Hi!
OK, dann versuche ich's mal:
Du weisst (hoffe ich), dass Win95, 98 und ME die "kleinen" Windows-Versionen sind und WinNT, 2000 und XP die "grossen".
Von den "Grossen" gibt es nun immer mind. zwei varianten:
1) Eine für zu Hause:
Die ist gedacht auf einem Rechner zu laufen. Und max. mit anderen Rechnern eine Verbindung herzustellen (über Modem, ISDN oder Netzwerk).
Die Versionen nennen sich je nach Variante und Leistungsumfang "Workstation", oder "Professional" (von Win XP gibt es auch eine "kleine Version", die sich "Home" nennt).
2. Eine für die zentrale Verwaltung in Netzwerken:
Das ist keine Version für einen einzelnen Rechner zu Hause. ;-)
Diese Versionen werden als "Server" bezeichnet. Ihre Aufgabe ist es Netzwerke zu verwalten (gaaanz einfach ausgedrückt).
Sie stellen Funktionen bereit, die andere (z:B. die unter 1. aufgeführte Windows Versionen) nutzen können.
Das ist der Grund, warum es keinen Sinn macht Server-Versionen alleine auf einem anderen Rechner einzusetzen. Wer soll dann ihre Zusatzfunktioinen nutzen.
Was sind das für "Server-Zusatzfunktionen"?
Alles was irgendwie mit einer zentralen Verwaltung von Daten oder Information zu tun hat.
Emails können für ein Netzwerk zentral auf einem Server verwaltet werden. Auf dem Server befinden sich dann die Postfächer in denen die angeschlossenen Rechner ihre Email abholen können.
Benutzernamen kann man zentral in einem Server verwalten. Dann können sich nur User im Netzwerk anmelden, die der Server kennt.
Meldet sich ein User an einem dem Netzwerkangeschlossenen PC an, den der Netzwerkserver nicht kennt, dann kann dieser user nicht auf die Serverfunktionen zugreifen - mit dem Abrufen von Emails, die der Server verwaltet, ist dann nichts...
Andere Dienste sind z.B. das Bereitstellen von Internet-Seiten, Funktion als FTP-Server usw.
Was ist .NET?
Zwei Dinge:
1. Einfach eine BEzeichnung für die nächste Generation von Windows-Servern (wie z.B. "2000" oder "XP").
2. Eine Software-Funktionalität, die dass Entwickeln und automatische Verteilen von Programmen erleichtern soll.
Für Programme ist .NET quasi eine Umgebung, in der die Programme laufen. Dumm beschrieben und schwierig zu erklären:
Die Umgebung, in der "normale" Windows-Programme laufen ist: das Betriebssystem Windows. Darunter befindet sich die Umgebung in der Windows läuft: die CPU, der Arbeitspeicher, die Grafikkarte usw.
Programme, Windows und der PC bilden letztendlich eine Einheit: Programme können nur auf einem PC laufen, der Windows als Betriebssystem besitzt.
Mit .NET ist das anders:
Hier ist .NET die Umgebung für .NET-Programme. Die Umgebung für .NET ist dann Windows. Die Umgebung für Windows dann wieder der PC.
-> .NET liegt also zwischen den Programmen und Windows
Das bringt erstmal nichts. ;-)
Aber: wenn es jemand schaft die Umgebung .NET für ein anderes Betriebssystem umzusetzen. Dann laufen alle .NET-Programme, die .NET als Umgebung brauchen, auch auf diesem Betriebssystem.
Hört sich neu an, ist aber ein alter Hut:
Java ist eine Umgebung für Programme (wie .NET). Ein Internet-Browser bildet die Umgebung unter der Java läuft. Da es Java-fähige Browser für verschiedene Betriebssysteme und Computerarten gibt (z.B. Macs!), laufen Java-Programme auf den verscheidensten Betriebssystemen und Rechnerplattformen.
Ich hoffe, ich bin verständlich rübergekommen!
Bis denn
Andreas