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News: Klare Regeln

Schüler und Handys - was Lehrer dürfen und was nicht

Michael Nickles / 33 Antworten / Baumansicht Nickles

Smartphones sind längst fester Bestandteil im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Und die richtige Umgehensweise damit, scheint unter anderem den Schulen Kopfzerbrechen zu bereiten. Die ERGO-Versicherungsgruppe hat sich in einem Expertengespräch mit der Thematik befasst.

(Foto: ERGO Versicherungsgruppe)

Die meisten Schüler besitzen ein Mobiltelefon und nehmen es fast überall hin mit. Dürfen sie es auch in der Schule dabei haben?

Festzustellen ist erst mal, dass es keine einheitlichen Regeln gibt. Schulrecht ist Sache der Länder und damit können in unterschiedlichen Bundesländern auch verschiedene Regeln gelten.

Schulen müssen in ihren individuellen Schulordnungen festlegen, ob Handys auf dem Schulhof oder im Unterricht erlaubt sind.

Besonders streng reguliert werden Schüler in Bayern. Dort ist bereits im Schulgesetz festgelegt, dass Handys auf dem gesamten Schulgelände ausgeschaltet sein müssen. Ein generelles Handy-Verbot in Schulen ist aber nicht möglich. Die Schulleitung kann und darf Schülern nicht untersagen, vor oder nach dem Schulbesuch beispielweise mit Freunden oder Eltern zu telefonieren oder zu chatten (wie immer sich diese Aussage mit der "bayerischen Regelung vertragen soll).

Die Schulordnungen und Landesschulgesetze verbieten generell die Nutzung von Mobiltelefonen und deren Bereitschaft während dem Unterricht. Wenig überraschend: diese  Regelungen gelten auch für Tablet-PCs, Gameboys oder MP3-Player.

Soweit so gut. Wie sollen und dürfen sich Lehrer aber bei Verstößen gegen diese Regeln verhalten? Grundsätzlich sind sie für die Durchsetzung der Schulordnung zuständig und dürfen entsprechend erzieherische Maßnahmen ergreifen. Klingelt ein Handy werden dem Unterricht oder macht ein Schüler damit rum. dann der Lehrer das Gerät wegnehmen. Aber: er darf es nur in Gewahrsam nehmen.

Eine Untersuchung des Handys, was der erwischte Schüler damit gemacht hat, beispielsweise welche SMS verschickt wurde, ist nicht zulässig. Dies würde einer Verletzung des Schutzes des Post- und Fernmeldegeheimnisses und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Schülers bedeuten.

Nach Unterrichtsende oder Schultagsende, darf der Schüler sein Handy entweder beim Lehrer oder im Sekretariat wieder abholen. Der Einbehalt eines Handys über den Schultag hinaus, bedeutet einen  unverhältnismäßigen Eingriff in das Eigentumsrecht.

Heikel ist es während schulischen Prüfungen mit einem Handy erwischt zu werden. Das kann als Täuschungsmanöver (Spickzettel) bewertet werden und zur Note "ungenügend" führen. Dies aber wohl nur dann, wenn der Schüler vorher deutlich auf ein solches Verbot hingewiesen wurde. Mit der Thematik musste sich 2011 bereits das Verwaltungsgerichts Karlsruhe befassen  (Az. 7 K 3433/10).

Michael Nickles meint:

Soweit also zu den Regeln. Und wie sieht das wohl in der Realität aus? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die "Generation Opfer" von diesen Regeln auch nur im Geringsten beeindrucken lässt.

In meiner Schulzeit waren an "Gerätschaft" Rubik's Cube und Walkman angesagt. Der eine oder andere Zauberwürfel wurde (auch mal längerfristig) vom Lehrer einkassiert. Dass ein Walkman kassiert wurde, habe ich nicht erlebt. Zumindest hat es niemand probiert, während dem Unterricht einen zu benutzen.

Was die Schulbehörden damals nicht geschnallt haben und wohl auch niemals schnallen werden: Interesse am Unterricht wird nicht durch Verbote und Zwang geweckt. So ab der 11ten Klasse habe ich das Problem damit gelöst, dass ich Fächer, die mich gelangweilt haben, eigentlich nur noch zu den Prüfungen besucht hab.

