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News: Ist Heimarbeit Fluch oder Segen?

Microsoft erklärt das klassische Büro für tot

Michael Nickles / 28 Antworten / Baumansicht Nickles

Microsoft führt für seine Bürostandorte in Deutschland ein neues Konzept ein. Aus Sicht des Konzerns verliert Schreibtischarbeit im Büro an Bedeutung, die Mitarbeiter sollen  zeitgemäße Arbeitsplätze nach dem Prinzip der Vertrauensarbeitszeit kriegen.

Das Software-Office der Zukunft spielt sich nach Willen Microsofts ohnehin in der Cloud ab, die auch Mitarbeiter mit mobilen Geräten unterwegs verbindet. Jetzt modernisiert Microsoft auch seine reale Bürostruktur (Foto: Microsoft)
Aktuell sei es bereits so, dass ein Großteil der Mitarbeiter direkt beim Kunden oder per Home Office arbeitet, mit steigender Tendenz. Konzentrieren will sich Microsoft beim neuen Konzept auf seine drei Hauptstandorte in München, Köln und das neue Office in Berlin.

Die Büros in  Wolfsburg und Walldorf sollen aufgrund der direkten Kundenanbindung erhalten bleiben, die Mietverträge der Büro-Standorte in Böblingen (Ende 2013), Bad Homburg (Mitte 2014) und Hamburg (Mitte 2015) sollen auslaufen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Microsoft sollen künftig das Angebot erhalten, im Home-Office zu arbeiten oder sich einem der verbleibenden Standorte zuzuordnen.

Die Organisationsdetails sollen in den kommenden Monaten mit dem Betriebsrat geklärt werden. Microsoft stellt klar, dass durch das neue Konzept keine Mitarbeiter abgebaut werden sollen. Es gehe um bessere Nutzung der Resourcen. Microsoft-Mitarbeiter haben in Deutschland künftig also die Qual der Wahl, ob sie im Büro oder Zuhause arbeiten möchten.

Michael Nickles meint:

Ich arbeite seit 25 Jahren selbstständig vom eigenen Büro aus. Als ich 1988 nach rund zwei Jahren als angestellter Redakteur bei IDG gekündigt und mich selbstständig gemacht habe, war mir klar, dass ich nie mehr im Leben feste Arbeitszeiten haben, mir das selbst einteilen will.

Das ist toll, aber es erfordert eine verdammte Disziplin. Und so etwas wie eine "40 Stunden"-Woche hatte ich nie. Eher waren es 60 oder mehr. Es braucht also Disziplin in beide Richtungen: nicht zu wenig machen, aber sich auch mal eine Auszeit gönnen.

Zuhause arbeiten, bringt ein weiteres Problem: es ist eine ziemlich einsame Sache wenn man (wie ich) keine Familie hat. Dass Microsoft seinen Angestellten die Wahl bietet, finde ich prima.

Die Frage ist halt, ob die Leute in der Lage sind, ihre Disziplin richtig einzuschätzen, daheim dann nicht zu wenig und nicht zu viel arbeiten. Um 18 Uhr aus dem Büro rausgehen und mit einem "Leckt mich am Arsch" im Hinterkopf die Tür zumachen und weg zu sein, hat auch was!
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gelöscht_238890 Michael Nickles

„Microsoft erklärt das klassische Büro für tot“

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Microsoft erklärt das klassische Büro für tot
Und den klassische Bürocomputer gleich mit!
Es war absehbar, das richtige "Smartphone" (ist leider noch nicht auf dem Markt) vorausgesetzt, im Homeoffice eine Dockingstation mit Tastatur und Touchscreenmonitor und die Zukunft beginnt.
Bei Microsoft natürlich in und mit der Cloud -totale Vernetzung -toptale Kontrolle -McIllroy is watching You....Überrascht
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PaoloP gelöscht_238890

„Und den klassische Bürocomputer gleich mit Es war ...“

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diese regelung gilt nicht für alle mitabeiter persè sondern nur für eine bestimmte auswahl an mitarbeitern. die standard bürokraft macht weiterhin dienst nach vorschrift und von 8-16 uhr. die regelung betrifft die mitarbeiter die kundenorientiert vor ort arbeiten. microsoft deutschland hat einzelne arbeitsverträge der realität angepasst. eine pressemeldung die das ganze gut aussehen lässst gehöhrt halt zum geschäft. kennt man von google und co. doch schon lange.

