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Nur noch bis Mo. 14 Uhr: öffentliche Konsultation der EU zur Netzneutralität

Olaf19 / 39 Antworten / Baumansicht Nickles

...sehr lesens- und nachdenkenswerter Artikel, inkl. eindeutigem Statement des HTML-Erfinders und W3C-Vorsitzenden Tim Berners-Lee pro Erhalt der Netzneutralität:

http://www.sueddeutsche.de/digital/tim-berners-lee-erfinder-des-www-warnt-europas-freies-netz-steht-auf-dem-spiel-1.3081289

https://de.wikipedia.org/wiki/Tim_Berners-Lee

Olaf19 meint:

Auf den ersten Blick klingt es einleuchtend: wer bereit ist, mehr zu bezahlen, bekommt eine schnellere Leitung, so wie man im ÖPNV ein Ticket für den Schnellbus lösen kann. Aber so einfach ist es nicht.

Jeder weiß inzwischen, was für eine mächtige und scharfe informationstechnologische Waffe das Internet sein kann – und mitunter ist. Netzneutralität ist ein wesentlicher Grundpfeiler dafür, dass das Internet für die Allgemeinheit mehr Nutzen als Schaden bringt, oder wenigstens bringen kann. Nicht auszudenken die Folgen, wenn die Aufgabe der Netzneutralität einer Wandlung des Internets zu einem gigantischen Massen-Manipulationsinstrument noch Vorschub leistete.

Hinweis: Vielen Dank an Olaf19 für das Verfassen der News. Diese News stammt von einem Nickles.de-Teilnehmer. Die Nickles.de Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt und die Richtigkeit dieser News.

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Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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helpinhhand Olaf19

„Nur noch bis Mo. 14 Uhr: öffentliche Konsultation der EU zur Netzneutralität“

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Lieber Olaf, 

schöner Tipp und schöne Bescherung: Ein Prachtstück eurokratischer Verkomplizierung bis zum Abwinken. Auf BEREC war ich schon anderweitig gestoßen und auch auf das PDF-Dokument, durch das man sich arbeiten soll. 

Da haben mich speziell die Fußnoten sehr beeindruckt wie zum Beispiel diese: 

20 Whereas NRAs are not competent to enforce the Privacy Directive (Directive 95/46/EC as amended by Regulation (EC) 1882/2003 (http://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=URISERV:l14012&from=EN), they are in many countries empowered to enforce the ePrivacy Directive (Directive 2002/58/EC, as amended by Directive 2006/24/EC and Directive 2009/136/EC (http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CONSLEG:2002L0058:20091219:EN:PDF)

Folgt man angebotenen Links, um noch ein bisschen und noch ein bisschen und schließlich noch ein bisschen schlauer zu werden, weiß man in dem Gestrüpp am Ende kaum noch, um was es eigentlich gehen soll. 

Vor einigen Monaten – auf einem Empfang – stieß ich u.a. auf einige Leute von der Telekom und von 1&1, die sich zu dem unterhielten, was den Endanwender am meisten interessiert: Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Da stand im Vordergrund, das “man” die Sorgen dem Dienstleister überlassen sollte. Der müsse eine Mindestgeschwindigkeit allein schon derart anbieten und garantieren, das IPTV und VOIP einwandfrei funktionieren.

Das sind, wie wir ja alle wissen, Fernsehen und Filme sowie Telefonie über das Internet. – Dafür werden Geschwindigkeiten um oder über 60,0 Mbit/s für Download und 10,0 Mbit/s für Upload sozusagen als Standard angeboten. Mir gegenüber waren sie der Meinung, dass dieses die Untergrenze sein und bleiben müsse, weil sonst einige Dienste kaum noch funktionieren würden. 
     Dazu kann ich aus eigener Erfahrung nur anmerken, 
     dass diese Leistung reicht, um etwa Amazon FireTV 
     und auch Internet-HD-Video sowie Telefonie zur 
     gleichen Zeit störungsfrei zu nutzen.
          (Hängt aber tw. vom genutzten Server-Typ ab!)
In diesem Bereich sollten auch entsprechende Leistungen für den mobilen Betrieb ohne Auflagen für den Endanwender angeboten werden.

Einen Mehrpreis für eine Mehrleistung stellen sich Anbieter wie 1&1 und Telekom vor allem da vor, wo es um die reine Übertragung von sehr großen Datenmengen geht. 
Aber was ist da »groß« und welche Art von »Daten«? 

Der Unterschied ergebe sich schon da, meinte der Vertreter von 1&1, wo jemand einen Film als File herunterladen oder sich als Stream nur anschauen wolle. Zum Anschauen reiche eine heute fast übliche Leistung {zumindest in den gut erschlossenen Gebieten} völlig aus; diese Leistung könne aber bei einem Download des Films/Videos sehr ermüden. 
     Als anderes Beispiel wurden die Cloud-Nutzungen gennant: Wer da etwa ein volles System-Backup fahren wolle, unterscheide sich sehr von jemandem, der nur ein inkrementelles Backup fahre. Da müsse man wohl auch zwischen privaten und gewerblichen Nutzern unterscheiden und zudem überlegen, wer einen »wirklichen« und eher zwingenden Bedarf habe und wer nicht. So könnten besonders hohe Übertragungsgeschwindigkeiten für private Anwender durchaus auch mehr kosten; denn ohne einen spürbaren Mehrpreis würden die privaten Anwender sonst sehr schnell die Kapazitäten »verstopfen«. Gewerblichen Anwender könne man gesonderte Berechnungen ersparen, indem bei ihnen höhere Grundpreise für Flatrates berechnet würden. 

Aber das sind ja nicht die alleinigen Anliegen bei BEREC. 
Da geht es ja nicht unwesentlich um Angebote mit »Vorfahrtsrechten« auf den Leitungen oder auf Kontingente nicht angerechneter Datenmengen von bestimmten Anbietern. 

Die Leute von Telekom und 1&1 machten sich da keine Sorgen um den privaten Anwender, um die Leistungen für ihn und die anfallenden Kosten. Das werde mit bestimmten Angeboten im Rahmen von Flatrates so abgedeckt, dass ein »vernünftiger« Interessent sich keine Sorgen zu machen brauche. Er müsse nur einigermaßen abschätzen können, was er wirklich brauche. Und da habe man aus den Nutzungsstatistiken bereits Konsequenzen gezogen und in die Tarifgestaltungen einfließen lassen. 

Die auch diskutierte “Netzneutralität” hielt man für eine eher akademische Angelegenheit, um die sich der Normalverbraucher keine Gedanken machen müsse. Die würden ihn sowieso überfordern. 

Das mag insofern auch hier stimmen, wie ja eine Beteiligung an der »Public consultation on draft BEREC Guidelines on implementation of net neutrality rules« sowieso nur bevorzugt in Englisch erwünscht ist. 
     Dazu soll man genau die Punkte angeben, zu denen man sich äußern möchte. 
Diese Punkte jedoch genau einzugrenzen und mit ihren oft über Fußnoten und Links verquickten weiteren Aspekten zu verbinden, grenzt schon an Strafarbeit. 

