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News: Ärzte warnen

Wie krank macht Handy-Strahlung?

Redaktion / 21 Antworten / Baumansicht Nickles

Schäden durch Handy-Strahlung sollen sehr langsam und unmerklich auftreten. Besonders Kinder sollen gefährdet sein.

Permanente Handy-Nutzung soll Tumore auslösen, das halten Wissenschaftler für gesichert, allerdings fehlen immer noch Langzeitstudien.

"Die Wissenschaft streitet nicht mehr darüber, ob Mobiltelefonie schädlich ist, sondern wie schädlich", warnte Umweltmediziner Erik Huber. "Wie lange wissen wir etwa schon, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht?"

Besonders Kinder seien gefährdet, weil deren Schädel dünner sei.

Werbung, die gezielt Kinder anspricht, soll deshalb verboten, 0-Cent-Tarife sollen abgeschafft und Handys sollen mit SAR-Werten gekenzeichnet werden. Diese geben an, wieviel Energie das Gehirn beim Telefonieren aufnimmt.

Quelle: der Standard

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Xdata Redaktion

„Wie krank macht Handy-Strahlung?“

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Der Trick bei verharmlosenden Studien scheint zu sein das die Peak`s , also die kurzzeitigen Spitzenwerte einfach statistisch gemittelt werden.

Analogie:

Wenn man eine heiße Kochplatte oder einen Lötkolben nur kurz anfaßt kann man aber trotzdem eine Blase bekommen.


So genau kenne ich mich da aber nicht aus, immerhin liegen die elektromagnetischen Wellen im oberen HF Bereich.
-- Ahnlich Mikrowellen.

Vielleicht weiß jemand mehr über dieses wichtige Thema.

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ChrE Xdata

„Wie krank macht Handy-Strahlung?“

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Dann lege mal Deinen Lötkolben in die Mikrowelle und schau, was passiert... :-)

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Xdata ChrE

„Dann lege mal Deinen Lötkolben in die Mikrowelle und schau, was passiert... :- “

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Interressanter Vorschlag, hatte mal einen Teller mit Goldrand reingetan, der wurde innerhalb von 0.25 bis 0.5 Sekunden gesprengt.

Infrarot und erst recht Wärmestrahlen sind deutlich kurzwelliger als Mikrowellen oder Handystrahlung, aber
letztere haben eine hohe eindringtiefe. Daher wohl die Gefahr das Bereiche des Gehirns sich schädlich erwärmen können.

Auf dem Dach unseres Miethauses wurde vor ~ einem Jahr eine O2 Mobil Antenne aufgebaut :-(
Ganz geheuer sind mir solche Strahlenquellen nicht, ein Handy wird aber lokal ganz dicht an den Kopf gehalten.
Da landet zumindest ein Teil der Wellen im Kopf?

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maxx3 Redaktion

„Wie krank macht Handy-Strahlung?“

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würde für headsets sprechen, oder ?

ich kenn mich mit der materie nicht aus, mir ist aber schon manchmal ein wenig mulmig, wenn ich überlege, was uns übern äther so alles durch die birne gejagt wird....gleichzeitig und permanent.

Angabe der SAR-Werte wär ne runde sache....ich würde mich aber noch mehr freuen, wenn ENDLICH bei ALLEN elektr. geräten der stromhunger angegeben würde.
gut sichtbar und auf der äußeren verpackung ntrl. - nicht irgendwo versteckt in der anleitung.

Dear Mr. Schäuble, please grant me the ability to punch people in the face over Standard TCP/IP.
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rolfblank maxx3

„würde für headsets sprechen, oder ? ich kenn mich mit der materie nicht aus,...“

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als Kind durfte ich beim Schuhkauf im Schuhgeschäft immer meine Füße mit den neuen Schuhen in einen Holzkasten speziell für Kinder unten rein schieben.
Durch einen Schau- Schlitz in Kinderaugenhöhe und einen in Augenhöhe der Mutter konnten wir dann das Skelett meiner Füße in den neuen Schuhen sehen, um die Passform zu verifizieren.
Man nannte das harmlos "Durchleuchten". Man hatte noch keine Ahnung von der wirklichen Gefahr von Röntgenstrahlen.

Auch dieser Zeit: Während eines Spaziergangs zur Zeit einer Maikäferplage (das gab es) flog ein Sprühflugzeug (in der BRD nicht in der DDR) über unser Köpfe hinweg. Kurze Zeit prasselten massenhaft Maikäfer aus den Bäumen auf uns herab.

