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News: Einstweilige Verfügung

Usenext wieder im Würgegriff der GEMA

Michael Nickles / 6 Antworten / Baumansicht Nickles

Das "Kommunikationssystem" Usenet, gibt es bereits seit den Anfängen des Internets. Es war sozusagen der erste "Diskussions-Foren-

Mechanismus". Später wurden Methoden entwickelt, um über das Usenet nicht nur Textnachrichten, sondern auch binäre Dateien übertragen zu können.

Damit mutierte das Usenet zu einer der effektivsten Tauschbörsen, lange bevor das Zeitalter der P2P-Tauschbörsen wie Emule und Bittorrent anbrach. Anfangs war das Usenet nur Insider-Kram, in Deutschland wurde es durch "Usenext" bekannt. Dieses Unternehmen verkaufte in Deutschland ganz einfach "Zugänge" zu ausländischen Usenet-Anbietern.

Dabei wurde die Kundschaft mit allen nur erdenklichen Tricks in "Abofallen" gelockt. Aus einem kostenlosen Testzugang wurde ruckzuck ein kostspieliges Jahresabo. Die Masche fand schnell viele Nachahmer. Bekannt wurde Usenext vor all allem auch durch seine gewagte Werbung, bei der hemmungslos Downloads von unglaublichen Datenmengen versprochen wurden.

http://www.nickles.de/user/images/14/2010-usenet-01.jpg

Typische Usenext-Anzeige um 2005: Geworben wurde mit Zugriff auf 20 Terabyte ab Videos, MP3s, Software, Games, Erotikinhalte"

Später wurde dann vor allem auch mit "legal" und "anonym" geworben, die angebotene Datenmasse wurde immer mehr. Natürlich konnte sich jeder denken, dass es sich bei derlei Datenmassen (inzwischen 2.500 Terabyte und mehr!) kaum um ausnahmslos "legales" Material handeln kann. Die Rechteinhaber gingen entsprechend rasch gegen die Usenet-Anbieter vor, es gab erste Klagen.

Die Usenet-Anbieter konnten sich mit dem Argument, man vermittle lediglich Zugänge, könne die von Teilnehmern transportierten Inhalte nicht kontrollieren, weitgehend aus der Schlinge ziehen. Ab 2007 war allerdings zu erkennen, dass die Werbung der Anbieter deutlich entschärft wurde. Auf der akuellen Startseite von Usenext ist vom alten Werbekonzept praktisch nichts mehr übrig geblieben:

http://www.nickles.de/user/images/14/2010-usenet-02.jpg

Aktuelle Usenext-Startseite: Es wird eigentlich nur noch mit technischen Daten gelockt. Jegliche Hinweis, was so alles aus dem Usenet zu holen ist, sind verschwunden. Auch die alten Reizworte "anonym" und "legal" gibt es nicht mehr.

Die neue Zurückhaltung kommt nicht von ungefähr. 2007 hatte die GEMA schon mal eine einstweilige Verfügung gegen Usenext durchgerungen. Dabei wurde es Usenext untersagt, den Transport von GEMA-Titeln im Netzwerk zuzulassen. Jetzt hat die GEMA durch das Landgericht Hamburg erneut eine einstweilige Verfügung gegen Usenext verhängt.

Vorgeworfen wird, dass weiterhin GEMA-Titel angeboten werden und Usenext sich nicht ausreichend bemüht, urheberrechtlich geschützte Dinge aus seinem Netzwerk rauszufiltern. Vor rund einem Jahr hat es in ähnlicher Sache auch den Usenext-Konkurrenten Alphaload erwischt.

Auch dem wurde es untersagt, die Verbreitung von GEMA-Titeln zuzulassen. In beiden Fällen wurden die Anbieter auch gezwungen, in ihrer Werbung den pauschalen Hinweis "legal" zu unterlassen. Die "neue" Zurückhaltung der Usenet-Anbieter bei ihren Werbebotschaften, ist also kein Zufall.

