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News: Kickstarter Projekt

Nostalgie-Schreibmaschinen-Tastatur sorgt für Begeisterung

Michael Nickles / 9 Antworten / Baumansicht Nickles
(Foto: Elretron.com / Kickstarter)

PC-Tastaturen gibt es in allen erdenklichen Varianten. Fast allen. Das Kickstarter-Projekt "Penna" wagt einen Sprung in die Vergangenheit und holt sie klassische Tastatur einstiger mechanischer Schreibmaschine zurück in die Gegenwart.

Ziel ist es das klassische Schreibgefühl zurückzubringen, von dem sich moderne PC-Tastaturen schon lange verabschiedet haben.

Die Bilder des Projekts lassen erahnen, dass es sich auf "Penna" nicht so angenehm und flott tippen lässt, wie auf modernen Tastaturen. Aber das scheint Nostalgie-Fans nicht abzuschrecken. Ganz im Gegenteil: Penne begeistert. Das Finanzierungsziel von 50.000 Dollar ist längst um mehr als das Dreifache überschritten, es gibt bereits über 1.300 Unterstützer.

Penna ist als Tastatur mit Halter für Tablets gedacht und wird in verschiedenen Ausführungen kommen, alle Infos gibt es auch auf der Seite der Macher.

Michael Nickles meint:

Insider wissen, dass ich meine ersten Beiträge noch mit einer uralten Schreibmaschine getippt habe. Gleichzeitig mit dem "C64" programmieren und nebenbei eine Textverarbeitung laufen lassen ging nicht. So entstand unter anderem das erste Abenteuerspiele-Programmier-Sonderfeft des 64er Magazins. Die Schreibmaschine habe ich heute noch, mangels Platz in der Wohnung lebt sie aktuell im Keller.

Das Projekt "Penna" ist cool, an einem Dauererfolg zweifle ich aber. Denn: auf modernen PC-Tastaturen schreibt es sich einfach angenehmer. Außerdem fehlt dem Nostalgie-Faktor die vielleicht wichtigste Komponente überhaupt: eine spartanische Textverarbeitung die nur elementare Funktionen hat. Ganz entscheidend dabei: es darf keinerlei Möglichkeit zum Speichern oder gar Korrigieren eines Textes geben! Was getippt ist, das ist dann halt wie früher getippt und basta. Ist es nicht gut genug, dann muss alles von Vorne begonnen werden.

Das hätte übrigens einen ganz entscheidenden erzieherischen Effekt. Heute ist es modern geworden einen Text einfach mal irgendwie hinzuhauen, gegliedert, nachgebessert und korrigiert wird irgendwann später. Das empfinden viele als sehr bequem und praktisch. Aber es kostet unterm Strich viel mehr Zeit als es gleich von Anfang an richtig zu machen: erst gründlich nachdenken und dann tippen.

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Systemcrasher Michael Nickles

„Nostalgie-Schreibmaschinen-Tastatur sorgt für Begeisterung“

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So entstand unter anderem das erste Abenteuerspiele-Programmier-Sonderfeft des 64er Magazins

Welches war das?

Wenn ich Rentner bin, dann nörgele ich den ganzen Tag. Das wird bestimmt lustig. :)
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besterpapa Systemcrasher

„Welches war das?“

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also "Nostalgie" sieht doch etwas anders aus.

Als Studie habe ich vom Trödel eine olle Adler gekauft.

Das war richtiges Fitness-Studie für die Finger.  Mehr als eine Stunde training war nicht drin.  Meine damalige Freundin hatte sich standhaft geweigert, wegen ihren Fingernägeln, das Ding zu benutzen.

In den 80zigern dann eine elektr. Triumph. Das Korrekturband war das beste.  Das Tippen fast schon wie eine normale PC-Tastatur. Also der Unterschied lag eher in der Speicherung und schnellen Änderung der Texte.

Ich schätze auch, das ist eher was für nerds und äppel-jünger. Sollten also  son Logo drauf knallen und cook labbern lassen wie doll doch der äppel-tasch ist....

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Andreas42 Systemcrasher

„Welches war das?“

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Hi!

Das hatte ich noch als Bild gespeichert. Es geht um das erste Sonderheft des 64er Magazins "Adventure Programmieren".

Hm, das Titelbild finde ich jetzt unter meinen Fotos auf dem Nickles.de-Server, mal suchen...

Hoppla! das gibt es inzwischen als PDF gescannt!
http://64er-online.net/c64_download/file?cat=64er&name=64er_sonderheft_1985_02

Auf Seite 52 findet man dann auch den oben abfotografierten Text.

Bis dann
Andreas

Kommentare zur Gefaehrlichkeit der Cloudspeicherung, Nutzung eines MS-Accounts und allgemein ablehnende Meinungen zur Nutzung von Smartphones und Mobilfunk bitte hier anfuegen.
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Systemcrasher Andreas42

„Hi! Das hatte ich noch als Bild gespeichert. Es geht um das erste Sonderheft des 64er Magazins Adventure Programmieren . ...“

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Adventure Programmieren".

die hatte ich mir damals sogar gekauft.