Dadurch habe ich mich zwar immer an der Grenze zum "Rausschmiss" bewegt, aber das war gut so und ich würde es wieder so machen. Ich hatte Wichtigeres zu tun als mir irgendein religiöses Geseier anzuhören oder monatelang jeden Satz aus Goethes "Iphigenie auf Tauris" durchzuanalysieren.

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Arehton Michael Nickles

„Schüler und Handys - was Lehrer dürfen und was nicht“

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Hab da vor kurzem ein Bericht gesehen: Da gibt es wo noch die Möglichkeit, das nach dem mehrmaligen Verwarnung das Handy eingezogen werden darf. Und nur die Eltern des Schülers wird es wieder ausgehändigt (die natürlich jederzeit kommen können). Auf Dauer sicher nicht spaßig Lachend .

Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gesehen habe. Aber so eine Option ist sicher nicht verkehrt.

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marinierter Arehton

„Hab da vor kurzem ein Bericht gesehen: Da gibt es wo noch ...“

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Und nur die Eltern des Schülers wird es wieder ausgehändigt

Bei uns war das auch so, dass die Eltern das Handy auslösen mussten. Aber oft passierte das in meiner Klasse nicht, dass es weggenommen wurde. Gab aber auch Lehrer, die da etwas kulanter waren.

Wenn ich mich heutzutage umschaue, frage ich mich aber echt, warum es Leute nicht mal 5 Minuten schaffen, nicht aufs Handy zu glotzen oder irgendwelche Chat-Nachrichten zu schreiben.

Ich steige in die S-Bahn ein und das erste was ich sehe sind Zombies, die auf ihren kleinen Monitor fixiert sind.

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Olaf19 Michael Nickles

„Schüler und Handys - was Lehrer dürfen und was nicht“

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Ich kapier irgendwie nicht, wieso dazu irgendwelche neuartigen Gesetze, Regeln und Vorschriften benötigt werden.

"In der Schule ist Olaf oft abgelenkt und mit unterrichtsfernen Dingen beschäftigt" - so oder ähnlich stand es zumeist in meinen Zeugnis"köpfen". Jene unterrichtsfernen Dinge, das waren Auto-Quartett, Spielfiguren, Comichefte, selbstgebastelte Dietriche oder Einwegfeuerzeuge (hierzu bitte keine weiteren Fragen... :-O).

Klar war es verboten, während des Unterrichts mit irgendwelchen nicht zweckdienlichen Sachen herumzuspielen, und die wurden dann auch schon mal vom Lehrer einkassiert. Wen wundert's?

Wozu braucht die jetzige Lehrer-Generation dafür plötzlich eine "Lex Handy"? Was für ein Krampf.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Max Payne Olaf19

„Ich kapier irgendwie nicht, wieso dazu irgendwelche ...“

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Wozu braucht die jetzige Lehrer-Generation dafür plötzlich eine "Lex Handy"?

u.a. weil sich Schüler dabei erwischen ließen, wie sie auf dem Schulhof Videos (Gewalt, Pornos, Happy Slapping, ...) von Handy zu Handy getauscht haben.

The trouble with computers is that they do what you told them – not necessarily what you wanted them to do.
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Olaf19 Max Payne

„u.a. weil sich Schüler dabei erwischen ließen, wie sie ...“

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Das ist aber kein reines Handy-Problem. Früher haben dieselben Schüler wahrscheinlich Porno-VHS-Kassetten oder noch früher sog. "Schmuddelhefte" getauscht. Das Handy ist in diesem Zusammenhang ja nur ein neues Medium für eine im Grunde alte Sache.

Beim Handy Slapping sehe ich das Hauptproblem eher darin, dass überhaupt Gewalt ausgeübt wird. Das dann auch noch abzufilmen, ist zwar reichlich geschmacklos, aber da dürften die Gewaltopfer noch ganz andere Sorgen haben.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Borlander Olaf19

„Das ist aber kein reines Handy-Problem. Früher haben ...“

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Das dann auch noch abzufilmen, ist zwar reichlich geschmacklos, aber da dürften die Gewaltopfer noch ganz andere Sorgen haben.

Ja. Dass das Video anschließend für ewige Zeiten im Internet zu finden ist.

