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News: Etappensieg für RIAA

Usenet-Betreiber erfolgreich verklagt

Redaktion / 9 Antworten / Baumansicht Nickles

Das Usenet ist die älteste Diskussions-Plattformen im Internet, der Vorgänger heutiger WWW-basierter Foren. Ehemals wurde es nur für Textkommunikation genutzt, dann fanden sich Methoden, wie sich auch gewaltige Datenmengen über das Usenet schaufeln lassen. Seit dem gilt das Usenet als eine der sichersten Tauschbörsen der Welt: weil Teilnehmer Daten runterladen können ohne sie gleichzeitig "uploaden" zu müssen.

Kassieren tut dabei der Usenet-Anbieter, der die Übertragungstechnik bereitstellt. Newsgruppen (Foren) mit binären Dateien gibt es nur für zahlende Abonnenten. Logischerweise ist die Masse dieser Dateien urheberrechtlich geschütztes Zeugs. Die Usenet-Anbieter reden sich damit raus, dass sie nur die Übertragungstechnik bereitstellen und keinen Einfluss auf die Daten nehmen können, weil die im Hinblick auf ihre Masse unkontrollierbar sind.

In Deutschland sind Usenet-Anbieter aufgrund der Vorratsdatenspeicherung inzwischen dazu gezwungen, zu protokollieren, wer was wann runterlädt. Allerdings werden viele Dateien im Usenet auch als passwortgeschützte gepackte Archive transportiert und nur "geschlossene Nutzergruppen", die sich über Webseiten-Usenet-Foren organisieren wissen, was in einer Datei drinnensteckt. Alleine am Dateinamen lässt sich der Inhalt einer Datei halt nicht erkennen.

Auf recht sicherer Seite sind die Usenet-Anbieter in Länden wie den USA. Dort wird Meinungsfreiheit groß geschrieben und das Usenet wird nach wie vor auch als "anonymes" Kommunikationsmedium genutzt. Ein generelles Verbot des Usenet lässt sich also kaum bewerkstelligen. Einen Etappenspiel gegen das Usenet hat jetzt die "Recording Association of America" (RIAA) in den USA errungen.

Sie hat den Usenet-Betreiber Usenet.com verklagt und kriegte Recht. Das Gericht sah es als erwiesen, dass die Betreiber von Usenet.com wissentlich Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen leisten. Die Usenet.com versuchte sich mit Bezug auf den "Digital Millennium Copyright Act" rauszureden. Aufgrund dieses Gesetzes können Internet-Dienste-Betreiber eigentlich nicht für illegale Aktivitäten ihrer Nutzer verantwortlich gemacht werden.

Im Fall des Usenet ließen die Richter das nicht gelten. Aufgrund des Urteils ist davon auszugehen, dass die RIAA jetzt weitere Usenet-Anbieter in den USA in die Mangel nehmen wird.

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Fernando2 Redaktion

„Usenet-Betreiber erfolgreich verklagt“

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>>> In Deutschland sind Usenet-Anbieter aufgrund der Vorratsdatenspeicherung inzwischen dazu gezwungen, zu protokollieren, wer was wann runterlädt.

Das sind sehr sparsame Worte über die Situation in Deutschland.
Die meisten Leser interessiert wohl wenig, das die RIAA macht. Dafür umso mehr, inwieweit deutsche Usenet-Provider schon Verbindungsdaten herausgeben.

sic transit gloria mundi
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Synthetic_codes Fernando2

„ In Deutschland sind Usenet-Anbieter aufgrund der Vorratsdatenspeicherung...“

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die frage ist eher, inwieweit sich das ermitteln lässt.
Solange die rechteinhaber nicht genaue dateinamen kennen is das labbisch. und selbst dann:

wenn ich eine datei södölhnjklönfgsklön.rar runterlade, kann ich danach auch behaupten, ich hätte sie für was weis ich nich alles gehalten.