Dann gab es auch später noch den tollen, "völlig ungefährlichen" Werkstoff Asbest, dann gab es auch noch das tolle Holzschutzmittel "Xylamon", heute als höchst krebserregend bekannt (ich glaube, da war Lindan drin), Rauchen galt lediglich als belästigende Angewohnheit, DDT war das ideale Pflanzenschutzmittel.

Es gibt noch mehr Beispiele.

Nach damaligem Wissensstand war "die Bevölkerung niemals ernsthaft gefährdet".

Noch Fragen Hauser ?

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rolfblank maxx3

„würde für headsets sprechen, oder ? ich kenn mich mit der materie nicht aus,...“

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Ja, Fachleute empfehlen Headsets.

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rolfblank

Nachtrag zu: „Ja, Fachleute empfehlen Headsets.“

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Ergänzung: Ich verwende ein kabelgebundes Headset.
Bluetooth ist auch Funktechnik, vermutlich ebenfalls im Mikrowellenbereich, dürfte jedoch wegen der sehr kurzen Reichweite eine zum Handy vergleichsweise extrem niedrige Ausstrahlung haben.

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Blackbird716 Redaktion

„Wie krank macht Handy-Strahlung?“

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mmmmmhhhhh, ich bin zwar Laie, aber was ist denn mit:
- Bluetooth (Headset)
- Bluetooth Handy
- Schnurloses Telefon
- Fernbedienungen (Funk)
- Navigationssysteme (GPS)
- Mikrowelle (wenn man vor steht)
- Handymäste
- Radio- und Fernsehtürme
- Elektrosmog (Geräte aller Art)
- usw.

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FrankieGoesToHollywood Blackbird716

„mmmmmhhhhh, ich bin zwar Laie, aber was ist denn mit: - Bluetooth Headset -...“

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Hallo,

"Erst die Dosis macht das Gift":

- ich habe früher, d.h. von 1983 bis 1990 und von 1996 bis 2006, des
öfteren 3 - 5 Zigaretten pro Tag geraucht
- habe ich heute Lungenkrebs ? - Nein !
- wenn man aber lange Zeit - mehr als 5 Jahre - 40 Zigaretten pro Tag
raucht, dann sollte man schon auf das Auftreten einer ernsten
Krankheit vorbereitet sein.

- ich habe auch seit 1999 ein Handy und telefoniere damit, wenn es
sein muss - d.h. 2-5 mal pro Tag
- habe ich heute einen Hirntumor ? - Nein !
- wenn man aber den ganzen Tag mit dem Ding telefoniert, so daß das
Handy-Akku jeden Abend leer ist, dann sollte man sich schon
Gedanken machen.

Die Frage, wie schädlich Handystrahlung ist, kann man beantworten
indem man sich fragt:
Wie häufig benutze ich das Ding ?

Bei langen Gesprächen mit dem Handy wechsle ich die Kopfseite:
5 Minuten höre ich mit dem linken Ohr
und 5 Minuten mit dem rechten Ohr.

Oder man sucht sich eine ganz leise Umgebung
und hält das Handy 20 cm vom Kopf entfernt.



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maxx3 FrankieGoesToHollywood

„Erst die Dosis macht das Gift“

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"erst die dosis macht das gift" stimmt natürlich in vielerlei hinsicht, dein beispiel aber leider nicht.


wies bei der handystrahlung aussieht weiß ich nicht und ob links oder rechts einen unterschied macht....


aber auch 2 zigaretten am tag steigern selbstverständlich!! das krebsrisiko...nur eben viel weniger als 40 am tag. studien gibts in dieser sache zuhauf.


und was willst du mit "- habe ich heute Lungenkrebs ? - Nein !" ausdrücken ? soll das eine art entwarnung sein ?
unser alt-kanzler schmidt raucht seit seiner jugend kette (und wenn du mal ein interview gesehen hast, weißt du erst richtig, was kettenrauchen ist).
inzwischen geht er auf die 90 zu und sieht für sein alter noch verdammt frisch aus.


aber das stellt die zahlen (bzgl. wahrscheinlichkeit einer erkrankung) doch nicht infrage. es ist von krebsRISIKO die rede....nicht von einer sicheren vorhersage.


nebenbei:
wenn ich mich recht erinnere, sind 90 % der lungenkrebskranken raucher...die 10 % triffts, ohne jemals geraucht zu haben.



edit:
das bezieht sich jetzt nicht auf dich....aber die wunderbarste stellungnahme zu solchen risiken im allgeimeinen ist:

"ich kann auch aus dem haus gehen und von nem bus überfahren werden."

