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News: Stoff zum Nachdenken

Redmi Note 2 - Mächtiges China-Smartphone kostet nur 112 Euro

Michael Nickles / 4 Antworten / Baumansicht Nickles
Redmi Note 2. (Foto: Xiaomi)

Es spricht sich zunehmend rum, dass in China Smartphones mit vergleichsweise enormer Ausstattung zu Schleuderpreisen rausgehauen werden.

Aktuell sorgt der chinesische Hersteller Xiaomi mit seinem neuen Smartphone "Redmit Note 2" für Schlagzeilen.

Denn: das Ding hat eine irre Ausstattung uns kostet umgerechnet nur rund 112 Euro. Hier die Eckdaten des Herstellers mal schnell tabellarisch hingehauen:

MTK Helio X10 Flagship Processor, Octa-core 64-bit, A53 architecture CPU
5,5 Zoll Full-HD-Display 1.920 x 1.080, 400 PPI
2 GB RAM, 16/32 GByte Festspeicher
4G Dual SIM, Dual Standby
152mm x 76mm x 8.25mm,160 Gramm
3060 mAh Removable Battery (Typical capacity 3060mAh, rated capacity 3020mAh), Support Quick Charge
13MP Samsung/ OV PDAF Autofocus Rear Camera, 5MP Front Camera
MIUI 7 based on Android 5.0
RMB 799/ RMB 899 (≈ USD124- 140) for Redmi Note 2; RMB 999(≈ USD 156) for Redmi Note Prime (32GB Flash)

Alle weiteren technischen Details gibt es auf der Produktseite.

Es gibt also grundsätzlich zwei Modelle, die sich beim Speicher unterscheiden - das mit 16 GByte kostet umgerechnet 112 Euro, das mit 32 GByte 140 Euro. Das Kampfpreis-Smartphone kommt in China wohl in diesen Tagen in den Handel. In Europa ist Xiaomi noch nicht präsent, das Redmi Note 2 wird aber gewiss bald über die üblichen "China-Shops" auch bei uns erhältlich sein.

Michael Nickles meint:

Aktuell wird das Teil auf diversen Webpräsenzen der mobilen Szene als "Geheimtipp" gefeiert, erste vertrauesnwürdige Tests (die über Blogger-Marketing-Blabla hinausgehen), bleiben aber abzuwarten. Der Hersteller Xiaomi ist bei uns noch nicht bekannt, in China aber wohl längst eine echte Nummer.

Laut Wikipedia wurde das Unternehmen ewrst 2010 gegründet und ist seit Dezember 2013 Marktführer in China. Bekannt wurde Xiaomi auch durch eine eigene Firmware namens MIUI, die auf Android basiert. Auch Microsoft hat bei Xiaomi bereits Blut geleckt, die Wahrscheinlichkeit nimmt zu, dass Windows 10 auch auf Xiaomi-Geräten laufen wird. Windows Chef Joe Belfiore hat vor wenigen Tagen getwittert, dass er auf seinem Xiaomi Mi4 Windows 10 drauf hat.

Das "Redmi Note 2" ist ein sehr interessantes Teil. Ich würde mir wohl bereits rein aus Neugier jetzt sofort eins holen, wenn es "drüben im Laden" für 112 beziehungsweise 140 Euro rumläge. Jetzt bleibt erst mal abzuwarten, wie die Preise in den China-Online-Shops für uns so ausfallen werden. Aktuell bin ich schließlich auf der Suche nach einem neuen mobilen Dingsbums, wie hier nachzulesen: Optimale mobile Ausrüstung: ein Gerät für alles oder Mischmasch?

Xiaomi weist auf seiner Webpräsenz unter auf ein Highlight hin das mich interessiert: "perfekt für Lesen bei Nacht". Damit ist gemeint, dass sich die Helligkeit bei dem Ding extrem runterdrehen lässt, bis 1cd/m². Mein aktuelles Smartphone ist mir beim Lesen im Dunkeln auch bei niedrigster Helligkeit noch viel zu hell.

Natürlich gibt es auch Schwachstellen:

4G/LTE: Hier werden aktuell nur asiatische "Frequenzen" unterstützt, bei uns geht also nur 3G Betrieb.