Jedes mal wenn jemand "Cloud" sagt, verliert ein Engel seine Flügel.
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Olaf19 Michael Nickles

„Microsoft erklärt das klassische Büro für tot“

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Dass Microsoft seinen Angestellten die Wahl bietet, finde ich prima.

Hi Mike, grundsätzlich finde ich das auch - für mich allerdings käme Tele-Arbeit nicht infrage.

Es ist IMHO auch ein Riesenunterschied, ob man selbstständig ist und von zuhause arbeitet, um nicht extra Räume anmieten zu müssen und den Arbeitsweg zu sparen, oder eben angestellt.

So gern ich auch zur Arbeit gehe und mich mit meinem Arbeitgeber identifizieren kann, so sehr lege ich doch wert darauf, meine Privatsphäre vom Arbeitsplatz zu trennen. Irgendwann muss einfach mal Feierabend sein... als freiberuflicher Einzelkämpfer würde ich das ganz anders beurteilen, da wäre die Firma "ein Stück meiner selbst" und die Trennung zur Privatsphäre auch rein gedanklich gar nicht möglich.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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gelöscht_238890 Olaf19

„Hi Mike, grundsätzlich finde ich das auch - für mich ...“

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Irgendwann muss einfach mal Feierabend sein..

Das ist lediglich eine Frage der eigenen Organisation.
Ich habe in meinem Leben nie bessere Arbeitsplätze, mit mehr Freiheiten, gehabt.
Wir hatten Regionalbüros, die ein/zwei mal pro Woche für einige Stunden aufgesucht wurden (für administrative Tätigkeiten.) Ansonsten wurden vom Homeoffice aus alle Tätigkeiten geplant, dokumentiert und ausgeführt.

Aber wie Mike schon schrieb, am Ende musste der Umsatz stimmen oder das Ziel erreicht werden.

Aber es gab keine festen Arbeitszeiten, ich bin schon mal um 4.00Uhr morgens losgefahren, oder über Nacht geblieben oder auch mal einen Tag geschwänzt.Zwinkernd (Ich habe nie zu viel gearbeitet.)
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Olaf19 gelöscht_238890

„Das ist lediglich eine Frage der eigenen Organisation. Ich ...“

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Aber es gab keine festen Arbeitszeiten,

Die muss es im Betrieb auch nicht geben. Viele Firmen haben Gleitzeit, zum Teil sogar ohne echte Kernarbeitszeit.

Das ist lediglich eine Frage der eigenen Organisation.

Organisation hin oder her - ich möchte mich in meiner Privatsphäre nicht mit Geschäftskram umgeben. Klar, ich kann die Sachen in einen Schrank einschließen, dass ich sie nicht mehr sehen muss, aber es würde mich stören, sie überhaupt mit in die Wohnung zu nehmen.

Ich sehe natürlich ein, dass die Menschen da einfach unterschiedlich empfindlich sind - den einen stört es, dem anderen macht es nichts aus.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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neanderix Olaf19

„Die muss es im Betrieb auch nicht geben. Viele Firmen haben ...“

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Die muss es im Betrieb auch nicht geben. Viele Firmen haben Gleitzeit, zum Teil sogar ohne echte Kernarbeitszeit.

Kernzeit hatte ich bei Versatel nicht und habe ich jetzt auch nicht.
Ich muss nur innerhalb der Öffnungszeiten des Gebäudes (6:30 - IIRC 19:00 - da wird man, wenn man nicht gerade eine VC mit unserer M;ttergesellschaft in Japan beim sicherheitsdienst angemeldet hat, von selbigem höflich aber bestimmt hinauskomplimentiert ;) ) meine Arbeit ableisten.

>>Organisation hin oder her - ich möchte mich in meiner Privatsphäre nicht mit Geschäftskram umgeben. Klar, ich kann die Sachen in einen Schrank einschließen, dass ich sie nicht mehr sehen muss, aber es würde mich stören, sie überhaupt mit in die Wohnung zu nehmen.<<
(Zitatfunktion zickt!)

Akten mit in die Wohnung nehmen würde ich auch ungern - aber das müsste ich in meinem aktuellen Job ohnehin nicht; den könnte ich sogar *bequem* von zu Hause aus erledigen.
Aber: ich würde mich dennoch mindestens einmal die Woche ins Büro begeben. Der persönliche kontakt mit den Kollegen ist einfach durch nichts zu ersetzen.

