Hi,
Manch einer wird sich fragen, warum dieses Posting nicht auf "DVD, CD-ROM, Brenner" steht, zumal es von einem VIP geschrieben ist, der ja eigentlich am ehesten wissen müßte, wo jetzt genau was hingehört. Schließlich handelt es sich um einen Angehörigen eben jenes Personenkreises, dessen Mitglieder bekanntermaßen das Privileg innehaben Postings zu verschieben, und denen auch zeitweise unterstellt wird, dies mit Hingabe zu praktizieren. :-)
Nun, der Grund ist, daß es sich nicht um ein CD-ROM oder ein Brennerproblem handelt, sondern um eines das mehr dem Bereich Datensicherheit angehört.
Genauer gesagt geht es um sechs CD-RWs, die vor etwas über einem Jahr gebrannt wurden. Da ich seinerzeit zu bequem war sie zu beschriften, lagerten sie einfach nur so im Regal. Bei Zimmertemperatur und lichtgeschützt. Gestern wollte ich nachschauen, was da überhaupt drauf ist. Es blieb dann beim Wollen. Weder das CD-ROM (SCSI), noch der Brenner (IDE) waren in der Lage etwas zu lesen. Sowohl der Explorer als auch der Norton Commander sahen sich außerstande, den CDs irgendwelche Informationen zu entlocken. D.h., in einem Fall zeigte der Explorer an, daß es sich wohl um eine Audio-CD handeln müsse. Das war in diesem Fall aber schon alles.
Der Brenner erkannte allerdings daß eine CD-RW eingelegt ist, und hat auch brav (auf Anweisung) eine Löschung vorgenommen.
Nun dachte ich mir, - das ist alles nicht weiter schlimm. Egal was da mal drauf war (oder irgendwie auch noch drauf ist), - es ist alles noch auf den Festplatten. Schließlich habe ich kein Raid 0 (*lol*).
Außerdem habe ich erst vor kurzem alle sicherungsrelevanten Daten erneut auf Jaz-Drive abgespeichert. - Aaaber, was wäre gewesen wenn?
Wenn nun die CD-RWs die einzige Sicherungskopie gewesen wäre, und mit der oder mit den Platten irgendwas passiert wäre? Dann wäre guter Rat teuer gewesen und wenn ein prof. Unternehmen hätte ran müssen, auch teuer geworden!
Deshalb wollte ich zu diesem Thema mal Stimmen hören. Wann habt ihr eure CD-RWs zum letzten Mal auf Lesbarkeit überprüft? Natürlich nur, sofern ihr ebenfalls Daten diesem nunmehr mehr als zweifelhaften Medium anvertraut habt. Wie sind da eure Langzeiterfahrungen? Sofern man einige Monate oder ein Jahr als "Langzeit" bezeichnen kann?
In Erwartung eurer Meinungen,
mfg
Dr. Hook
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eigentlich ein bekanntes problem. nickles hat das auch mal irgendwo geschrieben, dass cd-rws anfälliger seien für datenverlust.
ich sichere deshalb meine daten mehrfach, cd-rws benutzte ich eigentlich nur für kurzzeitige sicherung.
hab schon einige cd-rws gehabt, die partu nicht mehr auf meinen cd-lws wollten, der alte brenner konnte sie aber immer noch lesen.
von wichtigen daten sollte man eh immer mehr als eine kopie machen und 1 ausser haus lagern.
Hi Dr. Hook !
Nun, ich benutze meine Recher nicht ausschließlich für professionelle Zwecke, sondern hauptsächlich nur zum privaten Vergnügen. Ich habe zwar schon ein paar relativ wichtige Daten, deren Herstellung mich eine Menge Zeit gekostet haben, aber das sind zum Großteil nur Word-Dokumente, die nehmen nicht sooo viel Platz weg, der ganze für mich persönlich richtig wichtige Kram passt locker auf ein paar wenige CD-Rs...