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Ralf103 Michael Nickles

„Usenext wieder im Würgegriff der GEMA“

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Bin zwar kein Fan der GEMA aber solchen Abzockern wie Usenext weine ich keine Träne nach, die sind nicht besser als opendownload.de und Konsorten und verhökern kostenlosen Kontent für teure Abo-Gebühren, insofern ist die reisserische Überschrift doch sehr gewagt.

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WuGa17 Michael Nickles

„Usenext wieder im Würgegriff der GEMA“

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Ralf103 WuGa17

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Na klar, man kann sich auch bei Opendownload ein Jahresabo für 96,- leisten und zufrieden sein, das steht ja jedem frei, du vergisst anscheinend, dass der Kontent im Usenet kostenlos ist und im Prinzip jeder dort frei downloaden kann, man muss nur wissen wie und wo, dazu brauchst du kein Usenext, allerdings stellen sie dir eine Art Suchmaschine zur Verfügung und Zugang zu in Deutschland gesperrten Usegroups, aber das sie mit ähnlichen Methoden wie Opendownload Unbedarfte in die Abofalle locken bzw. gelockt haben, ist ja wohl unstrittig.

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Bayernfranz Ralf103

„Na klar, man kann sich auch bei Opendownload ein Jahresabo für 96,- leisten und...“

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Du stellst Usenext zu negativ dar. Usenext erbringt eine echte geldwerte Leistung, betreibt Serverfarmen, aktualisiert dauernd seine Software usw.
Opendownload dagegen ist reiner Trittbrettfahrer, erbringt keine nennenswerte Leistung und nutzt die Unerfahrenheit von Usern.
Usenext bietet ein "Testabbo" an und wenn man so dämlich ist, den Endtermin zu verschwitzen, hat man ein Jahresabbo. Dies ist eine im Wirtschaftsleben sehr häufige Praxis und kaum zu beanstanden. Firmen müssen nun mal Geld verdienen. Der automatische Übergang zum Jahresabbo spart Verwaltungskosten was sich letztlich in günstigerem Preis auswirkt. Und die ca. 80 Eu, die man bei Unachtsamkeit los ist, sind auch kein "Beinbruch", schließlich bekommt man einen interessanten Gegenwert dafür. Im Wirtschaftsleben darf man nun mal nicht schludrig sein - Usenext wegen sowas als "Abzocker" zu bezeichnen ist ungerecht.

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Crazy Eye Bayernfranz

„Du stellst Usenext zu negativ dar. Usenext erbringt eine echte geldwerte...“

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seh ich ähnlich, und in gegensatz zu opendownoad herscht auch kostentransparenz - wobei die Werbemasche wie MN sie ebschrieben hat sicher kritisch war(und jetzt zumindest entschärft ist)

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Hewal Michael Nickles

„Usenext wieder im Würgegriff der GEMA“

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Ich finds auch etwas lahm, Usenext mit opendoanload zu vergleichen. Usenet versteckt nicht, dass es etwas kostet. Und wenn von einem Testzugang die Rede ist, kann sich jeder halbwegs aufgeklärte auch vorstellen, dass es etwas nach einem "Testzugang" geben muss.

Zum Thema Abo-Abzocke: Diese Aussage halte ich auch für übertrieben. Es ist doch heut zu tage ganz und gebe, dass ein Testlauf automatisch zu einem Vertrag wird, nach dem Testzeitraum. Das Praktiziert sogar unsere Tageszeitungsverlag Augsburger Allgemeine.

Ich selbst bin z.B. Kunde bei Maxdome und mir ist auch klar, dass nach meinem 30-tägigen Testzeitraum automatisch ein Vertrag von einem Jahr zustande kommt. ich weiß, dass ich jeden Monat dann 10 Euro zu zahlen habe und ich weiß, was ich als Gegenleistung bekomme.

Nicht immer ins Horn der anderen blasen, sondern vielleicht auch mal selbst Nachdenken und die EIGENE Meinung wiedergeben!

Grüße
Hewal

Schreibfehler sind specialeffects meiner Tastatur.
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