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News: Siri statt Mensch?

Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?

xafford / 9 Antworten / Baumansicht Nickles
(Foto: Pixabay)

(Originalmitteilung) Siri, ist mein Blutdruck normal? - Noch sind medizinische Fragen an digitale gesundheitliche Assistenzsysteme die Ausnahme. Das soll sich laut Professor Erwin Böttinger, Leiter des Digital Health Center am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI), aber möglichst schnell auch in Deutschland ändern.

Im Gespräch mit Moderator Leon Stebe erläutert er im neuen Podcast, wie die Medizin der Zukunft in Anbetracht der heutigen technischen Möglichkeiten schon bald aussehen könnte.

Er spricht über datenschutzrechtliche Grundsatzfragen, die mit digitalen Lösungen im Gesundheitsbereich einhergehen und plädiert für ein Gesundheitssystem, das viel stärker auf Prädiktion und Prävention ausgerichtet ist. "Ärzte kennen ihre Patienten viel zu wenig", beklagt Böttinger, "denn sie gehen erst zum Arzt, wenn es ihnen schlecht geht." Dabei wäre es wichtig für sie, auch die Werte ihrer Patienten im gesunden Zustand zu kennen, um bei Veränderungen schnell reagieren zu können. Diese Lücke könne durch digitale Technologien geschlossen werden.

"Mein Anliegen ist es, digitale Lösungen und Innovationen zur Gesundheitserhaltung einzusetzen", so Böttinger. Fundiertes Wissen über die digitale Welt, anschaulich und verständlich erklärt - das bietet der Wissenspodcast "Neuland" mit Experten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) unter: https://podcast.hpi.de, bei iTunes und Spotify.

Alle 14 Tage sprechen sie bei Neuland über aktuelle und gesellschaftlich relevante Digitalthemen, ihre Forschungsarbeit und über Chancen und Herausforderungen digitaler Trends und Entwicklungen. Die nächste Folge wird am 20. Februar ausgestrahlt. Im Gespräch dann: HPI-Professor Christoph Meinel zum Thema Blockchain.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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mumpel1 xafford

„Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?“

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Wenn man auf Siri, Alexa & Co. hört wird man nach kurzer Zeit keine Medizin mehr brauchen. Weil man nämlich gestorben ist.

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hatterchen1 mumpel1

„Wenn man auf Siri, Alexa Co. hört wird man nach kurzer Zeit keine Medizin mehr brauchen. Weil man nämlich gestorben ist.“

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Es müssen ja nicht Siri, Alexa & Co. sein und die, die vorher sterben bis es so weit ist, sind länger tot.

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mumpel1 hatterchen1

„Es müssen ja nicht Siri, Alexa Co. sein und die, die vorher sterben bis es so weit ist, sind länger tot.“

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Wie die alle heissen ist egal. Man überlässt medizinische Diagnosen nicht den Maschinen. Schon menschliche Ärzte diagnostizieren falsch. Da kann die "KI" es nicht besser machen. Vor allem sieht die KI den Menschen nicht. Stell Dir mal vor jemand gibt beim Liebesakt ungewöhnliche Geräusche von sich. Da ruft die KI den Notarzt und die Feuerwehr bricht die Tür auf..... Lachend

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hatterchen1 mumpel1

„Wie die alle heissen ist egal. Man überlässt medizinische Diagnosen nicht den Maschinen. Schon menschliche Ärzte ...“

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Stell Dir mal vor jemand gibt beim Liebesakt ungewöhnliche Geräusche von sich. Da ruft die KI den Notarzt und die Feuerwehr bricht die Tür auf.

Ein interessanter Aspekt. Lächelnd
Gleichwohl wird es über kurz oder lang Medizinroboter geben, die untergeordnete Tätigkeiten, z. B. Blutdruckmessen, ausführen können. Vorausgesetzt, die heutige Entwicklung geht in dem Maße weiter und nicht irgendein Haarteil stellt sich dieser in den Weg.

Möglicherweise ist eine KI, auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft kompetenter, als ein in die Jahre gekommener Mediziner.Unentschlossen

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Borlander mumpel1

„Wie die alle heissen ist egal. Man überlässt medizinische Diagnosen nicht den Maschinen. Schon menschliche Ärzte ...“

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Da kann die "KI" es nicht besser machen.

"KI" ist sowieso ein total unsinniger Begriff der eher in die Irre führt.

