... das muß ich hier jetzt mal loswerden, ich muß aber ein bißchen ausholen...
Vor einigen Wochen habe ich bei real einen Billig-DVD Player gekauft, Marke SEG Typ DVD430-II, war im Sonderangebot. Sollte ein Geschenk für mein Patenkind sein, das aber ca. 80km von mir entfernt wohnt. Bevor ich das Ding verschickte, testete ich erstmal. Einige DVD´s blieben einfach hängen, andere stockten immer wieder mehere Sekunden (nur Original DVD´s). OK war das nicht. Also tauschte ich den DVD Player um. Den ausgetauschten hab ich dann noch mal getestet. Ein Film, der vorher hängenblieb, lief jetzt, also das Ding zur Post, und ab an mein Patenkind. Als Bonbon hatte ich noch "Fluch der Karibik" mit dazugepackt (natürlich als Original). Wie groß war dann am Geburtstag die Enttäuschung, Fluch der Karibik lief nicht (bleibt beim ersten Sprachauswahlmenu stehen) und andere DVD´s zockelten und ruckelten zwischendurch (es gab aber auch welche, die einwandfrei liefen). Was tun, der vermeintlich defekte Player steht 80km entfernt, und zu allem Überfluss hatte ich bei der ersten Umtausch Aktion auch noch den Kassenbon verloren. Dann hab ich gestern beim real noch mal den gleichen DVD Player wieder gekauft, in der Hoffnung, dass der funktioniert, und so hatte ich ja auch wieder einen Kassenbon. Zuhause hab ich ihn gleich ausprobiert, natürlich zuerst mit "Fluch der Karibik", und ... ihr ahnt es schon, beim ersten Sprachauswahlmenu bleibt das Ding hängen...
Ich brauchte jetzt wirklich bißfeste Tischkanten, erklären konnte ich mir das überhaupt nicht, eine Transportsicherung gibt es nicht bei solchen Geräten (sowas hatte ich erst im Verdacht), bis ich auf den Zettel mit den Firmware-Updates stieß. Egal, dachte ich, probiers halt aus, schlimmer kanns nicht kommen. Also empfohlenes Firmware Update aus dem Internet geladen, streng nach Gebrauchsanweisung auf CD gebrannt, ebenfalls streng nach Gebrauchsanweisung auf dem DVD-Player durchgeführt, und ... ihr ahnt es schon... ES HAT FUNKTIONIERT... "Fluch der Karibik" startete problemlos auf dem Gerät, zur Sicherheit hab ich mir noch drei komplette Orirgial-DVD´s angeschaut, kein Zockeln, kein Ruckeln, alles OK. Ebenso VCD, selbstgebrannte DVD´s, jpg, mp3 und was weiß ich noch alles.
Jetzt tauschen wir meinen "gepatchten" gegen den anderen, den bring ich zurück zum real (Kassenbon hab ich ja) und alle sind zufrieden.... Ne nicht wirklich!
Wenn ich einen DVD Player kaufe, erwarte ich, das zumindest Original-DVD´s darauf laufen, wenn dies aber erst nach einem Firmware-Update möglich ist, mit dem die meisten Kunden sicherlich überfordert sind, finde ich das mehr als unverschämt.
So, das mußte ich jetzt loswerden, ich schreib auch noch an SEG.
Wenn einer von euch auch so einen DVD-Player gekauft und damit Schwierigkeiten hat, hier die Adresse für den Download des Updates:
"www.veseg.de".
Achtet aber auf die richtige Version für euren Player.
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Stimmt leider was du da schreibst. Ist Identisch mit meinen Erfahrungen!!
Nun ja, wie Du richtig sagst, eben ein Billigplayer...
Die Geräte werden mitsamt den Fehlern auf den Markt geworfen und der Kunde kann dann sehen wie man das dann zum Laufen bekommt, besonders interessant ist das für Leute ohne Rechner und Internet, die es ja angeblich auch noch irgendwo geben soll ;-)
Bananenprodukte, sie reifen beim Kunden. Leider wird dies (oder ist schon) mehr und mehr Standard. Kaum ein Hersteller kann sich bei den heutigen Endkundenpreisen in Verbindung mit den kurzen Innovationszyklen noch ausführliche Tests und fehlersuche erlauben. Ergo landet Beta- oder Alphaware beim Kunden, in der Hoffnung er gibt sihc damit zufrieden oder man könne nachbessern. Viele Firmen werden sich damit bald ganz gehörig auf die Nase legen, falls die gesellschaft merkt, daß Geiz doch nicht so geil ist, wenn man wenig Geld für Nichts ausgiebt, statt etwas mehr Geld für funktionierende Produkte.
Bestes derzeitiges Beispiel wird wohl Intels neuer Workstation-Chipsatz werden. Ein Chipsatz für professionelle Rechner mit Mehrprozessorunterstützung für teure XEONs, welcher noch nicht auf dem Markt ist, bei dem aber jetzt schon klar ist, daß er erhebliche Bugs hat. Intel wird ihn wohl trotzdem sehenden Auges launchen und somit Kunden, welche auf professionelle Stabilität setzen auf Jahre hinaus verprellen.
Letztendlich wundert es mich aber im Consumerbereich wenig. Wenn ich mir die Rückläuferquoten für das berühmt berüchtigte K7S5A angeschaut habe...hauptsache spottbillig, daß 50% aus Kompatibilitätsgründen nicht lauffähig waren ist egal.
...Du hatest wahrscheinlich noch Glück im Unglück gehabt das das Firmware Update mit selbstzubrennender CD Durchführbar war.Bei manchen Home DVD Playern müßte erst dessen Firmwarechip aus seiner Fassung herausgepult, dan in ein Programiergerät eingesteckt und von dort aus mit der neuen Firmware geflasht werden, das Programiergerät selbst kommt meist teurer als der Neukauf eines Home DVD Players, nur für Leute die öfters mit Eprom´s usw .rummachen tun wie z.b. neuzeitliche Hobyelektroniker, würd sich das wohl lohnen.
MfG Peter
Im Grunde habt ihr ja alle irgendwie recht. Wenn jetzt selbstgebrannte CD´s/DVD´s oder irgendwelche Exoten nicht laufen, würde ich bei einem Billig-Gerät auch nicht groß meckern. Nur handelt es sich hier durchweg um Original DVD´s, auch ältere, die schlichtweg erst nach dem Update einwandfrei laufen. Das heißt, das Gerät erfüllt ohne Update nicht mal seine elementaren Funktionen. Das hat mich aufgeregt...
@ xafford
der Vergleich mit dem K7S5A hinkt etwas, schließlich ist das nur eine Komponente des PC´s. Einen Stand-alone DVD Player baue ich aber nicht zusammen, sondern kaufe ihn als Ganzes. Trotzdem gebe ich dir recht, das K75SA war eines der Boards, die am häufigsten reklamiert wurden.