Computers are like airconditioners - they stop working properly when you open Windows Ich bin unschuldig, ich habe sie nicht gewählt!
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Olaf19 neanderix

„Kernzeit hatte ich bei Versatel nicht und habe ich jetzt ...“

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Ich würde mich dennoch mindestens einmal die Woche ins Büro begeben. Der persönliche kontakt mit den Kollegen ist einfach durch nichts zu ersetzen.

Absolut. Das wäre für mich der Hauptgrund, keinen Tele-Arbeitsplatz zu wählen. Noch besser ist man dran, wenn man sich dann auch noch das Rauchen angewöhnt - dann erfährt man alles *g*. Na gut - manchmal ist es vielleicht gar nicht wünschenswert, ausnahmslos jede Sau zu kennen, die über die Dörfer getrieben wird.

Bei uns in der Firma gibt es "Mischarbeitsplätze", d.h. die Beteiligten arbeiten teilweise von zuhause, teilweise im Büro. Halte ich auch für eine gute Möglichkeit.

Ich muss nur innerhalb der Öffnungszeiten des Gebäudes 6:30 - IIRC 19:00 meine Arbeit ableisten.

Das ist bei uns ganz ähnlich, wobei man allerdings nicht von Werkschutz rausgeschmissen wird. AFAIK wäre es allenfalls so, dass man sich dann ein paar Fragen gefallen lassen müsste. Viel entscheidender sind die arbeitsrechtlichen Eckwerte, also dass man nicht länger als 10 Stunden arbeitet, und nicht nach 20 Uhr.

CU
Olaf
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mthr1 Michael Nickles

„Microsoft erklärt das klassische Büro für tot“

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Ich meine, das trifft nur für eine kleine Randgruppe von Erwerbstätigen zu, die meisten - in Büros beschäftigten - sind doch nach wie vor auf Arbeitsunterlagen wie Auftragsvorgänge / zurückliegende Vorgänge / im techn. Bereich z.B. Konstruktionszeichnungen u.v.m. angewiesen, was wohl insbesondere in kleineren ode mittleren Betrieben auf einen Rechner zu packen ist.

Die Praxis zeigt dies deutlich.

mfG mthr1

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annekoehler Michael Nickles

„Microsoft erklärt das klassische Büro für tot“

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Wie man auch hier wieder sehen kann, sind viele Unternehmen, Vorgesetzte und auch Arbeitnehmer zwei entgegengesetzter Meinungen zum Thema Home Office. Auf der einen Seite sind gesteigerte Effizienz, flexiblere Verfügbarkeit, erhöhter Komfort und höhere Zufriedenheit nachgewiesene Wirkungen des Arbeitens im Home Office. Auf der anderen Seite wird über geschwächte Übersicht, schlechtere Kommunikation und ein Gefühl der Isolation geklagt. Dem kann man aber entgegenwirken. Team Space setzt den Kollegen im Home Office wieder mitten ins Geschehen und macht den stetigen Kontakt zum Chef und zu den Kollegen mühelos möglich. Die erwähnten Nachteile des Arbeitens im Home Office werden durch Team Space zunichte gemacht.

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mthr1 annekoehler

„Wie man auch hier wieder sehen kann, sind viele Unternehmen, ...“

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Wenn man die Möglichkeit und das Geld hat, sich für ein Heim-Büro eine Zweitwohnung zur Aufbewahrung und Zugriff auf Arbeitsunterlagen zu haben, mag das wohl funktionieren.

Allerdings spreche ich Microsoft die Kompetenz ab, über diesen Komplex zu urteilen, mir ist nicht bekannt, ob dieses Haus jemals etwas produziert hat, was man anfassen bzw. in die Hand nehmen kann.

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gelöscht_238890 mthr1

„Wenn man die Möglichkeit und das Geld hat, sich für ein ...“

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Allerdings spreche ich Microsoft die Kompetenz ab, über diesen Komplex zu urteilen, mir ist nicht bekannt, ob dieses Haus jemals etwas produziert hat, was man anfassen bzw. in die Hand nehmen kann.

Dieser Satz prädestiniert dich geradezu um Microsoft jegliche Kompetenz abzusprechen.Lachend
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Olaf19 gelöscht_238890

„Dieser Satz prädestiniert dich geradezu um Microsoft ...“

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ob dieses Haus jemals etwas produziert hat, was man anfassen bzw. in die Hand nehmen kann.

Windows- und Office-CDs?
Lizenz-Aufkleber?
Mäuse?

