatt, also genug für die nächste LAN-Party ;-)
cm
30000 Amp.
Sollte dir der Knaller einmal um die Ohren fliegen, wirst du keine Gelegenheit mehr haben, hier zu posten :))
Wenn's scheee macht......
Gruß
luttyy
Moin, es soll jetzt nicht überheblich klingen, die Firma Brennenstuhl ist mir als Insider - schließlich bin ich gelernter Elektriker - ein Begriff im positiven Sinne: Hohe Qualität zum angemessenen Preis, kein Billigkram a la Conrad & Co.
Zur angesprochenen Steckdosenleiste werde ich mich bei Gelegenheit schlau machen...
cu _Quax
Das Wort "Insider" darfst Du nicht mehr verwenden, weil Intel markenrechtliche Ansprüche darauf erhebt!!
;-)
rill
nAMD Rill - die Jungs von Intel können mich ..., nächstens darf ich meine Hercules Moped's und Mofa's nicht mehr fahren, weil auch Grafikkarten etc mit dieser Markenbezeichnung im Umlauf sind *g* - bei "Zündapp" kann mir wohl kaum was passieren - außer Denen in China fällt noch was ein?
Wie gesagt: Intel Outside - das Logo finden wir auch noch.
cu _Quax
30.000 Ampere klingt verdammt viel - ist es auch, aber nicht eigentlich unbedingt gefährlich.
Denn da spielt der Zeifaktor eine beträchtliche Rolle. Ein Überstrom von dieser Stromstärke, im Milli- oder gar Mikrosekunden abgeschaltet, bei Wechselstrom noch während der ansteigenden Halbwelle, ist ungefährlich.
Und das ist eben der Vorteil dieser Schalt- und Sicherungsgeräte: sie schalten gefährliche Stromspitzen in ungefährlich kurzen Zeiten ab. Bevor sie ihre unheilvolle Wirkung durch explosionsartiges Erhitzen entfalten können. Erzeugnisse der genannten Firma waren während meiner beruflichen Tätigkeit hoch angesehen.
Jürgen
- gefährlich für die Elektronik im Allgemeinen ist ja in erster Linie auch nicht die Zerstörung durch den Strom, der zur Schmelze und bei explosionsartigen Verdampfen des Leitermaterials zu mechanischen Zerstörungen führt, sondern der sehr steile Anstieg der Spannung.
Und die schlägt eben die pn- Übergänge der Halbleiter kaputt.
Dagegen schützt das Teil wohl nicht.
Jürgen
>>Wie viel würdet ihr für so ein Teil ausgeben?
..jedenfalls nicht über 20 euro
mfG bollerman
30-35€ sind realistisch, ansonsten bietet die Firma REV für 30€ noch ähliches: Ebenfalls bis 5K€ und die Steckdose hat noch einen Netzfilter mit drin (ich hatte mir irgendwann mal diese Steckdosenleiste gekauft, damals gab es allerdings noch keine Versicherung - mein PC läuft trotzdem noch ;-) ).
Was mir bei REV besser gefällt ist der eingebaute Kabelhalter (das ungenutzte Kabel kann einfach im Gehäuse bleiben), sowie eine brauchbare Wandaufhängung, meine Brennstuhlleiste kann ich nur an einer Seite an die Wand schrauben...
Gruß
Borlander
Habe mir die 6fach Leiste (Netzschalter + zus. Sicherung und Entstörfilter) letzten Samstag im Obi für 52€ geholt!
Gibt es auch in 5fach und anderen verschiedenen Ausführungen weiß aber nicht was die kosten!
Habe das Teil noch nicht angeschlossen, die Leiste macht mir aber einen soliden, gut verarbeiteten Eindruck wie Quax schon erwähnte.
Weiß nicht ob die woanders günstiger zu haben ist, da Obi für seine Preise ja bekannt ist, war gerade da und hab´s dann mitgenommen :-))
Eine Wandaufhängung ist übrigens auch vorhanden!!!
MfG Megahotte
... jemand, der die Tür ebenfalls leise zu macht.
Die ist es!!!
http://www.brennenstuhl.de/e_prodbe.htm
Uuups, falscher Link!!!
Megahotter brennender Stuhl der Grund für mangelnde Konzentration ??? Wenn Du überspannt bist, die Mehrfachsteckdose bietet Schutz für Geistesblitze bis 30.000 A ...
und nicht irgendwelche Floskeln den Versicherungsschutz wieder aushebeln ist die Sache billiger als eine entsprechende Überspannungsversicherung. Man zahlt nur 1mal.
fbe
Hallo Olaf19!
