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News: Fast doppelt so schnell wie Rekordhalter

Roboter knackt Rubiks Cube Zauberwürfel in 1.2 Sekunden

Michael Nickles / 2 Antworten / Baumansicht Nickles
Das Setup des Rubik Cube Roboters (rechts im Bild). (Foto: Jay Flatland / Paul Rose / Youtube)

Motorisch begnadete Menschen schaffen den Zauberwürfel inzwischen in weniger als 5 Sekunden. Rekordhalter ist aktuell Lucas Etter aus den USA.

Der schaffte den Würfel in 4,9 Sekunden. Eine Liste aller Rekordhalter inklusive Beweisvideos gibt es auf recordholders.org.

Ein Roboter hat es jetzt geschafft die Messlatte für Menschen unerreichbar hoch zu legen. Die beiden Software-Entwickler Jay Flatland and Paul Rose haben eine Maschine gebaut, die den Rubiks Cube in weniger als 1,2 Sekunden knackt. Bisher lag der Maschinenrekord bei rund 3.252 Sekunden (Cubestormer 3).

Die Grundsubstanz des Roboters basiert auf sechs Stepper-Motoren und einem Arduino-Controller, die Halterungen stammen aus einem 3D-Drucker. Gesteuert wird alles von einem Linux-Rechner. Um den Würfel einspannen zu können, wurden in die sechs mittleren Würfelelemente jeweils kleine Löcher gebohrt. Der Würfel befand sich strenggenommen also nicht im Originalzustand.

Hier das komplette Video:

https://www.youtube.com/watch?v=ixTddQQ2Hs4

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ixTddQQ2Hs4
Michael Nickles meint:

Respekt den menschlichen und maschinellen Bezwingern des Würfels. Wie in den Videos zu sehen, wird nur die Zeit zum "Zurechtdrehen" des Würfels gemessen, zuvor darf die Ausgangssituation studiert werden. Wenn ein Würfelbezwinger loslegt braucht er also nicht mehr nachzudenken. Sich den Lösungsweg einzuprägen ist natürlich eine Meisterleistung.

Ich war Weihnachten zuhause bei meinen Eltern und fand dort  meinen alten Rubiks Cube Würfel aus der Schulzeit. Ich hab den Würfel immer nur bis höchstens zur weiten Ebene geschafft, mich mathematisch nie groß damit auseinandergesetzt, kenne die "Universallösung" also nicht. Die wurde einst in einer Zeitschrift veröffentlicht, schon lange bevor es das Internet gab.

Erst kürzlich wurde Deutschland wieder auf den Würfel aufmerksam. Ein Teilnehmer holte sich mit der Antwort auf die Frage, aus wie vielen Würfel-Elementen der Rubiks Cube besteht die Million. Die Frage ist eigentlich sehr einfach, wenn man den Würfel kennt und kurz nachdenkt.

Auf Youtube finden sich übrigens zig sehenswerte Beiträge zum Rubiks Cube. Besonders beeindruckend finde ich den 2014 gebauten Cubestormer 3, der vollständig aus originalen  Legobauteilen gefertigt wurde. Zum Einlesen des Würfelzustands nutzt der bisherige Rekordhalter die Kamera eines Smartphones. Hier das Video vom Cubestormer 3:

https://www.youtube.com/watch?v=cO5DLbpp3-M

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=cO5DLbpp3-M

Sehr beeindruckend sind auch viele Lego-Roboter, die den Cube zwar nicht rasend schnell schaffen, mechanisch aber relativ einfach realisiert sind.

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mawe2 Michael Nickles

„Roboter knackt Rubiks Cube Zauberwürfel in 1.2 Sekunden“

Optionen
Der schaffte den Würfel in 4,9 Sekunden.
die den Rubiks Cube in weniger als 1,2 Sekunden knackt

Ich frage mich gerade, ob die Zeit, die man zum Lösen braucht nicht auch vom Ausgangszustand abhängig ist?

Bei einem Würfel, der schon im gelösten Zustand ist, ist die Zeit 0 s.

Bei einem Würfel, bei dem nur eine einzige Ebene um 90° gedrecht ist, dürfte die Zeit weit unter 1,2 s liegen.

Es gibt also definitiv unterschiedliche Zustände, die unterschiedlich viel Zeit beanspruchen.

Gibt es einen Zustand, der eine maximale Lösungszeit erfordert?

Und wie bringt man den Würfel vor den Rekordversuchen in jeweils vergleichbare Zustände?

Die dargestellte "Lösungsmaschine" ist definitiv sehr spannend...

Gruß, mawe2

"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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master12 mawe2

„Ich frage mich gerade, ob die Zeit, die man zum Lösen braucht nicht auch vom Ausgangszustand abhängig ist? Bei einem ...“

Optionen

mawe2, Du bist genial, besser kann man nicht herleiten und schlußfolgern.

Das Einfache ist aber eben nicht immer offensichtlich.

Ich habe herzlich gelacht - im gelösten Zustand ist der Aufwand 0 s - tatsächlich?!

Selbstverständlich, und da bin ich mir auch sicher, ist der Lösungsaufwand vom Grundzustand abhängig.

Sicherlich gibt es diesen Maximalaufwand, den ich Dir nicht sagen kann, da ich ihn auch nicht kenne.

Das Maschinchen ist sehr beeindruckend, genauso wie die beiden Genies, die es entwickelt haben, natürlich mal wieder mit Linux, Windows wäre bestimmt total überfordert mit ständig notwendigen Neustarts nach jedem Zwischenergebnis Zwinkernd.

Schönen Sonntag noch für Dich und alle anderen Nicklesianer.

Es grüßt Master12

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