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Olaf19 Borlander

„Ja. Dass das Video anschließend für ewige Zeiten im ...“

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Borl, ganz ehrlich - ich weiß nicht, wie ein Opfer sich in einer solchen Situation fühlt.

Ob da die alte Volksweisheit greift: "Alle Wünsche werden klein, gegen den gesund zu sein", also auf dass die Wunden schnell heilen oder - im schlimmsten Fall - der Krankenhausaufenthalt bald zuende ist, oder aber: ob ein Opfer eher denkt: das mit den Verletzungen ist ja nur eine Frage von Zeit und Geduld, viel schlimmer ist, dass ich nun für alle Zeiten durch ein "Beweisvideo" gebrandmarkt bin, dass jeder, der in 3 Jahren meinen Namen bei Google eingibt, gleich auf der ersten Seite dieses filmische Machwerk vorfindet. Wobei es sehr die Frage ist, ob das so ist, oder ob es nicht eher in der Masse von Tausenden Prügelvideos untergeht, zumal tagtäglich neue dazukommen.Ich weiß, das klingt grausam und ist es auch. Ich weiß aber nicht, ob sich die Täter mit dem Tagging des Videos eine derartige Mühe geben, dass man Tat(-zeit) und Opfer auch später noch jederzeit mühelos zuordnen, und ob die Bildqualität so beschaffen ist, dass man allzu viel erkennen kann.

Ich bleibe dabei - das eigentliche Problem ist der Hang zur Gewalt, gleichviel ob dies aus purer Lust am Prügeln/Demütigen geschieht oder ob man nicht in der Lage ist, Konflikte vernünftig zu Lösen. Ohne Gewalt entstünden auch keine Gewaltvideos.

In jedem Fall fände ich es etwas problematisch, wenn wegen solcher Videos die Handynutzung an Schulen generell verboten würde. Dafür gibt es einfach zu viele andere Gegenstände des alltäglichen Lebens, mit denen man ebenfalls schlimme Dinge anstellen kann, auch wenn sie dafür von ihren Erfindern nicht vorgesehen waren.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Borlander Olaf19

„Borl, ganz ehrlich - ich weiß nicht, wie ein Opfer sich in ...“

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im schlimmsten Fall - der Krankenhausaufenthalt bald zuende ist

Gehe mal davon aus, dass Mobil unter EInsatz von Mobiltelefonen nur in absoluten Ausnahmefällen zu Krankenhausaufenthalten führt.

dass jeder, der in 3 Jahren meinen Namen bei Google eingibt, gleich auf der ersten Seite dieses filmische Machwerk vorfindet. Wobei es sehr die Frage ist, ob das so ist,

Das wird wohl eher nicht passieren. Aber es reicht ja schon, wenn das Video unkontrolliert innerhalb der "Peergroup" und deren Dunstkreis kursiert und somit eine dauerhafte Konfrontation mit den erlittenen Demütigungen erfolgt. Und zog dann durchaus auch schon mal Suizide nach sich.

Gruß
bor

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Olaf19 Borlander

„Gehe mal davon aus, dass Mobil unter EInsatz von ...“

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Aber es reicht ja schon, wenn das Video unkontrolliert innerhalb der "Peergroup" und deren Dunstkreis kursiert und somit eine dauerhafte Konfrontation mit den erlittenen Demütigungen erfolgt.

Punkt für dich - das ist schließlich auch ganz ohne Internet möglich. Da reicht - zum Beispiel - ein USB-Stick.

Gehe mal davon aus, dass Mobil unter EInsatz von Mobiltelefonen nur in absoluten Ausnahmefällen zu Krankenhausaufenthalten führt.

Den Satz verstehe ich grad nicht. Was meinst du mit "Mobil"?

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Borlander Olaf19

„Punkt für dich - das ist schließlich auch ganz ohne ...“

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Was meinst du mit "Mobil"?

Da müsste eigentlich Mobbing stehen.

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paradroid Michael Nickles

„Schüler und Handys - was Lehrer dürfen und was nicht“

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Ich hatte Wichtigeres zu tun als mir irgendein religiöses Geseier anzuhören oder monatelang jeden Satz aus Goethes "Iphigenie auf Tauris" durchzuanalysieren.