Zur Bewertung dieses skurilen Angebots hilft das ohmsche Gesetz:
Spannung = Stromstärke x Widerstand.
D.h. die Spannung zu den 30000 Ampere kann man ausrechnen, wenn man weiß über welchen Widerstand der genannnte Strom fließen soll. Bei nur 0,1 Ohm (Ableitwiderstand des Schutzbauteils) wären das 3000 Volt. Dann wollen wir mal hoffen, dass der angeschlossene Computer 3000 Volt verträgt.
Auch die Leistungsformel ermöglicht interessante Einblicke.
Leistung = Spannung x Stromstärke
3000 Volt x 3000 Volt = 9000 Megawatt. Mehrere Kernkraftwerke. Soviel hat kein Blitz. Wie lange wird das Schutzelement diese Belastung aushalten. Wahrscheinlich kein 1/100000-stel Sekunde. Also auch für sehr kurze Spikes nicht geeignet, wenn sie denn diese Power hätten, die nur theoretisch denkbar ist...keine Stromleitung würde es nur Mikrosekunden mitmachen.
Also wir dürfen davon ausgehen, dass die 30000 Ampere ein sehr theoretischer Wert sind.
@ T.N.
Du meinst nur weil du das Ohmsche-Gesetz aufsagen kannst bisst du Elektonikfachman.
Aber wenn du von Elektonik auch nur für 10Cent Ahnung hättest wüßtest du das Varistoren und Gasableiter keinen konstanten Wiederstand haben und das Ohmsche-Gesetz darum hier so garnicht anwendbar ist!
>>...keinen konstanten Wiederstand haben... Richtig. Weshalb auch der Differenzialquotient "di nach dt" und damit die Leistung (als Multiplikation mit der sich ebenfalls differenzial verringernde Spannung "du") in einer exponentiell abfallenden Kurve gegen Null geht.
Wie ich schon mal geschrieben habe, die Grössenordnungen bei einem Blitz liegen durchaus bei 100 MV und 100 kA.
So und nun rechne mal die Leistung aus! Da kommt kein Kraftwerk mehr mit.
Nicht umsonst versucht man seit Jahrzehnten überall in der Forschung, die Energie von Blitzen zu speichern, seither aber immer noch erfolglos.
Mit einem einzigen Gewitter könnte man eine Kleinstadt sehr lange mit Elektrizität versorgen!
-@Emily22, da unterliegst Du einem -allerdings sehr verbreiteten- Irrtum.
Die Leistung eines Blitzes ist zwar gewaltig (U x I = kW), nicht aber die Arbeit. (U x I x t = kWh)
Denn ein Blitz dauert nur Microsekunden.
Entscheidend für die Zerstörungskraft ist der Zeitraum, in der diese Leistung freigesetzt wird.
In einem Stück Steinkohle ist zB wesentlich mehr Energie enthalten, als in der gleichen Menge Dynamit!
Jürgen
so gesehen im Bezug auf die einzelnen Blitze hast du natürlich recht.
Die Theorie geht ja aber nicht davon aus, die Energie der Blitze oder eines Gewitters direkt zu nutzen, das Ganze kann sowieso nur funktionieren, wenn man die gesamte Energie eines Gewitters z.B. in einem gigantischen Kondensator oder Akku sammelt und die Leistung dann irgendwann kontinuierlich wieder abgeben kann.
Aber wie gesagt, ist alles noch reine Theorie, ich hab das auch nicht weiter verfolgt, die Theorien der Kugelblitze sind eh viel interessanter.
Vielleicht wenn uns die Borgs mal assimiliert haben, ist sowas möglich ;-)
... ich habe auch so eine 9er-Leiste mit Überspannungsschutz und Netzfilter. Das Ding hat so um die 70,00 DM gekostet. Die eingebaute Feinsicherung soll bei Überspannung die Steckdosen abschalten.
Vor drei Wochen hat in unmittelbarer Nähe ein Blitz in eine Stromleitung eingeschlagen. Der war wohl zu schnell für die Feinsicherung. Die hat nicht ausgelöst und die Kontrolllampe zeigt immer noch Betriebsbereitschaft an.