^^

das führt nicht selten zum kompletten "gehirnabsturz" bei leuten, die ZUMINDEST soviel intelligenz besitzen, um gleichzeitig atmen, fernsehen, das skrotum durchkratzen und dabei noch pupsen können.
;-)
dieses multitasking-amüsement kann übrigens auch gerne als veranstaltungstip für verregnete sonntage verstanden werden. :-)

Dear Mr. Schäuble, please grant me the ability to punch people in the face over Standard TCP/IP.
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FrankieGoesToHollywood maxx3

„@ FrankieGoesToHollywood“

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Hallo maxx3,

ich finde nicht, daß unser Altkanzler Schmidt frisch aussieht.
Altkanzler Schmidt ist eine Ausnahme, die die Regel bestätigt,
daß Rauchen schädlich ist.
Altkanzler Schmidt führt aber eine gute Ehe mit seiner Loki,
vielleicht ist das der Grund, warum er noch so gut dran ist.

Handy-Strahlung ist schädlich - je weniger man mit dem Handy telefoniert, desto besser - punkt aus basta !

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maestro0812 FrankieGoesToHollywood

„Erst die Dosis macht das Gift“

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Hallo FrankieGoesToHollyWood,

"Erst die Dosis macht das Gift"
stimmt nicht immer. Um Dein Zigarettenbeispiel aufzugreifen:
Das Lungenkrebsrisiko steigt und fällt entsprechend der Menge der täglich gerauchten Menge.
Das Herzinfarktrisiko ist dramatisch erhöht, wenn ein gewisser Schwellenwert überschritten ist: Hier reichen schon 2 Zigaretten am Tag.

habe ich heute Lungenkrebs ? - Nein !
Aus der Beobachtung eines Einzefalls eine allgemeine Regel abzuleiten, ist ein recht naives Verfahren.

5 Minuten höre ich mit dem linken Ohr
und 5 Minuten mit dem rechten Ohr.

Deinem Hirn ist es egal, von welcher Seite du es bestrahlst.

mfg
maestro

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Chrissi10 maestro0812

„Hallo FrankieGoesToHollyWood, stimmt nicht immer. Um Dein Zigarettenbeispiel...“

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Tja das Hirn ist die eine Sache, doch was ist mir den Leuten die das ding stundenlang in der Hose mit sich rumtragen? Da würde ich mir auch mal Gedanken machen!!! Zwar ist die Strahlung zwar nicht ganz so stark da das Handy nicht permanent (nur bei Netzsuche) funkt doch schädlich ist es auch.

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maestro0812 Chrissi10

„Tja das Hirn ist die eine Sache, doch was ist mir den Leuten die das ding...“

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Ein bissl schädigende Strahlung in der Hose, könnte aber unter Umständen fürs Hirn positiv sein... :-)

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FrankieGoesToHollywood maestro0812

„Hallo FrankieGoesToHollyWood, stimmt nicht immer. Um Dein Zigarettenbeispiel...“

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Hallo Maestro,

es ist doch ganz einfach: Je weniger ich eine schädliche Sache benutze, desto weniger kann mir diese schädliche Sache schaden.

Und daran halte ich mich - punkt, aus, basta !

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maestro0812 FrankieGoesToHollywood

„was soll ich denn dazu noch sagen ?“

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Nein Frankie,

so einfach ist es leider nicht mit allem. Manchmal reicht schon eine einzige Benutzung einer schädlichen Sache, um einen beträchtlichen Schaden anzurichten.

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maxx3 maestro0812

„Nein Frankie, so einfach ist es leider nicht mit allem. Manchmal reicht schon...“

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"Je weniger ich eine schädliche Sache benutze, desto weniger kann mir diese schädliche Sache schaden."

das hast du oben aber eben nicht behauptet, sonst hätten maestro und ich ja erst gar nicht geschrieben.


meinem kenntnisstand nach ist es aber bei ziggis tatsächlich so (so ungefähr). rauchst du 40 zigaretten am tag, mußt du nicht zwingend aufhören, um das risiko zu senken. 20 zigaretten würden das risiko auch senken. es macht sogar einen unterschied, wie tief du inhalierst, wie lange der rauch in der lunge bleibt, bist du draußen ioder schmökst du im auto (was ja wohl echt widerlich ist) usw....das alles beeinflußt das risiko.
daß ganz aufhören das beste ist muß ich ja wohl nicht sagen.

