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News: Datenschützer protestieren vergeblich

Suchmaschinen im Daten-Sammelrausch

Redaktion / 23 Antworten / Baumansicht Nickles

Suchmaschinen-Betreiber sind scharf auf die Daten ihrer Nutzer und darauf, die auch möglichst lange zu behalten. Ein Grund dafür ist natürlich die effektive Platzierung von Werbung. Notwendig ist die Datensammelei allerdings auch zum Optimieren der Inhalte von Suchmaschinen, welche Suchergebnisse sie liefern.

Bis September 2009 hat der Suchmaschinen-Gigant Google beispielsweise Daten 18 Monate lang auf Vorrat gespeichert. Die Problematik dieser Datenaufbewahrung wurde bereits 2006 durch einen Vorfall in den USA markant. Das US-Justizministerium wollte Google zwingen, Millionen Nutzerdaten herauszugeben, um sie für eine Analyse des Porno-Konsums im Internet zu verwenden.

Google wehrte sich vergeblich gegen die Forderung: 50.000 URLs mussten rausgerückt werden - allerdings ohne die dazugehörigen Suchanfragen. Im Juli 2008 wurde Google aufgrund eines Urheberrechtsverletzungs-Streits mit dem Mediengigant Viacom gerichtlich gezwungen, die IP-Adressen und Benutzernamen sämtlicher Nutzer des Videoportals Youtube herauszugeben.

Viacom wollte durch die Analyse der Nutzerverhaltens beweisen, dass der Erfolg von Youtube überwiegend auf dem Konsum urheberrechtlich geschützter Filme beruht - und entsprechend hohe Entschädigungsforderungen der Medienindustrie legitim sind. Seitdem vermehren sich die Proteste von Datenschützern gegen die Datensammelwut der Suchmaschinen-Betreiber. Im September 2009 willigte Google schließlich ein, Nutzerdaten künftig nur noch 9 Monate statt 18 Monate zu speichern (siehe Datenkrake reduziert Speicherwahn).

Kurz nach Verlautbarung von Google, bezeichnete Inquirer.net diese allerdings als glatte Lüge. Angeblich löscht Google nach 9 Monaten nur "ein paar Bits" der gespeicherten IP-Adressen - zu wenig, um eine ausreichende Anonymisierung zu gewährleisten (siehe Googles Datenschutz-Lüge).

Bereits seit Anfang 2000 fordert die EU, dass Such-Daten nur maximal 6 Monate lang aufbewahrt werden dürfen. Diese Forderung hat Google jetzt ausdrücklich abgelehnt - es soll bei 6 Monaten bleiben. Dabei ist der führende Suchmaschinen-Betreiber sogar noch recht "gnädig". Dem Handelsblatt zu folge (siehe Google lehnt schärferen Datenschutz ab) treiben es Microsoft und Yahoo noch viel schlimmer.

Microsoft speichert Such-Daten angeblich 18 Monate und Yahoo 13 Monate lang. Microsoft hat inzwischen mitgeteilt, eine Reduzierung der Speicherdauer auf 6 Monate sei möglich - aber nur dann, wenn auch die anderen Suchmaschinen-Betreiber mitmachen.

Michael Nickles meint: Mal ernsthaft: hier geht es nicht um eine Festplatte, mit ein paar Daten drauf, sondern um gewaltige Datenmasssen. Je mehr Daten ein Suchmaschinenbetreiber besitzt und je länger er sie hat, umso effektiver kann er arbeiten.

Es ist völlig Schnuppe, was die uns erzählen: die werden Daten sammeln bis ihre "Platten" zusammenbrechen. Und wer will schon kontrollieren können, ob Daten tatsächlich nach 6, 12, 18 oder was immer Monaten wirklich gelöscht werden?

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PaoloP Redaktion

„Suchmaschinen im Daten-Sammelrausch“

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"Wir sammeln Daten wie das Eichhörnchen Nüsse."
- Der damalige Oracle CEO im
Microsoft Magazin Ausgabe I.