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Fernando2 Synthetic_codes

„die frage ist eher, inwieweit sich das ermitteln lässt. Solange die...“

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Sehe ich so nicht.
Das mit "södölhnjklönfgsklön.rar" steht ja schon im Hauptbeitrag.
Realität ist aber, daß die weitaus überwiegende Masse an Dateien derzeit nicht verschlüsselt angeboten wird und mit "nicht kryptischen" Namen.

sic transit gloria mundi
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Synthetic_codes Fernando2

„Sehe ich so nicht. Das mit södölhnjklönfgsklön.rar steht ja schon im...“

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kann sein, ich nutze das nntp eigentlich nur zu seinem vorgesehenen zweck

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reverendmarcie666 Fernando2

„ In Deutschland sind Usenet-Anbieter aufgrund der Vorratsdatenspeicherung...“

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>>> In Deutschland sind Usenet-Anbieter aufgrund der Vorratsdatenspeicherung inzwischen dazu gezwungen, zu protokollieren, wer was wann runterlädt.

Das ist so auch nicht ganz richtig,
afaik wird von Usenet betreibern nur gespeichert wann mit welcher IP eingelogt wurde und die datenmenge welche geladen wurde! Was geladen wurde, wird hingegen nicht gespeichert.
Falls ich da doch Falsch liegen sollte, bitte ich um korrektur.

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neanderix reverendmarcie666

„ In Deutschland sind Usenet-Anbieter aufgrund der Vorratsdatenspeicherung...“

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Das ist so auch nicht ganz richtig,
afaik wird von Usenet betreibern


Es gibt keine "Usenet-Betreiber". Es gibt lediglich Zugangsanbieter.

nur gespeichert wann mit welcher IP eingelogt wurde und die datenmenge welche geladen wurde! Was geladen wurde, wird hingegen nicht gespeichert.

Wozu sollten sie die geladene Datenmenge speichern? Da die Abrechnung nicht auf _Mengenbasis erfolgt, ist dieses Datum unnötig.
Hält sich der Anbieter an Recht & Gesetz dann existieren in den Datensätzen nur:
- wer war wann mit welcher IP drin - und wie lange, evtl. noch, welche NGs er besucht hat.

Und _damit_ lässt sich nicht sonderlich viel anfangen

Volker
Computers are like airconditioners - they stop working properly when you open Windows Ich bin unschuldig, ich habe sie nicht gewählt!
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reverendmarcie666 neanderix

„ Es gibt keine Usenet-Betreiber . Es gibt lediglich Zugangsanbieter. Wozu...“

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>> Es gibt keine "Usenet-Betreiber". Es gibt lediglich Zugangsanbieter.

Na wollen wir mal nicht Päpstlicher sein als der Pabst ;-)
Aber recht haste trotzdem.

>> Wozu sollten sie die geladene Datenmenge speichern? Da die Abrechnung nicht auf _Mengenbasis erfolgt, ist dieses Datum unnötig.
Hält sich der Anbieter an Recht & Gesetz dann existieren in den Datensätzen nur:
- wer war wann mit welcher IP drin - und wie lange, evtl. noch, welche NGs er besucht hat.

In der regel bezahlt man anbietern wie Usenext einen betrag x für (??) 15Gb (??)
Deswegen das speichern der geladenen datenmenge.

Aber im ganzen stimm ich dir zu, hast es nur ein bisschen ausfürlicher erklärt!


Marcel

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neanderix reverendmarcie666

„ Es gibt keine Usenet-Betreiber . Es gibt lediglich Zugangsanbieter. Na wollen...“

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Ok, das es bei "Usenext" solche mengenbasierten Verträge gibt/gab, wusste ich nicht, sorry.

Volker

Computers are like airconditioners - they stop working properly when you open Windows Ich bin unschuldig, ich habe sie nicht gewählt!
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Prosseco neanderix

„Ok, das es bei Usenext solche mengenbasierten Verträge gibt/gab, wusste ich...“

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Dieser Spass wird langsam zu wiederlich. Ich will sehen was dann danach die RIAA und MIAA tut. Wenn die so erfolgreich sind. Alles zu zu drehen.

Wieder oberrotzig sein und die Preise verteufeln oder ein gesunden Menschenverstand nehmen. Weil so kann es nicht weitergehen.

Sicherlich wie ich es immer wieder betone. Das man Kuenstler ein entgelt zahlen muss, da bin ich total einverstanden. Aber nicht, das einige sich fuertslich bedienen. Nein besser gesagt Koeniglich.

Es ist immer wieder so praechtig zu sehen, wegen die globalisierung. Aber bei so viele verschiedene Preise, da hackt es immer wieder mal.

Gruesse
Sascha

Das ist keine Signatur. Sondern ich putz hier nur
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