ansonsten schließe ich mich voll maestro0812 an:
"die dosis macht das gift" ist ganz sicher kein dummer satz...aber wie das mit solchen redewendungen ist passt das eben nicht immer.
wie maestro schon sagte, je nach substanz ist alles möglich (hab aber keine ahnung, wie sich das bei handy-strahlung verhält).

es kann sein, daß die schädlichkeit wirklich nur von der dosis abhängt, es kann sein, daß beim überschreiten irgendeiner schwelle das krankheitsrisiko einen riesensprung nach vorne macht oder sogar erst beginnt (kann sogar sein, daß es unterhalb dieser schranke ein heilmittel ist...nicht selten), es kann genauso gut sein, daß dich einmal fertigmacht.
schau mal in der nächsten "klappse" nach.....die überwältigende!!! mwehrheit an studenten kifft zum beispiel über jahre hinweh immer mal wieder....ohne schaden zu nehmen oder es ist sogar eine bereicherung des lebens (man muß das zeug ja nichtn rauchen, kann z.b. auch verdampfen).
der riesenmehrheit passiert nix, zumindest nix negatives, und verliert dann irgendwann das interesse.

es gibt aber auch ein paar arme geschöpfe, die nach einmaligem konsum dieser leichten droge einen an der mütze und ausgeschi**en haben.
gibt es, kenn ich. (hab vor hundert jahren mal ein kleines pflicht-praktikum in der drogenberatung gemacht...also das praktikum war pflicht, nicht die drobse ;-))

gibt es alles. und bei zigs ist es eben: schädlich immer, aber mehr zigs -> größere schädlichkeit.


und das links oder rechts am kopf einen unterschied macht, kann ich mir auch nicht vorstellen, kann ich aber eben auch nicht ausschließen...weil ich keinen plan habe, was diese strahlung wie!! im hirn genau auslösen kann.
Dear Mr. Schäuble, please grant me the ability to punch people in the face over Standard TCP/IP.
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ms-user Redaktion

„Wie krank macht Handy-Strahlung?“

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Hmm, wie krank macht Handy-Strahlung...

Gesund macht sie bestimmt nicht, doch dieses Thema scheint so elendig lang zu werden, wie der längst überfällige, im Rest von €ropa sehr erfolgreiche Mindestlohn...

Da ich für 2 Mobilfunkanbieter tätig war, weiß ich, dass die in ihren Schulungen und FAQ`s einen Hinweis geben, nie nicht auf Gesundheitsstudien von skand. Ländern oder ähnlichen, einzugehen.
Schande komm über mich, welche Länder es genau waren weiß ich echt nicht mehr, für nen Tipp wäre ich dankbar...

Doch diese Studien sind genauso reell, wie der bestens funktionierende Mindestlohn!!!
Also streitet bitte nicht über die Dosis oder ähnliches, alleine der Gebrauch ist nicht gerade für die Rente ab 100 geschaffen...

Mein Tipp: Manuelle Netzeinwahl...

Murphys Gesetze, u.a.: Computer sind dafür da, um Probleme zu lösen, die wir ohne sie nicht hätten...
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dl7awl Redaktion

„Wie krank macht Handy-Strahlung?“

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Einige Gedanken und Schlaglichter...

Ich bin regelmäßig in größter Sorge, wenn ich mitbekomme, wie manche Teenies bedenkenlos täglich mehrere Stunden mit dem Handy telefonieren - und das war ich übrigens auch schon, als noch alle Fachleute Entwarnung gaben, und bevor die öffentliche Diskussion zu "kippen" begann). Andererseits bin ich Funkamateur und setz(t)e mich oft genug selbst überdurchschnittlicher Hochfrequenzstrahlung aus.

Ein typisches Handy macht im ungünstigsten Fall etwa 2 Watt Sendeleistung. Andererseits gibt es Leute, die haben ein ganzes Berufsleben - also Jahrzehnte fast Tag für Tag 8 Stunden! - von Berufs wegen im umittelbaren Nahfeld eines großen Rundfunksenders mit u.U. einigen hundert Kilowatt Sendeleistung (!) zugebracht, ohne Schäden davongetragen zu haben. Was ja auch oft genug als Argument gegen "Elektrosmog-Hysterie" gebraucht wird.
Bei einer Besichtigung einer solchen Sendestation in Nauen habe ich - erwartungsgemäß - nichts gespürt, aber meine Digitalkamera hat aufgrund des extrem starken Feldes verrückt gespielt, das Mindeste waren seltsame Muster auf den Bildern - wenn sie denn überhaupt gelangen...