Gut möglich, daß die immer noch bei mir rumliegt - irgendwo auf irgendeinem Stapel - oder im Keller.

Wenn ich Rentner bin, dann nörgele ich den ganzen Tag. Das wird bestimmt lustig. :)
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Prosseco Michael Nickles

„Nostalgie-Schreibmaschinen-Tastatur sorgt für Begeisterung“

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Hallo Michael,

FB laest mich nicht das link posten. Wieso y weshalb. Naja muesste ich WISO fragen. Aber ich bin zu alt den ganzen Kauderwelsch durch zu kauen, mit meine Neuronen. 

Jetzt fragt mich FB um ein code. Esfragt mich die ganze wurschtelei mit buchstaben und nummern. HAHAHAHAHAHA

LOL,ROFL,LOL

Gruesse

Sascha

Das ist keine Signatur. Sondern ich putz hier nur
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gelöscht_152402 Michael Nickles

„Nostalgie-Schreibmaschinen-Tastatur sorgt für Begeisterung“

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Wie geil! Haben will! Eignet sich zudem prima als Geschenk. Meine ersten Bewerbungen hab ich auch noch auf einer Olympia-Schreibmaschine aus den 60ern getippt. Das war eine Erfahrung!

Hoffentlich kommt das Ding bald raus! Schade dass ich meinen alten Star LC-2410 nicht mehr habe... *seufz

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The Wasp Michael Nickles

„Nostalgie-Schreibmaschinen-Tastatur sorgt für Begeisterung“

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Tastaturen und auch Computer-Mäuse sind aus meiner Sicht ein riesiges Problem. Was es am Markt gibt, ist meist unergonomischer Billigschrott. Tastaturen ohne Beleuchtung kaufe ich gar nicht mehr. Die Tasten werden nur noch beklebt, statt wie vor Jahren noch gelasert. Das führt dazu, dass die meistgebrauchten Zocker-Tasten binnen weniger Monate nicht mehr lesbar sind. Die Computermäuse werden mit weichem Kunststoff überzogen, der bei manchen Herstellern kaum ein paar Monate hält und das, obwohl diese Mäuse um die 70€ kosten. Die Taster taugen auch nichts, jede Maus, die ich in den letzten Jahren hatte, beginnt nach spätestens 2 Jahren statt eines Einfachklicks einen Doppelklick zu machen. Einzige Lösung: Neukauf...

Bei den Tastaturen finde ich eine Frechheit, dass es nicht wenigstens 2 Modelle gibt, nämlich eins für Leute mit "Kinderhänden", sprich etwa Handschuhgröße 7 und eines für Leute mit "Männerhänden" sprich alles über Handschuhgröße 10.

Ich finde es schade, dass es konkrete Kritik in der PC-Presse dazu praktisch nicht gibt. Dabei ist die Tastatur extrem wichtig, sie ist nämlich die Schnittstelle zwischen Mensch und Computer. Statt dessen veteilt die PC-Presse die selbe Werbung oder Schleichwerbung für den Billigmüll, der sich von Hersteller zu Hersteller meist kaum unterscheidet.

Das Retroding ist eine coole Idee, ich würde das aber nicht kaufen, weil Schreibmaschinen nie nach ergonomischen Prinzipien gebaut wurden. Ein Layout für alle. Das war Mist. Heute sind wir da deutlich weiter, nur die Hersteller, die die Konzepte konsequent umsetzen, fehlen.

Ende
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Systemcrasher The Wasp

„Tastaturen und auch Computer-Mäuse sind aus meiner Sicht ein riesiges Problem. Was es am Markt gibt, ist meist ...“

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Ich finde es schade, dass es konkrete Kritik in der PC-Presse dazu praktisch nicht gibt.

Das mag zwar sein, aber gute Tastaturen findest Du außerhalb von Blödmarkt & Co.

Hier mal der erstbeste Link von Tante Google nach dem Stichwort "Ergonomische Tastaturen"

http://ergonomie-am-arbeitsplatz.de/ergonomische-tastatur/

Wenn ich Rentner bin, dann nörgele ich den ganzen Tag. Das wird bestimmt lustig. :)
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Waldschrat_70 Michael Nickles

„Nostalgie-Schreibmaschinen-Tastatur sorgt für Begeisterung“

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Ich hatte mir ca. 1960 eine Optima Plana Reiseschreibmaschine gekauft. Da ich in meiner Lehrzeit noch auf Kaufmann aus war, machte ich einen Schreibmaschinen - und Stenolehrgang und konnte ziemlich gut schreiben. Das kam mir zu nutze, es hatte sich rumgesprochen, dass ich so ein Teil habe und es kamen einige Leute mit der Bitte ihre Diplom,- und andere Arbeiten zu schreiben. Das hat mir während meines Studiums ein paar zusätzliche Mäuse eingebracht. Das gute Teil steht jetzt noch  irgendwo bei mir herum. Jetzt schreibe ich nur noch privat und nicht mehr 10-Fingersystem, ich habe mir das Adlersystem angewöhnt.
Grüße aus dem etwas trüben Osterwald
Jürgen

einem computer für seine leistung zu bewundern ist genauso als würde man einem bügeleisen beifall klatschen wenn es warm wird
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