Die Diagnose von Erkrankungen basiert auf Wissen und Erfahrungen. Bei seltenen Erkrankungen fehlt es den Ärzten aber tendenziell an der Erfahrung (oder auch dem Wissen) eine Kombination von verschiedenen Symptomen und Laborwerten korrekt zuzuordnen. Ein Maschinenlernverfahren kannst Du im Extremfall aber mit den Daten aller bekannten Fälle einer seltenen Krankheit füttern und damit die Erkennung trainieren.

Stell Dir mal vor jemand gibt beim Liebesakt ungewöhnliche Geräusche von sich. Da ruft die KI den Notarzt und die Feuerwehr bricht die Tür auf.

Falsch trainiert würde ich dann sagen. Wenn Du da natürlich Pornofilme als Trainingsmaterial verwendest, dann wäre zu erwarten dass eine nichtpornoröse Geräuschkulisse als ungewöhnlich erkannt wird ;-)

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hatterchen1 Borlander

„KI ist sowieso ein total unsinniger Begriff der eher in die Irre führt. Die Diagnose von Erkrankungen basiert auf Wissen ...“

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Ein Maschinenlernverfahren kannst Du im Extremfall aber mit den Daten aller bekannten Fälle einer seltenen Krankheit füttern und damit die Erkennung trainieren.

Sogar permanent mit den neuesten Forschungsergebnissen und dieser Rechenknecht (wem KI nicht gefällt) ist dann auch noch in der Lage, in Sekunden die mathematisch beste Therapie, mit den wirkungsvollsten und den nebenwirkungsärmsten Medikamenten, zu ermitteln.
Dafür brauchen Ärzte oft eine Generation.

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Borlander hatterchen1

„Sogar permanent mit den neuesten Forschungsergebnissen und dieser Rechenknecht wem KI nicht gefällt ist dann auch noch in ...“

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Sogar permanent mit den neuesten Forschungsergebnissen

Das halte ich schon wieder für eine überhöhte Erwartungshaltung. Bei "IBM Watson" wurde noch kürzlich genau das versprochen ("wir schieben alle neuen Paper rein und dann weißt das Ding was zu tun ist") und das hat in der Praxis nicht wirklich funktioniert.

ML (Maschinelerarning) funktioniert vor allem dann sehr gut wenn man strukturierte Daten hat. Oft braucht es dann auch erst mal wieder einen Menschen um die verfügbaren Informationen über den Patienten und seinen Gesundheitsverlauf entsprechend zu kodieren.

mathematisch beste Therapie, mit den wirkungsvollsten und den nebenwirkungsärmsten Medikamenten, zu ermitteln.

Du meinst hier mit "mathematisch beste Therapie" die die wahrscheinlich beste? Eine definitiv beste Therapie wirst Du wohl nie haben und selbst im nach der Behandlung wird man das nicht eindeutig sagen können. Auch Ärzte können das nicht.

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hatterchen1 Borlander

„Das halte ich schon wieder für eine überhöhte Erwartungshaltung. Bei IBM Watson wurde noch kürzlich genau das ...“

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Auch Ärzte können das nicht.

Sind ja auch nur emotional gesteuert und das ist in meinen Augen das größte Manko des Gesundheitssystems. Da geht es immer um alles, das wirkliche Wohl des Patienten steht nur bei wenigen Ausnahmen auf der Agenda.

Aber natürlich kann man auch Robby entsprechend konditionieren, denn Mitleid hat der absolut nicht, der schiebt dich auch gleich in den Recykler,  wenn sein Programm das vorsieht.

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Borlander xafford

„Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?“

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datenschutzrechtliche Grundsatzfragen […] auch die Werte ihrer Patienten im gesunden Zustand zu kennen, um bei Veränderungen schnell reagieren zu können.

Die Datenschutzfrage ist eine der wichtigsten Fragen in diesem Bereich, da das Missbrauchspotenzial noch weit höher ist. Wenn Gesundheitsdaten öffentlich werden kann das nicht nur das das Leben des Betroffenen, sondern auch von dessen Kinden, Enkeln und weiteren Nachkommen negativ beeinflussen…

Lohnenswerter (und auch erschreckender) Vortrag zum "innovativen" Umgang mit Gesundheitsdaten: https://media.ccc.de/v/35c3-9992-all_your_gesundheitsakten_are_belong_to_us

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