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News: Mehr Leistung zum gleichen Preis

Neues Raspberry Pi Model B+ ab sofort erhältlich

Michael Nickles / 5 Antworten / Baumansicht Nickles

Der preiswerte Einplatinenrechner Raspberry Pi hat einen sensationellen Erfolg hingelegt. Ende 2013 waren binnen knapp 2 Jahren bereits 2 Millionen Raspberry Pi verkauft worden. Auch auf Nickles.de gibt es deshalb ein Forum zum Thema Miniatur-Einplatinenrechner und Tipps und Infos zum Raspberry Pi.

Los ging es mit zwei Varianten, dem Modell A und dem Modell B. Den etwas schwächeren und magerer ausgestatten "A" gibt es aktuell für rund 28 Euro, den besseren "B" für knapp 2 Euro mehr (Preise von Pollin.de).

Den "A" wird man sich also nur antun, wenn es auf jedes Gramm Gewicht und noch höhere Energiesparsamkeit ankommt. Zunehmend lauter wurden längst die Rufe von Einplatinenrechner-Fans, die mehr Ausstattung und Leistung haben wollen.

Und längst gibt es zig Alternativen zum Pi, die kaum mehr kosten, aber flotter sind und mehr können (Stichworte Banana Pi, Cubieboard). Jetzt haben auch die Macher des Original Raspberry Pi nachgelegt und ein aufgepepptes Modell veröffentlicht.

Raspberry Pi Model B+ (Foto: Raspberrrpi.org)

Bereits die Bezeichnung "Raspberry Pi Model B+" soll verdeutlichen, dass der Neue kein radikal überarbeitetes Ding, kein "Raspberry Pi 2" ist. Stattdessen hat man sich um "Kleinigkeit" gekümmert, die sich viele Fans gewünscht haben.

Die Zahl der Ein-/Ausgänge (GPIOs) für Steuerzwecke wurde von 26 auf 40 Pins erweitert, wobei für die ersten 26 die Pinbelegung des Vorgängermodells beibehalten wurde.

Gebastelte Erweiterungen dürften sich also recht einfach  weiterverwenden lassen. Die Zahl der USB-Anschlüsse wurde von 2 auf 4 verdoppelt. Sie sollen zudem bessere Hotplug-Fähigkeit haben und besser gegen Überstrom geschützt sein. Die Audio-Leistung des Pi wurde verbessert und der Energieverbrauch um 0,5 bis 1 Watt reduziert. Die bisher separaten analog Audio / Composite Video Ausgänge, wurden zu einem gemeinsamen "Klinkenbuchen"-Ausgang kombiniert.

Weiter wurde der große SD-Speicherkartensteckplatz durch eine Micro-SD-Variante ersetzt und es gibt vier Bohrlöcher für bessere Montage der Platine. Bei der Basis-Hardware wurde es belassen. Auch der "B" hat einen BCM2835 Prozessor und "nur" 512 MByte RAM.

Das Model B+ soll ab sofort für 35 Dollar erhältlich sein, kostet also nicht mehr als das normale B-Modell. Alle offiziellen Infos, Bilder und Videos zum neuen Pi gibt es hier.

Michael Nickles meint:

Super! Die zwei zusätzlichen USB-Buchsen sind sehr praktisch, man muss nicht dauernd mit einem "USB-Hub" rummachen. Die zwei Buchsen beim alten B gehen ja schon für Maus und Tastatur drauf. Dass jetzt keine große SD-Karte mehr von der Platine weit absteht, sondern eine Micro-SD-Karte komplett verschwindet ist auch sehr praktisch.

Mein aktuelles Experimentier-Setup: Raspberry Pi, Motortreiber-Platine und Lego-Motor. (Foto: mn)

Ich spiele alle Weile mit meinem PC rum, hab kürzlich mal eine Motor-Treiber-Platine drangehängt um Lego-Motoren damit zu steuern.

Das klappt generell recht gut, aber ich kann die Motoren aktuell nur "Vollgas" ansteuern.

Für Geschwindigkeitsregulierung braucht es PWM (Pulse Width Modulation) und das gibt es als kostenlose Library für den Pi, unter anderem für Python.

Leider hängt sich mein Pi immer sofort komplett auf, wenn ein Motor mit PWM gestartet wird und ich muss ihn neu booten. Das ist elend lästig und ich hatte bislang keine Nerven mehr, dem Grund für das Fehlverhalten zu suchen.