Stimmt! Zu der Zeit hast du glaub ich Gordon Saga entwickelt und den Adventureprogrammierkurs

für die 64'er geschrieben...lang lang ist's her. Zwinkernd

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Hewal Michael Nickles

„Schüler und Handys - was Lehrer dürfen und was nicht“

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Letztens habe ich auch einen Bericht geshen, da wurde die Einführung von Tablets im Unterricht getestet. Das Projekt soll sehr viel versprechend sein.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass dies die Zukunft des Unterrichts sein kann. 

Wichtig wäre nur, dass man über die Grundschule hinweg natürlich vernünftig schreiben lernt, das ist essentiell wichtig. 

Man stellt sich mal die Schüler heut zu Tage vor: Die müssen unmengen an Ordnern, Bücher und Heften mit sich rumschleppen, dies könnte zum größten Teil entfallen. 

Zusätzlich würde auch noch gefördert werden, dass solche Geräte auch zum arbeiten geeignet sind und nicht nur zum Spielen :)

Schreibfehler sind specialeffects meiner Tastatur.
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Olaf19 Hewal

„Letztens habe ich auch einen Bericht geshen, da wurde die ...“

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Schüler müssen unmengen an Ordnern, Bücher und Hefte mit sich rumschleppen, dies könnte zum größten Teil entfallen. 

Das kann man natürlich begrüßen. Auch, dass elektronische Medien den Unterricht sicherlich um eine weitere Komponente bereichern würden. Es sollte nur nicht einseitig werden. Den ganzen Tag nur auf kleine Bildschirme starren, das ist einfach kein Lebensinhalt. Wir haben heute eine Medienvielfalt, die so groß ist wie wohl noch nie in der Menschheitsgeschichte. Die sollte man auch nutzen und keine Monokulturen betreiben.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Hewal Olaf19

„Das kann man natürlich begrüßen. Auch, dass ...“

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Das ist richtig. Nur noch mit Tabelts oder Notebooks arbeiten ist nicht das wahre. Aber dafür gibts ja Fächer, die das gar nicht zulassen (zumindest in den niedrigeren Stufen) wie z.B. Religion, Musik, Sport usw.

Des weiteren bin ich auch dafür, dass im Unterricht mehr kommuniziert wird, und war nicht im Mono- sondern Dialog. Alles natürlich im Rahmen. Aber wenn der Unterricht etwas aufgelockert wird, fällt es sicherlich vielen Leichter, sich auf den Stoff ein zu lassen. Wenn das ganze dann noch von Multimedialen Inhalten gestützt ist, könnte das durchaus funktionieren.

Schreibfehler sind specialeffects meiner Tastatur.
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Olaf19 Hewal

„Das ist richtig. Nur noch mit Tabelts oder Notebooks ...“

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Aber dafür gibts ja Fächer, die das gar nicht zulassen (zumindest in den niedrigeren Stufen) wie z.B. Religion, Musik, Sport usw.

Das wäre fürwahr bitter, wenn selbst der Schulsport in Zukunft auf ganz "unkomplizierte" Fußball-, Tennis- etc. pp. Simulatoren am Tablet umgestellt würde... immerhin, keine Umkleidekabinen und keine Dusche mehr nötig :-D

Bei Religion und speziell Musik - Stichwort Digital Audio Workstation, passt demnächst bestimmt auch in ein Tablet - sieht die Welt schon anders aus...

Ja, Dialogfähigkeit ist in der Tat wichtig, dass da nicht jeder einzeln für sich abgekapselt vor sich hin dröhnt. Früher nannte man das "Stillarbeit" - das war die Papier- und Kuli-Variante der heutigen Tablet-Arbeit.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Anonym60 Michael Nickles

„Schüler und Handys - was Lehrer dürfen und was nicht“

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Ich würde eher Fragen wozu die überhaupt ein Handy in der Schule brauchen? Ruft vielleicht der Bankberater oder Mutti an und bittet noch MIlch einzukaufen?

Ich hatte mal einen Schulkameraden der in der Berufsschule mit seinem Blackberry es geschafft hat bis in das dritte Schuljahr unbemerkt damit zu spicken. Er wurde nur einmal erwischt. Der Hammer war er saß in der ersten Reihe direkt vor dem Lehrer bzw. Lehrerin.