Eurokratismus – eben... 

     Dabei wäre es ganz einfach: Gleiches Recht für alle! – Und fertig!
    
Ausnahmen höchstens für »Blaulicht«-Fälle im sozialen Interesse.
    

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xtom Olaf19

„Nur noch bis Mo. 14 Uhr: öffentliche Konsultation der EU zur Netzneutralität“

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"Jeder weiß inzwischen, was für eine mächtige und scharfe informationstechnologische Waffe das Internet sein kann"

du weißt das, die meisten hier wissen das, und manche die sich in irgend einer art und weise mit rechnern und dem internet beschäftigen....

es ist glaub ich 3! jahre her daß mutti den spruch gelassen hat: das internet ist für uns alle neuland...

das schlimmste daran ist, es stimmt....

und das gilt tatsächlich für sehr viel mehr menschen als man erst einmal denkt, und deswegen wissen viel zu wenige was netzneutralität überhaupt bedeutet.....

DAS ist vielleicht das größte problem an der ganzen geschichte.....

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gerhard38 xtom

„Jeder weiß inzwischen, was für eine mächtige und scharfe informationstechnologische Waffe das Internet sein kann du ...“

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Habe mir gerade den Wiki-Artikel zur Netzneutralität durchgelesen und frage mich jetzt, ob es nicht auch der Netzneutralität widerspricht, wenn Internetprovider unterschiedliche Produkte hinsichtlich Up- und Downloadgeschwindigkeit anbieten.

Mir scheint es selbstverständlich zu sein, dass bei begrenzten Ressourcen derjenige mehr bekommt, der mehr dafür bezahlt, oder dass Datenverkehr für Telefon gegenüber Emails bevorzugt wird. Oder, ganz allgemein: dass in einer Wettbewerbssituation zwischen Providern die Kunden sich entscheiden können, welches Angebot für sie am günstigsten ist. In dem Wiki-Artikel wird beispielsweise angeführt, dass (2010) "T-Mobile verhindert zum Beispiel die Nutzung von Skype auf dem iPhone". OK, so sind halt die T-Mobile-Verträge. Ist doch nur eine Frage der Zeit, bis ein anderer Provider hier eine Marktlücke entdeckt und seinen Kunden auch Skype ermöglicht.

Und ehrlich gesagt, warum das Sichern der C-Disk in die Cloud genauso schnell gehen muss wie die Übertragung von Daten bei "ferngesteuerte medizinische Operationen" oder bei Aktienkursen, will sich mir auch nicht erschließen.

Wenn ein Provider durch geschicktes Verhandeln seinen Kunden noch einen besonderen Vorteil zukommen lassen kann, wie z. B. beim "Zero-Rating", so steht es ja allen anderen Providern offen, ihrerseits entsprechende Angebote zu legen.

Gruß, Gerhard

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Borlander gerhard38

„Habe mir gerade den Wiki-Artikel zur Netzneutralität durchgelesen und frage mich jetzt, ob es nicht auch der ...“

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frage mich jetzt, ob es nicht auch der Netzneutralität widerspricht, wenn Internetprovider unterschiedliche Produkte hinsichtlich Up- und Downloadgeschwindigkeit anbieten.

Klares Nein. Dabei werden keine Datenströme bevor oder benachteiligt.

dass bei begrenzten Ressourcen derjenige mehr bekommt, der mehr dafür bezahlt, oder dass Datenverkehr für Telefon gegenüber Emails bevorzugt wir

Das führt tendenziell eher zu einer künstlichen Verknappung um mehr Geld verlangen zu können. Siehe z.B. die aktuelle Diskussion mit Netflix. Da fordern nun Provider plötzlich Geld von den Inhaltsanbietern

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Olaf19 gerhard38

„Habe mir gerade den Wiki-Artikel zur Netzneutralität durchgelesen und frage mich jetzt, ob es nicht auch der ...“

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Hallo Gerhard,

und frage mich jetzt, ob es nicht auch der Netzneutralität widerspricht, wenn Internetprovider unterschiedliche Produkte hinsichtlich Up- und Downloadgeschwindigkeit anbieten.

Das ist das, was ich im Eröffnungspost mit meinem "Schnellbus-Vergleich" meinte.

Der Vergleich stimmt aber nicht, denn die unterschiedlichen Performances sind ja Produkte, die sich an den Endverbraucher richten. Das heißt aber nicht, dass die Anbieter ungleich behandelt werden, also diejenigen, die die Inhalte im Internet bereitstellen. Das ist ein Riesenunterschied!

Wenn ich als Internetanwender ein langsames Produkt wähle, muss ich auf alle Angebote gleichermaßen länger warten: auf abzurufende E-Mails, auf Nachrichtenseiten, auf You Tube-Videos oder was auch immer. Es werden also keine Inhalte "vor-zensiert", indem sie bequemer zu empfangen sind als andere.

Interessant finde ich außerdem die Überlegung von Borlander mit dem Hinweis auf den Fall Netflix – also künstliche Verknappung der Ressourcen, damit man mehr Geld verlangen kann. Das ist etwa so, als würden sich Marktleute verabreden, die Hälfte von ihrem Obst einfach wegzuschmeißen, um durch das gewaltsam reduzierte von Äpfeln und Birnen höhere Preise durchsetzen zu können (ich weiß – dieses Beispiel würde nicht funktionieren, weil es zu viele Alternativen zum Wochenmarkt gäbe...).

CU
Olaf

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gerhard38 Olaf19

„Hallo Gerhard, Das ist das, was ich im Eröffnungspost mit meinem Schnellbus-Vergleich meinte. Der Vergleich stimmt aber ...“

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Wenn ich als Internetanwender ein langsames Produkt wähle, muss ich auf alle Angebote gleichermaßen länger warten: auf abzurufende E-Mails, auf Nachrichtenseiten, auf You Tube-Videos oder was auch immer. Es werden also keine Inhalte "vor-zensiert", indem sie bequemer zu empfangen sind als andere.

Genau das möchte ich aber: Wenn ich eine bestimmte Bandbreite habe, irgendetwas in die Cloud lade, Emails bekomme und dann ein Skypegespräch führe, möchte ich haben, dass das Skypegespräch bevorzugt soviel von der Bandbreite bekommt, dass es "ruckelfrei" läuft. Dafür nehme ich gerne in Kauf, dass die Email vielleicht ein paar Minuten später eintrifft etc.

Auf der Anbieterseite: ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn Amazon dafür extra zahlt, dass dessen Inhalte schnell angezeigt werden. Wenn ich nach einem Produkt suche, dann kommen im Google hinter den kommerziellen Angeboten weitere Treffer. Was mich betrifft: ich klicke nicht jene Treffer an, bei denen ich vermute, dass sich die Seite schneller aufbauen wird, sondern die mir am interessantesten erscheinen. 

