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News: Cashback-Aktion gestartet

Microsoft zahlt 20 bis 25 Euro für Verdacht auf illegales Window

Michael Nickles / 9 Antworten / Baumansicht Nickles

Opfer gefälschter Windows 7 Versionen kriegen von Microsoft jetzt die Chance, ein aktuelles Windows mit bis zu 25 Euro Preisnachlass zu ergattern. Zur Gutschrift-Kampagne mit dem Motto "Zu billig um echt zu sein", erklärt Microsoft, das es auf dem deutschen Markt vermehrt Software-Fälschungen gab, bei denen besonders Windows 7 Versionen betroffen seien.

Aufmacher zur Cashback-Aktion (Foto: Microsoft)

Mit der "Cashback-Aktion" will Microsoft Betroffene unterstützen, ihr Betriebssystem zu legalisieren. Damit potentiell Betroffene (vielleicht) feststellen können, ob sie wirklich betroffen sind, hat Microsoft ein PDF veröffentlicht, wie Originale zu erkennen sind.

Laut Microsoft gibt es zwei eindeutige Merkmale um ein Originalprodukt zu erkennen.

Die Alarmglocken sollten beispielsweise bei einem auffällig niedrigen Preis läuten, der erheblich unter dem empfohlenen Verkausfspreis liegt. Laut Auflistung von Microsoft, kostet ein original "Windows 7 Home Premium" rund 200 Euro, ein original Windows 8.1 kostet vergleichsweise nur rund 120 Euro.

Was ist eine gebrauchte OEM-Lizenz wert?

Wie kompliziert die Sache ist, zeigt sich dann bei der Auflistung der üblichen Preise von  OEM-Versionen - hier steht in der Spalte "unverbindliche Preisempfehlung" lediglich "Siehe gängiger Marktpreis".

Woher soll ein eventuell Betroffener nun wissen, was der gängige Marktpreis für eine OEM-Version von "Windows 7 Home Premium" ist? Und woher soll er wissen, was eine gebrauchte OEM-Lizenz wert ist?

Ein zweites deutliches Kennzeichen für ein Original soll die Verpackung sein. Dazu führt Microsoft die typischen originalen Verpackungen von Retail- und OEM-Versionen auf, und was generell zum Lieferumfang gehört. Ein Warnhinweis soll es auch sein, wenn nur eine telefonische Aktivierung möglich ist.

Weiter empfiehlt Microsoft auf Sicherheitsmerkmale zu achten. Dazu zählen das Echtheitszertifikat (ein Verpackungsaufkleber mit 25-stelligem Product Key) und eine "Hologramm DVD". Alle Original-Windows-Produkte werden laut Microsoft mit einem Hologramm auf dem Datenträger geliefert, das Teil des Datenträgers und kein Aufkleber ist.

Wer glaubt betroffen zu sein, kann sich dann durch die Seiten der Gutschrift-Kampagne klicken und alle erforderlichen Angaben machen. Beispielsweise wo das vermutlich faule Windows gekauft wurde, wann und zu welchem Preis. Außerdem will Microsoft wissen, wo man sich dann das Original-Windows gekauft hat und einen Kaufbeleg haben.

Wenn ich es richtig verstehe, muss ein eventuell Betroffener also selbst entscheiden, ob er wirklich betroffen ist. Und wenn er sich selbst als betroffen eingestuft und irgendwo ein original Windows gekauft hat, dann kriegt er von Microsoft 20 bis 25 Euro erstattet. Ein Windows 7 Professional Original oder OEM kriegt man 25 Euro billiger.

Eine OEM-Version von Windows 7 Professional gibt es im Handel, beispielsweise bei Amazon, aktuell für rund 116 Euro. Mit der Cashback-Aktion kriegt man es also für rund 90 Euro.

Michael Nickles meint:

Ich konnte die Gutschriften-Kampagne nicht bis zum Ende durchklicken, weil ich keine faule Windows 7 Lizenz habe. So ich es richtig geschnallt habe, muss auf der erste Meldeseite allerdings bereits das verdächtige Windows gemeldet werden und auch gleich das neue Original-Windows, das man dafür gekauft hat. In diesem Fall müssen Kunden also selbst entscheiden, ob sie betroffen sind oder nicht. Komische Sache.

Nur Neukäufe werden unterstützt.

Die Cashback-Aktion von Microsoft gilt übrigens nur für "neu" gekaufte Windows-Retail- oder OEM-Versionen. Viel günstiger kommt man mit einer gebrauchen Window-Lizenz weg.

Beim Online-Händler PC-Fritz gibt es die Windows 7 Professional 64-Bit OEM-Version aktuell für 29,90 Euro.