Kein anderes IT-Unternehmen das sich
nicht genau so verhält. Eher treibt man einem Wolf
das Schafe reissen aus.

Diese "wir löschen das ja" Lügen sind noch der blanke Hohn.

Ich könnte kotzen :(

Jedes mal wenn jemand "Cloud" sagt, verliert ein Engel seine Flügel.
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libertè Redaktion

„Suchmaschinen im Daten-Sammelrausch“

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Google ist ein Moloch und eine Krake, wer was anderes behaubtet lügt weder besseren Wissen!


mfg
Liberté
;~)

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GarfTermy libertè

„Google ist ein Moloch und eine Krake, wer was anderes behaubtet lügt weder...“

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...und installiert sich chrome.

grrrrrrrrrrr

The two basic principles of Windows system administration: For minor problems, reboot For major problems, reinstall
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libertè GarfTermy

„...und installiert sich chrome. grrrrrrrrrrr“

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full ACK

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The Wasp libertè

„Google ist ein Moloch und eine Krake, wer was anderes behaubtet lügt weder...“

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Wer will, dass eine Suchmaschine effektiv arbeitet, der muss sich in das Google-Netz einweben lassen, sprich seine Daten im Netz ablegen, damit sie für Google abrufbar sind; Firmen tun das sogar gern, weil sie davon erheblich profitieren. Privatpersonen werden zu gläsernen Persönlichkeiten, deren Daten von jedem weltweit betrachtet werden können. Einzig die Masse macht die Sache noch unübersichtlich. Das Netz wird aber von Jahr zu Jahr engmaschiger und die Zeit und mittels Google-Maps und anderen Dingen kann man wohl bald bei jedem eine Art virtuellen Hausbesuch machen.
Wir können nicht das eine wollen und das andere verteufeln. Das eine geht nicht ohne das andere. Computerkritiker haben vor dieser Form der Entanonymisierung des Individuums schon vor Jahrzehnten gewarnt, sie ist das Produkt der Arbeitsweise des Computers.

Angesichts monströs wachsender Festplatten ist der Wille zur Langzeitspeicherung bei Behörden und Firmen eher immer größer. Die Zeit wird zeigen, wie die Politik für eine angemessene Privatssphäre sorgen kann, ohne den Mechanismus am Ende lahmzulegen.

Ende
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libertè The Wasp

„Wer will, dass eine Suchmaschine effektiv arbeitet, der muss sich in das...“

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bist Du ein Googlepopokricher ?
nein, dann schreib nicht so ein Müll!


Mfg
Liberté
;~)

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The Wasp libertè

„bist Du ein Googlepopokricher ? nein, dann schreib nicht so ein Müll! Mfg Liberté “

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Wenn du das auch noch auf erwachsene Weise begründen könntest, wäre es vielleicht eine Diskussion. Dazu bist du aber nicht in der Lage oder Willens, da du deine Meinung wohl für die einzig gültige hälst.

Ende
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werner370 Redaktion

„Suchmaschinen im Daten-Sammelrausch“

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wisst ihr was ich echt nicht verstehe? (außer japanisch und so´n zeug)

-Bis September 2009 hat der Suchmaschinen-Gigant Google beispielsweise Daten 18 Monate lang auf Vorrat gespeichert.

-->entweder er WIRD sie speichern oder es heißt 2008

-Im September 2009 willigte Google schließlich ein, Nutzerdaten künftig....

-->also heißt es wohl doch 2008

-Bereits seit Anfang 2000 fordert die EU, dass Such-Daten nur maximal 6 Monate lang aufbewahrt werden dürfen. Diese Forderung hat Google jetzt ausdrücklich abgelehnt - es soll bei 6 Monaten bleiben

--> und hier heißt es dann wohl 9 monate



Werner370 meint: ein Rechtschreibfehler kann mal passieren (passiert mir auch viel zu oft) aber die fakten und Jahreszahlen sollten schon irgendwie ein bissel passen
(oder ich hab die news komplett falsch verstanden und muss aufhören so viel zeug zu rauchen :-) )