Ich sehe da keinen prinzipiellen Unterschied zu diversen Post- oder Paketdiensten: generell gilt, wer mehr zahlt, dessen Sendung wird schneller befördert. Insgesamt überlegen sich Anbieter, was für Versandangebote sie unterbreiten, und Konsumenten, ob - und in welchen Fällen - es ihnen das wert ist, einen Artikel noch am selben Tag zu erhalten oder erst in 1-2 Wochen.

Was eine mögliche, künstliche Verknappung betrifft: Es ist nur eine Frage der Zeit, dass jemand entdeckt, dass man durch Ausbau der Netzkapazität einem Bedarf nachkommen kann. Deshalb haben wir als Prinzip in der EU Wettbewerb und Wettbewerbshüter, weil man davon überzeugt ist, dass Wettbewerb einerseits die Innovationen fördert und andererseits den Konsumenten zugute kommt (zum Unterschied zu Monopolisten).

Wenn umgekehrt Netflix für die gewaltige Bandbreite, die es benötigt, zur Kassa gebeten wird, habe ich auch Verständnis dafür. Abgesehen von D gibt es in den meisten europäischen Ländern eine Autobahnmaut: je mehr man fährt, je mehr Fahrzeuge ein Spediteur auf die Reise schickt, umso mehr zahlt er. Wieso nicht? Nennt sich "Versursacherprinzip". Klar, man kann es auch anders machen, und die Kosten gleichmäßig auf alle aufteilen, unabhängig davon, ob und in welchem Ausmaß jeder einzelne einen Dienst nutzt. Ist auch eine Frage der Fairness.

Gruß, Gerhard

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Borlander gerhard38

„Genau das möchte ich aber: Wenn ich eine bestimmte Bandbreite habe, irgendetwas in die Cloud lade, Emails bekomme und ...“

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Borlander gerhard38

„Genau das möchte ich aber: Wenn ich eine bestimmte Bandbreite habe, irgendetwas in die Cloud lade, Emails bekomme und ...“

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Wenn ich eine bestimmte Bandbreite habe, irgendetwas in die Cloud lade, Emails bekomme und dann ein Skypegespräch führe, möchte ich […], dass das Skypegespräch bevorzugt soviel von der Bandbreite bekommt, dass es "ruckelfrei" läuft. Dafür nehme ich gerne in Kauf, dass die Email vielleicht ein paar Minuten später eintrifft etc.

Bei Datenverkehr über Deine WAN-Schnittstelle kannst Du aber noch Einfluss nehmen auf die Priorisierung. Was Du Dir wünscht ist in der realen Umsetzung übrigens gar nicht so einfach: Mehrere gleichzeitige Skypegespräche würden dann zunächst dazu führen, dass überhaupt keine anderen (niedriger) Daten mehr zeitgleich übertragen werden können wenn die Gesamtbandbreite ausgefüllt wird. Mal eben einen Link aus dem Skype-Gespräch im Browser aufrufen würde dann halt scheitern. Andere Echtzeitkommunikationsdienste die nicht priorisiert werden, würden dann auch nicht mehr zur Verfügung stehen.

Ohne Netzneutralität könnte der ISP übrigens auch auf die Idee kommen, Deine Skype-Verbindungen zu unterbinden um Dich zur Nutzung einer seiner kostenpflichtigen eigenen Lösungen zu zwingen. So gab es das ja auch schon im Mobilfunkbereich.

Auf der Anbieterseite: ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn Amazon dafür extra zahlt, dass dessen Inhalte schnell angezeigt werden

Das geht im Zweifelsfall zu Lasten von allen die nicht extra zahlen. Es ist aktuell übrigens auch heute schon so, dass Anbieter von datenintensiven Anwendungen Geld dafür in die Hand nehmen müssen. Da braucht es dann deutlich mehr als eine 100MBit-Anbindung für den Server. Das geht am Ende soweit, dass eine direkte Anbindung an die großen ISPs hergestellt wird.

Das Beispiel mit dem Paketversand scheint mir nicht wirklich vergleichbar.

Übrigens da Du schon mal Amazon erwähnt hast. Da sagen böse Zungen, dass sie den Standard-Versand künstlich ausbremsen würden um die Kunden von Prime zu überzeugen. D.h.: Der Kunde soll plötzlich für eine Leistung zahlen die vorher kostenfrei war.

Beim Internetzugang zahlt übrigens der Kunde des ISPs für die Bereitstellung einer bestimmten Übertragungsbandbreite. Dienste mit einem hohen Bandbreitenbedarf sorgen erst dafür, dass der ISP überhaupt schnelle Internetzugänge verkaufen kann. Was ich mit der  Bandbreite anstelle, das soll der ISP mal schön mir überlassen. Genauso wie ich bei einer Spedition auch eine Kiste mit beliebigem Inhalte transportieren lassen kann.

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gerhard38 Borlander

„Bei Datenverkehr über Deine WAN-Schnittstelle kannst Du aber noch Einfluss nehmen auf die Priorisierung. Was Du Dir ...“

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Mehrere gleichzeitige Skypegespräche würden dann zunächst dazu führen, dass überhaupt keine anderen (niedriger) Daten mehr zeitgleich übertragen werden können wenn die Gesamtbandbreite ausgefüllt wird. Mal eben einen Link aus dem Skype-Gespräch im Browser aufrufen würde dann halt scheitern. Andere Echtzeitkommunikationsdienste die nicht priorisiert werden, würden dann auch nicht mehr zur Verfügung stehen.

Ja, so ist das, wenn man nur eine endliche Bandbreite hat. Ich bleibe dabei: mein Skype-Gespräch möchte ich ruckelfrei haben, die Email darf so lange am Server (oder bei mir im Email-Clienten im Postausgang) liegen bleiben oder entsprechend so langsam versendet werden, dass das Skype-Gespräch nicht gestört wird. Und ja: für die Zeit des aktiven Skype-Gesprächs muss ich halt auf die Echtzeit-Videostreams von 4 Nachrichtensendern, die mich alle interessieren, verzichten, und auch die automatischen Downloads von Windows-Aktualisierungen sollen warten. Wäre ja noch schöner, wenn beim Telefonat nur noch Zerhacktes ankommt, weil 100 MB Updates glauben, genau jetzt heruntergeladen werden zu müssen, und sie ja nicht "benachteiligt" werden dürften. Wenn ich das alles gleichzeitig haben will, brauche ich einen entsprechenden Vertrag mit größerer Bandbreite, aber es wird immer so sein, dass mir bestimmte Dienste wichtiger sind als andere. Solange alles nebeneinander läuft ohne dass es für mich zu Beeinträchtigungen kommt, ist mir das egal. Es ist mir nicht mehr egal, wenn z. B. ein Videostream alle 5 Sekunden anhält, weil sich der Stream die Bandbreite mit SW-Aktualisierungen 50:50 teilt, und der Player erst wieder "nachladen" muss, um die nchstn 5 Sekunden anzuzeigen, denn es müsse ja alles "neutral" sein und nichts dürfe "diskriminiert" werden. Das wäre ein Fall, wo ich sehr für Diskriminierung bin.