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Alekom Michael Nickles

„Neues Raspberry Pi Model B+ ab sofort erhältlich“

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es wäre interessant zu wissen, wieviele kinder bzw. jugendliche den raspberry eigentlich verwenden für die das projekt eigentlich initiiert wurde ...

soviel  zur erlangung eines computer-technischen wissens ...

ich glaube, ich weiss es natürlich nicht, es werden nicht die mehrheit sein ...

gruß aus Wien

Alekom

btw: herzlichen glückwunsch zum vierten WM-Titel, ich bin einer von den ösis, die nicht über die deutschen schimpfen! ganz im gegenteil, meine arbeitskollegen schauen mich immer "bös" an, wenn ich sage, ich halt zu den deutschen! (schliesslich war opa ein berliner)

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
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schuerhaken Michael Nickles

„Neues Raspberry Pi Model B+ ab sofort erhältlich“

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Das ist elend lästig und ich hatte bislang keine Nerven mehr, dem Grund für das Fehlverhalten zu suchen.

Nerven behalten und weiter suchen.
Toi-toi-toi...!!!
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Alekom:

meine arbeitskollegen schauen mich immer "bös" an, wenn ich sage, ich halt zu den deutschen!

Diese bösen Antigermanisten... - tssss - tsss ...!!!

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the_mic Michael Nickles

„Neues Raspberry Pi Model B+ ab sofort erhältlich“

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Das wichtigste neue Feature hast du aber vergessen, Mike: runde Ecken!!!!1elf! Damit dürfte die Patentklage von der Kirche des verdorbenen Apfels schon vorprogrammiert sein :-)

Dass die Hotplug-Probleme von USB endlich gelöst sein sollen, finde ich ausgesprochen begrüssenswert. Es ist schon nervig, wenn der Raspi spontan resettet, nur weil man im laufenden Betrieb einen USB-Stick einsteckt. Das hätte eigentlich schon von vorneherein nicht sein dürfen. Der USB-Hub war darum eigentlich schon Pflicht, nicht nur um die Anzahl Ports zu erhöhen, sondern auch um das Hotplugging überhaupt zu erlauben.

Micro-SD sehe ich zwiespältig. Die sitzen natürlich besser und der Sockel braucht weniger Platz auf der Platine. Aber zum Wechseln (was beim Experimentieren mit diversen Systemen häufig gemacht wird) sind sie halt doch fummelig. Und einfach so auf dem Schreibtisch rumliegen lassen ist nicht, sonst verschwinden die schneller, als man "Pi" sagen kann.

Dass der Stromanschluss an eine andere Kante gelegt wurde, finde ich auch eher mühsam, das vergrössert in den meisten Fällen den Platzbedarf. Besser wäre von meinem Anforderungsprofil her gewesen, den Anschluss auf die Kante mit den USB-Ports und der Netzwerkschnittstelle zu legen. Die neuen USB-Anschlüsse hätten dafür gerne neben den HDMI-Ausgang gedurft. Aber womöglich ist dies natürlich aufgrund der Leitungsanordnung auf dem Board nicht machbar.

cat /dev/brain > /dev/null
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Oliver321 Michael Nickles

„Neues Raspberry Pi Model B+ ab sofort erhältlich“

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Das Problem mit der PWM klingt, als versuchtest du, das PWM-Signal auf einen non-user gpio auszugeben, was der PI mit einem Crash quittiert. Im Raspberry PI-Forum fand ich das hier:

For a Rev.1 board only use gpios 0, 1, 4, 7, 8, 9, 10, 11, 14, 15, 17, 18, 21, 22, 23, 24, 25.

For a Rev.2 board only use gpios 2, 3, 4, 7, 8, 9, 10, 11, 14, 15, 17, 18, 22, 23, 24, 25, 27, 28, 29, 30, 31

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Michael Nickles Oliver321

„Das Problem mit der PWM klingt, als versuchtest du, das ...“

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Hi Oliver,.

Thx für die Info. Soweit ich es richtig sehe, verwende ich Rev. 2 und die GPIOs 22, 27 und 17 - das dürfte eigentlich passen (siehe Bild).

Daran hängt dieser Motor Controller: www.amazon.com/Controller-Module-Bridge-Stepper-Arduino/dp/B00HNHUYSG/ref=sr_1_17?s=electronics&ie=UTF8&qid=1405409856&sr=1-17&keywords=l298n

Weiße und braune Leitung gehen an IN1/IN2 (Motorrichtung) und graue Leitung geht an ENA (Motor 1 an/aus). PWM versuche aich also über die graue Leitung (GPIO 17) zu machen. Den Motor darüber ein/ausschalten funzt problemlos. Nur bei PWM kracht es.

Grüße,

Mike

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