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USB und SATA

Amenophis IV / 6 Antworten / Baumansicht Nickles

Macht es eigentlich einen Sinn, daß zur Zeit 2 serielle Schnittstellen gepflegt werden? Würde nicht eine reichen?

Im Moment ist zwar USB(2) noch zu langsam, um als ALLEINIGER Bus zu dienen, aber das ließe sich ja ändern und es wird auch daran gearbeitet. Was spricht also -grundsätzlich!- dagegen, z.B. USB als alleinige Schnittstelle für PCs zu verwenden?

Dann gäbe es endlich mal Kompatibilität, die Kabelei hätte ein Ende, Hardwareinstallationen aller Art wären erheblich einfacher.

Oder übersehe ich da etwas - außer, daß die Industrie natürlich garkein Interesse an Kompatibilität hat (Beispiel Flash Memory!), damit die Kunden möglichst viel Geld für Parallelsysteme ausgeben müssen.

Gruß
A4.
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basil Amenophis IV „USB und SATA“
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SATA kann derzeit nicht die Funktion von USB übernehmen, da SATA zwar vom Protokoll under der Signalleitung seriell ist, aber nicht stackable. Derzeit unterstützt SATA nur ein Gerät pro Kanal. Ob dies generell im Protokoll begündet ist, oder nur die erste Ausbaustufe ist (ich meine mich zu erinnern, daß in Vorabinformationen diese Limitierung nicht aufgeführt war) weiß ich leider nicht, aber mit nur einem Gerät ist der Bus für Peripherie nur bedingt geeignet. Wir haben aber defacto viel mehr serielle Techniken, in deiner Aufzählung fehlen z.B. Firewaire aka IEEE1384 und Fibre Channel, sowie Ethernet (was z.B. auch für Speicheranbindungen genutzt wird) und noch einige Exoten.
Grundsätzlich bin ich eigentlich gegen Monokulturen, da diese die Entwicklung behindern. Wer investiert noch in die Entwicklung neuer Protokoll und Geräte, wenn der Markt fest in der Hand eines Protokolles ist?

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Dr. Hook Amenophis IV „USB und SATA“
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Hi,
Du solltest bei Deinen Überlegungen nicht außer Acht lassen, daß noch sehr viele Geräte mit seriellem Anschluß im Umlauf und in Betrieb sind. Die kann man nicht einfach ausmustern solange sie ihren Dienst genauso gut wie ein neues USB-Gerät versehen. Zwar gibt es Umsetzer von Seriell nach USB und auch umgekehrt, - aber das sollte nicht zum Standard werden um ein Gerät anschließen zu können.

cu

Dr. Hook

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Rika Amenophis IV „USB und SATA“
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Wäre einfach nur Quatsch, weil dann der Hersteller kein "IBM PS/2-kompatibel" mehr draufkleben könnte, ohne von IBM belangt zu werden. Selbst Windows setzt eine solche Kompatiblität voraus.
Und obwohl es eigentlich auch ohne ginge, setzt die Spezifikation mindestens eine serielle, eine parallele und eine PS/2-Schnittstelle voraus. Diese kann bei Bedarf natürlich deaktiviert sein, weil's halt auch ohne funzt. Egal, physisch muss sie vorhanden sein.
Willst du als Hersteller nun also einen PC ohne diese Legacy-Schnittstellen oder ohne Diskettenlaufwerk anbieten, so musst du IBM um eine für die heutige Zeit angemessene Spezifikation anbetteln - wird ja auch langsam mal Zeit.

P.S.: Der Aldi-PC kommt ohne Diskettenlaufwerk... Bitte IBM, klagt dagegen!

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schnaffke Amenophis IV „USB und SATA“
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Hallo, vielleicht sollten wir hier auch mal ein bißchen über den "Tellerrand" hinaus schauen. Der "PC" ist ja nicht nur das Spielzeug der Heimanwender, die sich jedes Jahr nach dem neuesten Stand der Technik eindecken. Er dient auch in der ganzen Welt(auch in den ärmsten Ländern) als z.B. Steuerungsrechner für Industrieanlagen, Eisenbahnen, u.s.w. Hier sind standartisierte Schnittstellen, wie die serielle z.B. unbedingt notwendig. Also werden Mainboards auch nach wie vor damit ausgestattet. Es sei denn, die Großkonzerne teilen den Consumer-Markt und den Export-Markt auf, aber darüber weiß ich nicht Bescheid.
Nur mal so als Denkanregung.
Schnaffke

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basil schnaffke „Hallo, vielleicht sollten wir hier auch mal ein bißchen über den Tellerrand...“
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Viele Steurungen in der Industrie laufen auch noch übr ISA-Cotrollerkarten, dummerweise gibt es aber kaum noch Rechner, die ISA-Schnittstellen. Nur sehr wenige Anbieter produzieren noch Boards, die überhaupt ISA besitzen und wenn, dann höchstens eine. Dieses Problem kenne ich aus leidvoller Erfahrung.

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Amenophis IV basil „Viele Steurungen in der Industrie laufen auch noch übr ISA-Cotrollerkarten,...“
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Brauchst eins - müßte noch ein paar haben....

Ansonsten sind ISA-Boards in der Tat heute eine Domäne von Spezialanbietern geworden.

Ich will noch einen Satz zu den bisherigen Beiträgen sagen und mich auch damit für sie bedanken:

Ich wollte mit meinen Überlegungen ganz sicher NICHT den Gedanken fördern, alte Teile ausmustern zu müssen, um noch mehr Umsatz zu generieren.
Interessant auch die Überlegungen zur Dritten Welt.

Mein Ansatz war eigentlich genau umgekehrt: Die Vielfalt (deshalb das Beispiel Flash-Memory) trägt dazu bei, daß wir unnütz permanent neue Dinge kaufen müssen, weil die alten nicht kompatibel sind, also als Beispiel: serielle Maus, PS2-Maus, USB-Maus. Immer wieder neues kaufen -zumindestens Adapter.

Eine einheitliche Schnittstelle würde solch ein Chaos zumindest für die Zukunft vermeiden und die Industrie unter Druck setzen: Sie müßte mit vergleichbaren Produkten gegeneinander konkurrieren, statt proprietäre Lösungen anzubieten.

Daß durch eine einheitlichen Standard ein Machtmonopol entsteht, fürchte ich eher nicht: Der PCI-Bus ist auch einheitlich, dennoch gibt es viele Boardhersteller - und zum Glück sind dank Standardisierung die Steckkarten kompatibel und auch über längere Zeit verwendbar.

Für eine Übergangszeit würde ein Einheits-Standard und das Wegfallen alter Schnittstellen in der Tat einige Probleme für Alt-Hardware bedeuten, diesen Einwand muß man akzeptieren. Dafür würden dann in der Zukunft solche Probleme wegfallen, anders als heute.

Oder auch nicht, weil die Entwicklung zu schnell weiter geht....

sapere aude
A4.
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