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News: Neues vom IPhone-Hacker

Playstation 3 angeblich gecrackt

Michael Nickles / 4 Antworten / Baumansicht Nickles

Es ist kein Geheimnis, dass Spielkonsolen-Hardware für die Hersteller meist ein fetter Verlust ist. Kassiert wird erst mit Zubehör und vor allem Spielen oder Online-Diensten. Zum Ärger von Sony, Nintendo und Microsoft, wurde bislang jede Spielkonsole gecrackt.

Irgendeine Methode fand sich immer, um auf den Konsolen auch selbstgebrannte "Sicherungskopien" zum Laufen zu bringen. Meist ist das "Freischalten" einer Konsole allerdings eine aufwändige Sache. Je nach Modell braucht es beispielsweise sogenannte "MOD-Chips", Bauteile, die in der Konsole reingelötet werden müssen.

Die Lötarbeiten sind je nach Platinen-Version einer Konsole teils enorm schwierig und für die meisten "Hobby-Lötkolben-Artisten" eine Nummer zu groß. Somit muss fürs "Modden" einer Konsole nicht nur ein meist teurer Chip beschafft werden, es fallen auch Kosten für einen "Umbau-Dienstleister" an. Komischerweise haben es die Konsolen-Hersteller bislang nicht geschafft, erfolgreich gegen die Hersteller von MOD-Chips vorzugehen.

Die bewegen sich in einer Grauzone, weil die Chips generell keinen Kopierschutz aushebeln, sondern nur die Konsolen-Hardware umkrempeln. Das Schlimmste, was einem Konsolenhersteller passieren kann, ist ein sogenannter "Softmod". Das ist eine Methode, bei der eine Konsole ohne zusätzliche Bauteile "freigeschaltet" werden kann. Es braucht nur eine "Software", die eine Sicherheitslücke des Konsolen-Betriebssystems ausnutzt um es zu modifizieren.

Kalt erwischt per "Softmod", hat es bei den aktuellen Konsolen bislang nur Nintendo's WII. Hier braucht es nur noch eine mit spezieller Software bespielte SD-Karte um die Konsole für "Heimgebrautes" frei zu machen. Ohnehin schlimm für Nintendo: inzwischen gibt es auch einen sehr guten Emulator, der WII-Spiele einfach am PC laufen lässt.

Die WII lässt sich recht leicht emulieren, da ihre Hardware auf der Nintendo-Vorgänger-Konsole Gamecube basiert und hinsichtlich Rechenleistung nicht besonders leistungsstark ist. Bei "Rechenbestien" wie Xbox 360 und Playstation 3 sieht es bezüglich PC-Emulation noch Mau aus. Die schlechte Nachricht für Sony: angeblich hat es ein Hacker jetzt geschafft, einen Softmod für die Playstation 3 vorzubereiten.

Hinter der Sache steckt der 20jährige Hacker Georg Hotz, der sich bereits als "Iphone-Hacker" einen Ruf gemacht hat. Konkret existiert noch kein fertiger Softmod, Hotz hat laut seinem Blog allerdings das dafür nötige "Loch" entdeckt. Vermutlich wird es nicht mehr lange dauern, bis Softmods die Lücke ausnutzen.

Im Blog lobt der Hacker die Sicherheitsarchitektur der Playstation 3. Das Hacken war anscheinend ein kniffliger Brocken.

chrissv2 Michael Nickles

„Playstation 3 angeblich gecrackt“

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Wenn so etwas von geohot kommt wird das schon Hand und Fuß haben. Beachtlich ist die Zeit in der er es geschafft hat. Da kann es doch vorher überhaupt niemand probiert haben.

mfg
chris

Hausmeister Krause chrissv2

„Wenn so etwas von geohot kommt wird das schon Hand und Fuß haben. Beachtlich...“

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Seh ich auch so. Es ist auch jeden Fall eine spannende Angelegenheit.
Bleibt die Frage, ob und wie Sony darauf reagieren wird, falls der Softmod wirklich nachher so einfach machbar sein sollte.

Angeblich soll Sony das ja nicht verhindern, sondern höchstens durch ein Firmware Update erschweren können.

Ich bleib bei dem Thema auf jeden Fall am Ball.

chrissv2 Hausmeister Krause

„Seh ich auch so. Es ist auch jeden Fall eine spannende Angelegenheit. Bleibt die...“

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Prosseco Michael Nickles

„Playstation 3 angeblich gecrackt“

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