Gruß, Gerhard

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Borlander gerhard38

„Ja, so ist das, wenn man nur eine endliche Bandbreite hat. Ich bleibe dabei: mein Skype-Gespräch möchte ich ruckelfrei ...“

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Wie schon geschrieben: Du kannst in Deinem eigenen Netz beeinflussen wie sich die Bandbreite des Internetzugangs genutzt wird.

Die Diskriminierung könnte aber auch Dich treffen, wenn z.B. bezahlte Skype-Gespräche priorisiert werden, oder aber 20GB Steam Download von irgendeinem Spiel.

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gerhard38 Borlander

„Wie schon geschrieben: Du kannst in Deinem eigenen Netz beeinflussen wie sich die Bandbreite des Internetzugangs genutzt ...“

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Wie schon geschrieben: Du kannst in Deinem eigenen Netz beeinflussen wie sich die Bandbreite des Internetzugangs genutzt wird

Wüsste nicht, wie ich das mit Standardanwendungen machen sollte.

Die Diskriminierung könnte aber auch Dich treffen, wenn z.B. bezahlte Skype-Gespräche priorisiert werden, oder aber 20GB Steam Download von irgendeinem Spiel.

Solange ich die von mir bezahlte Bandbreite habe, ist mir das egal, wie andere ihre Bandbreite nützen.

Gruß, Gerhard

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Borlander gerhard38

„Wüsste nicht, wie ich das mit Standardanwendungen machen sollte. Solange ich die von mir bezahlte Bandbreite habe, ist ...“

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Wüsste nicht, wie ich das mit Standardanwendungen machen sollte.

U.A. bieten die FritzBoxen von AVM von Haus aus schon eine Funktion zur Priorisierung bestimmter Protokolle.

Solange ich die von mir bezahlte Bandbreite habe, ist mir das egal, wie andere ihre Bandbreite nützen.

Diese Bandbreite hast Du aber nur direkt an Deinem Zugangspunkt. Dahinter musst Du Dir die Bandbreite tendenziell mit anderen Teilen.

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Olaf19 gerhard38

„Genau das möchte ich aber: Wenn ich eine bestimmte Bandbreite habe, irgendetwas in die Cloud lade, Emails bekomme und ...“

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Hallo Gerhard,

Ich sehe da keinen prinzipiellen Unterschied zu diversen Post- oder Paket-diensten: generell gilt, wer mehr zahlt, dessen Sendung wird schneller befördert.

Der Unterschied besteht darin, dass die Post keine Unterschiede bezüglich der Inhalte ihrer Sendungen macht, etwa so wie: politisch linkslastige Äußerungen in Briefen werden gezielt verschleppt, wirtschafts-liberal-konservative Botschaften werden bevorzugt befördert. Zu genau solchen Auswüchsen würde es aber kommen, wenn man die Netzneutralität aushöhlte.

Wenn ich eine bestimmte Bandbreite habe, irgendetwas in die Cloud lade, Emails bekomme und dann ein Skypegespräch führe, möchte ich haben, dass das Skypegespräch bevorzugt soviel von der Bandbreite bekommt, dass es "ruckelfrei" läuft. Dafür nehme ich gerne in Kauf, dass die Email vielleicht ein paar Minuten später eintrifft etc.

Das fände ich auch in Ordnung. Aber dazu bedarf es keiner "Zensur" durch den Anbieter, sondern das würdest du als Empfänger und Endverbraucher auf deinem System nach deinem Gusto einstellen, sofern die beteiligte Software dies ermöglichte. Das wäre also ein Beispiel für unproblematisch.

CU
Olaf

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gerhard38 Olaf19

„Hallo Gerhard, Der Unterschied besteht darin, dass die Post keine Unterschiede bezüglich der Inhalte ihrer Sendungen ...“

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Der Unterschied besteht darin, dass die Post keine Unterschiede bezüglich der Inhalte ihrer Sendungen macht, etwa so wie: politisch linkslastige Äußerungen in Briefen werden gezielt verschleppt, wirtschafts-liberal-konservative Botschaften werden bevorzugt befördert.

Ich kann nicht erkennen, dass das der Fall wäre, das steht auch nicht in der Wiki unter "Netzneutralität". Dort geht es darum, dass alle Daten unabhängig vom Inhalt gleich schnell befördert werden. Dein Beispiel suggeriert politische Zensur - die kann ich nun wirklich nicht sehen, wenn Online-Streams - UNABHÄNGIG VOM INHALT - gegenüber SW-Updates bevorzugt werden.

Bei der Post gibt es halt meist einen Zusammenhang zwischen Inhalt und Beförderungsgeschwindigkeit, die man anfordert. Die Post sieht zwar nicht in die Sendungen hinein, aber Verderbliche Güter, zerbrechliche Güter, Behördenschreiben mit Fristen werden eben anders frankiert, um damit die Art der Zustellung dem Inhalt anzupassen.

Gruß, Gerhard

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Olaf19 gerhard38

„Ich kann nicht erkennen, dass das der Fall wäre, das steht auch nicht in der Wiki unter Netzneutralität . Dort geht es ...“

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Dort geht es darum, dass alle Daten unabhängig vom Inhalt gleich schnell befördert werden.

Das eben meinte ich. Das etwas drastische Beispiel mit politischer Zensur diente nur der Verdeutlichung, was ohne Netzneutralität möglich würde.

Den Post- und Speditionsvergleich finde ich deswegen nicht so treffend, weil es dort um den Transport materieller Güter geht – beim Internet geht es um Informationen in digitaler Form, und Informationsfreiheit ist für mich ein hohes Gut. Ansonsten finde ich, dass Borlander den Sachverhalt schon sehr gut erklärt hat.

CU
Olaf

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gerhard38 Olaf19

„Das eben meinte ich. Das etwas drastische Beispiel mit politischer Zensur diente nur der Verdeutlichung, was ohne ...“

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Beschreibe doch einmal eine ganz konkrete Situation unter folgenden Randbedingungen:

Flat-DSL mit 8Mbit/s DL, 768kBit/s up. Es ist zwar immer "bis zu", aber tun wir so, als hätte ich das wirklich.

Als User surfe ich mit Browsern, mache online-Banking, lade hin und wieder einen Stream, Skype, habe Emails, oft mit Attachments und lade Updates. Die Cloud lade ich auch.

In dieser Situation zeige, wie sich das auswirken würde, wenn ein "linker" Inhalt (was immer das ist) langsamer (genau da wird es interessant) transportiert würde.