Zur Datensicherung benutze ich prinzipiell keine CD-RWs oder andere wiederbeschreibbare Medien, sondern nur CD-Rs. Anfangs lag das daran, daß mein alter Teac SCSI-Brenner nichts mit CD-RWs anfangen konnte, inzwischen habe ich zwar einen Yamaha SCSI-Brenner, der auch CD-RWs unterstützt, aber ich bin bisher mit den CD-R -Rohlingen sehr gut gefahren, daher sehe ich keinen Handlungsbedarf, den Medientyp zu wechseln. Außerdem sind die CD-RW -Medien schon vor einiger Zeit ins Gerede gekommen, es gab da mal einige üble Berichte über komplette Datenveluste nach nur ein paar Multisessions und/oder wiederbeschreibenden Vorgängen, und auch die Kompatibilität einiger älterer Laufwerke zu den CD-RW-Medien läßt zu wünschen übrig.. Aus all diesen Gründen benutze ich nur CD-R und keine CD-RWs...
Die Betriebssysteme, bevorzugten Anwendungen und die richtig netten DVD-Filme habe ich im Original vorliegen. Es sind zwar Sicherungskopien der öfters benötigten CDs vorhanden, die für den 'alltäglichen' Umgang verwendet werden, aber dies habe ich auf billigen Standard-Rohlingen gebrannt, die Originale bleiben im Schrank liegen. Ähnlich sieht es mit den Images der installierten Betriebssysteme aus, so ca. jedes halbe Jahr wird das alles auf den aktuellen Stand gebracht [ aktuelle Versionen von Treibern, Service-Packs, Sicherheit-Patches, bevorzugte Tools, etc. ] , ein neues Image gezogen und auf billigen Rohlingen gebrannt. Die Dinger müssen ja nur ca. ein halbes Jahr lang halten, dann sind sie eh überholt und obsolet geworden. Die gerippten Filme werden ebenfalls auf günstigen Rohlingen abgelegt, wenn da eine Cd mal nicht mehr lesbar sein sollte, dann ist das vielleicht ärgerlich, aber bestimmt keine existenziell bedrohliche Situation....
Bei den richtig wichtigen Daten verfahre ich etwas anders, die werden auf speziellen Rohlingen gebrannt [ 'Mitsui Gold Medical CD-R' , die bei ordnungegemäßer Lagerung die Integrität der gespeicherten Daten angeblich für ca. 100 Jahre bewahren sollen ]. Naja, was soll ich sagen, ich kam mal relativ günstig [ und ganz legal !! ] an eine 50er Packung ran, dieser Vorrat dürfte bei meinen relativ überschaubaren Bestand an wirklich wichtigen Daten noch für die nächsten paar Jahre ausreichen. Von diesen wirklich wichtigen CD-Rs existieren außer dem 'Original' jeweils 3 Kopien, von denen jeweils ein Exemplar bei zwei verschiedenen, vertrauenwürdigen Freunden in anderen Stadtteilen und eine in der bayrischen Heimat ausgelagert sind. Bis jetzt mußte ich auf diese externen 'Backups' noch nicht zurückgreifen, aber man weiß ja nie, ich glaube, daß ich ausreichende Vorkehrungen für die Sicherheit und Integrität meiner wichtigen Daten getroffen habe. Sollte es wirklich zum Super-GAU kommen, meine Wohnung mit allen meinen Computern abfackeln oder in einem Hochwasser absaufen, dann wäre das alles zwar recht ärgerlich, aber bestimmt kein Beinbruch, im schlimmsten Falle wäre 'nur' die Arbeit von ein paar Tagen oder einer Woche im Eimer. So weit ist es gottseidank noch nie gekommen, ich mußte noch nicht einmal zwingend auf meine 'goldene' Sicherung zurückgreifen, da die aktuellen Daten ja noch auf den HDDs meiner anderen Rechner ausgelagert waren. Auch wenn die Daten auf meinen ersten 'goldenen' CD-Rohlingen, die vor über 4 Jahren gebrannt wurden, inzwischen schon überholt und nicht mehr aktuell sind, so kann ich diese immer noch auf jedem meiner CD-Laufwerke einlesen und darauf zugreifen...
Soviel von meiner Seite zum Thema "Langzeiterfahrungen zur Datensicherung auf optischen Medien". Ich hoffe mal, ich habe nicht das Thema verfehlt, weil mein Beitrag nur von CD-R und nicht von CD-RWs handelte... ;-)))
MfG
DarkForce
Hallo!
Daten- sicherung/sicherheit sind ein wichtigen Thema.
Ich setze auf eine kombinierte Sicherung mit CD-R/CD-RW.
Kurzzeitig wird auf RW gespeichert ( Langfristig auf CD-R.
