Allgemeines 21.707 Themen, 143.082 Beiträge

News: Gegenwärtige Hochleistungsrechner sind überfordert

Neurologen schnitten menschliches Gehirn in 7.400 Scheiben

Michael Nickles / 10 Antworten / Baumansicht Nickles

Ein internationales Neurologen-Team hat das Gehirn einer 65jährigen (verstorbenen) Frau in 7.400 Scheiben geschnitten und daraus einen Atlas namens "BigBrain" angefertigt. Die einzelnen Scheiben sind dünner als ein menschliches Haar und wurden mikroskopisch abgelichtet.

Die Vorarbeit soll mehrere tausend Stunden umfasst haben, danach haben Großrechner in Deutschland und Kanada mehrere Jahre rumgerechnet, um aus den Einzelbildern ein 3D-Modell zu errechnen, berichtet nature.com. Das Modell soll eine 50mal höhere Auflösung als jene von bisherigen "digitalisierten Gehirnen" haben.

BigBrain ist Teil des Human Brain Project ("Menschliches Gehirn Projekt"), einer europäischen Initiative, die auf 10 Jahre ausgelegt ist und für die eine Milliarde Euro investiert werden. (Foto: Webpräsenz humanbrainproject.eu)

Die Forscher versprechen sich von diesem hochauflösenden Gehirn-Atlas selbsterklärend, die Funktionsweise menschlicher Gehirn besser verstehen zu lernen. Aus dem Bericht von Nature.com geht auch hervor, dass das Projekt "BigBrain" bereits 2003 begonnen wurde und die technischen Möglichkeiten seitdem enorm verbessert wurden.

Die Scans wurden mit einer Auflösung von 20 Mikrometern durchgeführt, inzwischen wäre bereits 1 Mikrometer möglich. Um einen 3D-Atlas in 1 Mikrometer anzufertigen, müssten aber gut 20.000 Trillionen Bytes an Daten verarbeitet werden. Damit sind selbst gegenwärtige Hochleistungsrechner überfordert.

Michael Nickles meint:

Ich gehe davon aus, dass die verstorbene Frau ihr Gehirn für diesen Zweck freiwillig überlassen hat. Woher die eine Milliarde Euro kommen, die das alles kostet, konnte ich auf die Schneller nicht ermitteln. Macht so ein 3D-Gehirnatlas Sinn? Gewiss.

Wird man damit endlich rauskriegen, was der menschliche Geist ist, was das "Ich" ist? Gewiss nein.

Hochinteressant wird dieser 3D-Atlas aber gewiss für die Freaks sein, die den menschlichen Geist demnächst in einer Maschine  konservieren wollen.

bei Antwort benachrichtigen
1000Nicknames Michael Nickles

„Neurologen schnitten menschliches Gehirn in 7.400 Scheiben“

Optionen

Also die "Werbung" für diesesn Bericht war:

Gegenwärtige Hochleistungsrechner sind überfordert -
Neurologen schnitten menschliches Gehirn in 7.400 Scheiben
Nun muss ich lesen:
Um einen 3D-Atlas in 1 Mikrometer anzufertigen, müssten aber gut 20.000 Trillionen Bytes an Daten verarbeitet werden. Damit sind selbst gegenwärtige Hochleistungsrechner überfordert.
Lieber Herr Journalist! Solche Dinger haut ja nicht einmal die BILD raus. By the way, ich hätt auch ne tolle Neuigkeit. Überschrift: POLIZEI STOPT BLITZGERÄTE!
Nachricht: Wenn die Autos eines Tages mit 3 Mach durch die Straßen düsen, blicken das die Blitzgeräte nicht mehr, und somit gibt es in ein paar Monaten auch keine Knöllchen mehr für's zu schnell fahren. JUHU!!!
Und jetzt bitte keine Bemerkungen, so in die Richtung, dass die auch mein Brain verwendet haben ;-)
bei Antwort benachrichtigen
groggyman 1000Nicknames

„Also die Werbung für diesesn Bericht war: Nun muss ich ...“

Optionen
Und jetzt bitte keine Bemerkungen, so in die Richtung, dass die auch mein Brain verwendet haben ;-)
Für schwarze Löcher sind Neurologen nicht zuständig, das übernehmen die Physiker :-)
bei Antwort benachrichtigen
Hyperboreal Michael Nickles

„Neurologen schnitten menschliches Gehirn in 7.400 Scheiben“

Optionen

Hallo,

nunja, nehmen wir doch mal an, es klappt.
Auf einem Super-Super-Computer erwacht Super-Brain zum Leben...
Wofür würde diese künstliche Intelligenz wohl eingesetzt? z.B.:

- NSA: bessere Analyse aller aufgezeichneten Informationen auf "Anomalien" (welcher Art auch immer)
- Callcenter: Freisetzung aller Mitarbeiter im Austausch durch ein Servercluster
- Banken: bessere Abschätzung des Einsatzes von Risikokapital mittels KI-Simulation
- Drohnensteuerung der Extraklasse, total automatisierte Kriegsführung

Gibt natürlich auch sinnvolle Ansätze. Aber irgendwie schwant mir, dass
Super-Brain zuallererst GEGEN Otto Normalverbraucher eingesetzt wird.
Zur Mehrung des Kapitals und natürlich zur Verteidigung unserer ach so geliebten
"Demokratie". Darum hält sich die Euphorie der Steuerzahler wohl in Grenzen.
1 Mrd. Euro auf 10 Jahre verteilt ist wohl auch eher ein Witz.

GruselGruss
Hyperboreal

bei Antwort benachrichtigen
gelöscht_152402 Michael Nickles

„Neurologen schnitten menschliches Gehirn in 7.400 Scheiben“

Optionen

Sicher ist es richtig und wichtig zu erfahren, wie das Gehirn rein biochemisch funktioniert. Aber zu erfahren wie der Geist funktioniert- davon sind wir noch ganz weit weg...