Während meiner Abschlussprüfung der Lehre gab es einen bei dem das Smartphone drei mal klingelte, obwohl er dem Lehrer immer wieder sagte er habe es jetzt abgeschaltet. Das zeigt mir die Leute sind süchtig danach. 

Schon morgens sehe ich SchülerInnen die mit ihrem Smartphone laut Musik hören. So als bräuchte man Aufmerksamkeit. Kopfhörer sind wohl out.

Ich wäre sogar dafür in den Schulen Störsender zu installieren. 

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Michael Nickles Anonym60

„Ich würde eher Fragen wozu die überhaupt ein Handy in der ...“

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Naja, so verbissen würde ich das alles mal nicht sehen. Handys sind heute schlichtweg  Alltagsdinge wie Armbanduhren. Ich sehe keinen Grund, warum Schüler kein Handy dabei haben sollten. Es sollte halt eine Selbstverständlichkeit sein, dass man es während dem Unterricht nicht nutzt. Ein Nutzungsverbot in der Pause und generell auf dem Schulgelände halte ich für Käse - das ist steinzeitlich.

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Olaf19 Michael Nickles

„Naja, so verbissen würde ich das alles mal nicht sehen. ...“

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Handys sind heute schlichtweg  Alltagsdinge wie Armbanduhren. Ich sehe keinen Grund, warum Schüler kein Handy dabei haben sollten.

Grundsätzlich sehe ich das auch erstmal so. Nur, zwischen "dabei haben" und ggfs. auch einmal nutzen und permanent damit herumdaddeln, für nichts anderes mehr aufnahmefähig sein, das ist das andere.

Uti, non abuti, wussten schon die alten Römer :-/

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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besterpapa Michael Nickles

„Naja, so verbissen würde ich das alles mal nicht sehen. ...“

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Ein Nutzungsverbot in der Pause und generell auf dem Schulgelände halte ich für Käse - das ist steinzeitlich.

Sorry Michael,

da gibts Schulen wo JEDEN tach Streß auf dem Schulhof ist. Nur beim Drogendealen gibst Probleme beim draufhalten.... Und leider verbreitet sich das immer mehr und mehr.

Da ist ein generelles Verbot, auch in den Pausen durchaus sinnvoll!

Prinzipiell kann JEDE Schule seine eigene Regel aufstellen. Nur müssen ALLE Lehrer mitziehen. Das handy wird bei mehrfachen Verstoß´einbehalten und die Eltern dürfen es abholen. Allein hieraus stärkt sich die Position der Lehrer/Schule.

Bei den kleineren, so bis 7. klasse, besteht das Hauptproblem darin, dass beim Rumbalgen die Displays schnell platt sind. naja und hinterher: "... der hat angefangen.."-Diskussion. Renitente Eltern sind schnell mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde der Pausenaufsicht bei der Hand. Erklär mal solchen Eltern, was sie für ein Ekelpaket großgezogen haben!!??  Auch ein weiterer Grund prinzipiell generell KEINE smartphones auszupacken.

Was die Balgen dann hinter der Schulhofgrenze machen ist schnurz.

Ein anderes nicht zu unterschätzendes Ärgernis sind die Spanner-Mätzchen. Gerade unsere kulturbereichernde Parallelwelt meint dann in Kompaniestärke auflaufen zu müssen und deren Lebensbegeisterung uns aufzwingen zu müssen --- selbst nur auf Verdacht-- versteht sich. Für ein Rektor, der dann die Hundertschaft anfordert auch nicht gerade karrierekompatibel.

Das Image der Schule

geht nach ein paar solcher Einsätze den Bach völlig runter. Deutsche Eltern, die die es sich leisten können, melden ihre Kinder schnellstens ab. Tja und schon wegen der fehlenden Schülerzahlen stehen Planstellen auf dem Spiel usw usw usw. Und die Spirale dreht weiter.

Mir ist kein Kollege bekannt, der schul-like für handys ist.

Das gleiche gilt dann auch für iiiepäds, laptops sind zusätzlich wegen Schummeleien extrem unbeliebt.

Keine Ausnahme ohne Regel. Abiturklassen in "besseren" Bürgerschichten.