Eine ganz große Bedeutung hat dabei für mich das
Wort REDUNDANZ. Ich habe mit einen 25er Stapel Highspeed
CD-RW geholt. Das reicht aus, um alle relevanten Daten
nicht nur einmal abzuspeichern. Stichprobenartig teste
ich die Medien mit Nero CD Speed (extra -> Scandisk -> Surface scan).
Da bekomme ich auch (gelb) Blöcke angezeigt, die die
Brenner-Fehlerkorrektur wieder hingebogen hat.
Wenn vermehrt "gelbe" Blöcke auftreten, wird das
Medium entsorgt.
Sagen wirs mal so: ich kann den Medien vertrauen, die ich verwende.
Dadurch, das ich den Zustand testen kann, geht das ganz gut.
Es ist nun mal so, daß nicht jede Brenner/Medium-Kombination
funktioniert, aber man hat die Mittel, sich selber
eine ordentliche Backupumgebung zu schaffen.
In den letzten zwei Jahren hat sich meiner Meinung nach
das Qualitätsproblem entschärft. Es gibt jetzt gute Brenner
und haltbare Medien. Davor wars ein Abenteuer.
So, das wars, jetzt mache ich erst mal einen Backup...
Gut dass Ihr mich erinnert habt.
Gruß
ChrE
Hallo
Wusste gar nicht, das CD-RWs so schlechte Haltbarkeit haben, was Daten betrifft. Ich hatte nur Probleme mit OCTRON-CD-RWs(LIDL-Ware), die mein Artec 201040 nicht so besonders mag und mal erkennt und mal nicht. Gute Erfahrung habe ich mit denen von Conrad und Yamaha(HighSpeed) gemacht. hab gerade mal getestet, ob die Conrad-CD-RWs noch gehen, da sind auch wichtige Daten seit ein min. eineinhalb Jahren drauf und die lagerten sogar im Keller und sie waren noch einwandfrei lesbar und Nero-CD-Speed hat auch kaum Fehler gefunden (die hat damals ein HP-Brenner geschrieben)
Fazit: KAUFE NIEMALS BILLIG`WARE wenn dir deine Daten heilig sind
Gruss
DIGIXP
Langzeitsicherungen hab ich keine auf CD-RW. Die benutze ich eigentlich nur wenn ich mal wieder mein Platte plätten muss, zwecks Sicherung. Ich habe RWs die ungefähr 2 Jahre alt sind auch auf den ersten Blick einwandfrei funktionieren. Doch wenn ich Daten draufbrenne und die CD dann überprüfe stelle ich oft fest das die "äußeren" 10-100MB defekt sind und nicht mehr gelesen werden können. Bei neuen Rohlingen kein Problem aber sobald man die ungefähr 50x oder so beschrieben hat, tritt das von mir beschriebene Phänomen ein. Deshalb geh ich auf Nummer sicher und brenne auf RWs nur bis 500MB. Ich hab 4 CDRWs und alle von verschiedenen Herstellern und bei allen tritt der geliche Fehler auf. Wer hat ähnliche Erfahrungen?
...oder könnte es eine InCD- bzw. DirectCD-CD-RW sein? Und/oder Dein InCD- bzw. DirectCD-Treiber läuft nicht mehr richtig "rund"?
Nun, CD-RWs sind - WEIL löschbar - ohnehin nicht das Medium zur Langzeitsicherung. Und dabei gibt es, wie bei R-Rohlingen auch, so´ne und so´ne.
Weniger wahrscheinlicher Grund, aber bei DVD-RWs gibt man die Anzahl der Lösch/Wiederbeschreibzyklen mit 1000mal an, für CD-RWs habe ich so eine konkrete Angabe nicht nicht gesehen. Wenn Deine RWs vor dem Liegenlassen ziemlich oft gelöscht und neu beschrieben wurden, dann sind sie vielleicht einfach schon kaputt. Oder, was ich mal im Zusammenhang mit ganz alten Brenner (max. 4fach) und neuen Rohlingen gelesen habe, daß diese alten Brenner mit zu hoher Leistung auf die arme CD-Oberfläche brennen und sie damit beschädigen.
Hallo Dr. Hook!