Gruß, Gerhard

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Olaf19 gerhard38

„Beschreibe doch einmal eine ganz konkrete Situation unter folgenden Randbedingungen: Flat-DSL mit 8Mbit/s DL, 768kBit/s up. ...“

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Beschreibe doch einmal eine ganz konkrete Situation unter folgenden Randbedingungen:

Die Randbedingungen sind dein ganz persönliches Setup aus Hardware, Software und dem Vertrag mit deinem Internetprovider. Andere mögen eine schnellere Anbindung haben, wieder andere eine langsamere – mit dem Thema Netzneutralität hat das alles überhaupt nichts zu tun.

wenn ein "linker" Inhalt (was immer das ist)

Junge Welt, Neues Deutschland, Schwarzer Freitag, die diversen Webauftritte der Partei "Die Linke", Pro Asyl, evtl. auch Gewerkschaftsseiten – ist das so schwer zu erraten? Ohne Netzneutralität könnte ein Provider diese Angebote ausbremsen, weil sie ihm politisch nicht sein wirtschaftsliberales Weltbild passen.

Nur ein fiktives Beispiel, jedenfalls beim heutigen Stand der Dinge, aber ein Provider ist nun mal keine Zensurbehörde.

Das hat überhaupt nichts damit zu tun, wie viel Bandbreite du für welchen Zweck bei deinem Provider gebucht hast.

CU
Olaf

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gerhard38 Olaf19

„Die Randbedingungen sind dein ganz persönliches Setup aus Hardware, Software und dem Vertrag mit deinem Internetprovider. ...“

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Ohne Netzneutralität könnte ein Provider diese Angebote ausbremsen, weil sie ihm politisch nicht sein wirtschaftsliberales Weltbild passen.

Bitte werde doch konkret und zeige, wie sich dieses "Ausbremsen" auswirken könnte. Die Randbedingungen, dich ich gewählt habe, sind solche, wie sie vermutlich hunderte Millionen Benutzer haben. Du kannst ja bei Bedarf zeigen, wie sich das "Ausbremsen" sowohl bei größerer als auch bei geringerer Bandbreite auswirkt.

Gruß, Gerhard

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Olaf19 gerhard38

„Bitte werde doch konkret und zeige, wie sich dieses Ausbremsen auswirken könnte. Die Randbedingungen, dich ich gewählt ...“

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Wenn Web-Inhalte länger brauchen um zu laden, werden sie auch weniger abgerufen.

Ob ich eine 1 MBit- oder 10 MBit-Downloadrate habe, ist in dem Zusammenhang völlig nebensächlich. Eine schnellere Rate bewirkt lediglich ein "schnelleres Warten", etwa so als wenn man mit einem Porsche im Stau steht.

Okay – ich überzeuge dich anscheinend nicht, aber was ist mit Koryphäen wie Sascha Lobo (wird im verlinkten Artikel erwähnt) und Tim Berners-Lee? Die können das noch viel detaillierter und besser erklären als ich, überzeugt dich das auch nicht?

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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gerhard38 Olaf19

„Wenn Web-Inhalte länger brauchen um zu laden, werden sie auch weniger abgerufen. Ob ich eine 1 MBit- oder 10 ...“

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Wenn Web-Inhalte länger brauchen um zu laden, werden sie auch weniger abgerufen.

Ich habe schon weiter oben gesagt, dass ich Inhalte gezielt abrufe abhängig davon, was mich interessiert, und nicht, was schneller kommt. Bei einer Suchabfrage in Google kommen Treffer - sie werden mir ziemlich gleichzeitig seitenweise angeboten. Zumindest ich klicke dann das an, was mir aufgrund der Vorschau interessant erscheint und bin es gewohnt, dass sich verschiedene Links unterschiedlich schnell aufrufen lassen - für letzteres mag es mehrere Gründe geben, wie z. B. die Kapazität des Servers, auf dem die Seite gehostet wird, oder dessen Anbindungskapazität ans Internet.

Weiters sprichst du ganz allgemein von "Inhalten" - davon war aber bei der Netzneutralität - siehe Wiki-Artikel - nie die Rede. Da geht es darum, dass Datenpakete mit unterschiedlichen Protokollen unterschiedlich schnell - oder auch gar nicht, wie bei Telekom und "Skype" befördert werden. Nirgends wird auch nur annährend erwähnt, dass Webseiten aufgrund ihres (politischen, weltanschaulichen) Inhalts gefiltert würden.

Bezüglich der Koryphäen: Was ich in dem von dir verlinkten Artikel gefunden habe, hat mich tatsächlich nicht überzeugt - nur allgemeine Aussagen, was nicht alles passieren könnte - aber für mich nicht einsehbar. Es gibt im ganzen menschlichen Bereich nichts, was nicht irgendwie auch missbraucht werden könnte bzw. wo etwas passieren könnte. Es ist sicher gut, mögliche Gefahren aufzuzeigen, aber es gibt auch noch so etwas wie eine Güterabwägung, ob die möglichen Vorteile nicht die theoretisch möglichen Nachteile wett machen.

Ich gehöre nicht zu jenen, die sich vorbehaltlos allem anschließen, was eine "Koryphäe" von sich gibt. Inzwischen habe ich den begründeten Verdacht, dass jede (politische) Partei jeweils _ihre_ eigenen Persönlichkeiten hat, die jeweils zu "Experten" hochstilisiert werden, und in einer Sachfrage genau das Gegenteil von dem vertreten, was der bzw. die "Experten" der anderen Parteien für richtig halten.

Gruß, Gerhard

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giana0212 gerhard38

„Ich habe schon weiter oben gesagt, dass ich Inhalte gezielt abrufe abhängig davon, was mich interessiert, und nicht, was ...“

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Hi, Gerhard38.

Ich lese das hier gerade und möchte dazu auch etwas schreiben.

Wenn es möglich wird, dass Dienste unterschiedlich transportiert werden, also zB Streaming, für das Du extra zahlst, bedeutet das im Umkehrschluss, dass der Netzverkehr ausgewertet werden muss, um festzustellen, welches Datenpaket wozu gehört. Wird das erstmal gemacht, ist es ganz einfach, alle Datenpakete zu beeinflussen. Und genau das hebelt die Netzneutralität aus. Wenn einer damit anfängt, ist das wie ein Dammbruch.

Merke: Alles, was geht, weckt Begehrlichkeiten und wird dann auch gemacht.

Einfach nachzuvollziehen ist das an der britischen "Pornosperre", wo dann auch auffällig viel Regierungskritisches nicht mehr aufgerufen werden kann. Man spricht dabei bei den zuständigen Behörden von einem "Zufall".

Das gleiche passiert auch, wenn die Forderungen von unserem Herrn de Maiziere umgesetzt werden, der verlangt, dass Provider für Hetzkommentare haften. Das bedeutet nämlich, die Provider müssen alles filtern, um sich nicht haftbar zu machen. Das bedeutet außerdem, die Informationen, die Du suchst, kommen nicht mehr bei Dir an, sondern nur noch das, was bei Dir ankommen soll.

Da sieht man außerdem wieder, in Sachen Netz sind unsere Politiker doof wie Brot.