Allerdings weiß man zweifelsohne, dass der Geist elektrisch funktioniert. Elektrizität kannte man schon lange bevor man sie nutzbar machen konnte. Als man das aber erst mal verstand, gings alles rasend schnell...

Im Nebenthread heißt es dazu auch, dass ein Computer niemals das Bewusstsein nachbilden kann. Ich denke, dass so viele Schaltkreise dazu gar nicht notwendig sind, denn das macht unser Bewusstsein, unseren Geist ja aus. Simpel in der Basis, im Prozess hoch komplex. Aber wie komplex, das weiß man erst wenn es soweit ist. 

So oder denke ich, dass man damit die Büchse der Pandora öffnet. Ist erst das Prinzip für die praktische Nutzung erkannt und umsetzbar, wird auch das rasend schnell gehen...

bei Antwort benachrichtigen
groggyman gelöscht_152402

„Sicher ist es richtig und wichtig zu erfahren, wie das ...“

Optionen
So oder denke ich, dass man damit die Büchse der Pandora öffnet.
Genau so sehe ich das auch und wenn man erst einmal das Gehirn beherrscht, erst dann wird es auch keine Ungerechtigkeiten mehr geben.....
bei Antwort benachrichtigen
gelöscht_152402 groggyman

„Genau so sehe ich das auch und wenn man erst einmal das ...“

Optionen

Vielleicht so?

Ach die Welt ist nicht gerecht,
Dir geht's gut,
und mir geht's schlecht,
und wär' die Welt etwas gerechter,
ging's mir besser und Dir schlechter!


Ein Schelm, der...

bei Antwort benachrichtigen
Alekom gelöscht_152402

„Vielleicht so Ach die Welt ist nicht gerecht, Dir geht s ...“

Optionen

beim Einstein hams auch versucht, was das Gehirn eines Genies ausmacht.

Bahnbrechende Entdeckungen waren nicht zu bekommen, irgendein Lappen war etwas vergrößert.

Was ich nicht nachvollziehen kann, warum verschlingt das in 10 Jahren eine Milliarde €?

gut, ich kann alles künstlich maßlos überteuert machen Lachend das wiederum ist keine allzugroße kunst.

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
bei Antwort benachrichtigen
1000Nicknames groggyman

„Genau so sehe ich das auch und wenn man erst einmal das ...“

Optionen
Für schwarze Löcher sind Neurologen nicht zuständig, das übernehmen die Physiker :-)
Schööön!

erst dann wird es auch keine Ungerechtigkeiten mehr geben.....
Erst dann? Oder erst Recht dann?
Ich kenne keine Neuerung, bei der nicht erst der "große Mann" am "kleinen Mann" ne Menge verdient hat. Gerade Hirnforschung wäre doch die perfekte Grundlage für Matrix.
bei Antwort benachrichtigen
Nashörnchen Michael Nickles

„Neurologen schnitten menschliches Gehirn in 7.400 Scheiben“

Optionen

Da werden die also demnächst auf den Millimeter genau wissen, wo sie mir die Elektrode für die Gehirnwäsche anklemmen müssen.
Irgendwie gruselig... Stirnrunzelnd

bei Antwort benachrichtigen
RogerWorkman Michael Nickles

„Neurologen schnitten menschliches Gehirn in 7.400 Scheiben“

Optionen

Wofür so ein Projekt nützlich sein kann, darf ich aus eigener Erfahrung berichten. Hatte einen Hühnereigrossen Tumor mitten im Gehirn. Schmerzfrei. Als dieser von einer Augenärztin mit Zweifeln vermutet wurde, begann das Ärztehopping. Erst ein "moderner" HNO-Arzt entdeckte mit seiner total moderen Steinzeittechnik "da ist was". Diagnose: "alles nicht so schlimm". Ich gab mich damit nicht zufrieden. Selbst die Uniklinik in der Nähe hätte mir frühstens in 6 Monaten überhaupt einen Untersuchungstermin gegeben, außer ich hätte mich selbst stationär eingewiesen. Mithilfe der Krankenkasse und eigener Internetrecheche bin ich in der Uniklinik Jena 1 Tag nach der Untersuchung operiert worden. Diese Klinik hat Untersuchungsinstrumente, bei denen ich mich selbst von innen bei der Untersuchung beobachten konnte. Nervenbahnen, Blutfluss, Muskelkontraktionen, einfach alles, und den Tumor, live! Hab zwar nicht davon verstanden, aber die Ärzte schon. Hinterher hat der Prof berichtet, das ich einer der 3 schwierigsten Fälle von ca. 400 seiner Operationn am Kopf gewesen sei.

Ich danke hier der Untersuchungstechnik und den Personen, die gelernt haben, damit umzugehen.
Jetzt geht es mir gut. Hätte ich mich auf die "Steinzeittechnik" der niedergelassenen HNO-Ärzte verlassen, dann wäre ich jetzt tot.

Ich wünsche mir, das aus solchen Projekten der Gehirnforschung vielleicht Heilungsmethoden enstehen, die der Menschheit hilft. Kritisch sehe ich das aber auch, denn es wird eine "Normierung" entstehen, aber was ist normal im Gehirn?

In seltenen Fällen hat man mit technischen Hilfsmitteln z.B. Blinde wieder zum schemenhaften Sehen verholfen.  Frage: Könnte man, oder sollte man Suizid gefährdete Menschen im Gehirn, wenn es dann möglich wäre, davon abbringen? Fragen über Fragen wirft das "GehirnProjekt" auf.

bei Antwort benachrichtigen