Zunächst einmal muß ich gestehen, daß ich keine eigenen Erfahrungen mit CDRWs habe. Warum nicht? Weil ich es vorziehe, aus anderer Leute Schaden klug zu werden... Die von Neo und Dir geschilderten Erfahrungen habe ich in den letzten Jahren schon einige Male gehört. Normalerweise bilde ich mir gern mein eigenes Urteil - in diesem Fall nicht:
CD-Rs sind im Verhältnis bspw. zu Wechselplatten derart günstig, daß ich es nicht weiter tragisch finde, wenn man sie nicht löschen und neu beschreiben kann. Im Gegenteil, daß man quasi gewaltsam davor bewahrt wird, Daten zu entfernen und durch neue zu ersetzen, hat auch sein Gutes, wie Herman schon erwähnt hat. Solte eine vollständig beschriebene CD-R kaum noch Daten enthalten, die noch benötigt werden, so fährt man imho besser, diese Daten auf eine andere CD-R zu sichern und die ältere zu entsorgen (wenn es denn wirklich so störend empfunden wird, die eine oder andere CD mehr zu archivieren; dafür gibt es bei Media-Markt handliche Taschen für bis zu 300(?) CDs).
Mag sein, daß es ökonomischer wäre, gleich mit CD-RWs zu arbeiten, anstatt von Zeit zu Zeit ältere CD-Rs zu entsorgen - für mich wirkt das Argument der Datensicherheit stärker, egal wie wichtig die Daten sind. Ärgerlich ist ein Datenverlust immer.
CU
Olaf
Hi @all,
vielen Dank für eure Meinungen und Erfahrungen. War recht interessant!
Noch ein, zwei Ergänzungen vielleicht.
@Hermann Munster:
Nein, es waren keine InCd oder Direct-CD Aufzeichnungen. Ganz normal gebrannt im Disc-at-Once Modus. Entweder als Daten-CD oder als Audio-CD. Im Einzelnen kann ich das jetzt nicht mehr nachvollziehen.
@all: Es waren eigentlich keine No-Name RWs. Sie sind von der Fa. "EMTEC", - früher BASF.
Zur Datensicherung waren die CDs natürlich nicht vorgesehen. Sooo wahnsinnig bin ich nicht. Hauptsächlich benütze ich sie dafür, um Audioaufnahmen von Langspielplatten von der Stereoanlage zum PC zu portieren. Das erspart ein langes, langes Kabel. Und da die Aufnahme sowieso in Echtzeit gemacht werden muß und an der Anlage ohnehin ein Audio-Brenner steht, bietet sich diese Methode an.
Vielen Dank nochmals an alle für ihre Beteiligung.
cu
Dr. Hook
Interessante Beiträge !
Ich sichere mit Drive Image regelmäßig mein System auf
mittlerweile 6 CD-RW´s. Jede 4. Sicherung auf CD-R´s.
Ob eine Rücksicherung überhaupt jemals funktioniert bleibt somit fragwürdig !
Hallo!
Meine Datensicherung handhabe ich so: Zunächst werden die Benutzerdaten regelmäßig auf meine zweite Festplatte gespiegelt und in etwas längeren Abständen auf CD-RW gesichert (die ich vorher komplett lösche und dann wieder in einem Durchgang neu beschreibe). Daten, die sich nicht mehr verändern, kommen auf (Marken-)CD-Rs. Für die mittelfristige Sicherung (also max. ein paar Monate) sind CD-RWs IMO sehr gut geeignet, und bei sich häufig verändernden Daten helfen sie sehr, den Müllberg zu reduzieren. Bisher hatte ich auch noch keine unlesbaren RWs (ich hab' welche von Philips, Verbatim und Traxdata). Gerade günstige CD-Rs (ALDI und Co.) können hingegen schon mal unlesbar sein, deshalb werden gesicherte Daten nach dem Brennen zumindestens stichprobenhaft auf Lesbarkeit überprüft.
Viele Grüße,
Andreas
RWs nutze ich für Datensicherungen nur als Kurzeitmedium (ansonsten nur HDs) bei irgendwelchen Spielereien (Wechsel von Hardware o.ä.). Dabei bleiben die Daten auf dem Medium, bis ich es erneut nutzen möchte. So habe ich einige RWs, die bis zu 3 Jahre Lagerzeit hinter sich haben. Muss aber sagen, dass ich noch nie die von @Hook beschr. Dantenverluste hatte oder habe.
Ich benutze allerdings auch einen alten 2-speed-Brenner (HP). Als Marken PRINCO, RICOH, HP und BASF/EMTEC.