B2T:das für mich wichtigere ist wie lange ip adressen wirklich zu meiner IRL Adresse zurückzuführen sind


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libertè werner370

„wisst ihr was ich echt nicht verstehe? außer japanisch und so n zeug -Bis...“

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> B2T:das für mich wichtigere ist wie lange ip adressen wirklich zu meiner IRL Adresse zurückzuführen sind ich weiß zwar nicht was eine "IRL Adresse" ist, aber wahrscheinlich über dein Leben hinaus!

mfg
Liberté
;~|

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werner370 libertè

„ B2T:das für mich wichtigere ist wie lange ip adressen wirklich zu meiner IRL...“

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IRL = In Real Life


EDIT:
wenns dich interressiert: starte ne wiki (wiki = wikipedia) [LOL] und such dort nach "netzjargon"

2.EDIT (man sollte halt auch erst überprüfen was man schreibt bevor man es veröffentlicht)

also - du musst denn noch auf "ausführliche liste" klicken

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libertè werner370

„IRL In Real Life EDIT: wenns dich interressiert: starte ne wiki wiki wikipedia...“

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was bist denn Du für einer?
obwohl, ich will es garnicht wissen..
Hauptsache das i-net vergisst deine IP nicht!


mfg
Liberté
;~(

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Synthetic_codes libertè

„was bist denn Du für einer? obwohl, ich will es garnicht wissen.. Hauptsache...“

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Die Suchmaschinenbetreiber sollten doch froh sein und verkünden, dass sie nutzerdaten nur noch 6 monate speichern. Offiziell kontrollieren kann das sowieso keiner, und ein derartiges statement tut dem image gut. Und grade auf google bezogen: Wenn mal wieder ein gericht kommt, und die herausgabe von IPs und oder nutzerdaten verlangt, kann google einfach hingehen und sagen: Hey, leute, wir können euch nichts geben was wir offiziell gar nicht haben! Ihr wolltet doch dass wir nicht speichern, und jetzt wo ihr das wollt was wir nicht speichern sollen, da habt ihr halt pech gehabt.

Eine frage ergibt sich damit jedoch für mich: Wenn Suchmaschinenbetreiber ihre daten max 6 monate speichern dürfen... Wie sollen die dann dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung(von dem afaik auch Seitenbetreiber betroffen sind) genüge tun, welches die speicherung für mindestens 6 monate vorschreibt???

Und mal ganz im ernst... Jeder der hier tut als wären seine Nutzerdaten etc das heiligste auf der Welt. Aber seid doch ehrlich zu euch selbst: Das Datensammeln hat schon vor langer zeit angefangen, noch bevor es Cool war über andere zu lästern dass diese ihre daten weitergeben. Ihr lämmer die ihr so heilig tut, auch eure daten sind mit 100%iger sicherheit irgendwo verfügbar. Den Menschen der keine daten hinterlässt gibt es sowieso nicht. Und wenns nur der Freemail betreiber ist, der euren datensatz(den ihr ja auch rege aktualisiert) stets mit gewinn weitervertreibt, schwupps kennt die halbe welt euren namen, wohnort, addresse, Euer lieblingstier(*Geheim*frage) und über was ihr euch in euren mails so austauscht. Es bringt also nix google hier den schwarzen peter zuzuschieben. Oder Yahoo... Oder Microsoft... OBwohl, microsoft würde ich den schwarzen peter schon zuschieben

Naja, aber wie ich es hier schon des öfteren schrieb: Stellt euch vor, ihr wärt Konzerncheffe bei google, M$ &co. würdet ihr es nicht genauso tun? Würdet ihr nicht auch jeden schritt zur Gewinnmaximierung gehen?

Wer obige Fragen mit nein beantwortet, der ist entweder ein hoffnungsloser idealist(die sind gefährlich, aus idealismus entsteht terrorismus), oder aber jemand der sich selbst belügt.