Ein Irrtum dieser Zeit ist es, Glück mit Besitz zu verwechseln.
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gerhard38 giana0212

„Hi, Gerhard38. Ich lese das hier gerade und möchte dazu auch etwas schreiben. Wenn es möglich wird, dass Dienste ...“

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Nach dem Wiki-Artikel besteht Netzneutralität darin, dass (pro Zeiteinheit) von jedem Dienst (Email, Steams, Webseiten, Skype, ...) gleich viele Datenpakte transportiert werden (die Geschwindigkeit jedes Datenpaketes an sich ist ja ohnehin zwischen zwei Knoten immer gleich groß, nämlich die für das jeweilige Medium gültige Lichtgeschwindigkeit; die Datenmenge pro Zeiteinheit hängt von der Anzahl der Datenpakte ab, die jeder Dienst pro Zeiteinheit übertragen kann, bis die Bandbreite ausgeschöpft ist). Ich habe schon weiter oben ausgeführt, dass es mir - bei meiner bescheidenen Internetanbindung - sehr recht ist, wenn die Anzahl der Datenpakte für meine Skypegespräche so hoch ist - auf Kosten der Anzahl beispielsweise von Softwareaktualisierungen, wenn's denn nicht anders geht  -, dass das Skypegespräch ruckelfrei abläuft, und es mir egal ist, ob sie Softwareaktualisierungen deshalb erst eine halbe Stunde später herunter geladen sind.  

Du sprichst hingegen von echter Zensur oder Filterung - und da ist es vielen Leuten sehr recht, dass nicht nur Pornoseiten, sondern auch Daten mit rechtsextremen Inhalten oder terroristischen Aufrufen möglichst blockiert werden. In diesem Fall wird jedoch nicht die Geschwindigkeit je nach Dienst einfach "verlangsamt", sondern _innerhalb ein und desselben Dienstes_ - z. B. Webseitenaufrufe - die Datenrate in Abhängigkeit vom Inhalt auf Null reduziert.

Ein Verringerung der Geschwindigkeit auf "0" - also eine komplette Blockade aufgrund von Inhaltsanalyse - ist für mich ein ganz anderes Kapitel wie eine Verringerung der Geschwindigkeit von Diensten, bei denen es nicht darauf ankommt, dass sie möglichst "verzögerungsfrei" funktionieren (wie beispielsweise Skype-Gesprächen, Videokonferenzen, Teleoperationen, etc.). Um es noch deutlicher zu sagen: Wenn die Telekom 2010 Skype-Gespräche nicht zuließ, dann hat sie _nicht_ den Inhalt der Gespräche analysiert und entweder zugelassen oder blockiert, oder Gespräche mit "linkem" Inhalt so verlangsamt, dass sie nur noch unverständlich und fragmentiert beim Gesprächspartner ankamen, sondern sie hat den Dienst insgesamt nicht zugelassen. Die Netzneutralität behandelt jedoch - lt. Wikipediaartikel - mehrere Punkte:

Es werden damit 3 Bereiche genannt:

Was Sender und Empfänger betrifft: ich hätte nichts dagegen, wenn der Datenverkehr beispielsweise für Notfalldienste bevorzugt wird.  

Was den Inhalt betrifft: da bin ich dafür, dass die Inhalte den Provider nichts angehen sollten - die aktuelle Gesetzeslage ist aber, wie du selbst erwähnt hast, anders. Ich bin zwar nicht glücklich darüber, kann aber nachvollziehen, dass eine Infrastruktur - z. B. das Datennetz eines Landes, das aus Steuergeldern finanziert wird -, nicht dazu da ist, für gesetzwidrige Zwecke missbraucht zu werden, und der Gesetzgeber entsprechende Regeln erlässt.

Was die Anwendung betrifft: siehe weiter oben. Ich möchte ruckelfrei skypen, und Emails und anderes darf gerne warten, bis auf meiner Leitung wieder genug Kapazität frei ist.

Gruß, Gerhard

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giana0212 gerhard38

„Nach dem Wiki-Artikel besteht Netzneutralität darin, dass pro Zeiteinheit von jedem Dienst Email, Steams, Webseiten, ...“

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Es geht aber nicht um gleich viele Pakete sondern um die Gleichbehandlung von Paketen. Wenn es jetzt 10 Millionen mal mehr Streaming-Pakete gibt als Skype-Pakete, dann sollen die auch alle ausgeliefert werden.

Nochmal, jede Form der Bevorzugung von Paketen (egal aus welchen Gründen und egal, welche Art der Umsetzung) lässt immer auch eine Art Zensur oder Beeinflussung entstehen. Einfach, weil es machbar ist. Weil man dann sowieso prüfen muss, welches Paket wozu gehört.

Die großen Provider wollten ja das 2-Klasen-Netz schon einführen und zB Dienste wie Youtube dafür zahlen lassen, dass ihr Content übertragen wird. Begründung: Es entsteht durch diesen Dienst viel Netzverkehr, und das kostet Geld. Klar kostet das Geld, aber Du hast für den Netz-Verkehr ja bereits gezahlt, der Provider wollte nur gerne ein zweites Mal kassieren. Begehrlichkeiten.

Ein Irrtum dieser Zeit ist es, Glück mit Besitz zu verwechseln.
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gerhard38 giana0212

„Es geht aber nicht um gleich viele Pakete sondern um die Gleichbehandlung von Paketen. Wenn es jetzt 10 Millionen mal mehr ...“

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Klar kostet das Geld, aber Du hast für den Netz-Verkehr ja bereits gezahlt, der Provider wollte nur gerne ein zweites Mal kassieren. Begehrlichkeiten.

Hätten die Provider von Anfang an gewusst, wie wegen der Videostreams die Datenmengen exponentiell zunehmen, sodass sie mit dem Netzausbau nicht mehr nachkommen, hätten sie a) entweder keine Flatrates angeboten oder b) die Preise für die Flatrates entsprechend angehoben. Dann hätten sich alle, die keine Videostreams konsumieren, sondern nur hin und wieder surfen, online-Banking betreiben oder Emails schicken, maßlos darüber aufgeregt, wieso sie mit ihren Beiträgen die "Streamer" subventionieren sollen / müssen.

Die Frage ist nicht, ob jemand zweimal kassiert - das macht der Staat laufend, z. B. bei der Einkommenssteuer und dann nochmals bei der Mehrwertsteuer oder der Vermögenssteuer -, sondern ob die Summe der Einkünfte ein vernünftiges Wirtschaften inklusive notwendiger Investitionen ermöglicht, und ob die Kosten halbwegs fair auf die Verbraucher aufgeteilt werden.

Gruß, Gerhard

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giana0212 gerhard38

„Hätten die Provider von Anfang an gewusst, wie wegen der Videostreams die Datenmengen exponentiell zunehmen, sodass sie ...“

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Wow, Du hast ja keine Ahnung.

Der Netzausbau in D findet nicht statt, weil die Telekom die Macht über das Netz hat und auch so ohne Ausbau supi verdient. Und die anderen Anbieter müssen die alten Scheißleitungen von der Telekom mieten, ein anderes Netz gibt es nicht.