*SCNR*
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Onkel_Alois Olaf19

„Windows- und Office-CDs Lizenz-Aufkleber Mäuse SCNR Olaf“

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Hallo Olaf,

um bei der vorgegebenen Reihenfolge zu bleiben, mein Vermutung:

  • Presswerk XY
  • Druckerei XY
  • Irgend ein Hersteller XY in Taiwan
*SCNR*


Gruß Alois



Mir scheint, als sei der IQ mancher User umgekehrt proportional zur Versionsnummer des verwendeten Betriebssystemes
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Olaf19 Onkel_Alois

„Hallo Olaf, um bei der vorgegebenen Reihenfolge zu bleiben, ...“

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Presswerk XY Druckerei XY Irgend ein Hersteller XY in Taiwan

...oder sie kaufen diese Werke und bappen das Microsoft-Logo drauf...

Greetz
Olaf
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besterpapa Michael Nickles

„Microsoft erklärt das klassische Büro für tot“

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Jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben..... wegen " Vertrauen" undso.

Ich habe ja auch in einen " freischaffenden" Arbeitsverhältnis gestanden.
Büro außerhalb der Firma, keine Stempelkarte oder sonstige Zeiterfassung, freien Zugang internet, bis auf feste Büro-Präsenzzeit freie Zeit- und Arbeitseinteilung. Kohle stimmte auch.

Der große Harken an der Sache war, dass der Kunde bestimmte (teils illusionäre) Zielvorgaben machte und diese vom Chef natürlich nach "unten" delegiert wurde. Wurden die Vorgaben nicht erreicht waren die Maßnahmen futsch und der Job wech.

Um im Geschäft zu bleiben, war man praktisch gezwungen, statt der vereinbarten 35 St./Wo regelmäßig 40-45 zu ackern --- OHNE Mehr-Bezahlung.

So sieht denn "Vertrauen" aus Arbeitgebersicht aus. 

Nee, dann doch lieber den schnöden Beamtenstatus.

Feste Zeiten, kein Leistungsdruck, regelmäßig und pünktlich Kohle und Gehaltsteigerung ohne Zutun, keine Zukunftsängste um den Job. Und wenn man krank ist, dann ist man eben krank und die Arbeit bleibt eben liegen und keinen interessiert es wirklich.

Die Steigerung ist nur noch Politiker bis zum Bundes-Grüß-Gott-August. null Leistung.null Verantwortung. Max. kohle. Schöne Reisen, Ordentlich Partiiie machen.
LachendUnschuldigCool


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Olaf19 besterpapa

„Jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben..... wegen ...“

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Büro außerhalb der Firma, keine Stempelkarte oder sonstige Zeiterfassung

Diesen Punkt hatte ich noch völlig vergessen - das wäre für mich auch ein Ausschlusskriterium. Ab einer gewissen Gehaltsklasse werden bei uns Mitarbeiter nur "außertariflich" beschäftigt, d.h. sie handeln ihre Gehälter selbst aus, diese sind nicht Bestandteil des Haustarifs. Ein Nebeneffekt dessen ist, dass nicht mehr gestempelt wird, da alle etwaigen Überstunden automatisch als "abgegolten" betrachtet werden.

Mich würde einmal lebhaft interessieren, was ein "Otto-Normal-Außertariflich" für einen Stundenlohn einnimmt. Würde mich nicht wundern, wenn der schlechter dasteht als ich...

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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gelöscht_238890 Olaf19

„Diesen Punkt hatte ich noch völlig vergessen - das wäre ...“

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Mich würde einmal lebhaft interessieren, was ein "Otto-Normal-Außertariflich" für einen Stundenlohn einnimmt. Würde mich nicht wundern, wenn der schlechter dasteht als ich...

Ich kann da nur für "vernünftige" Firmen sprechen, in denen ich die letzten 25 Jahre meines Berufslebens gearbeitet habe.
Die AT-Gehälter lagen in jedem Falle sehr deutlich über den höchsten Tarif-Gehältern, wobei die Grenze nach oben fast frei ist.
Ein AT-Gehalt musste bei mir immer folgende Komponente enthalten: Grundgehalt der höchsten Tarif-Klasse plus 15 Überstunden mit Zulagen, sowie alle Sonderzahlungen der höchsten Tarif-Klasse -anteilsmäßig umgerechnet auf den Monat-, plus AT-Verhandlungsfaktor -der sicher bei jedem anders ist. 
Mein Einkommen lag also deutlich im sechs stelligenZwinkernd Bereich.
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Olaf19 gelöscht_238890

„Ich kann da nur für vernünftige Firmen sprechen, in denen ...“

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Die AT-Gehälter lagen in jedem Falle sehr deutlich über den höchsten Tarif-Gehältern, wobei die Grenze nach oben fast frei ist.