Unterricht und NUR Laptop

Das seh ich als Pädagoge ganz entschieden anders.

Das Abschreiben von der Tafel hat gerade bei den Kleineren noch gaaaanz andere Funktionen. Es wird die Motorik trainiert, das Sprachkompetenzzentrum und damit die Rechtschreibung und Gedächnisleistung gesteigert.

Weiterhin gibt es psychologische Studien, die belegen, dass das ständige "Monitor-gucken", die Gehirnzellen hin zu einen Suchtverhalten stimulieren, die Kreativität verkümmert und die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit merklich abnimmt. Gerade für ADHS-Kinder wäre das fatal. Mehr als 2 Stunden TV-Monitor Konsum ist die Obergrenze.

Und ich bin beleibe KEIN Waldörfer....

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Michael Nickles besterpapa

„Sorry Michael, da gibts Schulen wo JEDEN tach Streß auf ...“

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Da ist natürlich was dran!

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Olaf19 besterpapa

„Sorry Michael, da gibts Schulen wo JEDEN tach Streß auf ...“

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dass beim Rumbalgen die Displays schnell platt sind.

Ich dachte, dann hat man eine super-coole, voll krasse Spiderman-App??

*duckundwech*
Olaf (...der bei solchen Gelegenheiten froh ist, dass er noch in den beschaulichen 70er/80er Jahren zur Schule gehen durfte...)

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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schoppes Michael Nickles

„Naja, so verbissen würde ich das alles mal nicht sehen. ...“

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Hi Mike,

ich musste gerade etwas grinsen, als ich diesen Satz las:

Handys sind heute schlichtweg  Alltagsdinge wie Armbanduhren.

Die heutigen Schüler tragen keine Armbanduhren, sie haben ja ein Smartphone. ;-)

Durchschnittlich habe ich es mit ca. 150 Schülern pro Tag zu tun. Von denen tragen vllt. 10 Schüler eine Uhr am Handgelenk.

Was Alltagsdinge sind, ist auch eine Frage des Alters!

Erwin

"Früher war alles besser. Sogar die Zukunft." (Karl Valentin)
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Michael Nickles schoppes

„Hi Mike, ich musste gerade etwas grinsen, als ich diesen ...“

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Lach, völlig richtig. Ich hatte mich beim Schreiben des Satzes erst für die Bezeichnung "ehemalige Alltagsdinge wie Armbanduhren" entschieden, das "ehemalig" dann aber weggelassen, weil das auch nicht ganz korrekt gewesen wäre. :-)

Grüße,
Mike

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Olaf19 schoppes

„Hi Mike, ich musste gerade etwas grinsen, als ich diesen ...“

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Die heutigen Schüler tragen keine Armbanduhren, sie haben ja ein Smartphone. ;-)

Und nicht nur die Schüler. Ich benutze mein iPhone 4 ebenfalls als "Taschenuhr".

CU
Olaf(50)

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Ganoven Ede Anonym60

„Ich würde eher Fragen wozu die überhaupt ein Handy in der ...“

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Ich wäre sogar dafür in den Schulen Störsender zu installieren. 

Das dürfte rechtlich nicht durchsetzbar sein, weil damit Notrufe verhindert werden.

Außerdem würde das Recht in der Pause sich mit seiner Technik zu "amüsieren" beschnitten.

Nein, das geht imho einfacher. Mit der Klasse am Schuljahresanfang ein Gespräch, das Untericht zum lernen ist und nichts geprüft wird, was nicht vorher unterichtet wurde. Danach Körbchen an das Pult und rein mit dem Zeug. Klare Ansage bei Prüfung, klingelt ein Handy oder wird es bedient, Arbeit abgeben setzen sechs.

Man kann lachen aber uns hat man in der Jugend die Dummheiten ausgetrieben, ehrlich.

Ich hatte zum Ende meiner ersten Zeit in der Schule einen Lehrer, der lies für Vergehen 50 Kniebeugen machen. Er stellte dazu gleich noch nen Kollegen ab zum zählen. Nu war der aber so schlau und achtete drauf, das richtig gezählt wurde. 50 Kniebeugen in 3 Minuten geht nicht.

Fazit, der Zähler machte ebenfalls 50, zur Warnung.