Kein SD-Speicherkarten-Steckplatz und größtes Modell nur mit 32 GByte. Hier gilt unbedingt abzuwarten, ob das Gerät über einen OTG-tauglichen USB-Port verfügt (wie beim Vorgängermodell der Fall) um wenigstens USB-Speichermedien anschließen zu können. Aktuell gibt es hierzu noch keine zuverlässigen Informationen.

Mediatek-Architektur: in der "Modder-Szene" (Alternative Betriebssysteme) nicht so beliebt wie Snapdragon.

Trojaner-Verdacht: siehe hierzu Bericht auf Androidpit.de

"Teurer" als der umgerechnte "Chinapreis" vom kommenden Redmi Note 2, aber bereits bei uns bestellbar, ist der Vorgänger "Xiaomi Redmi Note", der auf Geekvida.de aktuell für 175 Euro angeboten wird.

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alex179 Michael Nickles

„Redmi Note 2 - Mächtiges China-Smartphone kostet nur 112 Euro“

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Mit den Custom Roms von Miui habe ich schon früher auch mal auf dem Motorola Defy experimentiert. Die Android 2.3 Roms waren damals nicht schlecht, und sind gut mit Updates versorgt worden. Mittlerweile macht Xiaomi regelmässig große Pressekonferenzen bei der Einführung neuer Modelle im Stil von Apple.  

Schon das erste Modell von Xiaomi mit Dual Core CPU war ein Preiskracher, nur leider bei uns so gut wie nicht erhältlich. Deshalb landete ich beim Samsung Galaxy Note, welches zu dem Zeitpunkt technisch noch überragend war.

Wenn man das Handy- und Tablet-Angebot in China sieht, kommt man sich bei uns wie im Entwicklungsland vor. Aufgrund von Patent-Trollen und irgendwelchen Urheber-Pauschalen haben diverse Hersteller auch kein grosses Interesse daran, den deutschen Markt zu beliefern.

Gruß Alex 

 

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giana0212 alex179

„Mit den Custom Roms von Miui habe ich schon früher auch mal auf ...“

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Was auch dazu geführt hat, dass wir nicht mehr konkurrenzfähig sind im internationalen Vergleich.

Und nicht zu vergessen:

Wird das Teil in deutschen Geschäften verkauft, kommen noch ordentlich Gebühren und Steuern dazu.

Allein die GEMA bekommt pro Gerät 36€.

Mal sehen, was das Ding in D tatsächlich kostet.

Ein Irrtum dieser Zeit ist es, Glück mit Besitz zu verwechseln.
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gelöscht_103956 giana0212

„Was auch dazu geführt hat, dass wir nicht mehr konkurrenzfähig ...“

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Zoll nicht vergessen, wenn bei uns im Laden gekauft.

Bei der ganzen Geiz ist geil Euphorie sollte man die politische Seite nicht vergessen.

Mit Honig fängt man Fliegen.

 

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alex179 gelöscht_103956

„Zoll nicht vergessen, wenn bei uns im Laden gekauft. Bei der ...“

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Wenn man nur den Handels-Preis aus China umrechnet, hat das natürlich nichts mit der Realität zu tun. Wenn ein deutscher Vertriebspartner die GEMA-Geier-Gebühr für leere Datenträger abführen muss, kostet das Schnäppchen schnell mal 200,- €. Die Händler müssen ja auch von etwas leben. Smartphones+Handys sind übrigens zollfrei. Da fallen nur 19 % Einfuhrumsatzsteuer an. Die verrechnen deutsche Importeure wieder mit der Mehrwertsteuer. Die zahlt am Ende der Verbraucher.

Um an das Gerät für 119,- € zu kommen, kann man nur beim Urlaub in Asien einkaufen.


Die Gebühr für leere Datenträger kann man genauso in Frage stellen, wie die GEZ Zwangsabgabe. Hier wird pauschal unterstellt, dass jede Festplatte voller Helene Fischer-MP3s und ähnlichen musikalischen Müll ist. Wenn ich mir bei Google/Itunes Musik als MP3 kaufe, dann habe ich dafür schon zweimal gezahlt. Da sollte es auch mal einen runden Tisch geben...

Zwinkernd

 

   

 

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