Weltweit wird auf Glasfaser gesetzt, nur in D setzt man auf Kupfer und Vectoring. Und die Telekom holt sich auf die Art sogar vergebene Leitungen zwangsweise wieder zurück, einfach mal die Konkurrenz ausschalten.

Und die Kohle, die für die Frequenzvergaben gezahlt wurde, muß auch erst wieder eingespielt werden. War unserer Regierung aber egal, erstmal schön kassieren und sich freuen. Da haben die echt gedacht, die machen aus nichts Kohle.

Im Vergleich liegen wir schon weit zurück, man spricht in D inzwischen sogar von einem Standortnachteil. Jede Saunahütte in Schweden ist schneller ans Netz angebunden als bei mir hier der ganze Ort.

Ein Irrtum dieser Zeit ist es, Glück mit Besitz zu verwechseln.
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Borlander gerhard38

„Ich kann nicht erkennen, dass das der Fall wäre, das steht auch nicht in der Wiki unter Netzneutralität . Dort geht es ...“

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wenn Online-Streams - UNABHÄNGIG VOM INHALT - gegenüber SW-Updates bevorzugt werden.

Dann unterscheidet Du aber bereits zwischen verschiedenen Inhalten bzw. Protokollen. Wer sein Cloud-Backup schneller machen wollte, der würde es dann halt einfach in einem Streaming-Protokoll verpacken...

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gerhard38 Borlander

„Dann unterscheidet Du aber bereits zwischen verschiedenen Inhalten bzw. Protokollen. Wer sein Cloud-Backup schneller ...“

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Dann unterscheidet Du aber bereits zwischen verschiedenen Inhalten bzw. Protokollen. Wer sein Cloud-Backup schneller machen wollte, der würde es dann halt einfach in einem Streaming-Protokoll verpacken...

Ich unterscheide schon die ganze Zeit zwischen verschiedenen Inhalten und Protokollen. Deshalb gibt es ja auch unterschiedliche Protokolle, um unterschiedliche Anforderungen abdecken zu können.

Es wäre mein eigener Schaden, wenn ich das Cloud-Backup in ein Streaming-Protokoll verpacke (sofern der Clouddienst da überhaupt mitspielt), denn für diese Zeit könnte ich kein ruckelfreies Skype nützen. Da kann ich genauso gut mein Skype, Email und SW-Aktualisierungen stoppen bzw. abdrehen, damit ich - ganz ohne Manipulation - meine 768 kbit/s up für das Backup ausnützen kann.

Ich halte es für intelligenter, soviel meiner Bandbreite für Skype nutzen zu können, soviel das Skye benötigt, und wenn dann noch was überbleibt von der Bandbreite, das anteilsmäßig für andere Dienste auszunützen, sodass meine 768 kbit/s up ausgeschöpft werden.

Gruß, Gerhard

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Borlander gerhard38

„Ich unterscheide schon die ganze Zeit zwischen verschiedenen Inhalten und Protokollen. Deshalb gibt es ja auch ...“

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Wenn Du garantierte Bandbreiten zwischen zwei Teilnehmern haben willst, dann solltest Du eher auf ATM als auf IP setzen. Die Infrastruktur will nur heute keiner mehr bezahlen...

Dritten ist Dein möglicher Schaden scheissegal.

Löse Dich von Deiner lokalen Betrachtung, wenn Du das Thema verstehen willst.

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Olaf19 xtom

„Jeder weiß inzwischen, was für eine mächtige und scharfe informationstechnologische Waffe das Internet sein kann du ...“

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es ist glaub ich 3! jahre her daß mutti den spruch gelassen hat: das internet ist für uns alle neuland... das schlimmste daran ist, es stimmt....

Jepp. 3 Jahre und genau 1 Monat ;-))
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/kanzlerin-merkel-nennt-bei-obama-besuch-das-internet-neuland-a-906673.html

und das gilt tatsächlich für sehr viel mehr menschen als man erst einmal denkt, und deswegen wissen viel zu wenige was netzneutralität überhaupt bedeutet.....

Damit fasst du die Motivation treffend zusammen, das hier einzustellen. Der Ausdruck "Netzneutralität" ist mir schon lange ein Begriff, nicht jedoch wusste ich, dass das Thema in diesem Sommer eine neue Aktualität bekommt.

Recht gute Neuigkeiten zum Thema gibt es bei netzpolitik.org:
https://netzpolitik.org/2016/fast-500-000-stimmen-fuer-netzneutralitaet-bei-eu-konsultation/

Greetz
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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torsten40 Olaf19

„Nur noch bis Mo. 14 Uhr: öffentliche Konsultation der EU zur Netzneutralität“

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https://savetheinternet.eu/de/

Ein Ausführlicher Artikel

https://netzpolitik.org//2016/offener-brief-vier-tage-bleiben-noch-um-das-offene-internet-in-europa-zu-retten/

Zensur und Netzneutralität gehen einher.Netzneutralität wird abgeschafft, und dann kommt die Zensur. Am Ende freut sich die die Firma mit dem rosanen T.

Gruß

Torsten

Freigeist
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torsten40 Olaf19

„Nur noch bis Mo. 14 Uhr: öffentliche Konsultation der EU zur Netzneutralität“

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Auf den ersten Blick klingt es einleuchtend: wer bereit ist, mehr zu bezahlen, bekommt eine schnellere Leitung, so wie man im ÖPNV ein Ticket für den Schnellbus lösen kann. Aber so einfach ist es nicht.

Apfel mit Birnen. Im Straßenverkehr kann es immer zu Verzögerungen kommen, im Glasfaser/Kupferkabel nicht.

Wer bereit ist mehr zu zahlen, hat jetzt schon eine schnellere Leitung. Ich erkenne einfach den Mehrwert nicht.

Einzig die Telekom will dieses Zwei-Klassen Netz. Und durch ihre monopole Stellung als Anbieter, hauen die das irgendwann noch durch. Allein das man so einen Diskuss überhaput führen muß ist fern jeglichem Grundgedanken vom Internet.

Einfach ein klares Nein!

Gruß

Torsten

Freigeist
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Anne0709 torsten40

„Apfel mit Birnen. Im Straßenverkehr kann es immer zu Verzögerungen kommen, im Glasfaser/Kupferkabel nicht. Wer bereit ...“

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Allein dass man so einen Diskuss überhaput führen muß

Zitat:
"510.370 Menschen haben ihre Stimme über Plattformen wie z.B. savetheinternet.eu abgegeben." Quelle drk "Breitband" vom 23.07.2013 wie jeden Samstag 13:00 Uhr.

Weiter wurde in der Sendung   (im Link die ersten 21/2 min) davon gesprochen, dass zum Beispiel in den USA und in Indien mehrere Millionen sich an solchen Konsultationen beteiligt haben. Und die Beteiligung sei für Europa schon beachtlich.

Dieses ewige - "die machen ja doch was sie wollen" kann ich ich - auch auf Nickles.de - nicht mehr hören.