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libertè Synthetic_codes

„Die Suchmaschinenbetreiber sollten doch froh sein und verkünden, dass sie...“

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AAhhhhhhm,
könntest Du nicht mal Deine Antworten an den Post hängen den du ansprechen willst, das fällt schon in allen Threads unangenehm auf..!

mfg
Liberté
;~)

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Synthetic_codes libertè

„AAhhhhhhm, könntest Du nicht mal Deine Antworten an den Post hängen den du...“

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Entschuldige bitte, leider ist mir die genaue struktur unter welchen umständen welcher post wo im thread erscheint nicht so wirklich klar.

Desweiteren sprechen meine posts selten nur einen vorpost an, sondern in der regel mehrere.

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libertè Synthetic_codes

„Entschuldige bitte, leider ist mir die genaue struktur unter welchen umständen...“

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Hallo und guten Abend S-c
orientiere dich doch links am grauen Balken, bzw klick "mitreden" auf genau den Beitrag an den du antworten möchtest und nicht irgendwo am Ende..

mfg
Liberté
;~)

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Synthetic_codes libertè

„Hallo und guten Abend S-c orientiere dich doch links am grauen Balken, bzw klick...“

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der "graue balken" wird von meinem ISP (Vodafone wie O2) leider ausgefiltert. genauso wie einige andere elemente in der Seite, was die navigation leicht erschwert.

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chrissv2 Synthetic_codes

„der graue balken wird von meinem ISP Vodafone wie O2 leider ausgefiltert....“

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An O2 (DSL) liegt das sicher nicht. Ich würde eher auf einen Blocker etc oder eine mobile variante tippen.


mfg
chris

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Borlander Synthetic_codes

„Entschuldige bitte, leider ist mir die genaue struktur unter welchen umständen...“

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Desweiteren sprechen meine posts selten nur einen vorpost an, sondern in der regel mehrere.
Dann hänge doch ggf. einfach mehrere kürzere Antworten an die passenden Stellen ;-)
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ThaQuanwyn libertè

„was bist denn Du für einer? obwohl, ich will es garnicht wissen.. Hauptsache...“

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@ libertè

... schon mal etwas von einem höflichen Umgangston gehört - oder benimmst du dich immer wie ein Elefant im Porzellanladen ...

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libertè ThaQuanwyn

„@ libertè ... schon mal etwas von einem höflichen Umgangston gehört - oder...“

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..oft und sehr gerne wenn ich einen solchen Schwachsinn lese..

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Prosseco libertè

„..oft und sehr gerne wenn ich einen solchen Schwachsinn lese..“

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Ach Leute, egal wie und wer was sagt.

Die Daten sind gespeichert und werden ueberhaupt nicht geloescht. Wenn es dann geloescht werden sollte. Dann weil ein ein Haufen Politker (egal welches Land es auch sei) Fritzen, sich gerade an Sesseln bequemen und alles Recherchieren muessen/wollen oder sollten. Das ist eine andere sache.

Nur die Arbeiter sind es, die alles durchfilzen und an andere Weisskragen Heinis, die Infos weitergeben..

Weil man muss ja alles gegen das Terror bekaempfen.


Gruss
Sascha


P.S. Misst. Sind die 5 Sterne Obergruente Soldaten auch verantwortlich fuer den ganzen misst, was auf diesen Planeten passiert!?!?1

Das ist keine Signatur. Sondern ich putz hier nur
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TAsitO Redaktion

„Suchmaschinen im Daten-Sammelrausch“

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Und Nickles unterstützt das leider
.

http://www.talk-about.org/leben-ist-mehr/default.asp
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TobiasH Redaktion

„Suchmaschinen im Daten-Sammelrausch“

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Hi

Ja, das stimmt alles und ist ja schön und gut (bzw. eben gerade nicht)...

Aber deswegen auf Google rumzuschimpfen bringt nix - das ist schließlich gängige Praxis bei ALLEN Suchmaschinenbetreibern und wohl auch bei 97% aller anderen Firmen im Netz. Also kann mir keiner erzählen, dass GoogleMail oder Google allgemein jetzt explizit zu verdammen ist, wenn er stattdessen Hotmail oder web oder gmx nutzt.

Gruß Tobias

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