Alternativ hat er einem auch mal am Jugendflaum am Hinterkopf zum aufstehen verholfen, ganz fix ging das.

Heute undenkbar, leider.

Mich würde interessieren, falls ein Lehramtsmensch anwesend ist, ob es wirklich so schlimm ist, heute in der Schule Wissen zu vermitteln.

Wenn Luegen kurze Beine haben, wundert es mich, dass manche maennliche Politiker nicht auf ihren Eiern umherrollen!
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Arehton Ganoven Ede

„Das dürfte rechtlich nicht durchsetzbar sein, weil damit ...“

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Das dürfte rechtlich nicht durchsetzbar sein, weil damit Notrufe verhindert werden

Leider ein sehr beliebter Satz um Handys in der Schule zu rechtfertigend.
Zu meiner Zeit funktionierte das auch ohne Handy recht gut. Eine Aufsichtsperson war immer in der Nähe, die im Falle eines Falles genau wusste, was zu tun war.
Heute wissen die Jungs und Madls zum Teil gar nicht, wie man "Seitenlage" richtig schreibt. Wie so auch, gibt ja App`s dafür Lachend.

Apropos Störsignale: In großen Elektroläden ist es sogar zum Teil gang und gebe, Telefone zu stören. So hat man keine Möglichkeit, Preise im Internet zu vergleichen.

Grüße

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Ganoven Ede Arehton

„Leider ein sehr beliebter Satz um Handys in der Schule zu ...“

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Leider ein sehr beliebter Satz um Handys in der Schule zu rechtfertigend. Zu meiner Zeit funktionierte das auch ohne Handy recht gut.

Auf den ersten Blick hast du recht. Ich hatte so einen Einwand befürchtet.

Aaaaber, früher gab es keine Handys, weshalb eine Kontaktaufnahme zu einem Lehrkörper oder der run ins Direktorat zwingend erforderlich war, um Hilfe zu bekommen oder einen Notfall zu melden.

Heute sind Handys nunmal etabliert und man geht erstmal davon aus, das ein Kontakt zur Außenwelt sofort möglich ist, sowie dann auch zu den Lehrkräften.

Wenn ein Störsender in Betrieb ist, möglicherweise ohne Info an die Schüler, sorgt das für Verwirrung.

Wenn Luegen kurze Beine haben, wundert es mich, dass manche maennliche Politiker nicht auf ihren Eiern umherrollen!
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Arehton Ganoven Ede

„Auf den ersten Blick hast du recht. Ich hatte so einen ...“

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 und man geht erstmal davon aus, das ein Kontakt zur Außenwelt sofort möglich ist,

Und genau da liegt aber das Problem. Man geht davon aus.......... das andere Leute Hilfe Rufen. Denn sie wissen selber oft nicht, was zu tun ist. Und da hilft dann auch das schönste Smartphone nichts.

Das selbe Spiel natürlich im Straßenverkehr (nur als Beispiel). Unzählige brausen vorbei, bis einer dann mal anhält.

Wenn meine kleinen in die Schule gehen, werde ich sie so erziehen, das sie in Notsituationen so schnell wie möglich Lehrpersonen aufsuchen . Auch wenn sie selber Handys haben sollten.
Lehrpersonen werden von Anfang an für solche Situationen geschult um dann richtig reagieren zu können. Was bei jungen Leuten nicht immer der Fall ist. Sollte auch kein Vorwurf an die Jugend sein, sie haben halt andere Sorgen im Kopf (die ich selber gerne hätte Lachend ).

Daher kommt auch meine Meinung, das Handys in der Schule eigentlich nichts zu suchen haben, bzw ausgeschaltet sein müssen. Gibt ja auch unzählige Betriebe, die das benützen vom privaten Handy mehr oder weniger verbitten.

Grüße

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Ganoven Ede Arehton

„Und genau da liegt aber das Problem. Man geht davon ...“

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Und genau da liegt aber das Problem.

liegt es nicht, sorry.

Kontakt zum Notruf ist eine wichtige Sache, die die anschliesende Hilfe nicht ad absurdum führt.

Die Tatsache also, das Schüler zum Lehrkörper rennen und damit ihrer Informationspflicht nachkommen und somit zu weitere Maßnahmen drängen, bedeutet nicht, das Schüler Tätigkeiten an den Tag legen, die eine Situation verbessert, sei es Brand, schwere Verletzungen eines Schülers usw.