Nun, die Leiste ist auch noch in Ordnung, aber Telefonanlage, NTBA, DSL-Modem und einige PC-Teile sind abgeraucht.
Vielleicht wirkt es nur, wenn man auch daran glaubt.
- das ist es ja eben.
Die Feinsicherung schützt vor Schäden durch
Überlastung
Während Halbleiterelektronik ohne hohe Leistung auskommt bei ihrer "Entschärfung". Nämlich durch Spannungsdurchschlag ihrer pn- Übergänge bei
Überspannung
Davor zu schützen bedarf es anderer Einrichtungen.
Jürgen
Das ist das Ding:
http://shop06.orderonline.de/msu/rev_ritter/artikel/201/201_201.pdf
Wieso ist dann immer von Überspannungsschutz die Rede?
>>Wieso ist dann immer von Überspannungsschutz die Rede Händleraussage.
Ich weiß nun nicht -und das geht auch nicht aus der verlinkten Beschreibung hervor- wie der Überspannungsschutz aussieht.
Fakt aber ist eines: Ein Schutz gegen Überspannung ist teurer, als einer gegen "Überleistung", sorry.
Da sind zwei grundsätzliche Dinge:
Einmal die Steilheit des Spannungsanstieges.
Die wird durch richtig und gut dimensionierte Drosseln gedämpft, abgeflacht. Durch deren Selbstinduktion wird der Anstieg flacher und damit ungefährlicher. Je besser (schneller) diese Drosseln wirken, umso teurer ist deren Herstellung.
Zum anderen - die statische Überspannung. (Wobei hier unter "statisch" durchaus Zeiten im ms- Bereich zu verstehen sind) Diese wird durch Varistoren zB. begrenzt, abgeleitet.
Diese Bauteile haben einen sogenannten "differentiellen" Widerstand, denn die Spannung muß ja an einem Widerstand vernichtet werden, bevor sie am Bauteil ihre schädliche Wirkung enfaltet - deshalb ist unter diesem Widerstand eben die Zuleitung (einschl. der eingeschalteten Widerstände, zB Drosseln) zu verstehen, also ist dieser recht gering.
Dabei ist die Wirksamkeit dieser Bauelemente im Allgemeinen eben auf ein Mal beschränkt, denn sie büßen ihre Hilfsbereitschaft mit dem Leben.
Und jeder Schutz hat nur eine begrenzte Wirkung. Das, was es so einfach im Handel gibt, ist oft nur für wirkliche Grundsicherungen ausgelegt, die in der Praxis kaum ausreichend sind, hat nur eine Alibi- Funktion.
Wirkliche Abhilfe schafft da wohl nur eine Schutzfunktion, wie sie u.a. in USVs eingebaut ist.
Jürgen
Vielen Dank für die Aufklärung.
Die Schutzsteckdosen reagieren sehr wohl auf Überspannung.
Normaler Weise hat man eine Kombination von Feinsicherung und Varistor. Ein Varistor arbeitet so ähnlich wie eine Zenerdiode, blos schneller und in beide Stromrichtungen (für Wechselstrom). Ab einer bestimmten (Über-) Spannung wir das Bauteil niederohmig, produziert einen Kurzschluss. Der Varistor wird parallel zu den Verbraucher geschaltet, also zwischen Phase und Null. Der Blitz oder die Überspannung...genauer was davon übrig ist, wird kurzgeschlossen. Die Sicherung vor dem Varistor brennt wegen des Kurzschlusses sehr schnell durch.
Eine Fehlermöglichkeit ist z.B. dass die (Rest-) Überspannung so hoch ist, dass sie auch die Kontakte der durchgeschmorten Sicherung überspringt.
Ansonsten kann man noch sagen, dass die Überspannung zumeist über die Telefonleitung kommt. Die Spannung kann auch einfach in die Telefonleitung induziert werden, der Blitz muss da nicht direkt einschlagen. D.h. solche Überspannungsschutzmaßnahmen müssen dicht beim Gerät ansetzen und sie müssen auch die Telefonleitung absichern.
- Herr Zener hat schon vor über 30 Jahren darum gebeten, die Spannungsstabilisatordioden nicht mehr mit seinem Namen zu belegen.
Der Grund: der diesen Dioden zugrunde liegende "Durchbruchseffekt", der für beliebige Spannungen (durch Manipulation der Dotierung) erzeugt werden kann, hat nichts mit dem "Zenereffekt" zu tun, der nur für einen engbegrenzten Spannungsbereich gilt und auch physikalisch andere Grundlagen hat.
