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News: Harter Kampf um Kunden

Usenet-Anbieter drehen "Vorhaltezeitraum" rauf

Redaktion / 2 Antworten / Baumansicht Nickles

Die "Tauschbörse" Usenet gilt seit langem als eine der sichersten, weil man dort runterladen kann ohne gleichzeitig raufladen zu müssen. Das macht die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen schwerer als bei Systemen wie Emule und Bittorrent. Usenet kostet allerdings Kohle und der Kampf der Usenet-Anbieter um Kundschaft wird immer härter.

Einst ging es drum, pro Monat für N Euro die meisten Gigabyte zu liefern. Danach wurde eines der Hauptverkaufsargumente die "Flatrate", bei der permanent mit einer bestimmten Geschwindigkeit (je schneller desto teurer) gesaugt werden kann. Jetzt machen die Usenet-Anbieter zunehmend den Faktor "Retention" (Daten-Vorhaltezeitraum) zum Kaufentscheidungsmerkmal. Im Usenet werden enorme Datenmengen transportiert, jeder Anbieter kann dabei selbst entscheiden, welche Datenmasse er wie lange abrufbereit hält.

Bislang waren das bei den meisten Anbietern rund 60-100 Tage. Seit einiger Zeit drehen diverse Anbieter den Zeitraum auf 200 Tage rauf und gehen seit neuestem sogar bis 365 Tage. Konkret gilt: je länger der Zeitraum, desto mehr "ältere" Daten kann man runterladen - also beispielsweise alles, was die letzten 365 Tage im Usenet veröffentlicht wurde.

Das ist besonders interessant für alle, die Dinge über eine Usenet-Suchmaschine suchen, die nicht mehr brandaktuell sind. Der Medienindustrie dürfte das ziemlich stinken: denn desto länger Daten abrufbereit gehalten werden, desto attraktiver ist das Usenet.

Michae Nickles meint: Vorsicht Falle! Es ist Blödsinn einen Usenet-Anbieter nach den Faktoren "Flatrate", "Geschwindigkeit", "Vorhaltezeitraum" und Preis auszuwählen. Denn: hier wird häufig fies gemogelt! Auch wenn ein Anbieter bei allen Punkten "das Maximum" verspricht, heißt das noch lange nicht, dass das auch in Kombination funktioniert!

Ein Beispiel: ein Usenet-Anbieter verspricht 16 MBit/s Download-Geschwindigkeit und 200 Tage Vorhaltezeit. Es wird eine recht neue Datei runtergeladen, die erst ein paar Tage im Usenet ist. Das klappt mit 16 MBit/s.

Dann wird eine Datei runtergeladen, die schon seit ein paar Monaten im Usenet ist: die Downloadrate bricht runter auf 1 MBit/s pro Sekunde, weil der "ältere" Datenbestand nur noch auf ein paar langsamen Servern "end-zwischengelagert" wird. Also nicht der Werbung trauen sondern nach Erfahrungsberichten im Internet suchen!

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greb Redaktion

„Usenet-Anbieter drehen "Vorhaltezeitraum" rauf“

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Habe seit zwei Jahren eine Usenet Flatrate, aber noch nie erlebt, dass die Downloadrate runtergegangen ist ...

Das ist doch wohl eher eine wilde Behauptung ...

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sentor greb

„Habe seit zwei Jahren eine Usenet Flatrate, aber noch nie erlebt, dass die...“

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Richtig Lesen!

Da steht:
"EIN Usenet-Anbieter..."
D.h. irgendeiner, nicht unbedingt der, bei dem Du bist.

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