Also bitte solche Kommentare nur abgeben, wenn man seine Möglichkeiten auch wahrgenommen hat. Oder zumindest weiß, wie es möglich ist.

Ich will nicht wieder Brecht mit den "dummen Kälbern" zitieren.
Aber es ist immer noch so. Leider zu wenige tun etwas dafür, sich nur mal in die Lage zu versetzen, mehr zu wissen, wie  und was möglich wäre.
Alleine und einzeln geht es gar nicht.

ziemlich genervt
Anne

Hoffnung ist eine schoene Erinnerung an die Zukunft. Gabriel Marcel
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torsten40 Anne0709

„Zitat: 510.370 Menschen haben ihre Stimme über Plattformen wie z.B. savetheinternet.eu abgegeben. Quelle drk Breitband ...“

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Also bitte solche Kommentare nur abgeben, wenn man seine Möglichkeiten auch wahrgenommen hat. Oder zumindest weiß, wie es möglich ist.

Erzähl mir nicht, was ich schreiben habe, und was nicht. Ob du genervt bist oder nicht, kümmert mich nicht Bohne. Zudem hast meinen ersten Beitrag entweder nicht gelesen, oder beide nicht verstanden.

Danke, und wenn du schon das "dass" korrigiert, dann fehlt da zusätzlich ein ",".

Gruß

Torsten

(Achtung, es fehlt ein "S")

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gelöscht_238890 torsten40

„Apfel mit Birnen. Im Straßenverkehr kann es immer zu Verzögerungen kommen, im Glasfaser/Kupferkabel nicht. Wer bereit ...“

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Wer bereit ist mehr zu zahlen, hat jetzt schon eine schnellere Leitung. Ich erkenne einfach den Mehrwert nicht.

Wer den Mehrwert einer schnelleren Leitung nicht erkennt, kann ja bei seinem Modem bleiben.

Einzig die Telekom will dieses Zwei-Klassen Netz. Und durch ihre monopole Stellung als Anbieter, hauen die das irgendwann noch durch.

Das ist doch vollkommener Quatsch, weder hat die Telekom noch ihr Monopol, noch kann sie es irgendwann durchsetzen. Vodafone hat eigene Leitungen und verlegt auch Glasfaser.

https://www.vodafone.de/privat/hilfe-support/detail-ansicht-netzabdeckung.html

Das die letzte Meile vielfach noch der Telekom gehört und von dieser vermietet wird, hat mit der grundsätzlichen "schnellen Anbindung" nichts zu tun.

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Alpha13 gelöscht_238890

„Wer den Mehrwert einer schnelleren Leitung nicht erkennt, kann ja bei seinem Modem bleiben. Das ist doch vollkommener ...“

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http://www.teltarif.de/internet/tv-kabel/technik.html?page=2

http://www.teltarif.de/telekom-tal-entgelt-kosten-anbieter-monat-jahr/news/49728.html

Den Unterschied zwischen Telefonnetz und Kabelnetz sollte man schon kennen...

Ausschließlich die Kabelnetzbetreiber (und das sind nicht viele!) kommen an dem Monopol der Telekom für die letzte Meile vorbei!

Und was auf der letzten Meile verlegt ist und wie lang das Kabel ist bestimmt natürlich die mögliche max Bandbreite!!!!!!!

Und auf dem Land lohnt es sich für Telekom definitiv nicht neue Kabel zu verlegen!!!

Und ein 2 oder eher sogar 3 Klassen Netz wollen alle Provider!!!

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gelöscht_238890 Alpha13

„http://www.teltarif.de/internet/tv-kabel/technik.html?page 2 ...“

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Und ein 2 oder eher sogar 3 Klassen Netz wollen alle Provider!!!

Und wo ist das Problem?
Leistung kostet, viel Leistung kostet viel.
Wer nix bezahlen will, soll eben morsen!

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torsten40 gelöscht_238890

„Wer den Mehrwert einer schnelleren Leitung nicht erkennt, kann ja bei seinem Modem bleiben. Das ist doch vollkommener ...“

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Wer den Mehrwert einer schnelleren Leitung nicht erkennt, kann ja bei seinem Modem bleiben.

Welchen Mehrwert hat eine 50.000er VDSL gegen über einer 16.000er analog Leitung? Ich reitze nichtmal eine 6.000er Leitung aus. Zu 16.000er musste ich damals wechseln, weil EWETel die 6.000er einfach nicht mehr anbot, ich selber hätte niemals gewechselt, warum auch. Vodafone braucht dies nichtmal mehr, da KabelDeutschland quasi in jedem Haushalt verhanden ist. Wenn man nicht grad in einem Redneckdorf mit 20 Einwohner lebt.

EWETel verlegt ebenso Glasfaser quer durch Deutschland, und ist deswegen bei Telekom schon sauer aufgestossen.

Und das die Telekom eine monopole Stellung, und ein zwei Klassennetz haben will, ist vollkommender Quatsch?

Davon ab, machst du mein Aussage zur "monopolen Stellung" extra fett, und schreibst am Ende

Das die letzte Meile vielfach noch der Telekom gehört und von dieser vermietet wird,

Und das bestimmte Firmen Gesetze schreiben, die einfach durchgewinkt werden, ist bisher ja auch noch nicht passiert. (Leistungsschutzrecht)

Solede

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gelöscht_238890 torsten40

„Welchen Mehrwert hat eine 50.000er VDSL gegen über einer 16.000er analog Leitung? Ich reitze nichtmal eine 6.000er ...“

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Zu 16.000er musste ich damals wechseln,

Wechseln musste ich noch nie, ich tat es immer freiwillig, um mehr Leistung zu bekommen.

da KabelDeutschland quasi in jedem Haushalt verhanden ist

So, weder in meinem Haushalt noch in meiner Straße ist Kabel Deutschland vorhanden, noch besteht die Absicht hier jemals ein Kabel zu verlegen.
Ach ja, bekannter weise wohne ich in Dortmund, in einem Vorort von so einem

 Redneckdorf
Und das die Telekom eine monopole Stellung, und ein zwei Klassennetz haben will, ist vollkommender Quatsch?

Selbstverständlich, ein Netz ist für für jeden Anbieter erstrebenswert, der Rest ist den Umständen geschuldet.

Wenn Du dich schon als "Freigeist" betrachtest, dann solltest Du Deinem Geist auch in keiner Richtung Fesseln anlegen. Ich bin kein Freund der Telekom, aber auch die machen nur ihren Job und müssen gewinnorientiert arbeiten.

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torsten40 gelöscht_238890

„Wechseln musste ich noch nie, ich tat es immer freiwillig, um mehr Leistung zu bekommen. So, weder in meinem Haushalt noch ...“

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Du hast Recht! Ich habe mich in meiner blinden Verblendheit wieder verleiten lassen. Doch bei bestimmten Firmen kann ich halt nicht anderes. Wenn die kacke (entschuldige meine fäkalsprache) sind, dann schreibe ich es auch.

Dennoch solte ich erst in Selbstreflextion üben

Gruß

Torsten

Freigeist
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