Dieser Hinweis ist natürlich ein wenig makaber. Denn Microsoft hat im September bei PC Fritz in Berlin und Halle über 100.000 Datenträger sicherstellen lassen, wegen Verdachts auf Windows 7 Raubkopien im großen Stil. PC Fritz hat darauf hin umgehend eine einstweillige Verfügung gegen Microsoft erwirkt (siehe Heise-Beitrag). Darin wird es Microsoft untersagt, weiterhin zu behaupten, dass PC Fritz mit Raubkopien handelt. Und aktuell verkauft PC Fritz Windows 7 Professional weiterhin für 29,90 Euro.

Der Fall PC Fritz ist also immer noch ungeklärt. Es darf weiter drum gestritten werden, ob Microsoft sich hier wirklich gegen tatsächliche Raubkopien wehrt, oder ob es Microsoft einfach nur stinkt, dass die gebrauchten Betriebssysteme so billig verkauft werden. Bekanntlich ist der Verkauf gebrauchter Software in Deutschland rechtens (Urteil es Gerichtshofs der Europäischen Union vom 3. Juli 2012).

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PaoloP Michael Nickles

„Microsoft zahlt 20 bis 25 Euro für Verdacht auf illegales Window“

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Unterm Strich ist es eine verzweifelte Aktion um die Windows8 Installationen zu steigern. Andererseits ist  es die Aufforderung für preiswbewusste Konsumenten die Windows8 jetzt wollen, sich erstmal eine Windows7 Raubkopie zu besorgen. Es wäre spannend in einem Jahr zu erfahren wieviele Konsumenten diese Option genutzt haben. Ich glaube aber nicht das Microsoft diese Zahlen veröffentlichen wird, ausser die Zahlen sind wieder erwarten, sehr hoch.

Jedes mal wenn jemand "Cloud" sagt, verliert ein Engel seine Flügel.
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Olaf19 Michael Nickles

„Microsoft zahlt 20 bis 25 Euro für Verdacht auf illegales Window“

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Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie stinkt diese Aktion bis zum Himmel. Oder?

Entweder der Kunde hat ein legales Windows - dann ist es pure Abzocke, wenn er noch einmal zahlen soll. Oder er hat ein illegales Windows - dann wird er für sein rechtswidriges Handeln auch noch belohnt, indem er einen Preisnachlass bekommt, während andere ehrliche Kunden den vollen Preis zahlen mussten. Das kann es doch eigentlich nicht sein, oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Ein Warnhinweis soll es auch sein, wenn nur eine telefonische Aktivierung möglich ist.

Wenn eine telefonische Aktivierung nach wie vor möglich ist, kann die Software auch nicht illegal sein. Das ist allenfalls ein Hinweis auf eine Gebrauchtlizenz.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Kabelschrat Olaf19

„Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie stinkt diese ...“

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Hallo Olaf,

wie kann ich beim Kauf ausschließen, dass mir kein X fach kopiertes Win untergejubelt wird, wenn ich nicht direkt bei MS kaufe?

Man kann auch KFZs mit "orginal" https://www.google.de/search?q=gestohlene+blanko+kfz+briefe&ie=utf-8&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&gws_rd=cr&ei=Usa_UqwuiZK1BsHBgJgJ          kaufen, bis einem die Zulassungsstelle vom Gegenteil überzeugt, wenn man das KFZ zulassen will.

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article754008/Kfz-Briefe-gestohlen-Betrug-an-Autokaeufern.html

 

Gruß

Manchmal frag ich mich, ob die Welt von klugen Köpfen regiert wird, die uns zum Narren halten oder von Schwachköpfen die es ernst meinen. M. Twain
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Olaf19 Kabelschrat

„Hallo Olaf, wie kann ich beim Kauf ausschließen, dass mir ...“

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wie kann ich beim Kauf ausschließen, dass mir kein X fach kopiertes Win untergejubelt wird, wenn ich nicht direkt bei MS kaufe?

Gar nicht. Aber das ist das Problem des Verkäufers und nicht des Käufers. Der macht sich strafbar, wenn er eine Lizenz verkauft und gleichzeitig behält.

Für Microsoft ist es zunächst nicht zu unterscheiden, ob jemand eine Lizenz von Rechner A löscht und auf B neu aufspielt oder ob der Verkäufer sie auf Rechner A behält. Problematisch wird es nur, wenn der Verkäufer irgendwann neu aktivieren muss, was ja früher oder später passieren kann. Dann fliegt der Schwindel auf.