Außerdem, würde man dir folgen und ein Schlüler liegt mit blauen Lippen leblos am Boden, da wäre ich froh, selbst als Erwachsener, wenn jemand an der Leitung mich oder Mitschüler führt und "Seelische" Hilfe leistet und unterstützt. Bis da ein Lehrer an Ort und Stelle ist, kanns vorbei sein.

Mit dem Straßenverkehr hat das garnichts zu tun. Zumindest ich kann sagen, das ich immer aussteige und mein möglichstes tue. Witzigerweise muss ich erwähnen, ich habe seit vielen Jahren kein Handy mehr, da ich von Debitel seinerzeit rausgeworfen wurde wegen zu geringem Umsatz.

Vor diesem Hintergrund hätte ich vor einigen Jahren ein richtiges Problem gehabt, als ein Polizeiauto direkt vor mir ungebremst ein Auto mittig rammte und dutzende von Meter über die Straße schob und um einen Betonpfosten wickelte. Ich hatte Glück da das einzige andere Auto, das weit und breit noch anwesend war, ein Notarzt mit Handy.

So war die Betreuung des Schwerstverletzten gesichert und ein Notruf konnte abgesetzt werden. Die verbeulten Polizisten waren kaum zu gebrauchen.

Also kleiner Tip, zerleg dein Auto nicht in meiner Nähe, es könnte dauern, bis Rettung kommt ;)

Lehrpersonen werden von Anfang an für solche Situationen geschult 

Ja, und Sie sind in der Lage, bei Notfällen sofort und richtig zu reagieren?

Darauf würd ich bei Menschlichen Notfällen nichts drauf geben, weder aus Sicht der zeitlichen Hilfe, noch bezüglich der Befähigung.

Bei einfach gelagerten Fällen ist keine Zeitnot, da kann man sich dann einigen ;)

Daher kommt auch meine Meinung, das Handys in der Schule eigentlich nichts zu suchen haben, bzw ausgeschaltet sein müssen. Gibt ja auch unzählige Betriebe, die das benützen vom privaten Handy mehr oder weniger verbitten.

Ich bin deiner Meinung, siehe oben, aber eine Störung der Funktion lehne ich ab!

Also Erwachsene sollten eigentlich so gefestigt sein, das sie in der Firma nicht privat umhertelefonieren sondern ihrer Arbeit nachgehen.

Wenn Luegen kurze Beine haben, wundert es mich, dass manche maennliche Politiker nicht auf ihren Eiern umherrollen!
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torsten40 Michael Nickles

„Schüler und Handys - was Lehrer dürfen und was nicht“

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Wenn man nach so was tatsächlich noch den Realschulabschluss bekommt, ist es völlig egal, was man mit zur Schule bringt! Dies ist kein gefaktes Zeugniss. Deutschlands neue Elite kommt.

So was ging zu meiner Schulzeit auf dem Brettergymnasium, und lernte mit Buntstiften, Konturen zeichnen.

Freigeist
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Arehton torsten40

„Wenn man nach so was tatsächlich noch den ...“

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Ach du sch.......... Verschlossen 

So was ging zu meiner Schulzeit auf dem Brettergymnasium, und lernte mit Buntstiften, Konturen zeichnen.

Ich kenne noch die Geschichte mit dem "Haus und Bäumchen malen". Wenn man fertig war wurde man gefragt, wie so man das Bäumchen nicht auf der anderen Seite vom Haus gemalt hat?  Lachend

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Xdata Arehton

„Ach du sch.......... Ich kenne noch die Geschichte mit dem ...“

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.. Weil sonst die Frage lautete:
.. wieso man das Bäumchen nicht auf der anderen Seite vom Haus gemalt hat? .. !Zwinkernd

ist  vielleicht eine passende Antwort darauf.

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earlofbroesl Michael Nickles

„Schüler und Handys - was Lehrer dürfen und was nicht“

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Bringt inhaltlich für Schüler/Eltern/Lehrer leider nichts Neues. Und Ihre persönlichen schulischen Erfahrungen (und die im Artikel sichtbaren Ergebnisse)? ... who cares?!

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