Daraufhin wurden diese Dioden als Z- Dioden bezeichnet, und zwar aufgrund ihrer Z- förmigen Strom- Spannungskennlinie.
Dioden, die auf dem "Zenereffekt" beruhen, werden meines Wissens nach überhaupt nicht industriell hergestellt.
Allerdings hält sich diese Bezeichnung genau so hartnäckig, wie die Gewichtsbezeichnung "Pfund", die schon seit über hundert Jahren keine gesetzliche Masseeinheit mehr darstellt.
Man verlange bitte nicht von mir, Links zu oben genannter Aussage zu suchen. Dazu bin ich schlicht und einfach - zu faul.
Jürgen
Habe ein paar dieser Geräte im Einsatz, damals allerdings bei einem Baumarkt in der nähe gekauft, aber dieser Text + Bild kam mir so bekannt vor :-)
Das sicherste ist immernoch, bei Gewitter Stecker raus - alles andere ist Vertrauenssache und gleichzeitig Risiko.
Allgemeni
Es ist doch bekannt, dass die Hersteller gern mit Zahlen werben, die eh keine Aussagekraft mehr haben, was sagt es mir denn, wenn ein Waschpulver mit der Zuverlässigkeit von 50 0000 Daber meine Weisswäsche rein wäscht und ein anderer verspricht mir das gleiche mit 100 0000 Daber ... jetzt weiss ich genauso viel und in wirklichkeit wird wohl kein Kunde hingehen und sich beschweren
30.000 A klingt viel und gut - ob hier sinnvoll, ist etwas fragwürdig.
Die Versicherung könnte interessant sein, hohe Schadenssumme und das Kleingedruckte würde letztendlich einscheiden (und ob eine Versicherung sich nicht am Ende doch rausredet).
Eine Überspannungs-Steckdosenleiste ist gegen Blitzschlag nur eine halbe Sache. Es gibt vier Blitz-Schutz-Zonen (A, B, C, D) und damit diese Anforderungsklassen. Wenn alle vier Zonen abgedeckt sind, sollte so durchaus ein Blitz "abgewehrt" werden können. Alles, was in die Steckdose kommt ist praktisch Klasse "D" und sollte mind. 5 kA verkraften können. Wenn die drei Klassen vorher fachgerecht geschützt sind, sollte das auch reichen. Und dennoch ist das auch nur für Ferneinschlag vorgesehen.
Mehr wie maximal einen Blitzableiter haben wohl die wenigsten, und der Krempel für die Steckdose allein hilft gegen Blitzschlag sicher relativ wenig, trotzdem ist soetwas sinnvoll das es auch "normale" Überspannungen gibt.
Die "30.000 A Klasse D" Steckdosenleiste dürfte sich sehr über einen wenig gedämpften Blitz freuen, die Geräte dahinter noch viel mehr, denn die bekommen trotzdem eine saftige Stehstoßspannung.
Das wäre dann gleich die Gelegenheit mal die Versicherung zu testen ... .
@charlie62
Woher willst du wissen, daß der Blitz die (Licht-)Stromleitung getroffen hat? Ich denke eher, der hat die Telefonleitung erwischt!
Das gleiche Problem hatte ich auch, den Stecker von Modem/Telefon hatte ich komplett vergessen und nur den Stromstecker rausgezogen.
Hier sei angemerkt, daß Überspannungs- und "Blitzschutz" für Telefon/ISDN/DSL ein Problem ist - es gibt nur Schutzgeräte der Klasse D und die können gegen einen Blitz mit Sicherheit relativ wenig ausrichten. Wenn du Glück hast, erwischt es z. B. nur das Modem/NTBA und der Rest bleibt heil.
Wäre die Überspannung (Blitzferneinschlag) über die Stromleitung gekommen, wäre die Feinsicherung wahrscheinlich durchgebrannt weil der Ableitstrom viel viel größer ist als der Nennstrom der Feinsicherung (der Varistor ist sicher hinter der Sicherung). Die durchgebrannte Sicherung hätte dann eine positive, dämpfende Wirkung gehabt.
Wenn der Blitz über die Telefonleitung kommt (scheint die neue Masche zu sein), nützen dir die einfachen Überspannungssteckdosen einen Sch***, da nur die Stromleitung "geschützt" wäre.