Mit Kfz-Briefen hat das überhaupt nichts zu tun.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Kabelschrat Olaf19

„Gar nicht. Aber das ist das Problem des Verkäufers und ...“

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Hallo Olaf,

ich vermute das die wenigsten Verkäufer wissen, dass sie Raubkopien verkaufen.

Für Microsoft ist es zunächst nicht zu unterscheiden, ob jemand eine Lizenz von Rechner A löscht und auf B neu aufspielt oder ob der Verkäufer sie auf Rechner A behält.

Diese Amateure sind für MS nur lästige Fliegen!

Die Profis kaufen von MS Volumenlizenzen zB ein 1000 der Pack und verkaufen 3000.

 

Mit Kfz-Briefen hat das überhaupt nichts zu tun.

Ist mir nicht aufgefallen. Unschuldig

 

Gruß

Manchmal frag ich mich, ob die Welt von klugen Köpfen regiert wird, die uns zum Narren halten oder von Schwachköpfen die es ernst meinen. M. Twain
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Olaf19 Kabelschrat

„Hallo Olaf, ich vermute das die wenigsten Verkäufer wissen, ...“

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ich vermute das die wenigsten Verkäufer wissen, dass sie Raubkopien verkaufen.

Sollten sie aber. Wenn sie gewerblich sind, dann sowieso - wenn ich eine Software privat verkaufe, weiß ich auch, ob ich eine Kopie zurückbehalten habe oder ob ich alles ordnungsgemäß gelöscht habe.

Wer professionell mit geklauter Software handelt, begibt sich IMHO auf ganz ganz dünnes Eis.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Kabelschrat Olaf19

„Sollten sie aber. Wenn sie gewerblich sind, dann sowieso - ...“

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Hallo Olaf,

Wer professionell mit geklauter Software handelt, begibt sich IMHO auf ganz ganz dünnes Eis.

 Warum diese Einschränkungen und der Fremdausdruck, mit den 4 Buchstaben?

Wer professionell mit geklauten Dingen handelt bekommt Ärger mit Vater Staat. Amateure bekommen auch Ärger.

Das haben mir meine Eltern schon erzählt, bevor ich eingeschult wurde.Brüllend

An welchen Merkmalen erkennt der Händler mehrfach gebrannte OEMs?

Gruß

Manchmal frag ich mich, ob die Welt von klugen Köpfen regiert wird, die uns zum Narren halten oder von Schwachköpfen die es ernst meinen. M. Twain
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XAR61 Kabelschrat

„Hallo Olaf, wie kann ich beim Kauf ausschließen, dass mir ...“

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Übringens gilt dies nicht nur für die "original" Kfz Briefe sondern neuerdings auch für unsere "original" Teuros, denn man hat wieder mal das original Papier und einpaar andere Dinge als verlegt gemeldet. Es soll nur noch einen einzigen Unterschied zum wirklichen Original geben und das ist der Silberstreifen. Der ungeübte hat in diesem Fall kaum eine Chance die Täuschung vom Original unterscheiden zu können.

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XAR61 Michael Nickles

„Microsoft zahlt 20 bis 25 Euro für Verdacht auf illegales Window“

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PC-Fritz war erst einmal ein sehr zuverlässiger Händler ! Was den Streit von MS und PC-Fritz betrifft, so handelt es sich um einen reinen kinderlichen Verpackungsstreit und halt nicht mehr. Die OEM - Software von PC-Fritz wurde von MS als echt eingestuft und zwar "ohne Probleme und Nörgelleien" Besitzen auch das MS Hologramm können daher also auch nicht unrechtens sein. Eine MS-Win X Raubkopie hatte ich noch nicht in den Händen, also kann ich hier auch keinen Vergleich anstellen woran der Ottonormalnutzer das Original vom nicht Original erkennen soll sofern das Nichtoriginal nicht selbst gebrannt wurde.

Bei PC-Fritz gibt es jedoch gegenüber einigen Händlern einen Unterschied bei der Aussenverpackung, innendrinn ist MS und aussen steht halt pc-fritz drauf und das es sich um einen bei MS-Registrierten Partner handelt.

Ich denke mal MS möchte den Markt mit MS-OEM einfach in den Griff bekommen oder ein verleiben. Und weil dies keiner richtig nachvollziehen kann wird schnell mal die Terrorente verbreitet, "he hallo ich hab hier eine verdächtige MS-Win7-Enten-DVD mit original MS Hologramm" .

Sicherlich gibt es auch jede menge von Win7 Raubkopien, da die aber meist sehr gut gecrackt landet damit so gut wie kein Nutzer auf einen MS-Server um seine Raubkopie bei MS registrieren zumüssen.

So kann jeder seinen eigenen Kopf einschalten.

 

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