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News: Nach 200 Jahren

Napoleon-Schlachtfeld mit mobilem 3D-Scanner digitalisiert

Michael Nickles / 1 Antworten / Baumansicht Nickles

(Foto: Artec)

1812 fiel Napoleon in Russland ein, die folgende Schlacht von Borodino bei Moskau war eine der blutigsten Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts.

200 Jahre nach Ende der Schlacht hat die Russische Akademie für Wissenschaften damit begonnen das Schlachtfeld für die Nachwelt zu dokumentieren.

Statt mit traditioneller aufwändiger Vorgehensweise mit Maßband, Stift und Papier, haben die Forscher einen mobilen 3D-Scanner verwendet. Mit dem MHT-Scanner von Artec gelang das Digitalisieren der Überreste von 38 Pferden und 11 Soldaten binnen einer Stunde. Der handgeführte 3D-Scanner erfasst die Objekte während der Freilegung schichtweise und erstellt konsistente 3D-Modelle.

Die können dann später im Labor mit Hilfe einer speziellen Software exakt vermessen werden. Im Bericht erklärt Artec, dass der Job nichts für schwache Nerven sei - einer der Techniker fiel fast in Ohnmacht, aber man habe durchgehalten.

Michael Nickles meint:

Artec hat diese Geschichte natürlich zum Anlass genommen, um Werbung für seine mobilen 3D-Scanner zu machen. Ich habe die News gebracht, weil ich bislang noch keine Erfahrung mit solchen Scannern gesammelt habe und sie spannend finde. Recht interessant ist ein Blick auf die Bildersammlung des Herstellers.

(Foto:Artec)
Dort sieht man recht gut, wie weit diese mobile 3D-Scanner-Technik bereits fortgeschritten ist. Wer sich für so ein Ding interessiert, braucht allerdings eine gewisse Menge Kleingeld.

Ein mobiler Farbscanner von Artec - beispielsweise das Spider-Modell - kostet 15.700 Euro. Hinzu kommt noch eine Software, die mit 500 Euro vergleichsweise ein Schnäppchen ist. Im Hinblick auf den Preisverfall bei 3D-Druckern, gibt es inzwischen natürlich inzwischen auch bereits preiswerte 3D-Scanner.

Die Hersteller des Makerbot-3D-Drucker haben inzwischen auch einen 3D-Digitizer für 1.550 Dollar im Angebot. Der ist aber stationär und nur für eher recht kleine Modelle geeignet. Eine Low-Cost Lösung ist Microsofts Kinect-Erweiterung. Einen erschwinglichen mobilen 3D-Scanner für den Massenmarkt gibt es bislang nicht - zumindest konnte ich keinen finden.

Allerdings gab es kürzlich ein erfolgreiches Kickstarter-Projekt: Fuel3D ist ein mobiler handgeführter 3D-Scanner, der weniger als 1.000 Dollar kosten soll. Angestrebt wurden 75.000 Dollar, die Finanzierungsrunde endete am 1. September mit über 325.000 Dollar.
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schuerhaken Michael Nickles

„Napoleon-Schlachtfeld mit mobilem 3D-Scanner digitalisiert“

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Da werden viele "wissenschaftliche" Spielkinder sich freuen
und in die öffentlichen Etats greifen wollen. 
Das ganze Volk, insbesondere die Leute aus dem Hartz,
wird enormen Nutzen daraus ziehen.

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