Das relativiert sich aber sehr, wenn die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden im gleichen Maße höher liegt als bei einem tariflichen Mitarbeiter. Dann verdient der ATler pro Stunde sogar weniger, dank Steuerprogression. Aber gut, bei einem Gehalt "deutlich im sechsstelligen Bereich" würde ich auch schwach werden ;-)

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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gelöscht_238890 Olaf19

„Das relativiert sich aber sehr, wenn die Zahl der ...“

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Das relativiert sich aber sehr, wenn die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden im gleichen Maße höher liegt als bei einem tariflichen Mitarbeiter.

Da liegt ein Fehler in der Betrachtungsweise.
Es gibt keinen anderen Job, in dem man mehr Freiheiten hätte.
Ich habe heute noch Kontakt zu ehemaligen Mitarbeitern und Kollegen und wir sind uns da nach wie vor einig. Wir hatten zeitweise Stress, aber wir waren auch frei wie die Vögel.Zwinkernd

Arzttermine, Einkaufen -egal was, Besorgungen und selbst Kurzbesuche, alles während des normalen Arbeitstages, wo kann man das sonst wenn man nicht selbstständig ist?
Jeder hat gesehen das die Bilanz am Ende halbwegs ausgeglichen war, einziges Kriterium war natürlich das vereinbarte Ziel.
Aber dazu gehört eben auch Disziplin.
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Olaf19 gelöscht_238890

„Da liegt ein Fehler in der Betrachtungsweise. Es gibt ...“

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Arzttermine, Einkaufen -egal was, Besorgungen und selbst Kurzbesuche, alles während des normalen Arbeitstages, wo kann man das sonst wenn man nicht selbstständig ist?

Ein außertariflicher Mitarbeiter ist nicht mehr und nicht weniger angestellt als ein tariflicher - mit "Selbständigkeit" hat das nichts zu tun. Ist mir jedenfalls noch nicht aufgefallen, dass ein AT-ler mitten am Tag Einkäufe oder Arztbesuche erledigt und dafür mal für ein paar Stunden das Werksgelände verlässt. Aber vielleicht arbeite ich einfach nur bei der falschen Firma *g*.

Entscheidend ist, dass der AT-ler keine feste Wochenarbeitszeit hat, oder anders gesagt: auf dem Papier hat er die schon, entscheidend ist aber letztlich, dass er seine Arbeit schafft. Wenn die Firma dem Arbeit für 50 Stunden die Woche aufhalst, hat er die gefälligst zu machen, und Überstunden fallen geflissentlich unter den Tisch.

Aber wie gesagt - bei +100k EUR im Jahr kann man sich das natürlich überlegen.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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gelöscht_238890 Olaf19

„Ein außertariflicher Mitarbeiter ist nicht mehr und nicht ...“

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dass ein AT-ler mitten am Tag Einkäufe oder Arztbesuche erledigt und dafür mal für ein paar Stunden das Werksgelände verlässt.

Von solchen ATlern war auch hier nicht die Rede, es ging doch um die "Heimarbeiter".Zwinkernd
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besterpapa Olaf19

„Diesen Punkt hatte ich noch völlig vergessen - das wäre ...“

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Mich würde einmal lebhaft interessieren, was ein "Otto-Normal-Außertariflich" für einen Stundenlohn einnimmt. Würde mich nicht wundern, wenn der schlechter dasteht als ich...

Ohne jetzt hier Namen und Einstellungsposition zu nennen grobe Festlegung.

Sagen wir öffentlicher Dienst, päd./soz. Bereich, TVöD mit B-13, vergleichbare Tätigkeit in der "freien" Wirtschaft für öffentliche Kunden minus 25 - 40 % bei offiziellen Hausvertrag und wie gehabt bei den tatsächlichen Stunden nochmal minus 10%.

Ausnahme: Beratung und Betreuung für Spitzen-Manager und deren Familienangehörige. 

Natürlich kommt es noch auf Berufserfahrung und Alter an. Die Generation Praktikum lässt grüßen.