Die Klassenräume meiner damaligen Schule lagen keine 100 m vom Fußpunkt eines über 200m hohen selbststrahlenden Mittelwellen-Sendemastes entfernt, mitten in einem Wohngebiet! Kein Mensch hat sich damals Gedanken um die damit verbundene Dauerbestrahlung mit mehrstelligen Kilowatt-Leistungen gemacht (ob sie mir geschadet hat, mögen andere beurteilen... ;-) ). Mit wenig Aufwand konnte man dort Energie "aus der Luft" auffangen und eine Glühbirne oder Leuchtstofflampe zum Leuchten bringen. Selbst noch in größerer Entfernung als der Schule konnte es passieren, dass der bloße Kontakt zweier Metalle (z.B. Pfanne auf dem Herd) das Radioprogramm erklingen ließ, und Fälle, wo bereits Zahnplomben ähnliche Effekte hatten und Menschen zur Verzweiflung bringen konnten, waren damals ebenfalls "in aller Munde" (hey, ein Paradies für die GEZ... ;-) ).
Heute wäre ein solcher Mast inmitten von Wohngebieten wohl schon wegen der zu erwartenden Bürgerproteste unvorstellbar.

Was ich mit diesen widersprüchlichen Aspekten sagen will: Es kommt eben nicht nur auf die Dosis an, sondern auch auf ganz andere Dinge wie:

- Frequenz: je höher, desto energiereicher. Außerdem wird es für Resonanzeffekte und Eindringverhalten eine Rolle spielen, wie "ähnlich" die Wellenlänge den Abmessungen des menschlichen Körpers ist. Z.B. besagter Mittelwellensender hatte eine Wellenlänge von gut 400 m, beim Handy sind es etwa zwischen 16 und 30 cm. Im einen Fall ist ein Mensch "klein" in Bezug auf die Wellenlänge, im anderen "groß". Eine etwaige Schädlichkeit wird mit der Frequenz, also mit abnehmender Wellenlänge, zunehmen. Zugleich ist die technisch wichtige Unterscheidung von Nah- und Fernfeld frequenzabhängig, d.h. dem Nahfeld eines Handys ist viel leichter zu "entrinnen", da reichen bereits 1-2 Meter, während man sich bei einem Langwellensender auch in 1 km Entfernung noch im "Nahfeld" befindet.

- Gleichmäßige oder gepulste Strahlung: Analoge Rundfunsender strahlen ebenso wie UMTS-Mobilfunk gleichmäßig, DECT-Telefone, Bluetooth und GSM-Mobilfunk hingegen gepulst. So lange man nur die relativ plumpen thermischen Wirkungen betrachtet, ist das egal, da zählt ja nur der Mittelwert, und Auswirkungen auf Erwärmung im Gewebe lassen sich relativ einfach überblicken und auch in vertretbaren Grenzen halten. Zudem ist eine Erwärmung im Organismus, mal von Augen und einigen wenigen anderen Organen abgesehen, innerhalb vernünftiger Grenzen auch eher unkritisch; eine gezielte Hochfrequenz-Bestrahlung zum Zwecke der Tiefenerwärmung wird ja bekanntlich sogar für Heilzwecke eingesetzt. Trotzdem hat man lange fast ausschließlich dieses Thema in den Mittelpunkt gerückt. Wie ein Betrunkener, der seinen nächtens verlorenen Schlüssel nicht dort sucht, wo er ihn verloren hat, sondern lieber an der nächsten Straßenlaterne, weil es dort heller ist, so haben auch Wissenschaft und Medien den Blick immer scheinbar "betriebsblind" auf die bekannten und vertrauten, jedoch eher trivialen thermischen Wirkungen gerichtet und dabei andere Aspekte übersehen - oder vielleicht auch bewusst davon ablenken wollen. Meines Wissens orientieren sich die gesetzlichen Grenzwerte bislang immer noch ausschließlich an den thermischen Wirkungen, was ich tendenziell als fahrlässig und wissenschaftlich unredlich ansehe. Denn mangelndes Wissen über andere Wirkungen ist schließlich kein Unschädlichkeitsbeweis.
Lange Zeit vernachlässigt oder gar hinsichtlich der Relevanz in Abrede gestellt, jedoch womöglich viel wichtiger und Hauptgegenstand (nicht nur) meiner Bedenken ist die gepulste Natur der Mobilfunkstrahlung - und das mit einer Pulsfrequenz im "physiologischen" Bereich. Dies hat eben auch nicht-thermische Wirkungen auf den Organismus, und weil diese eher informeller als energetischer Natur sind, bedarf es dazu nur sehr viel geringerer Feldstärken als jener, die für thermische Wirkungen nötig sind. Oft wird hier z.B. eine gestörte Zellkommunikation als mögliche und bedenkliche Folge genannt. Damit seien u.a. körpereigene Selbstregulierungsmechanismen, die auch unkontrolliertes Zellwachstum (Krebs) verhindern, außer Kraft gesetzt.

Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber ist es nur Zufall, dass die - schon vor sehr langer Zeit konzipierte - neue Mobilfunkgeneration UMTS wieder ohne gepulste Strahlung auskommt, oder hat man insgeheim doch schon sehr früh um deren mögliche Gefahren gewusst? Ich weiß es nicht, halte die Frage aber für berechtigt.

Fazit: Alles mit Augenmaß und gesunder Vorsicht. Die Unschädlichkeit selbst starker Rundfunksender auf tiefen Frequenzen halte ich nunmehr, mit Blick auf rund hundert Jahre gesellschaftlicher Erfahrung, für empirisch einigermaßen erwiesen. Rückblickend muss man allerdings konstatieren, dass es - faktisch jedenfalls - vor allem ausgedehnte Massenversuche mit arglosen Menschen waren, die zu dieser Erkenntnis geführt haben. Egal wie die Langzeiterkenntnisse dereinst aussehen werden, das Gleiche wird man eines Tages auch über den GSM-Mobilfunk sagen müssen.

Viel nützt es nicht mehr, nun um die Harmlosigkeit klassischer Rundfunksender zu wissen, denn die Zeiten von wenigen, aber dafür kilowattstarken "Leuchttürmen" geht ja nun zu Gunsten kleinzelligerer dezentraler Netzstrukturen und digitaler Technologien langsam zu Ende.

Frequenzen ab einigen hundert MHz, spätestens jedoch im GHz-Bereich würde ich indes mit verhaltenem Respekt begegnen; je höher, desto mehr. Sobald es aber um gepulste Strahlung geht, würde sich mein Respekt sofort vervielfachen. So habe ich denn auch die beständig vor sich hin pulsende Basisstation meines DECT-Schnurlostelefons weit weg in den Keller verbannt, und auch deren Mobilteil möchte ich nicht unbedingt Nacht für Nacht neben meinem Kopf liegen haben (andererseits gerate ich auch nicht in Panik, wenn es doch mal geschieht...). Handy-Telefonate liebe ich wegen der doch meist deutlich schlechteren Tonqualität eh nicht, und so komme ich gar nicht in Versuchung, davon unnötig Gebrauch zu machen, wenn es auch eine Alternative gibt.
Kinder, für die ich elterliche Verantwortung trage, würde ich zu ihrem Schutz vor übermäßigem Handy-Gebrauch genauso rigoros bewahren wie z.B. vor ständigem Passivrauchen oder dem unachtsamen Überqueren verkehrsreicher Straßen.

Gruß, Manfred
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rolfblank dl7awl

„Nicht nur die Dosis...“

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Zum Beitrag von Manfred:
Sachlich, kompetent, in gutem verständlichen Deutsch.
Solche Beiträge schätze ich, die bringen mir was.
Danke !
Rolf

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Handystrahlung rolfblank

„Zum Beitrag von Manfred: Sachlich, kompetent, in gutem verständlichen Deutsch....“

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Langfristig ist doch mit Sicherheit nicht gesund.

"Elektromagnetische, gepulste Wellen von Sendemasten und Handys beeinflussen und deformieren den Zellkern."

Prof. Dr. Heyo Eckel
Facharzt für Radiologie, ehem. Vorsitzender des Ausschusses "Gesundheit und Umwelt" der Bundesärztekammer, Ehrenpräsident der Ärztekammer Niedersachsen

Quelle: "Der Zellkern verändert sich", Schwäbische Post, 07.12.2006

Mehr Informationen zum Thema Mobilfunk und Gesundheit - Gesundheitsrisiken von Handy, Handystrahlung, Mobilfunksendern, GSM, UMTS, LTE, TETRA, DECT, WLAN

http://www.mobilfunkstudien.de

http://www.facebook.com/Mobilfunk.und.Gesundheit

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