Fazit: Stecker raus bei Gewitter, auch Kabel, Sat, ... nicht vergessen - es hängt praktisch alles zusammen! Und das Backup sollte an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.
Weil es in einem anderen Raum auch den Fernseher und den Sat-Receiver erwischt hat.
Hallo zusammen!
Wenn eine solche Mehrfachsteckdosenleiste trotz "Blitz-Schutz" inkl. Hersteller-Haftpflicht nicht mehr als 35 € kosten sollte, kann dieses solches Teil unmöglich den gleichen Schutz bieten, wie eine professionelle USV, die etwa das 10-fache (oder noch mehr?) kostet.
Allein wg. dieser Überlegung scheint mir diese Anschaffung fragwürdig. Einer von euch brachte den Hinweis, dass Blitze "gerne" auch mal über die Telefonleitung kommen. Also müsste ich wenigstens diesen Stecker bei Gewitter "manuell" herausziehen. Nun gut, wenn doch immer ein "Aufpasser" vor Ort sein muss, relativiert sich der Nutzen einer solchen Lösung ganz erheblich.
"Ob die Versicherung sich nicht doch irgendwie rausredet" - richtig, auch das ist ein Einwand, der mir schon im Laden gekommen ist. Technisch scheint es ebenfalls Haken und Ösen zu geben, wie ich aus euren z.T. physikalisch-elektrotechnisch recht fachkundigen Beiträgen entnehmen konnte.
Fazit: Ich lasse es! Danke an alle für die vielen Antworten.
CU
Olaf
Wie ich schon immer sage, alle Stecker raus bei Gewittern oder wenn man nicht zuhause ist, das kostet nichts und wirkt immer ;-)
Ja, das habe ich in der Vergangenheit auch immer so gehandhabt - wobei man dann natürlich konsequenterweise die Stecker immer dann ziehen muss, wenn auch nur der Verdacht eines möglicherweise aufziehenden Gewitters besteht. Es wäre schon elegant gewesen, ein Gerät zu haben, das die dramatischen Spannungsspitzen automatisch abfängt. Aber wie gesagt: So etwas ist nicht für 30 - 35 € zu realisieren, dafür gibt es nicht umsonst professionelle, wesentlich teurere USVs, wiederum mit Herstellergarantie / Produkthaftpflichtversicherung.
CU
Olaf
... vor allem muss man dann wirklich _alle_ Stecker ziehen!
Auch die vom Telefon oder Satellitenanlage.
Denn beim letzten Gewitter ist hier in meiner Ecke ein Blitz in den Telefon-Anschlusskasten geballert:
Im betroffenen Haus war alles hinüber, die beiden NTBA's waren noch so groß wie ein Hühnerei. Zusätzlich dazu hat es aber noch das Erdkabel bis zum nächsten Schaltpunkt ausgebrannt...
War schon ne geile Sache, die Straße war für ne halbe Woche tod.
cm
Also nochmal, die Mehrzahl der Defekte ensteht über die Telefonleitung. Es gibt auch spezielle Telefonsteckdosen. Die haben blos noch nicht so den Weg auf die Grabbeltische der Baumärkte gefunden. Bei den USVs hat man zumeist ne Telefonlösung dabei, für Mehrfachsteckdosen dürfte sowas recht selten sein.
Ich denke mal, in Verbindung mit DSL kann man die Sachen eh getrost vergessen, da die Teile wohl das Signal vernichten.
cm
Dann geht das Modem hops. Ist ja nett wenn's sich opfert, der Kurzschluss die Spannung vernichtet und der Computer heil bleibt.
Ich zieh IMMER alles ab, was nicht benötigt wird wenn ich aus dem Haus bin, ob nun Gewitter angesagt sind oder nicht, ist ja kein Problem. Und unbeaufsichtigt Standby läuft hier sowieso absolut gar nichts.
Bei mir sind die Rechner mit allem Zubehör an einer Steckerleiste.
Ebenso das Multimedia TV und HiFi Zeugs.
Also 2 Handgriffe und alles ist vom Netz. Dann noch Telefon und Antennenkabel raus und fertig.
Und wenn die Leiste kaputt ist, dann hat man einen Leistenbruch erlitten!
> Und wenn die Leiste kaputt ist, dann hat man einen Leistenbruch erlitten!
Tä-tää! Tä-tää! Tä-tää!
*SCNR*
Olaf