Unterm Strich: null-acht-15-Arbeitnehmer.
Absolventen können froh sein, für die Hälfte arbeiten gehen zu dürfen. Jung-Pädagogen, die NICHT im Schuldienst sind und irgendein blöden harry-ali-scheixx machen kriegen netto um die 1000 Euro für Vollzeit. Was morgen ist, weiß keiner. Zukunftperspektive null.

Der Betriebsrat meinte in einem persönlichen Gespräch mal, dass außerhalb des ÖD es keine Tarife mehr gibt, obwohl tariflich vereinbart. So etwa wie Flattermann Werder Sponsor.
Sowatt nennt dann die SPD und die GRÜNEN, die diese Entwicklung erst gesetzlich möglich gemacht haben, soziale Gerechtigkeit.
naja.


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The Wasp Michael Nickles

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Die schöne neue Büro-von-zuhause-Arbeitswelt ist nichts als eine weitere Mogelpackung aus dem Hause gewerkschaftsfeindlicher Deregulierer!
Je weniger direkten Kollegenkontakt der Arbeitenehmer hat, desto willkührlicher kann man als Arbeitgeber mit ihm umspringen und die einzige Gegenwehr dieses Einkommen-abhängigen Habenichts wird seine selbst eingereichte Kündigung sein.

Deregulierung: Die Gewinne machen die Kapitalisten, das Risiko tragen zu 100% die abhängig beschäftigten Habenichtse.

Ende
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Conqueror Michael Nickles

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Als Single ist es überlegenswert, einer der Familie hat, wird dauend aus seinen Gedanken gerissen. Man ist ja eh da und könnte noch dies oder jenes erledigen.

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Olaf19 Conqueror

„Als Single ist es überlegenswert, einer der Familie hat, ...“

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einer der Familie hat, wird dauend aus seinen Gedanken gerissen.

Wobei, das können Arbeitskollegen auch sehr schön - ständig Tür auf, Tür zu, Telefon, dann macht der Rechner "pling", weil schon wieder eine E-Mail eingetroffen ist - an Konzentration ist phasenweise gar nicht zu denken. Nun erfordern auch nicht alle Arbeiten gleichviel davon, für manche ist es aber geradezu essentiell.

Noch schlimmer sind Großraumbüros. Ja, man bekommt sehr viel, wenn nicht alles mit, allerdings auch Dinge, die man lieber gar nicht wissen möchte, aber der Lärm- und Trubelpegel ist erheblich. Zu der Zeit habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, alle Aufgaben, die es erfordern, sich stärker hineinzuvertiefen, erst am späten Nachmittag anzufangen - wenn alle Nervensägen Feierabend haben...

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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The Wasp Olaf19

„Wobei, das können Arbeitskollegen auch sehr schön - ...“

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Für die Arbeitsbedingungen ist der Arbeitgeber zuständig. Sind die Bedingungen schlecht, liegt das nicht daran, dass man nicht zuhause arbeitet, sondern daran, dass der Arbeitgeber unfähig und oder unwillig ist, für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen.
Wäre also Zeit für Mitbestimmung, wenn die Leute denn noch wüssten, was das ist...

Ende
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Olaf19 The Wasp

„Für die Arbeitsbedingungen ist der Arbeitgeber zuständig. ...“

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Naja, der Arbeitgeber kann aber nun nicht jedem einzelnen von mehreren Tausend Angestellten hinterhersitzen, dass sie nicht bei anderen anrufen / ihnen E-Mails schicken / zur Tür herinkommen, und ob ein Großraumbüro mitbestimmungspflichtig ist, da bin ich mir auch nicht sicher. Als wir da ausgezogen sind, sind andere eingezogen, es ist ja nicht abgeschafft worden. Lediglich haben wir das Glück, dass wir ins Nachbargebäude ziehen konnten / mussten, dafür haben andere jetzt die "Karte"...

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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bechri Michael Nickles

„Microsoft erklärt das klassische Büro für tot“

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Ich halte die Ideen von Microsoft schlicht weg für Unfug. Arbeit von zu Hause aus ist machbar, jedoch geht m.E. bei Fernkommunikation das Informationen "teilen" über das Nötigste nicht hinaus.

Auf Dauer trägt ein solches Arbeiten weder zu mehr Kreativität noch zu mehr Zufriedenheit der Belegschaft bei. Büros haben ihren Sinn und sind nicht zu ersetzen.

MfG Chris
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